Danke, Erika Steinbach

Eine Laudation von Adam Elnakhal

Danke, liebe Erika Steinbach!

Danke, dass Sie sich Ihre positive Lebenseinstellung bewahrt haben, obwohl Ihre ersten Lebensjahre in der Nachkriegszeit als Heimatvertriebene ganz sicher kein Zuckerschlecken waren!

Danke, dass Sie nicht weggeschaut haben, als Anfang der 1970er in Frankfurt am Main die linken Straßenkämpfe tobten!

Danke, dass Sie sich nicht haben unterkriegen lassen, als Sie wegen einer Verletzung am kleinen Finger das Geigenspiel aufgeben mussten!

Danke, dass Sie 1974 – im sozialdemokratischen Jahrzehnt, im linken Frankfurt am Main – in die damals noch konservative CDU eingetreten sind!

Danke, dass Sie gegen ein zutiefst judenfeindliches Theaterstück demonstriert haben!

Danke, dass Sie sich als Stadtverordnete mit Homosexuellen getroffen haben, als dies für weite Teile der CDU noch nicht denkbar war!

Danke, dass Sie ab 1990 als Mitglied des Bundestages den Mut zu eigenen Entscheidungen hatten!

Danke, dass Sie sich der Sache der Deutschen Heimatvertriebenen angenommen haben, wofür Sie oft genug mehr oder weniger freundliches Unverständnis bis hin zu Anfeindungen kassiert haben!

Danke, dass Sie von 1998 bis 2014 dem Bund der Vertriebenen vorstanden und sich für seine Sache stark gemacht haben, wann und wo immer Sie es nur konnten!

Danke, dass Sie im Jahre 2003 aus der EKD ausgetreten sind, als Sie in ihr eine Ersatzpartei statt einer christlichen Kirche erkannten!

Danke, dass Sie Ihren langjährigen Mitstreiter, den sudetendeutschstämmigen Sozialdemokraten Peter Glotz im Jahre 2005 in Zürich am Kranken- und Sterbebett besucht haben!

Danke, dass Sie – als es in der CDU immer weniger christdemokratisch und immer mehr sozialdemokratisch wurde – auf Facebook und Twitter an Ihren Positionen festgehalten haben!

Danke, dass Sie stets freundlich blieben, obwohl unter Ihren Beiträgen oft genug der Hass tobte!

Danke, dass Sie den Mut hatten die Menschenrechtsfeindlichkeit des Islam deutlich zu kritisieren!

Danke, dass Sie den Mut hatten den, in dieser Republik zu oft unter den Teppich gekehrten, gewalttätigen Linksextremismus deutlich zu kritisieren!

Danke, dass Sie auf die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea hingewiesen haben, als dies für viele kein Thema mehr war!

Danke, dass Sie sich immer wieder für verfolgten Christen in islamischen Ländern eingesetzt haben!

Danke, dass Sie sich schon als Stadtverordnete und auch als Bundestagsabgeordnete immer wieder für das Existenzrecht des Staates Israel eingesetzt haben!

Danke, dass Sie im Jahr 2015 gegen beide Griechenland-„Rettungspakete“ gestimmt haben!

Danke, dass Sie ab dem Sommer 2015 die Zustände immer wieder kritisiert haben – ohne Menschen zu beleidigen!

Danke, dass Sie im Januar dieses Jahres 2017 auf Ihr Gewissen gehört und den Austritt aus der CDU erklärt haben und Ihre Treue zum Grundgesetz damit über die mehr als 40-jährige Parteibande gestellt haben!

Danke, dass Sie öffentlich immer wieder Ihre Mitarbeiter gelobt haben!

Danke, dass Sie in diesem Jahr als Einzelkämpferin allen Kleinkrieg gegen Sie als einzige fraktionslose Abgeordnete und einzige wirkliche Oppositionelle ausgehalten haben und stets freundlich blieben!

Danke, dass Sie am Wochenende und wichtigen christlichen Feiertagen immer wieder freundliche Grüße auf Facebook und Twitter hinterlassen haben!

Danke, dass Sie am 30. Juni dieses Jahres den Mut hatten als einzige von 630 Abgeordneten die Wahrheit auszusprechen und an die Wachsamkeit für unsere bedrohte Demokratie erinnert haben!

DANKE!

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Viele Menschen haben bereits „Danke!“ gesagt.
Auf Twitter kann man unter dem Hashtag #DankeErikaSteinbach zahlreiche Danksagungen sehen und teilen.


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