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Das Geldsystem der deutschen Volksgemeinschaft (II/V)

von EA

Teil 2 – Generelle Grundlagen zum aktuellen Geldsystem

Das Thema Geld und Geldsystem wird derzeit unter den „Aufgewachten“ oder „Aufwachenden“ im Internet mit großer Intensität diskutiert. Es werden ganze Kongresse zu diesem Thema abgehalten und alle sind sich darin einig, daß das aktuelle System irgendwie schlecht, betrügerisch oder insgesamt eine Fehlkonstruktion ist.

Die Ursachenanalyse ist dabei je nach persönlichem Interesse und der intellektuellen Fähigkeit der Protagonisten mehr oder weniger tiefgründig. Auf einzelne Analysen oder Alternativvorschläge für Geldsysteme und ihre Stärken und Schwächen soll später noch genau eingegangen werden. Es gibt zu diesem Thema jedenfalls eine große Menge an Material zu sichten.

Hier erfolgt nun der Versuch, in kurzen Zügen darzustellen, warum das aktuelle System so für alle betroffenen Völker auf diesem Planeten fatale Folgen hat. Daß diese Folgen nicht dem Zufall entspringen oder eine „Fehlkonstruktion“ darstellen, ist für den Interessierten, der nicht nur die Gegenwart betrachtet, sondern auch in die Vergangenheit blickt, verhältnismäßig einfach herauszufinden. Folgende „Mängel“ sind auszuweisen:

  1. Das Geldschöpfungsmonopol ist in der Vergangenheit durch trickreichen Betrug von der staatlichen Verwaltung entwunden und in private Hand gebracht worden. D.h. es ist an Banken in Privatbesitz übertragen worden (prominentestes Beispiel dafür ist die amerikanische „FED“). Es ist also einem verhältnismäßig kleinen und äußerst elitären Machtzirkel (den Bankbesitzern) vergönnt, über die Geldmenge und damit den Geldwert so zu bestimmen, wie es ihren Zwecken dienlich ist. Eine staatliche und damit völkische Kontrolle oder Aufsicht findet dabei nicht statt, wird aber im Einvernehmen mit den zuständigen Politikern zumindest teilweise vorgetäuscht (z.B. durch “Ernennung“ von Bankpräsidenten durch Spitzenpolitiker). So wird es vermieden, daß die Völker beunruhigt werden, da ja nach außen hin alles rechtmäßig zuzugehen scheint.
  2. Geld kann und soll im jetzigen System in den Kreislauf nur als Kredit gegeben werden. Das ist für sich genommen noch kein großes Unglück, wie wir später sehen werden. Aber heutzutage ist die Kreditaufnahme nicht nur mit einer Rückzahlungsforderung, sondern auch immer mit einer Zinsforderung seitens der „Verleiher“ verknüpft. Das notwendige Geld, um neben dem Kredit auch den zusätzlichen Zins zurückzahlen zu können, wird aber durch die Kreditausgabe nicht geschaffen, fehlt also im System. Man kann an dieser Stelle bereits rein aus der logischen Betrachtung schlußfolgern, daß es in dieser Konstruktion unmöglich ist, daß alle Kreditnehmer gleichzeitig ihre Geldschulden begleichen. Um das ganze System in Gang zu halten, müssen daher immer neue Kredite vergeben werden, die ihrerseits wiederum mit Zinsen belastet sind. Dies hat auf alle Teilnehmer dieses Systems, abgesehen von den privilegierten Geldverleihern (d.h. den Bankbesitzern), drei negative Auswirkungen:

