8. Mai 1945: Tag der GEFANGENSCHAFT

von EponaRhiannon

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht – nicht das Deutsche Reich. Nachdem die Alliierten alle Friedensangebote der Deutschen zurückgewiesen und Millionen weiterer Kriegsopfer in Kauf genommen hatten, bekamen sie ihre “bedingungslose Unterwerfung“, die sie zur Änderung der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Europa ausnutzten.

Mit dem 8. Mai 1945 ging die alliierte Kriegspropaganda gegen Deutschland nahtlos in die Umerziehung über. Die Programme dafür waren schon vorher unter wesentlicher Mitwirkung deutscher Emigranten, vor allem der führenden Angehörigen der Frankfurter Schule, ausgearbeitet worden.

Mit der Drohung der Verweigerung von Lebensmittelkarten und Arbeitsmöglichkeiten wurde die Fragebogenaktion als Grundlage der Entnazifizierung erzwungen. Diese Durchleuchtung und Aburteilung von Millionen Deutschen konnte nur gelingen, weil Tausende volksvergessener Gesellen in Deutschland sich den Alliierten zur Verfügung stellten, ihre Landsleute anklagten und die Umerziehung übernahmen.

Als typische Deutsche erfüllten sie ihre Aufgaben gegen ihr Volk nicht nur hundertprozentig, sondern mit Übersoll. Sie gehorchten nicht nur ihrem Auftrag, nichts Abfälliges über die Besatzungsmächte und nichts Positives über die frühere Herrschaft zu bringen, sondern steigerten die Umerziehung durch zunehmende Verbiegung der historischen Wahrheit und unglaubliche Steigerung der alliierten Gräuelpropaganda.

Sie reden Opferzahlen Deutscher, etwa in Dresden, herunter, während sie gleichzeitig den Deutschen vorgeworfene Verbrechen maßlos erhöhen und diesen gigantische Denkmale setzen, die sie ihren durch Kriegsverbrechen der Alliierten umgekommenen Landsleuten verweigern. 1945 erklärten die Alliierten ausdrücklich, daß sie nicht zur Befreiung, sondern zur Besetzung (Directive JCS 1067 vom April 1945) und dauernden Unterwerfung Deutschlands gekämpft haben. Die Sieger werden den Tag wie in der Vergangenheit mit großen Feiern begehen.

Am 8. Mai 1985 versuchte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker den Tag in einen Tag der Befreiung umzudeuten (Weizsäckers “Befreiungslüge“). An den Siegesfeier 2004 zum 60jährigem Jubiläum der alliierten Invasion nahm Bundeskanzler Gerhard Schröder teil und sprach, die geschichtliche Tatsache auf den Kopf stellend, von einem Sieg für Deutschland.

Was dieser Tag tatsächlich bedeutet und welche Folgen er in Wirklichkeit hatte, hat die Junge Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) auf einem Flugblatt zusammengefaßt, dessen Inhalt wir nachfolgend wiedergeben.

Das Originalflugblatt Tag der Gefangenschaft kann unter der
Kategorie “Flugblätter-pdf” geladen werden.
Nachdruck und Vervielfältigung sind ausdrücklich erlaubt!


1. Was bedeutet der 8. Mai eigentlich?

Das Wichtigste zuerst: 12 Millionen Deutsche werden mit dem 8. Mai zu Kriegsgefangenen.
Die Sieger machen dabei aus ihrer Einstellung gegenüber den Deutschen keinen Hehl: “Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung, sondern als besiegte Feindnation.”

