Christoph Hörstel verlässt seine selbst gegründete Partei Deutsche Mitte

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Halte Euch jetzt fest…. Und wieder sind alle Anderen schuld dran. Wie immer bei Christoph Hörstel, der durch seine Lebensart die Ethik und Moral, die seine selbst gegründete Partei Deutsche Mitte vertritt in Frage stellt. Aber lest selbst was er dazu in seinem neusten Newsletter schreibt

(Rot und Kursiv bedeutet, dass ich meinen Senf unbedingt dazugeben musste):

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Rücktritt und Austritt von Christoph Hörstel!

Liebe Mitglieder der Deutschen Mitte, (bin ich nicht, aber ich bekomme trotz alledem alle wichtigen, oder wie in diesem Fall, lustigen Infos zugetragen)

Samhain ist das germanische Fest zum Abschied von der Sonne und zur inneren Einkehr. Die christliche Kirche hat daraus Allerseelen und Allerheiligen gemacht, beide Ansätze bleiben wichtig. (Was hat das mit der Deutschen Mitte zu tun? Keine andere Einleitung gefunden?)

Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um allen Mitgliedern der Deutschen Mitte zu danken für ihren teilweise sehr großen Einsatz für die Ziele der Deutschen Mitte. (Teilweise? Also gibt es gute und auch schlechte Teile in der Partei?)

Dieser Einsatz hat eine neue politische Realität in Deutschland geschaffen, war und bleibt selbstverständlich nicht vergeblich. (Ja sicher, eine Partei, die noch nicht einmal die 5% Hürde in den Bundestagswahlen erreicht hatte, wird selbstverständlich die politische Realität im Land verändert haben, Ironie aus.)

Das System ist aufgewacht darüber; wir sind zu groß, um komplett unterhalb des Radarschirms weiterfliegen zu können, das wird an vielen Stellen und für viele spürbar. (Ich spüre es schon förmlich wie ein Jucken am Hintern.)

Gleichzeitig haben die Anstrengung und der schwierige Weg durch diese Zeit auch Kritik hervorgebracht. Kritik ist wichtig, weil sie zu Verbesserungen beiträgt. In der Deutschen Mitte jedoch gibt es eine Negativ-Spirale.
– Der Bundesvorsitzende wurde gegen seinen Willen von manchen auf einen Sockel gehoben, was niemandem guttut, dabei geben sich manche selbst auf; jetzt kommt die Rückabwicklung, die ebenfalls das selbständige Denken behindern kann. (Amen)
– Viele stecken Emotionen in die Politik – dabei gehören die nicht dorthin, sondern zu unseren menschlichen (Ver)Bindungen: Politik erfordert Integrität, Fleiß, Arbeit und Nachdenken. (Eine Partei, die Ethik und Moral als Grundpfeiler der selbigen anpreist und im gleichen Atemzug die Emotionen verdammt, kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben)
– Eine nicht geringe Anzahl ist in persönlichen Schwierigkeiten oder denen der eigenen Herkunftsfamilie steckengeblieben (Herkunftsfamilie? Ist da genetisch irgendetwas nicht in Ordnung? Was will er einem damit sagen?) – und beanspruchen von einer Gruppe Mitwirkung an Lösungen privater Bedürfnisse, die nur das Individuum selbst erbringen kann. Persönliche Befindlichkeiten oder Frustration sind KEINE gemeinschaftliche Aufgabe. (Macht mit, arbeitet fleißig und haltet Eure persönlichen Probleme bei Euch. Ihr habt zu funktionieren und die Klappe zu halten!?)

500-700 Mitglieder zahlen keine Beiträge, mehrere hundert stehen nicht auf dem Boden von Satzung und/oder Programm, manche von ihnen haben einfach keine Lust mehr, sich daran zu halten. (Als Parteivorsitzender und Gründer hat man eine gewisse Vorbildfunktion. Führung durch Vorbild. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Man erntet, was man säht! Außerdem kann man sich ja auch nicht von allen nicht zahlenden Mitgliedern verabschieden, denn dann ist die Partei fast ohne Mitglieder. Also behält man diese um etwas darzustellen, was man im Grunde genommen gar nicht ist.)

