ARD agitiert gegen Bargeld, macht Werbung für dubiose Bitcoin-Firma

von MMnews

Der ARD-„Weltspiegel“ berichtet über den Segen des bargeldlosen Zahlens mittels implantierten Chips und Bitcoin. Dabei wird kräftig Werbung gemacht für eine dubiose Bitcoin-Firma auf Island.

Die Abschaffung des Bargelds wird derzeit mächtig vorangetrieben. Wie das üblich ist in heiklen Fragen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung den Plänen der herrschenden Eliten ablehnend gegenüber steht, wird zunächst offiziell abgewiegelt und dementiert, aber gleichzeitig parallel den Bürgern Stück für Stück der Kopf gewaschen.

So war es ein Bericht im ARD Weltspiegel über den digitalen Bitcoin, der den Bürgern das ach so praktische Bezahlen mit implantiertem Chip schmackhaft machen sollte. Sooo nerdy… So weit, so schlecht.

Darüber hinaus reiste ARD-Autorin Annette Dittert eigens nach Island, um eine dubiose Bitcoinfarm zu zeigen, deren Ort angeblich geheim ist. Überhaupt nicht geheim ist jedoch die Firma:

„Genesis Mining“.

In dem Beitrag lügt die Autorin zur besten Sendezeit den Zuschauern vor, dass hier ein paar smarte Jungs Bitcoins minen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Es werden zwar Bitcoins „geschürft“, aber das Geschäftsmodell von Genesis Mining besteht darin, Rechenpower zu verkaufen, mit denen fremde Kunden ihre eigene virtuelle Währung minen. Grob gesagt: Man kann für 100 Euro Rechenpower kaufen, um damit Bitcoins zu erzeugen, die natürlich mehr wert sein sollen als 100 Euro.

Hat da etwa jemand was zu verschenken?

Genau so gut könnte die Firma auch anbieten, dass man 100 Euro einzahlt und 150 Euro zurück bekommt.

Dass diese Form der Geldvermehrung fraglich ist, leuchtet jedem ein, wird aber bei der ARD verschwiegen. Stattdessen darf sich ein CEO vor der Kamera auslabern, Werbung zur besten Sendezeit – gratis bei der ARD.

Unterdessen häufen sich – und auch das verschweigt die ARD – Beschwerden und Warnungen zu „Genesis Mining“ im Internet. Einige Kunden haben nämlich schmerzhaft feststellen müssen, dass der Wert der erzielten Bitcoins weit unterhalb der eingezahlten Gebühren liegt. Sie nennen das Geschäftsmodell von Genesis Mining knallharten Betrug. Man kaufe „einen garantierten Verlust“.

Das alles hätte die ARD-Autorin mit ein paar Klicks im Internet herausfinden können. Erfahrungsberichte gibt es genug. Auch an Warnungen mangelt es nicht. Bei Bitcointalk gibt es sogar eine Betrugswarnung.

Anstatt hier kritisch nachzuhaken, lässt man in dem Beitrag den Genesis-Mining-Chef an geheimen Ort über den Segen von Bitcoins schwadronieren. Jene, die damit viel Geld verloren, kamen nicht zu Wort. Ob Anette Dittert eine Provision für ihren Werbeeinsatz erhält, darüber kann nur spekuliert werden.


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: