Das Geschwätz vom „Überfall“

Unter dieser Sammelüberschrift, die von Karin Zimmermann stammt, behandle ich hier das Thema „Beginn des Krieges am 1. September 1939“.

Verschiedene Autoren kommen zu dem Schluß, daß der Angriff Hitlers auf Polen provoziert und zwangsläufig erfolgte. Karin Zimmermann hat in meinen Augen einen hochachtenswerten Beitrag zum Thema abgeliefert, den ich mir nicht umfassender und gründlicher wünschen könnte. Sie nennt das Kind beim Namen:

„Das Geschwätz vom ‚Überfall'“.

Allein vom März bis August 1939 ereigneten sich mehr als 200 polnische militärische Grenzverletzungen gegenüber dem Deutschen Reich mit Brandlegung, Mord und Verschleppung. Als Einstimmung habe ich drei Beiträge anderer Autoren vorangestellt. In der Zwischenkriegszeit (zwischen 1. und 2. Weltkrieg) entpuppte sich Polen, kaum daß es 1916 durch die Mittelmächte neu gegründet war, als chauvinistisch.

M.W. gab es keinen Nachbarn, gegen den es keinen Krieg angezettelt und Annexionen vorgenommen hätte. Die Minderheiten wurden völkerrechtswidrig verfolgt, unterdrückt bis hin zum Mord, egal ob Deutsche, Juden, Ukrainer, Weißrussen und andere. Die Pogrome gegen Juden waren so schlimm, daß viele sogar ins Deutsche Reich flüchteten, obwohl sie bekanntermaßen dort nicht willkommen waren.

Natürlich sind auch viele drangsalierte Deutsche in der Zwischenkriegszeit ins Deutsche Reich geflohen. Die Anzahl der Flüchtlinge schwoll derart an, daß Flüchtlingslager eingerichtet werden mußten. Davon berichtet der erste Bericht mit Dokumenten.
K.-H. Heubaum

Flüchtlingslager im Deutschen Reich..

Zu den Folgen polnischer Übergriffe ~ V O R ~ dem 1. September 1939.

Mit diesem Schreiben (Vorder- und Rückseite – KHH.) vom Reichsminister des Inneren vom 28. August 1939 wird dokumentiert, daß das Hauptamt für Volkswohlfahrt „vom 22. August dsJs. ab die fürsorgerische Betreuung aller Flüchtlinge aus Polen (Volksdeutsche und Reichsdeutsche) übernommen“ hat.

Demnach können nur böswillige Ignoranten weiter behaupten, daß wir einen „Überfall“ auf unschuldige Nachbarn ausgeführt hätten. Dieses Schreiben über Flüchtlingslager für von den Polen vertriebene Deutsche ergänzt die zahlreichen Berichte aus reichsdeutschen Dokumenten über Grausamkeiten, die verstärkt seit der englischen Blankogarantie Ende März 1939 gegen Deutsche verübt worden waren. Das Dokument stammt aus einem Konvolut von Originalakten des Wohlfahrtsamts der Stadt Neuwied, Regierungsbezirk Koblenz, aus der Zeit von November 1931 bis Juni 1945.

*

Quelle: Der freie Mensch, Schrift für idealistische Ordnung, Pf. 450322, D-50878 Köln.

* * * * * *

Offener Brief an Kanzlerin Merkel.

Als zweiten Beitrag bringe ich einen offenen Brief an Frau Merkel, den Frau Ulla Lang geschrieben hat. Es geht um die Kontroverse um Frau Erika Steinbach, deren Verlautbarungen, sowie um die polnische Mobilmachung und um das „Geschenk“ (Merkel), das die „Freundschaft“ zwischen der BRD und Polen darstellen soll. Wertvoll ist es nach Ulla Lang immerhin, denn es soll uns 26,740 Milliarden Euro gekostet haben. Im Anschluß an den Lang-Brief folgt der Text „Nationale Wahrheiten“ von Jürgen Schwab, der an die von Frau Lang artikulierte Problematik anschließt. K.-H. Heubaum

*

Ulla Lang
Im Niederried 4 a
63486 Bruchköbel
Ulla.Lang(A)web.de

Offener Brief

Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin
11044 Berlin

internetpost@bpa.bund.de
Angela.Merkel@bundestag.de

19. September 2010

„In der CDU kann jeder seine Meinung sagen“ – Interview FAZ 18.09.2010.

