Das Ergebnis der Abergläubigkeit

von EdL

Die Menscheit – besonders die heutige degradierte Gesellschaft – kommt nicht mit seiner Sterblichkeit zurecht.

Dadurch ergibt sich die eingeborene Abergläubigkeit.

Diese zeigt sich in einer Fülle von mehr oder minder merkwürdigen künstlich erfundenen Göttervorstellungen oder „Glauben“, auch Sekten.

Ein höherer, vernünftigerer aber unerreichbarer Glaube könnte nur darin bestehen, dass die Menschheit lernen würde, an sich selbst zu glauben und sich zu befreien von seiner Angst vor dem Tod.

Schon in uralten Zeiten erfanden die Heiden die pantheitischen animistischen Götter, die in der Natur, in Tieren, in Bäumen, in Steinen ihr Wesen hatten.

Da diese Wesen wegen ihrer alltäglichen Verbindung zur Natur ihre Bodenständigkeit den Menschen weitergaben, war dieser Glaube gesund.

Es kamen aber zur Hauptstadt des größten Weltreichs, die Sektenmitglieder einer anderen religiösen Vorstellung, die ihre eigene Interesse darin hatten, die Römer zu bekehren und eine Weltumwandlung in Gang zu setzen.

In 313 nach Christus überredeten die Botschafter dieses Glaubens, Bischöfe genannt, den römischen Kaiser Konstantin II vom arischem Heidentum zum Christentum zu wechseln.

380 nach Christus wurde die erste katholische Kirche in Rom gegründet.

Die Bischöfe dieser Kirche haben ihre potenzielle Macht über die Menschheit erkannt.

Danach kam es allmählich dazu, dass das römische Reich zwangsweise ihre heidnischen Götter ablehnte, um einen einzigen Gott und seine vorgeschriebenen Heiligen anzubeten.

Gleichzeitig gab es eine kleine Gruppe von Jüngern Jesus, die in verschiedenen Länder reisten, um die deutliche, vernünftige Botschaft Christi zu verbreiten.

Es entstand ein Wettrennen zwischen einer wahrhaftigen Aufklärung auf der einen Seite über was es heißt, Mensch zu sein und wie sich der Einzelne in der Gemeinschaft einleben sollte, und, auf der anderen, die kräftigen Einflüsse, abgeleitet von seiner Schwäche abergläubig zu sein, dem Mensch einen allumfassenden Glauben an einer unsichtbaren aber allmächtigen Gott einzureden.

Letztere haben gewonnen.

Heute ist die mächtigste Glaubensüberzeugung die christliche Kirche, die nicht mit der Lehren von Jesus Christus zu verwechseln ist.

Obwohl der Mensch durch seinen eigenen gesunden Menschenverstand instinktiv weiß, wie er den richtigen Umgang mit seinen Mitmenschen am besten erreicht, wurde von der katholischen Kirche die Erbsünde und damit die Moralität erfunden und großgeschrieben und über die Zehn Gebote — eigentlich Verbote — vermittelt.

Mit der Erbsünde wurde die allgemeine Schuld verkündet, ein großartiges Mittel zur Unterwerfung der Menschheit.

Der Schuldige muss seine Sünden vor Gott durch die Vermittlung der katholischen Priesterschaft bei der Beichte aussagen um erlöst zu werden.

Der reuige Sünder wird durch das Aufsagen einiger Ave Marias befreit und der Priester weiß gleichzeitig Bescheid über sein Privatleben.

Schliesslich haben solche zölibate Priester selbst ihre Kirche in größten Verruf gebracht.

Selbstverständlich haben inzwischen viele den Glauben an Gott abgelegt und statt dessen, dem Konsum als Ablenkung gegen die Sterblichkeit angenommen.

Anstatt sich als geistiges Tier, als biologisches Lebewesen zu betrachten, das sich wie alle Lebewesen am Ende seines Lebens mit der Natur vereinigt, will sich der Mensch einer besonderen Wichtigkeit verschreiben; womöglich sogar ein Überleben oder Wiedergeburt nach dem Tod gewähren.

Dieser nutzlose Kampf gegen die biologische Gewissheit sichert ein für allemal die Dominanz der Abergläubigkeit und der Untergang der Menschheit.

Der Mensch ist schlau aber er ist nicht weise. Er ist durch sein Denkvermögen fähig viel zu erfinden, was einem Tier unmöglich ist. Also sucht der Mensch die natürliche Welt zu beherrschen. Er lebt nicht mit und unter der Natur, sondern über ihr. Das ist sein größter Fehler.

Wenn der Mensch bescheiden wäre, würde er merken, dass ihn seine geistige Überlegenheit nicht glücklich macht, wenn er sie nicht auf intelligenten Weise einsetzt.

Wenn der Mensch die Natur beobachten würde, könnte er lernen wie selbstversorgend das kleinste Insekt ist, wie es nicht mehr für sich nimmt, als es benötigt, und meistens ohne Umweltschäden überlebt.

Solange der Mensch nicht die Effizienz sowie die biologische Logik einer Spinne versteht und gewachsen ist, solange wird er noch Opfer der Nutznießer seiner Abergläubigkeit sein.


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