Atombomben im Bereich des thüringischen Jonastals identifiziert?

von Thomas Mehner

Der Autor dieses Beitrages gehört bekanntermaßen zu jenen, die die Hypothese, der zufolge das Deutsche Reich über Atomwaffen verfügte, seit Jahren offensiv vertreten und diese vor allem im Bereich Thüringens vermuten, speziell im Großraum Jonastal. Nunmehr gibt es starke Indizien dafür, dass eine Identifizierung eines der Einlagerungsorte der deutschen Atomwaffen gelungen ist. Es handelt sich dabei um ein Areal namens »Hamster«, das sich in unmittelbarer Nähe des Tales befindet und am 10. Mai sogar Thema eines Beitrages im MDR Thüringen Journal war.

de-atombombe-jonastalDie Suche nach der deutschen Atomwaffe ist eine zeit- und teilweise auch finanzintensive Angelegenheit. Man kann Jahre damit verbringen, um beispielsweise Zeitzeugen zu interviewen (von denen es mittlerweile vielleicht noch eine Handvoll gibt), Dokumente in Archiven zu suchen, Geländebegehungen durchzuführen und dort interessant erscheinende Gebiete mittels Bodenradartechnik zu untersuchen. Man erlebt dabei nicht wenige Fehlschläge, stellt fest, dass viele, die etwas wissen, lieber den Mund halten und sich nur in Andeutungen ergehen und muss konstatieren, dass das Thema insgesamt kaum auf Gegenliebe stößt, sind doch die meisten Deutschen der Meinung, dass der Zweite Weltkrieg lange vorbei und damit Geschichte sei.

Indes: Der Eindruck täuscht. Und: Es gibt glücklicherweise eine Reihe von meist als Hobbyforschern bezeichnete Personen, die trotz aller Widrigkeiten das Thema bearbeiten und teils Erstaunliches zutage fördern.

Eine dieser Erstaunlichkeiten war Gegenstand eines Beitrages im am 10. Mai ab 19.00 Uhr ausgestrahlten MDR Thüringen Journal. Da hieß es, man mochte es kaum glauben, dass in einem Geländebereich, der nicht allzu weit entfernt vom Jonastal-Stollenbereich liegt, in einigen Metern Tiefe mittels Bodenradartechnik nicht nur der Nachweis einer bis dato unbekannten Stollenanlage gelungen sei, sondern dass sich außerdem bombenähnliche Körper eruieren ließen, die, seltsamer- wie fatalerweise, eine gewisse Ähnlichkeit mit denjenigen Bomben zu haben scheinen, die über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.

Ich möchte den interessierten Leser nicht unnötig langweilen, sondern stattdessen auffordern, sich anhand der nachfolgenden Internet-Links genauer zu informieren und sich selbst ein Bild zu machen:

Den Beitrag des MDR Thüringen Journals, der sehr sachlich ausfiel und wohl auch deshalb überzeugt(e):

Darüber hinaus sind zwei aktuelle Artikel (MDR und Thüringer Allgemeine) von Interesse. Der MDR-Beitrag hat bereits einige Wellen geschlagen, nährt er doch die Verdachtsmomente, die seit Jahren davon ausgehen, dass im Großraum Jonastal durch die Nationalsozialisten an einem streng geheimen Projekt zur Entwicklung und Produktion von Geheimwaffen der zweiten Generation, zu denen auch die Atombombe gehörte, gearbeitet wurde.

Freilich werden skeptisch eingestellte Zeitgenossen einerseits behaupten, dass es mittels eines Bodenradargerätes nicht möglich sei, in diejenigen Tiefen vorzudringen, die in der besagten Sendung angegeben wurden. Andererseits werden sie erklären, dass, wenn es sich um nachgewiesene bombenförmige Körper handeln sollte, es genauso gut große Bomben der deutschen Luftwaffe sein könnten.

Allerdings darf bei der ganzen Diskussion ganz allgemein nicht vergessen werden, dass sich sehr viele Hinweise zur deutschen Atomwaffenentwicklung eben genau auf jenen Abschnitt Thüringens konzentrieren. Und da Zeitzeugen berichteten, dass im Großraum Jonastal Atomwaffen eingelagert wurden, ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit gegeben, dass diese auch heute noch dort zu finden sind. Darüber hinaus entspricht die Behauptung, man könne mittels Bodenradarsystemen nicht in Tiefen von zum Beispiel über fünf Meter vordringen, nicht dem Stand der Dinge.

Denn unabhängig von den Messungen, die durch den Chemnitzer Elektronikingenieur Peter Lohr im Bereich des Hamsters vorgenommen wurden, hat es auch andere Untersuchungen gegeben, die Lohrs Ergebnisse bestätigen. Schon deshalb ist es nötig, nicht um Kaisers Bart zu streiten, sondern den Verdachtsmomenten nachzugehen. Das heißt: das betreffende Areal durch weitere Sondierungen, beispielsweise in Form von Bohrungen, zu untersuchen, um Klarheit zu schaffen.

Freilich kommen dabei die Behörden ins Spiel, deren Vertreter sich – zumindest teilweise – besorgt zeigen, die sich aber – ebenso teilweise – auf ihre Macht berufen, indem sie von ihnen nicht genehmigte Radaruntersuchungen, die völlig zerstörungsfrei ablaufen, durch einen Platzverweis zu unterbinden versuchen, was manchen argwöhnischen Zeitgenossen schon zu der Bemerkung veranlasst hat, dass wohl bald auch das Abschneiden von Pilzen einer behördlichen Genehmigung bedarf.

