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Auf Deutsch verhört, von US-Soldaten gefoltert: Der Fall des Irakers Abdul-Hameed al-Obaidi

Der geplante Familienbesuch in Bagdad gerät zum persönlichen Fiasko. Nach eigenen Angaben wird der in Deutschland lebende Iraker Abdul-Hameed al-Obaidi dort von Angehörigen der US-Streitkräfte über Monate hinweg gefoltert. Während seines Martyriums im irakischen Foltergefängnis seien demnach auch Deutsche Muttersprachler anwesend gewesen.

In Folge der Ereignisse befand sich der als Student nach Deutschland gekommene Iraker über Jahre auf der Flucht. Doch niemand will seinen Worten Glauben schenken. Zumindest werden seine Informationen von den Bundesbehörden ignoriert. Der Folter entkommen, gelangte al-Obaidi über Umwege nach Schweden. Dort, so der Iraker, geriet er in die Fänge der schwedischen Geheimpolizei. Es droht die Abschiebung. Der Student ergriff erneut die Flucht und gelangte über Umwege wieder nach Deutschland.

Hier lebt er aktuell in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf. Seinen Ausbildungsvertrag bei Airbus kann er dennoch nicht antreten. Es fehlen die nötigen Papiere. Sein Studentenvisum ist durch die Ereignisse abgelaufen. Ein neues wurde ihm verweigert. Die Geschichte des Irakers al-Obaidi erinnert an ähnliche Fälle, wie den des Ulmers Khaled Al Masri oder den des Bremers Murat Kurnaz. Al-Obaidis Erlebnisse erlangten jedoch nicht die gleiche politische und öffentliche Aufmerksamkeit. In seiner Not wendete sich der Sohn eines Diplomaten schließlich vor einigen Wochen an RT Deutsch.