Geehrte Frau Bundeskanzlerin,

in obigem Interview werden Sie wie folgt zitiert: „Wenn jetzt manche den Eindruck haben, man dürfe seine Meinung (in der CDU) nicht sagen, dann ist das schlicht falsch. Wer Mißstände benennen will, der kann das tun, der soll es sogar tun. …die Vertreibung… ist ein Kernanliegen von CDU und CSU, die Erinnerungen auch an dieses Kapitel unserer Geschichte wachzuhalten.“

Wer, Frau Bundeskanzlerin soll Ihnen diese Aussage glauben? Es bietet sich die Parallele mit dem „Fall“ Martin Hohmann an (Direkt-Link unten – KHH.). Werner Sonne, jener Journalist, der seinerzeit die Lüge über Martin Hohmann in die Welt setzte und aufgrund derer Sie, Frau Bundeskanzlerin, alles taten, damit der Abgeordnete aus der Fraktion und Partei ausgeschlossen wurde, kam Ihnen auch in der Kampagne gegen Frau Steinbach zur Hilfe.

Halten wir fest: Frau Steinbach hat die geschichtliche Tatsache erwähnt, daß Polen im März 1939 mobil gemacht hat. Die Aussage fiel in einer geschlossenen Fraktionssitzung von CDU/CSU. Aus dieser Sitzung – also aus den Reihen von CDU/CSU – wurde die neuerliche Kampagne gegen Frau Steinbach losgetreten!
Die Aussage von Frau Steinbach, Herr Bartoszewski habe einen „schlechten Charakter“, fiel in einem Interview mit Werner Sonne. Nun konnte sich die Diskussion daran ergötzen und über die Tatsache der polnischen Mobilmachung Schweigen verhängt werden.

Zur Frage, ob man in Deutschland schon ein Revisionist sei, wenn man an die polnische Mobilmachung erinnert, sagten Sie: „Diese Diskussion führe ich nicht. Es ist ein Geschenk, dass es nach dem von Deutschland begonnenen Weltkrieg heute Freundschaft und Vertrauen zwischen Polen und Deutschland gibt.“

Frau Bundeskanzlerin, nach den bisher bekannten Zahlen hat uns Deutsche das „Geschenk“ 26,740 Milliarden Euro gekostet. Nicht eingerechnet die verlorenen Ländereien, die gestohlenen privaten Besitztümer der Vertriebenen, die privaten Hilfssendungen (Anfang der 80er Jahre) an Polen. Aus diesen Hilfssendungen entstanden allein der Bundespost 130 Millionen DM (= 65 Millionen Euro) Verlust, die aus dem Haushalt des AA erstattet wurden (weil sie gebührenfrei geschickt werden konnten. – KHH.).

Anfang September 2004 stellte das polnische Parlament in einer einstimmigen Resolution fest, „daß Polen bislang keine angemessene finanzielle Kompensation und Kriegsreparation … erhalten hat….“

Wie es wirklich um das Vertrauen und der Freundschaft zwischen Polen und Deutschland bestellt ist, zeigen nachfolgende Zitate:

Donald Tusk:

„Während der Gedenkfeiern auf der Danziger Westerplatte werden wir die polnische Sichtweise vorstellen, … Es wird keinerlei Zweifel daran geben, wer Henker und wer Opfer war.“ (Tagesspiegel 27.08.2009.)

Lech Walesa, ehemaliger polnischer Ministerpräsident:

„…Wenn die Deutschen erneut Europa in der einen oder anderen Art destabilisieren, sollte man nicht mehr zu einer Aufteilung Zuflucht nehmen, sondern dieses Land einfach von der Landkarte ausradieren. Der Osten und der Westen besitzen die notwendigen fortgeschrittenen Technologien, um diesen Urteilsspruch durchzuführen.“ (niederländ. Zeitschrift Elsevier vom 7. April 1990.)