Man wird jedenfalls den Eindruck nicht los, dass seitens der Offiziellen keinerlei Interesse an einer Aufklärung des Sachverhalts besteht (wobei es müßig ist, darüber zu spekulieren, ob sie nicht wollen oder dürfen), oder dass die Verantwortlichen einfach nicht wissen, was dort während des Zweiten Weltkrieges geschah und welche Bedeutung das Gebiet für die Nationalsozialisten hatte. Diese fatale Geschichtsvergessenheit (besser: Geschichtsahnungslosigkeit) könnte sich aber noch böse rächen, nämlich dann, wenn die im Gebiet des Hamsters lokalisierten bombenförmigen Körper tatsächlich Atomwaffen sind.

Eine Detonation dieser Waffen schließe ich freilich aus, denn diese Systeme wurden nicht in scharfem Zustand eingelagert; zudem dürften ihre Zünder längst verrottet sein. Wenn dieser Zersetzungsprozess allerdings auch den Atomwaffenkörper und diverse Bauteile betrifft, dann wird es eng: das dann austretende hochangereicherte Uran, mehr noch aber das hochgiftige Plutonium, könnten die Umwelt in einem Maße verseuchen, das kaum mehr beherrschbar ist.

Noch etwas darf nicht vergessen werden: Vorausgesetzt, die im Untergrund des Hamsters gemessenen Objekte wären Atomwaffen, dann bestünde auch deshalb Klärungs- und Handlungsbedarf, weil zu allem Entschlossene in einer Nacht- und Nebelaktion durchaus an sie gelangen könnten, um mit dem Uran oder Plutonium ganz eigene Interessen zu verfolgen. Alle Welt redet bekanntermaßen vom internationalen Terrorismus. Man bedenke in diesem Zusammenhang, dass eine Atomwaffe auf dem Schwarzmarkt (ich formuliere das mal so salopp) schlappe 200 bis 250 Millionen US-Dollar kosten dürfte. Um wie viel billiger wäre es möglich, an die alles entscheidenden Stoffe für eine Atombombe zu kommen, wenn man in einer Art Blitzaktion an die Stolleninhalte zu gelangen versuchte?

Glaubt man den Establishment-Vertretern, so haben ja international agierende Terroristen die Türme des World Trade Centers am 11. September 2001 eingelegt, was eine logistische Meisterleistung ersten Ranges darstellt. Solchen Personen dürfte es sicher auch ohne Weiteres möglich sein, an das zu gelangen, was im Untergrund des Hamsters liegt. Sie dürften sich wohl kaum von einem Oberförster davon abhalten lassen, und auch ein Sondereinsatzkommando der Polizei dürfte wenig ausrichten können gegen Leute, die nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen haben.

Freilich meinen die Verantwortlichen in Thüringen, derartige Optionen seien weit hergeholt und wenig realistisch. Nun denn: Vielleicht sollte man dann einmal die genauen Koordinaten der Fundstelle ins Internet bringen und hernach abwarten, was vor Ort geschieht. Ich denke, dass dann dort auf Jahre hinaus Bewegung zu registrieren sein dürfte.

Unabhängig von den jetzt offenbar gewordenen Aktivitäten dreier Hobby- oder Heimatforscher muss meinerseits noch ergänzend hinzugefügt werden, dass sich in meinem Archiv zwei Zeitzeugenaussagen befinden, denen zufolge das Gebiet des Hamsters wie des nördlich davon gelegenen Sonnenberges mit der Atomwaffenproduktion eng verbunden war.

Kein Geringerer als SS-Obergruppenführer Dr. Ing. Hans Kammler holte aus diesem Bereich Anfang 1945 mittels Flugzeug eine große Bombe ab, deren Transport von SS-Spezialeinheiten begleitet wurde und die von den wenigen Eingeweihten als die alles entscheidende Waffe für den Endsieg bezeichnet wurde.

Im Übrigen wurden auch im Bereich des Sonnenberges schon vor Jahren Radaruntersuchungen durchgeführt, die eindeutig Hohlraumstrukturen nachweisen konnten, und zwar in beeindruckender Menge und Größe!

Diese Ergebnisse reihen sich ein in die Phalanx von Beweisen und Indizien, die dokumentieren, dass der Großraum Jonastal noch vieles an Untergrundstrukturen beinhaltet, die man nicht öffentlich diskutieren möchte.

Ich erinnere zum Schluss beispielsweise an jenen Film, der in Auszügen und in Form von Standbildern in dem aktuell erschienen und von Edgar Meyer mitverfassten Buch Und sie hatten sie doch! besprochen wird und der ganz klar beweist, dass bereits in den 1980er-Jahren bestimmte DDR-Behörden sehr wohl darüber informiert waren, dass es neben den bekannten Stollenanlagen im Jonastal weitere Untergrundinstallationen im Gebiet gibt.

jonastal-karteWir werden also – das muss man so deutlich formulieren – seit mindestens 30 Jahren belogen, wobei hinzuzufügen ist, dass die Zeiten, in denen man die Tatsachen vor der Öffentlichkeit verstecken konnte, wohl vorbei sein dürften. Das sollte auch den Behördenvertretern langsam klar werden.


Quelle und Kommentare hier:
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