Die Deutsche Mitte ist ein Reparaturfall, keine Frage. Mitten unter den Gutgläubigen und Ehrlichen sitzen ein paar, die wollen auch zerstören was da gewachsen ist. (Ganz seine Zielgruppe: Gutgläubige. Schön, dass er noch die Fähigkeiten der Selbstreflexion beherrscht! Aber der beste Witz ist, dass man Politiker als “Ehrlich” bezeichnet. Vor allem dann nicht, wenn der Parteivorsitzende alles andere ist, aber nicht ehrlich, wenn man sich mal so die Berichterstattung über ihn durchliest.)

Wir leben ja nicht in einer Welt, die mit vernünftigen, klärenden Gesprächen zu retten ist; wir leben in einem Kampf um unser System. Wer sich politisch betätigt, begibt sich in die Kampfzone, in der kriminelle Kräfte seit Jahrhunderten die Fäden ziehen – immer enger. Eine Organisation mit einem bekannten und starken Chef ist eine stehende Einladung, das unabdingbar nötige wechselseitige Vertrauen zu stören, wenn man die Organisation schwächen will. (Klopft sich gerade selbst derbe auf die Schultern und denkt wahrlich von sich selbst eine gewisse Stärke zu besitzen.)

Die Begleitmusik ist ganz unangenehm: Während die Menschen aufwachen, wächst draußen die Crash- und Kriegsgefahr, sehr lange kann es nicht mehr dauern. Dieser organisierten Kriminalität können nur bestens organisierte Kräfte Widerstand entgegensetzen, das haben die meisten verstanden. Problem: Die Deutsche Mitte ist nicht bestens organisiert. (War sie als Neue Mitte schon nicht und dann einfach das Dingen neu aufzuziehen und nichts dazugelernt zu haben, hat auch nicht besonders geholfen.)

Etwa 500-1.000 Mitglieder zu verabschieden, ist eine überfällige Riesenleistung, die ich der DM nicht mehr zutraue. Es würde auch ein gewaltiger Streit losbrechen, welche gehen müssten. Und dann müsste ja auch die Satzung so geändert werden, dass Missstände wie die jetzigen weitgehend ausgeschlossen werden können. Wie lange wollen wir uns darüber streiten? Eventuell ZERstreiten?

Mein Fehler: Es ist mir nicht gelungen zu vermitteln, dass ALLE erforderlichen Leistungen gemeinsame Aufgabe sind. Ich bin zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Partei ihre eigene Schwäche anerkennt – und gemeinschaftlich trägt, bis sie überwunden ist. (Einer von sehr Vielen!)

Kurz vor dem Schulungstermin für die Schatzmeister am 9. November brodelt eine Diskussion um die Rechenschaftsberichte, die nicht nur mir komplett unverständlich ist: Schließlich versetzen wir uns ja gerade in die Lage, die Grundlagen dieser Berichte zu erstellen. Jetzt müssen die ausstehenden 50.000 Buchungen ins Datev-System eingegeben werden! Manche schwadronieren lieber, teilen wilde Beschuldigungen aus; verständlich, das geht ja auch leichter… (Beschuldigungen, die evtl. der Wahrheit entsprechen könnten und aufzeigen, was mit den Geldern wirklich gemacht wurde? Sich z.B. einen VW Phaeton zu kaufen inkl. einem Chauffeur? Wozu? Um Ethik und Moral zu verkaufen? Um was her zu machen? Reicht es nicht mehr für vernünftige Grundsätze einzustehen und muss man sich dann selbst noch die Rosinen aus dem Kuchen picken um toll dazustehen?)

Unter diesen Umständen ergibt sich die klare Frage: Ist es ratsam, viel Kraft und Zeit in die überfällige Reparatur zu stecken – oder soll die Kraft schneller und wesentlich besser gegründet in eine Art Auffang-Gruppe gehen, deren deutlich verbessertes Regelwerk die Erfahrungen der letzten vier Jahre widerspiegelt? (Soll bestimmt so viel heißen wie, lasst uns alle zahlenden Mitglieder schnappen und eine Gruppierung aufmachen, in der ich weiterhin die Kohle abzapfen kann und die “Gutgläubigen und Zahlenden” weiterhin verarschen kann!? Hier in der Partei wird mir die Luft zu dünn!?)

Die Deutsche Mitte bleibt von Spenden abhängig, gerade wegen der schlechten Zahlungsmoral zu vieler Mitglieder, 40.000 Euro fehlen. (Ich suche gerade Taschentücher, denn jetzt wird hier ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt!)

