Bargeldverbot: Als ob sich die Mafia für Waffenkontrolle einsetzen würde

Von Marco Maier

Schritt für Schritt soll das Bargeld abgeschafft werden. Doch die Begründungen dafür sind fadenscheinig. Vor allem jene, die sich besonders dafür stark machen, stehen ständig deswegen vor dem Kadi. Das klingt irgendwie so, als ob sich die Mafia für eine dermaßen strikte Waffenkontrolle einsetzen würde, so dass sie selbst keinen Zugang mehr dazu bekommt.

Euronoten-620x330Der institutionelle Kampf gegen das Bargeld wird mit fadenscheinigen Begründungen geführt. Im Fokus stehen vor allem Delikte wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche und natürlich auch die Kosten, die in Verbindung mit den Banknoten und Münzen stehen. Aber wenn man genau hinsieht, wer die Abschaffung des Bargelds dermaßen stark forciert, dann wird einem klar: Darum geht es gar nicht.

So ist es unter anderem die „Group of Thirty“, eine sogenannte „informelle Vereinigung“ von Zentralbanken, den großen Privatbanken und diversen Einzelpersonen von Politik und Ökonomie, welche diese Forderung immer wieder aufstellt. Allerdings stehen gerade die ganzen Großbanken immer wieder vor Gericht – eben weil sie ihren Kunden bei der illegalen „Steuervermeidung“ helfen und auch Geldwäsche betreiben. Irgendwie klingt das so, als ob sich die Mafia dafür stark machen würde, dass die Waffenkontrolle extremst vorangetrieben wird, so dass sie selbst keinen Zugang dazu mehr erhalten würden.

Hier wird also deutlich: Die angebliche Bekämpfung von (Wirtschafts-)Kriminalität steht gar nicht im Fokus dieser Bestrebungen. Vielmehr geht es darum, die völlige monetäre Kontrolle auszuüben. Gibt es nämlich kein Bargeld mehr, liegt das Geldwesen völlig unter der Kontrolle der privaten Banken. Zudem können die Zentralbanken und Regierungen so angesichts der totalen Überschuldung der Staaten ihre Enteignungsphantasien – welche schon der IWF mehrmals vorschlug – völlig ausleben. Denn so kann kaum wer seine Ersparnisse in Form von Bargeld in Sicherheit bringen. Für die privaten Banken ergibt sich angesichts des globalen Niedrigzinsumfelds zudem die Möglichkeit, mittels Negativzinsen auf Guthaben der Kunden noch Geld zu verdienen.

Auch darf man nicht vergessen, dass jeder Mensch damit völlig gläsern wird. Jede Transaktion wird verbucht und somit nachvollziehbar. Da es faktisch ohnehin kein Bankgeheimnis gibt, steht dem Missbrauch durch die Regierungen und privaten Unternehmen natürlich Tür und Tor offen.

Selbst im herrschenden Fiat-Money-System ist das Bargeld zumindest zu einem gewissen Grad gedruckte/geprägte Freiheit. Wer die Bargeldabschaffung befürwortet und so den Banken und Regierungen die totale Gewalt über seine monetäre Situation übergeben will, kann nur ein Masochist sein – ein freiwilliger Sklave.


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