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Blackbox KW 43 – Eine Blockflöte zum Schweinebraten

von Stephan Paetow

Wenn Merkels Blockflöten spontan in jede neue Melodie der Herrin einzustimmen versuchen, entsteht schnell eine Kakophonie, gewöhnungsbedürftig wie Zwölfton-Musik. So verwirrte der Innenminister mit einem Vortragsstückchen, das den Titel trug: „Der Schweinebraten bleibt Bestandteil unseres Lebens”. Was ist, wenn man keinen Schweinebraten mag? Wird der Verzehr jetzt zur nationalen Pflicht? Eine Kommunikations-Maiziere folgt der anderen.

♦ Der merkwürdige Thomas bestimmt den Speiseplan, unsere Kanzlerin wird langsam zur BRD-Kult-Sprach-Waschmaschine „AM54“ (Nachfolgemodell der omnipotenten DDR-Waschmaschine „AM66“). Der prädigital Geprägten war zu Gehör gekommen, dass „Menschen in den sozialen Medien nur noch das lesen, was ihre eigenen Auffassungen bestätige oder ihnen von Gleichgesinnten empfohlen“ werde. Das bedrohe die „für die Demokratie unerlässliche Fähigkeit, sich auch mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen“. Was will uns das Merkel von Delphi damit sagen? Bei ihren Gleichgesinnten kommen andere Meinungen doch auch nicht vor.

♦ Aus unserer beliebten Serie „Ohne Heiko geht es nicht“ heißt die Folge dieser Woche: „Heiko und die Kinderbräute“. Weil in Merkelland Sex mit unter 14-jährigen strafbar ist, aber bereits mindestens 361 Mädchen, die jünger als 14 sind, bestens integriert wurden, wollte Murks-Minister Maas schleunigst die Gesetze dem importierten Triebleben anpassen. Verfolgen Sie in der Tagespresse, wie sich unser Heiko von Gesetzentwurf zu Entwurf hangelt, heute dieses, morgen das sagt, und so lange herumdilettiert, bis die Bräute endlich ihren 15. Geburtstag feiern.

♦ Gibt es Zweifel am Wahlsieg von Hillary? Warum sonst hat unsere „Partei des Jahres 2016“ ihren erfahrensten Linkspopulisten als Wahlhelfer fürs Team Hillary abgestellt? Ralf Stegner geht doch tatsächlich in den USA als Gruselclown von Tür zu Tür und erschreckt alte Damen, die Trump wählen wollen… Weiß Steinmeier von der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines befreundeten Staates? Oder packt der schon die Umzugskartons fürs Schloss Bellevue?

♦ Als Gespenst aus fernen Tagen geht vielleicht schon bald Gerhard Schröder um. Siggi will, dass der Altkanzler den Kaiser‘s-Tengelmann-Streit schlichtet. Schlau, der Gerd hat ja auch Philipp Holzmann gerettet! Dann hol ihm schon mal ‘ne Flasche Bier …

♦ Nun wurschteln die Spezialdemokraten seit gefühlt 1.000 Jahren in wechselnden Regierungskoalitionen herum, trotzdem heißt es aus dem Hause Nahles: Die Bundesregierung sieht ein deutlich wachsendes Risiko für Altersarmut. Ohne „zusätzliche Altersvorsorge“ sieht es bei Geringverdienern düster aus. Manch christliche Rentner werden Madame Banales vergeben, denn sie weiß nicht, was sie tut. Und die Gottlosen unter den Genossen? Sollen die Riester noch ein paar Policen abkaufen?

♦ Aus dem kleinen Sozialistischen Lebensratgeber: „Mach beizeiten einen auf dicke Hose, dann kannst du am Lebensabend wenigstens auf ein paar geile Jahre zurückblicken.“ Diesem Rat ist der Abgeordnete Norbert Müller (Die Linke) beherzt gefolgt und ließ sich vom Bundestagsfahrdienst zu seinen täglichen Besorgungen kutschieren: Zum Bäcker, zur Kita, zur Antifa-Demo (da guckten die Genossen Fußgänger ganz schön blöd) oder zur Oma aufs Land. Jetzt gibt’s Zoff. Nicht wegen der „Dienst“-Fahrten, sondern weil Müller den Fahrdienst öfter nutzte als der Parteivorsitzende. Erst der Erich, dann der Kehricht – daran hat sich nichts geändert.