Über die „Personalie Seinbach im Stiftungsrat“ kamen aus Polen besonders freundliche Worte:

Wladyslaw Bartoszewski: Der frühere polnische Außenminister Bartoszewski erinnerte daran, daß er als erster vor dem Vorhaben der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen gewarnt habe. Frau Steinbach sei eine „Feindin Polens“, die Polens „Armut ausnutzt“.

„Beziehungen Polens zu Deutschland droht ein Bruch, wenn die deutsche Regierung Erika Steinbach in den Rat aufnimmt.“

„Wenn es zu dieser Ernennung kommt, werden polnische Behörden die Absage einiger deutsch-polnischer Veranstaltungen in Erwägung ziehen, die für dieses Jahr geplant sind.“

„Steinbach oder ich!“ – Bartoszewski dementierte am Wochenende, daß diese Worte als Rücktrittsdrohung gemeint gewesen seien (nicht so gemeint, aber dennoch gesagt).

Die Berufung von Erika Steinbach sei „als ob der Vatikan den Holocaust-Leugner Bischof Williamson zum Bevollmächtigen für die Beziehungen zu Israel ernannt hätte“.

Sie eigne sich für Verhandlungen mit Polen wie ein entschlossener Antisemit für Verhandlungen mit Jerusalem, sagte Bartoszewski dem Fernsehsender TV-N24. Er sage nicht, sie sei eine Antisemitin – er sage, sie sei eine Anti-Polin. (Ende der Zitate – KHH.)

Frau Bundeskanzlerin nach Ihrem Vieraugengespräch mit Bartoszewski titelte die polnische Presse: Merkel habe Bartoszewski versprochen, daß Steinbach in diesem Jahr nicht nominiert werde und jubelte:

„Bartoszewski eliminierte Steinbach.“

Die Tageszeitung Rzeczpospolita sprach von einem „Ausweichen“ Berlins.

Frau Bundeskanzlerin, Ihre freundschaftliche Kungelei mit Polen mag aus Ihrer kommunistischen Sozialisation erklärt werden können – entschuldbar ist sie nicht.

Prof. Dr. Alfred de Zayas:

„Der Versuch, eine Aufarbeitung der Vertreibung der Deutschen zu unterbinden, weil dies angeblich einer ‚Aufrechnung‘ gleichkomme, verkennt die Menschenrechte der Vertriebenen und somit schließlich der übrigen Menschen. Es ist Hohn und Unbarmherzigkeit den Opfern gegenüber. Der Vorwurf der Aufrechnung kommt aus der Waffenkammer des Totalitarismus, in dem das Individuum nichts gilt. Der Vorwurf der Aufrechnung bedeutet Diffamierung und zugleich eine Einschüchterung der Opfer „

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ulla Lang

* * * * * *

Nationale Wahrheiten.

Wenn sich die Nationen untereinander streiten, wer nun alleine Recht hat, dann kann man sich friedlich einigen oder kriegerisch. Oder man sieht ein, daß man der Schwächere, der Besiegte ist und übernimmt wegen des Anpassungsdrucks die Wahrheit des Gegners. Dies wirkt zwar weder für Freund noch für Feind besonders ehrenhaft, aber dem Opportunisten, der einem geschlagenen Volk angehört, stehen – je nach Fähigkeiten – im Privat- und Berufsleben alle Türen offen. So erleben wir immer wieder seit 1945, daß viele Deutsche wie Amis, Russen, Polen und Juden argumentieren, wenn es um die geschichtliche Wahrheit geht.

Wenn dann einer – in diesem Falle eine – ausbüchst und mal ihre eigene, deutsche Wahrheit kundtut, auch in ihrer Funktion als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), dann bemühen sich bei uns alle Gutmenschen sicherzustellen, daß es keine speziell deutsche Wahrheit geben darf. Hinsichtlich des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 darf es zwischen Rhein und Oder nur die polnische Wahrheit geben. Erika Steinbach, deren Vorname allein schon für antideutsche Kräfte eine Provokation darstellt, …

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=h8vZsmXUFAg&feature=related

… hatte doch tatsächlich auf die Teilmobilmachung der polnischen Armee hingewiesen, die bereits im März 1939 erfolgte. Daraus läßt sich ableiten, daß nicht Hitler den Imperialismus erfunden hatte, sondern daß es neben seinem kriegerischen Imperialismus, den man in „Mein Kampf“ nachlesen kann, auch einen polnischen, tschechischen, französischen, britischen, russischen, amerikanischen usw. Imperialismus gegeben hatte (und nach wie vor gibt).