2. Das Missverständnis vom 8. Mai:

KEIN KRIEGSENDE – Kein Ende der GEWALT
Die offiziellen Kampfhandlungen enden erst am 8. Mai 1945, weil Stalin, Roosevelt und Churchill seit 1943 jede Art von Verhandlungen über einen Waffenstillstand ablehnen und Deutschland bis zur “bedingungslosen Unterwerfung” (unconditional surrender) niederkämpfen wollen. Da seit 1941 Pläne zur Vernichtung des deutschen Volkes verbreitet werden, sehen viele Deutsche sich gezwungen, bis zum letzten zu kämpfen. – Der 8. Mai bedeutet nicht das Ende der Feindseligkeiten. Nur die deutsche Seite legt die Waffen nieder, die andere Seite setzt ihre Eroberung mit uneingeschränkter Gewalt fort.

3. Gefangenschaft heißt WEHRLOS SEIN

12 Millionen deutsche Männer, vom Knaben bis zum Greis, sind vom 8. Mai an fremder Willkür gnadenlos ausgeliefert. Von den Rheinwiesen-Lagern der Amerikaner bis in die Wälder Sibiriens erstreckt sich das große Sterben. Sind im Kriege von 1939 bis 1945 etwa 3 Millionen deutsche Soldaten gefallen, so kommen in der Gefangenschaft nochmals etwa 3,2 Millionen um. Mehr als sechs Millionen deutsche Soldaten sterben, davon die Hälfte nach dem 8. Mai. Der 8. Mai 1945 ist der Tag, an dem sie dem Tod ausgeliefert wurden. Am 8. Mai sollten wir ihrer gedenken.

4. Gefangenschaft für ein GANZES VOLK

Auch Millionen von Frauen und Mädchen werden zu Gefangenen, werden verschleppt, vergewaltigt, getötet. Eine ganze Nation geht in Gefangenschaft. Deutschland wird ein riesiges Gefangenen-Lager, die Deutschen sind rechtlos und vogelfrei. Sie werden von Haus und Hof vertrieben, bis aufs Hemd ausgeraubt, wie Vieh verfrachtet, als Sklavenarbeiter mißhandelt, durch Hunger und Gewalt dezimiert, durch eine entfesselte Soldateska zu Tode gequält. Für die Deutschen, die diese Zeit miterleben, ist die Zeit nach dem 8. Mai 1945 die dunkelste Zeit ihrer Geschichte.

5. Gefangenschaft führt in die physische VERNICHTUNG

Die Pläne zur Vernichtung Deutschlands (Kaufman, Hooton, Morgenthau) fließen in die Maßnahmen der Besatzerstaaten ein. Die systematische Zerstörung der Lebensgrundlagen führt zur Hungerkatastrophe von 1946 und 1947. Keine deutsche Institution ist in der Lage, die Toten dieser Jahre zu zählen. Wer weiß heute von ihnen ? Englands Außenminister Hynd erklärt 1947 vor dem Unterhaus: “23 Millionen Deutsche stehen vor dem Hungertod …”. Ein Kanadier ermittelt später, daß durch die Folgen des Hungers die Zahl der Deutschen um 5 Millionen abgenommen hat.

6. Die Gefangenschaft macht die VERTREIBUNG möglich

Mehr als 17 Millionen Deutsche werden von Polen, Russen und Tschechen aus Deutschland vertrieben, 3,3 Millionen Menschen, meist Frauen und Kinder, kommen dabei um. Die Vertreibung ist ein Völkermord. Die Komplizen in London und Washington zünden sich genüßlich ihre Zigarren an, und demonstrieren mit Streichhölzern, wie man mit den Deutschen verfahren soll. Sie machen sich die Hände nicht schmutzig. Sie sind ebenso schuldig an dem singulären Verbrechen der Vertreibung, durch das Deutschland ein Drittel seines Staatsgebietes geraubt wird. Die deutsche Nation liegt geknebelt am Boden, kann nicht um Hilfe schreien und muß sich fortan in das Unrecht fügen. Das erzwungene Schweigen und die Beugung unter das Unrecht beginnen mit dem 8. Mai 1945.