♦ Auch wenn uns der Leser jetzt für einen Putin-Troll hält: Wir finden die Meldung „Deutsche Panzer an russische Grenze verlegt“ erschreckend. Seit 70 Jahren lernen wir in den Schulen, dass mit dem Unternehmen Barbarossa der Vernichtungskrieg gegen Russland begann – und auch deshalb nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen soll. Was bedeutet da diese Truppenverlegung? Geschichtsrevisionismus?

♦ Aus der Fachpresse war zu entnehmen, dass ein gewisser Ingo Zamperoni als Conferencier der nächtlichen Merkelschau verpflichtet wurde. Aufgeregt spekulierten die Journos, was er wohl anziehen werde, und mit welchem Satz er die alten Herrschaften am Ende ins Bett schicken würde. Der ARD-Zampano ließ durchsickern, er „habe ein paar neue Schritte ausprobiert“. Nun gehören wir nicht zu seinem Publikum, aber wurden die Nachrichten da früher auch schon getanzt?

♦ Kleiner Hinweis an die Übermütigen, die zu Halloween unbedingt als Gruselclown gehen wollen: Erschrecken Sie keine erst kürzlich Eingereisten. Die wenigsten haben Humor, dafür aber anscheinend häufig ein Schlachtermesser zur Hand. Wir sind gespannt, wie die Gerichte im Berliner Fall entscheiden, wo sich ein Araber verkleidete, und ein erschreckter Araber den Clown abstach.

Und nun zu Notizen aus der Provinz:

♦ Das ging flott: Kaum haben die Grünen das Bildungswesen in Baden-Württemberg abgewrackt wie ein altes Atomkraftwerk, schon schmiert das Bundesland in einer Art Pisa-Vergleich ab. Gottseidank schrumpfen wir gleichzeitig die Autoindustrie – da brauchen wir dann weniger Ingenieure.

♦ In Schleswig-Holstein gehört jetzt auch der Pflicht-Besuch einer Moschee zum Fach „Erdkunde“. Verständlich. Aber nur, wenn die Moschee in Istanbul steht, in Saudi- Arabien, oder wo sonst noch auf dem Glaubens-Atlas. Besagte Mili-Görüs-Moschee im Norden sollte eher Pflichtbesuche vom Verfassungsschutz erhalten …

♦ Dem Homeland NRW gehört immer ein Ehrenplatz in unserer Sammlung des wöchentlichen Schwachsinns. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Vielleicht mit dem marokkanischen Obelix, der im Sommer wegen zu wenig Schoko-Pudding mal eben das ganze Willkommens-Hotel Hannelore abfackelte (Schaden 10 Millionen Euro)? Der wurde natürlich wieder freigelassen. Erstens ist er kein Nazi. Und zweitens besteht keine Fluchtgefahr …

♦ Im Schulbereich haben die Rot-Grünen in NRW bei ihrem Ziel der flächendeckenden Verblödung längst ganze Arbeit geleistet. Die Kenntnisse von Studienanfängern in Mathe und Rechtschreibung seien katastrophal, klagen die Hochschulen, auch weil sich die Schüler in der Oberstufe auf „bestimmte Inhalte“ spezialisieren. Das ist hübsch formuliert. Aus bildungspolitischem Munde lautet die Antwort: „Wir können nicht mehr so elitär denken“ – Abitur ist Menschenrecht!

Die Schüler werden also immer dümmer, Landesmutter Kraft wollen wir unterstellen, dass sie sich vor dem Untersuchungsausschuss nur dumm stellt. So verweigert sie beharrlich die Herausgabe von Silvesternacht-Dokumenten, die belegen könnten, dass sie sehr wohl frühzeitig über die Kölner Vergewaltigungen informiert war. Sie fühlt sich jetzt irgendwie belästigt …

Heiko der Woche (Denuntio Ergo Sum)

Martin Luther wurde in jeder Epoche gerne für die jeweilige Ideologie vereinnahmt. Wie sieht es damit heute aus? „Das Jubiläum von 2017 gilt nicht Luther, sondern der Reformation“ steht in einer „Orientierungsschrift“ der Evangelischen Kirche. Und dass die „Verengung auf die deutsche Geschichte unangemessen“ sei. War der Mann nicht ein deutscher Reformator, der die Bibel ins Deutsche übersetzt hat? Also, EKD, der Preis geht dieses mal an euch!