    1. Zum einen muß für ein kontinuierliches Funktionieren dieses Systems die Wirtschaft ständig weiter wachsen, um neue Kreditaufnahmen zu rechtfertigen. Daher wird medial ständig ein „gesundes“ Wachstum gepredigt und zur Aufnahme neuer Kredite gedrängt. Das Wachstum hat allerdings mittlerweile jedes gesunde Maß überschritten, wie an den zahlreichen negativen Folgen in der Wirtschaft und Natur zu sehen ist (Abfischung der Meere, Vermüllung der Ozeane, Abholzung der Regenwälder, Raubbau an der Natur, Massentierhaltung unter unsäglichen Umständen, Überdüngung der Böden…). Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem System um ein klassisches Schneeballsystem, hier allerdings in mittlerweile globaler Ausprägung.
    2. Aufgrund der schwierigen Marktsituation durch den Schulden- und Zinsdruck, bei der große Betriebseinheiten im Vorteil sind, da sie im Gegensatz zu den kleineren ihre markbeherrschende Stellung ausnutzen können, kommt es zu einer Monopolisierung im produzierenden oder dienstleistenden Gewerbe. Den kleinen Einheiten geht schlicht und ergreifend im ruinösen Wettbewerb schneller die Luft aus. Durch diese Monopolisierung mit immer weniger, aber dafür immer größeren Konzernen, die teilweise für den Unkundigen wegen der scheinbaren „Markenvielfalt“ nur schwer auszumachen ist, wird eine zunehmende Kontrolle des Marktes durch die Anbieter erreicht. Von einem „freien Markt“ und dem „Prinzip von Angebot und Nachfrage“ kann unter diesen Umständen gar keine Rede mehr sein, auch wenn diese Floskeln zur Täuschung der Völker medial immer besonders betont werden.
    3. Der mächtigste Effekt aber, welcher durch dieses System zugunsten seiner Erfinder und Nutznießer zustande gebracht wird, ist die Umverteilung von Eigentum.

      Da für jeden größeren Kredit eine Sicherheit beliehen werden muß, und laufend Kredite platzen müssen, weil immer zu wenig Geld für alle Teilnehmer da ist, um Kredit plus Zinsen zurückzuzahlen, werden langsam aber sicher alle bestehenden Sicherheiten in den Besitz der Geldverleiher (d.h. der Bankbesitzer) übertragen. Dieser Effekt wird dann umso drastischer sichtbar, je näher das System der natürlichen Wachstumsgrenze der Wirtschaft kommt. In diesen Bereich kommen wir nun überdeutlich wieder hinein. Beim „Crash“ des Systems gibt es also keinen Weltuntergang, wie manch einer im Internet postuliert, sondern am Ende, wenn die Kredite reihenweise platzen, findet der große Eigentumsübergang an die privaten Geldverleiher statt. Dieser Eigentumsübergang findet innerhalb der gegebenen „rechtlichen“ Rahmenbedingungen statt, erscheint also als ein „legaler“ Vorgang, gegen den es scheinbar kein Mittel gibt.

  1. Das Konstrukt „Zins“ hat auch dann negative Folgen für die Gemeinschaft, wenn es nicht mit dem Geldschöpfungsmonopol gekoppelt ist. Das ist für „Kinder des Systems“, also für Menschen, welche in diesem System groß geworden und in seinem Sinne erzogen worden sind, zunächst schwer zu verstehen. Das ist ganz natürlich, denn die Erziehung formt auch die Denkgewohnheiten. Erst wenn man anfängt, tiefer in die Hintergründe einzusteigen, bemerkt man die tiefe Ungerechtigkeit, welche hinter der harmlos anmutenden „Zinsforderung“ steckt.

    Im „Zins“ (auch z.B. in Form der Aktiendividende) erst ist die Möglichkeit begründet, „Geld für sich arbeiten zu lassen“. Dabei muß man sich immer wieder vor Augen führen, daß ein Stück Papier oder eine Zahl in einem Computer nicht arbeiten kann! (Experiment zum selber machen: Lege einen Geldschein vor Dich auf den Tisch und fordere ihn auf, für Dich zu arbeiten.)

