Geschichtsunterricht für den Bundespräsidenten

von

Barbara Berger,
44263 Dortmund,
den 10.10.2012

An: bundespraesidialamt@bpra. bund.de
Betreff: An Herrn Bundespräsidenten Gauck

An das Bundespräsidialamt
z.Hd. Herrn Bundespräsidenten Gauck

Betr.: lhre Reise nach Prag

Sehr geehrter Herr Gauck,

eben konnte ich in den Fernseh-Nachrichten lhren Fast-Kniefall und lhre Kranzniederlegung im Dorf Lidice zur Kenntnis nehmen, – und ich bin empört!

Sind Sie so wenig informiert, warum die deutsche Wehrmacht damals dort eingreifen mußte?

Wissen Sie nichts über div. Vorfälle, bevor die Deutschen dort eingriffen, – übrigens das einzige Mal, daß dergleichen in Böhmen geschah?!

Ich bin Zeitzeuge und habe einige Jahre (1942 – 1945) meiner Kindheit in Troppau, Mährisch-Schlesien, verbracht:

Kein Haar wurde den dort lebenden Tschechen gekrümmt. Auch im Protektorat, z.B. Mährisch Ostrau, lebten die Tschechen dermaßen friedensmäßig, daß ich mit meiner Mutter, natürlich mit einer Genehmigung, die mir heute noch vorliegt, dort hin gefahren bin, um Dinge, die man im darbenden Deutschland nicht mehr bekam, zu ,,ergattern”. Kurz, die Tschechen lebten unbehindert buchstäblich in Saus und Braus, friedensmäßig.

Anders verhielten sich die Tschechen ab 1945: ln Trautenau, einem kleinen Städtchen im schlesischen Gebirge, geriet unser Flüchtlingstreck in die Gefangenschaft tschechischer Partisanen. Am Tage wurden die Männer aus den Güterwagen geholt, gequält und geschlagen, des Nachts die Frauen vergewaltigt und geqält. Einem mitverhafteten Säuglingsheim starben die geradegeborenen Babys aus Mangel an Nahrung und Pflege. Die kleinen Leichen wurden durch eine Luke im Güterwagen,,entsorgt”.

Offensichtlich haben Sie trotz lhres Alters noch nichts von den lebenden Fackeln auf der Aussiger Brücke und von dem Todesmarsch von Brünn gehört.

lm Kloster auf dem Muttergoftesberg in Grulich wurden die deutschen Nonnen vergewaltigt, die noch lebenden geprügelt und verjagt.

Das sind nur vier Beispiele des Martyriums der Deutschen durch die Tschechen, bevor man diese aus ihrer Heimat, ihrem Eigentum, oft ihrem Leben verjagt hat.

Was sind Sie, Herr Gauck, nur für ein deutscher Bundespräsident, daß Sie nicht ein Wort über die grausame Vertreibung der Deutschen heute in Prag verloren haben!

Was sind Sie, Herr Gauck, für ein deutscher Bundespräsident, daß Sie in Lidice zwar kniefallend einen Kranz niedergelegt haben, doch nicht auf der Straße, auf der die Deutschen aus Brünn Richtung österreich prügelnd vertrieben wurden, an dem dort stehenden Gedenkkreuz wenigstens mit einem kleinen Blumenstrauß der gequälten Deutschen gedacht haben!

Sicher haben Sie in der kommunistischen Zone, in Mitteldeutschland, das sich DDR nannte, nichts über die Schandtaten des ,,Brudervolkes” gelernt. Doch das ist über zwanzig Jahre her! Mittlerweile hätten Sie sich besser informieren sollen, zumal Sie nun Bundespräsident sind.

Glauben Sie mir, die Tschechen lachen über solche kriecherischen Deutschen, die ihr eigenes Volk verleugnen.

ln tiefer Empörung,

Barbara Berger
rr.

Info von Lutz Radtke


Quelle und Kommentare hier:
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