CETA und TTIP regeln Absetzung von Regierungen intern

von WiKa

Europaeische-Kommission-Juncker-Logo-Puppenspieler-ftrmfgesteuert-CETA-TTIP-TISA-Politik-Europa-qpress-150-01-300x300GeHeimVorteil: Wie wir aus absolut unsicherer Quelle in Erfahrung bringen mussten, sichern sich die Weltkonzerne, bei den laufenden Geheimverhandlungen zu den Freihandelsabkommen, harte Absetzungsrechte an nationalen Parlamenten und Regierungen. Für den wahrscheinlichen Fall, dass in den Parlamenten irrtümlich Entscheidungen getroffen oder vorbereitet werden, die einem ungehemmten Handel oder den evidenten Profitinteressen der Konzerne im Wege stehen, benötigen die Konzerne eine funktionierende Notbremse. Den Unternehmen ist es viel zu heiß, Geld für völlig unnötige und überflüssige Produkte in die Hand zu nehmen, um anschließend bei deren Verramschung leer auszugehen, sofern irgendwelchen Verbraucherschützen dieser Unsinn auffallen sollte und auf diese Weise die nationalen Parlamente seitens der Wähler erpressbar würden.

Aus besagtem Grund werden jetzt streng geheime Regelungen zur Auflösung der Parlamente „im Bedarfsfall“ mit in die Freihandelsabkommen integriert. Natürlich ist das alles nicht beweisbar, weil die besagten Abkommen doch geheim verhandelt werden müssen, um die KonsumEnten nicht unnötig zu verunsichern. Jeder Bürger wird verstehen, dass diese Abkommen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden können, denn keiner der Verbraucher will heute noch wissen was für ein Dreck da beispielsweise in seinen Lebensmitteln enthalten ist. Dazu haben die Konzerne übrigens genaue Studien, die dann unseren Volkszertretern als Entscheidungsgrundlage dienen, wenn es beispielsweise darum geht, die Deklaration bestimmter Ingredienzien zu unterbinden oder zu vernebeln.

Viel wichtiger noch ist den Konzernen die Sicherung ihrer Umsätze und der damit verbundenen Gewinne. Sollte irgendwann einmal ein Produkt im Markt nicht so einschlagen wie gewollt, können die Konzerne sicher auch mal ihre bezahlten Umwelt- und Nahrungsmittelaktivisten ins Rennen schicken, die dann solange Randale machen, bis man sich über geheime Schiedsgerichte auf die Schadenersatzzahlungen des betreffenden Staates an die Konzerne einigt, dafür, dass die gescheiterten Produkte nicht mehr in dem betreffenden Land gehandelt werden müssen.

Generell sollte das vorstehend geschilderte Szenario die absolute Ausnahme bleiben. Mehr wird seitens der Konzerne darauf gedrängt, dass die Regierungen ihre Menschen alsbald wieder zur Räson bringen, wenigstens was dieses brisante Thema anbelangt. Denn soviel Stammtisch-Inkompetenz müssen sich die Konzerne von den KonsumEnten nicht gefallen lassen, haben sie doch die Politiker ausnahmslos über ihre Lobbys bereits aufgekauft. Da können sie zurecht ordentlich Leistung von den Volksver†rätern erwarten. Die Diäten sind ja nur die Grundsicherung unserer notleidenden Vertreter! Die einfachen Menschen auf der Straße haben nachweislich nicht den blassesten Schimmer von den überaus komplexen Verhandlungsgegenständen der TTIP, CETA und TISA-Abkommen, was bestimmt auch ein wenig der Tatsache geschuldet ist, dass die Verhandlungen seit jeher geheim geführt werden.

Um nun die Volksverheizer nicht bösgläubig zu machen, verwehrt man ihnen natürlich zurecht den Zugang zu diesen geheimen Unterlagen, wie man hier ansatzweise nachvollziehen kann: Das „Trojanische Pferd“: Abgeordneten wird Zugang zu TTIP-Dokumenten verweigert[Pravda-TV]. Alles andere könnte sie schließlich erschrecken. Dann hat es angeblich auch noch Nestbeschmutzer unter den Abgeordneten gegeben, die nicht verstanden haben warum das alles geheim sein soll oder die damit signalisieren wollten, dass sie noch nicht hinreichend bestochen worden sind. Aber die bereits auskömmlich durchfinanzierten und mit der Lobbyarbeit vertrauten Kollegen bei der EU haben dann dienstbeflissen vorgesorgt: EU verschärft Geheim-Haltung für TTIP-Unterlagen [DWN]. Wichtig ist doch nur, die Menschen vor schlechten Nachrichten zu schützen.

Inzwischen scheint auf der politischen Ebene, national als auch bei der EU, die Botschaft der Konzerne korrekt angekommen zu sein, dass ausschließlich das Wohlergehen der Konzerne zum Primat jedweder Politik zu machen ist. Signifikant zusammengefasst darf man es zukünftig wie folgt darstellen:

„Das Humankapital
(als nachwachsender Rohstoff)
ist das Konsumgut des Kapitals“

Wahre-Ware-Demokratie72dpi-300x201Jetzt gibt es auch noch so umsatz- und konzernfeindliche Bestrebungen, die diese neuartigen Freihandels(geheim)abkommen in die Nähe einer ernsthaften „Demokratiegefährdung“ rücken wollen, wie man hier nachlesen kann: Rechtsgutachten bestätigt: Gefahr für Demokratie in TTIP und CETA! [LobbyControl]. Wir wissen es natürlich besser! Das ist ekelhafteste Blasphemie, die nichts anderes im Schilde führt, als unsere allseits beliebte Gottheit Mammon, unser einziges Heiligtum zu diskreditieren. Das wiederum muss sich kein gläubiger Konzern bieten lassen.

Jetzt müssen Steuerzahler und KonsumEnten (als Zahler der Gesamtzeche) nur noch davon überzeugt werden, dass der Verbraucherschutz ebenfalls im Rahmen der hier verhandelten Abkommen von den Konzernen mit übernommen wird. Nur so kann das Ganze effektiv, gewinnbringend und konzernorientiert ablaufen. Wer also immer noch glaubt, dieser Aufsatz hier sei tatsächlich nur an den Haaren herbeigezogen, dem sei gesagt, dass das Gegenteil kaum zu beweisen ist. Wahrscheinlicher ist sogar die hier beschrieben Variante, denn warum sollte nicht auch der finale Ausverkauf der Demokratie dem Freihandel unterliegen, sie war schon immer eine begehrte „Ware“. Die Konzerne werden nie wieder eine bessere Gelegenheit bekommen auch diese endgültig in ihre Gewalt zu bringen.

 


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