    Unsere sachliche Feststellung demgegenüber lautet: Nur Menschen (und ggf. Tiere oder Maschinen) können Arbeit leisten. Es gibt keinen natürlich erklärbaren Grund, warum sich Papierscheine oder Zahlen im Computer von sich aus vermehren können sollten. Tatsächlich ist es so, daß der ausschließlich der Zins dafür sorgt, daß große Geldvermögen ab einer gewissen Grenze von sich aus immer weiter wachsen. Diese Grenze läßt sich exakt beziffern, denn es ist genau der Punkt, ab dem der Besitzer des Geldvermögens ausschließlich von der „Geldanlage“, also den Zinseinnahmen, leben kann. Der Zins stellt also quasi den im Geldsystem eingebauten „Magnetismus“ dar, der dafür sorgt, daß sich über kurz oder lang (abhängig vom durchschnittlichen Zinssatz), aller Geldbesitz in einer Hand versammelt.

    Je länger dieses System nun läuft, umso größer werden in seinem Verlauf die sozialen Ungerechtigkeiten. Es endet immer darin, daß die Masse des Volkes verarmt und die steuernde Elite in kaum faßbarem materiellem Reichtum leben kann.

    In Diskussionen wird nun immer darauf verwiesen, daß es doch jedem möglich sei, sein Geld entsprechend anzulegen und somit die Gerechtigkeit wieder hergestellt sei. Das klingt auf den ersten Blick auch ganz plausibel, allerdings wird dabei immer unterschlagen, daß es in diesem System immer sehr wenige Gewinner und sehr viele Verlierer gibt.

    Zu den Verlierern gehören alle die, welche nicht von den ausgeschütteten Zinsen leben können (wer kann das schon?). Zu den Gewinnern zählen die, welche genug Zinsen einnehmen, um damit andere für sich arbeiten zu lassen. Die Verlierer (die Sklaven) sind also die, die die ganze Arbeit leisten müssen, die Gewinner (die Herren) schöpfen nur den Rahm ab und können ein arbeitsloses und sorgenfreies Leben führen, während sich ihr Reichtum noch ständig vergrößert. Von sozialer Gerechtigkeit kann also unter diesen Umständen nicht die Rede sein.

  1. Durch die Möglichkeit des Geldtransfers zwischen verschiedenen Ländern mit verschiedenen Währungen entsteht die Möglichkeit der Währungsspekulation („Kaufen von Geld“, ein Widerspruch in sich!). So wird es für Währungsspekulanten möglich, schwankende Wechselkurse auszunutzen (und ggf. sogar zu erzeugen), um „Gewinne“ zu generieren. Auch in diesem Fall ist ganz augenscheinlich keinerlei Arbeit im Sinne der Gemeinschaft geleistet worden, sondern nur ein Anteil am Geldumlauf auf die Konten der Spekulanten umgeleitet worden, mit dem diese sich nun wieder Waren und Dienstleistungen für ein angenehmes Leben beschaffen können.

    (Merke: Das Ausdenken von neuen komplexen Betrugsmöglichkeiten, auch wenn es teilweise für den Geist der Handelnden sehr anstrengend sein mag, zählt nicht zum Begriff der gemeinnützigen Arbeit in unserem Sinne und soll daher auch nicht honoriert werden. Auch ein Raubüberfall kann körperlich anstrengend sein, ist deswegen aber noch lange keine legitime Arbeit.)

  1. Spekulationsgewinne ganz allgemein sind nur möglich auf Kosten der arbeitenden und werteschaffenden Mitglieder der Gemeinschaft. Daher zählen alle diese Gewinnformen zu den die Gemeinschaft belastenden Betrügereien und haben für alle, außer für den Spekulanten selbst, nur negative Auswirkungen. Ob es sich bei diesem Spekulationsgut z.B. um Bodenschätze, Nahrungsmittel, Grundbesitz oder Immobilienbesitz handelt, spielt bei der Betrachtung gar keine Rolle, da die Auswirkungen für die auf diese Güter Angewiesenen immer negativ sind (unnötige Verteuerung für den Endabnehmer ohne Erhöhung des eigentlichen Gebrauchswertes).

 

 


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