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27 Prozent der Amerikaner bezeichnen US-Regierung als Feind der Bürger

Von Marco Maier

Eine neue Umfrage zeigt, dass jeder vierte US-Bürger die eigene Regierung als „Feind“ der eigenen Bürger bezeichnet. Auch die Amerikaner wachen auf, denn schon drei Viertel haben erkannt, dass die Politiker nur den Interessen der Superreichen dienen, nicht jedoch der eigenen Bevölkerung.

Das Vertrauen der US-Bürger in die eigene Regierung sinkt deutlich. Noch 1996, bei der gleichen Umfrage, stimmten 19 Prozent der befragten Amerikaner der Behauptung zu, dass die Bundesregierung ein Feind der Bevölkerung des Landes sei. Heute sind es schon 27 Prozent. Insgesamt jedoch sagen ganze 57 Prozent der Befragten, dass sie bezüglich ihrer Regierung frustriert sind, 22 Prozent sind sogar wütend auf die US-Administration.

Allerdings wurden hierbei vom Pew Research Center lediglich registrierte Wähler befragt. Die Ablehnungsrate unter jenen Amerikanern, die aus Prinzip nicht wählen gehen, ist deutlich höher. Und das sind nicht einmal so wenige. Denn nur rund 80 Prozent der Wahlberechtigten sind überhaupt als Wähler registriert. Der Rest sitzt entweder im Gefängnis oder ist schlichtwegs nicht an der Politik interessiert. Geht es nach der Parteizugehörigkeit, so sehen 35 Prozent der Republikaner die Obama-Administration als „Feind“ und immerhin noch 12 Prozent der Demokraten. Bei den „Unabhängigen“, also jenen ohne Parteipräferenz, sind es immerhin noch 34 Prozent.

Es zeigt sich jedoch, dass die US-Amerikaner zunehmend erkennen, wie gekauft die US-Politik ist. Ganze 75 Prozent aller befragten registrierten Wähler stimmten der Aussage zu, dass die Regierung hauptsächlich den Interessen einer kleinen Oberschicht dient und die Bevölkerung nicht repräsentiert. Denn jeder, der die US-Politik auch nur ansatzweise versteht, erkennt, dass die Interessen von Wall Street und der Finanzoligarchie die einzige Handlungsgrundlage der US-Politik darstellt. Egal ob nun bei der Regierung oder der Pseudoopposition der Zwei-Parteien-Diktatur.


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