Der letzte Lastschriftdurchgang ergab, sicherlich auch wegen der inneren Unruhe in der Partei, die nahezu öffentlich in sozialen Medien oder über wachsende Mail-Verteiler ausgetragen wird, zu zahlreichen Lastschriftrückgaben; das war vorhersehbar, hat aber die Akteure nicht zum Einlenken bewegt, manchmal auch deshalb nicht, weil das Nachdenken vor der Aktion gefehlt hat. (Die bösen Anderen wieder!)

In dieser Lage und im gegenwärtigen DM-System kann ich, darf ich, nicht mehr guten Gewissens für die Deutsche Mitte um Spenden bitten. Und wenn ich das nicht mehr kann, MUSS ich zurücktreten. (Das nennt sich in diesem Falle nicht Rücktritt, sondern Flucht vor selbst produzierten Problemen, mit der Aussicht auf neue Geldquellen!?)

Wir alle haben eine schwierige Zeit durchlebt, manche haben bereits einsame Entschlüsse gefasst. Meinen Entschluss habe ich mit mehreren Mitgliedern besprochen: Hiermit erkläre ich meinen sofort wirksamen Rücktritt als Bundesvorsitzender und meinen Austritt aus der Deutschen Mitte. (Auch hier in der Vorbildfunktion absolut versagt! Aber dass verwundert nach all dem Mist den er angeblich verzapft hatte nun auch nicht mehr besonders.)

Ein Nachfolger kann zunächst interimistisch und geheim aus den Reihen der verbliebenen Vorstände und Beisitzer gewählt werden, dann muss ein Bundesparteitag einberufen werden – nach geheimer Wahl der Delegierten auf den Landesparteitagen. (Bla, bla, bla, macht doch was ihr wollt, denn es geht mir ab jetzt eh am Allerwertesten vorbei!?)

Damit ist kein Einsatz für die Deutsche Mitte vergeblich geleistet worden. Der Name der Organisation ist weit weniger erheblich – als: Wie wirksam ist die Leistung – und wie viel Aussicht auf Erfolg hat sie?

Selbstverständlich werde ich Arbeit und Politik der Deutschen Mitte künftig überhaupt nicht kritisieren oder kommentieren, auch dann nicht, wenn meine Arbeit oder Person aus diesem Kreis attackiert werden – mit Ausnahme von rechtsverletzenden Verleumdungen. (Schon einmal im Vorfeld klar gemacht, dass man gut aufpassen sollte was man jetzt dazu sagt oder schreibt, denn er setzt sofort seine Anwälte darauf an um auch hier wieder eine Möglichkeit einzuräumen, durch Schadensersatzansprüche an Geld zu kommen.!?Zumindest lässt es einen das Schlussfolgern.)  

Klar: Unsere Gegner sitzen ganz woanders. (Wessen Gegner? Der von der Partei, das was davon jetzt noch übrig ist, oder die Gegener von Christoph Hörstel, die er nun zu Gegener der Deutschen Mitte gemacht hat?)

Die neuen Erreichbarkeiten:
www.neuemitte.org
Kontakt: info@neuemitte.org

Für Mitglieder der Deutschen Mitte wird es eine feste und unverrückbare Übergangsfrist von 14 Tagen nach Versand dieses Schreibens geben: Wer sich später anmeldet, kann nicht mehr in die Neue Mitte aufgenommen werden.

Jedes Mitglied benötigt drei Bürgen, die für die gesamte Mitgliedschaft verantwortlich bleiben – und im Fall von Streitigkeiten vom Schiedsgericht gehört werden müssen. Wir wachsen also nur noch kontrolliert. (Er verlässt die Partei und spricht wieder von Wir?)

Jedes Mitglied muss zusätzlich eine Schweigeerklärung unterschreiben, ausdrücklich auch für soziale Medien. (Gut das ich kein Mitglied bin!)

Die Bewegung Neue Mitte steht künftig auf drei Beinen: Partei, „Wächter“ und Stiftung.

Von Herzen wünsche ich, dass alle Leser dieser Zeilen ihre guten Hoffnungen, Wünsche und Ziele verwirklichen können und erfüllt sehen.

Alles Gute – wo immer Sie sind.

Mit besten Grüßen

Christoph R. Hörstel


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