7. Gefangenschaft heißt BERAUBUNG

Der gesamte Besitz der Deutschen wird zur Beute der Sieger. Was nicht niet- und nagelfest ist, wird demontiert und weggeschleppt. Maschinen und ganze Fabriken, Kunstschätze und ganze Museen, alles was Deutsche jemals erfunden oder geschaffen haben, Güterzüge mit wertvollen Plänen und Patenten, das gesamte geistige und materielle Eigentum, auch das deutsche Auslandsvermögen, fällt der Plünderung zum Opfer. Sogar die Wissenschaftler – wie z.B. Wernher v. Braun – werden deportiert. Deutschland verliert seine führende Stellung in Wissenschaft und Technik. – Am 8. Mai 45 beginnt die DEMONTAGE Deutschlands, der größte Raubzug der Geschichte.

8. Gefangenschaft heißt ENTMÜNDIGUNG

Der deutsche Staat wird gewaltsam handlungsunfähig gemacht, kein deutsches Recht, keine deutsche Autorität wird von den Eroberern respektiert. Die Verhaftung der letzten Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz, der am 3. Mai die NSDAP aufgelöst und die NS-Herrschaft beendet hat, verstößt gegen alle Regeln des Völkerrechts. Jede deutsche Stimme, jeder Protest, jede Mahnung zum Recht wird damit zum Schweigen gebracht. Der Handstreich vom 23. Mai 1945 markiert die Machtergreifung der Alliierten, die “feindliche Übernahme” des Staates durch eine alliierte Militärdiktatur. Eine wehrlose und gefangene Nation ist ihrer Stimme beraubt.

9. Gefangenschaft bedeutet TOTALE FREMDBESTIMMUNG

Nach der Entmündigung der Deutschen übernehmen die Besatzer den Wiederaufbau des Staates nach ihren Plänen. Nur wer sich dem Willen der Besatzer beugt, erhält die Lizenz zum öffentlichen Auftritt. Parteien werden gegründet, Wahlen werden abgehalten. Deutsche dürfen sich im Gefängnis nützlich machen und bei der Bewachung helfen: Ulbricht errichtet ein Marionetten-Regime nach Moskauer Vorbild. Auch in den West-Gebieten sehen viele in der Anpassung an die Sieger die einzige Möglichkeit, die bedrohte Existenz zu retten. Deutsche Politiker erhalten die “Frankfurter Dokumente” mit der Anweisung, danach eine Verfassung zu machen. Sie weigern sich zunächst, schaffen aber dann in stummem Protest ein “Grundgesetz für die BRD”. Dieses Grundgesetz wird am 8. Mai 1949 verabschiedet und danach den Militär-Machthabern zur Genehmigung vorgelegt. Im Artikel 139 wird bestimmt: “Die zur Befreiung des deutschen Volkes” von den Alliierten 1945 bis 1949 erlassenen Rechtsvorschriften werden von diesem Grundgesetz “nicht berührt”. – Auch heute erinnert der 8. Mai an die Relikte der Gefangenschaft.

10. Gefangenschaft führt zu UNWISSENHEIT und UMERZIEHUNG

Wer gefangen ist, bekommt nur sortierte Information, lebt in geistiger Beschränkung. Gefangenschaft kann der Besinnung dienen, kann aber auch zu Verdummung und Hirnwäsche mißbraucht werden. “Umerziehung” bedeutet die Zerstörung alter Werte und die Durchsetzung neuer gegen den Willen der Betroffenen. Einige Umerzieher formulieren es schärfer: “Wir werden alles zerstören, worauf die deutsche Nation gebaut ist”. Aus Propaganda-Abteilungen entstehen der Rundfunk und die Presse der Besatzungszonen. Was vorher Feind-Propaganda war, wird nun herrschende Meinung. Der Sieg des Fremden in Sprache und Denken, in Gesittung und Tradition macht die Deutschen zu Fremden im eigenen Land, besonders den nachwachsenden Generationen wird ihr Vaterland fremd. Die Massenmedien fungieren als Besatzungsmacht in den Köpfen, sie setzen die Leitbilder der Sieger durch. Mit dem 8. Mai 1945 beginnt für viele Deutsche eine neue Gesinnungsdiktatur, die das freie Wort unter Strafe stellt.

11. Gefangenschaft bringt die SEELE in VERWIRRUNG

Die Beschränkungen der Gefangenschaft führen zu Apathie und Selbsthaß, zur Kultur-Verflachung bis hin zur Demenz. Wer im eigenen Lande der Heimat beraubt ist, verkümmert und stirbt langsam. Wo der Sinnhorizont fehlt, blüht die Dekadenz. Die große Verwirrung greift nicht erst seit der Zeit der “68-er” um sich. Wer in Unterwerfung gehalten wird, entwickelt sich leicht zur gestörten Persönlichkeit, verliert das Gefühl für den Wert des Eigenen, baut die falsch verarbeiteten Konflikte zum Wahnsystem aus. In Gefangenschaft wächst ein neuer Menschentypus: Der Untergang wird gleichgültig hingenommen oder sogar ersehnt als Befreiung aus angenommener Schuld. Den Gefängnis-Deutschen ist vieles verloren gegangen, Äußerlichkeiten trösten über die innere Verkrüppelung hinweg. Manche haben das Ziel des 8. Mai verinnerlicht und machen “Nie wieder Deutschland!” zu ihrem Programm.

12. Gefangenschaft heißt: TRIBUTPFLICHT für die Kindeskinder

Gefangene verbiegen unter der Last der ständigen Bedrohung, sie verlernen den aufrechten Gang. Die Deutschen leben über 40 Jahre in der Geiselhaft der kalten Krieger, ihr Land ist das geplante Schlachtfeld eines atomaren Vernichtungskrieges ihrer Besatzungs-Partner. Durch den 9. November 1989 werden sie aus dieser Lage erlöst. Fast wäre diese Befreiung gescheitert, weil die USA darauf bestehen, daß die BRD in der NATO und damit unter militärischer Kontrolle bleibt. So wandelt sich die “bedingungslose Unterwerfung” in “uneingeschränkte Solidarität” und Deutsche dürfen ihre “Treue” beweisen und weltweit für fremde Interessen kämpfen und zahlen. Als die Mauer von Berlin fällt, gibt es jedoch keinen Friedensvertrag, Überleitungs-Verträge sichern die “alten Rechte der Sieger”, die Feindstaatenklauseln schreiben die frühere Feindschaft fort. – Auch daran erinnert der 8. Mai.

13. Die höchste Stufe der Gefangenschaft: SCHULDKNECHTSCHAFT für alle Zeit?

Wer den ständigen Hinweis auf eine angebliche kollektive Schuld dazu benutzt, ein Volk auf Dauer in einem Zustand der Unterwerfung zu halten, der errichtet ein System der Schuldknechtschaft. Es gibt keine kollektive Schuld, aber es gibt kollektive Diffamierung.

Wer immer kollektive Diffamierung benutzt, um die Verbrechen gegen ein Volk zu legitimieren, – wer seinen Namen in den Schmutz zieht, um es zu beherrschen, – wer Bußrituale und einseitiges Gedenken instrumentalisiert, um ein Volk in Verwirrung zu halten, zu entmündigen oder auf einen Weg der bedingungslosen Unterwerfung – bis hin zur Selbstaufgabe – zu zwingen, macht sich schuldig.

Wer ein Volk in Schuldknechtschaft hält, zerstört es.

Wer ein Volk zerstört, ist ein Verbrecher.

Freiheit von kollektiver Schuld ist das Recht aller Völker. Auch für die Deutschen gilt: Die Würde des deutschen Volkes ist unantastbar. Sie zu schützen, ist die Aufgabe aller staatlichen Gewalt.

Damit Deutschland leben kann, muß die SCHULDKNECHTSCHAFT fallen.

Daran erinnert der 8.Mai: Befreiung ist unsere Aufgabe!
Quelle: Kehrusker
Repost vom 8. Mai 2014

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