Aus Steinbachs Hinweis auf die polnische Teilmobilmachung könnte man immerhin ableiten, daß an der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs viele Kräfte mitgewirkt hatten, vor allem diejenigen, die die Deutschen mit dem Versailler Diktat und dem von Saint-Germain (für Österreich) demütigen wollten.

Der Wiener Publizist Helmut Müller hat in einem Beitrag darauf hingewiesen, daß Hitlers Imperialismus („Lebensraum im Osten“), der 1944/45 endgültig militärisch scheiterte, keinesfalls der ursprüngliche Grund gewesen war, die Deutschen östlich von Oder und Neiße und im Sudentenland ethnisch zu säubern.
Die Vertreibung der Deutschen im Osten „ist keineswegs die logische Konsequenz Hitlerscher Politik, wie Politiker vom Kaliber eines Herrn von Weizsäcker immer wieder beteuern mußten, sondern entspricht nachweisbar längerfristigen polnischen wie westlichen Überlegungen. So wie ja auch Herr Benesch die Sudetendeutschen bereits nach 1918 vertreiben wollte […].“

Und nicht nur tschechische Chauvinisten träumten schon 1918 von der Vertreibung der Sudentendeutschen, auch polnische Imperialisten hatten in diesem Zeitraum bereits Landkarten angefertigt, auf denen Berlin und Dresden als polnische Städte galten. Die polnischen Imperialisten wollten – wie der deutsche Imperialist Hitler auch – weite Teile der Ukraine, (Weiß-) Rußlands und des Baltikums annektieren.

Polnische Imperialisten waren schließlich schon 1918-1921 in zwei Feldzügen bemüht, sich ihren „Lebensraum im Osten“ zu erobern.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Kresy

In etwa zur gleichen Zeit kämpften deutsche Freikorps im Baltikum um neues deutsches Siedlungsgebiet gegen die Sowjetarmee. Mancher dieser deutschen Freiwilligen formierten sich Jahre später in der NSDAP.

Der entsprechende Personenkreis hätte sich jedenfalls nicht vorstellen können, an einem „Antikriegstag“ teilzunehmen.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum man – gerade als Deutscher – im Nachhinein den deutschen Imperialismus verurteilen soll, ohne den polnischen Imperialismus kritisch zu behandeln?

Solange es Nationen gibt, werden sich diese gegebenenfalls um die richtige Auslegung der Geschichte streiten. Jeder hat sein eigenes nationales Bewußtsein, trauert um die eigenen Opfer lieber als um die der ehemaligen Kriegsgegner. Das ist bei Polen, Tschechen und Juden nicht anders als bei national denkenden Deutschen. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, daß im Zusammenhang mit den Positionen des BdV zur Vertreibung der Zentralrat der Juden in Deutschland seinen Rückzug aus dem Stiftungsrat der Berliner „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ erklärt hat.

Siehe: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/09/2010-09-06-bkm-neuen-stiftungsrat.html

Indem jede Nation für sich selbst ihrer eigenen Opfer gedenkt und ihre eigene Erinnerung nicht anderen aufzuzwängen gedenkt, kann man der Versöhnung der Völker den besten Dienst erweisen.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Siehe auch:
http://sachedesvolkes.wordpress.com/

* * * * * *

Karin Zimmermann

Das Geschwätz vom „Überfall“.

Dem eigentlichen Artikel stelle ich zur Einleitung einen Brief der Autorin Karin Zimmermann an die „Damen und Herren aus der Politik“ voran. KHH.:

*

Sehr geehrte Damen und Herren aus der Politik,

als die Bundeskanzlerin zum 70. Jahrestag des Einmarsches der Deutschen Wehrmacht am 1. September 2009 auf der Danziger Westerplatte unter dem Staunen der Weltöffentlichkeit den Begriff „Überfall“ gebraucht hat, dann war das ein Begriff, der unzutreffend und nicht zu begründen war.

Ein „Überfall“ in diesem Sinn hat es nicht gegeben, weil ein Überfall bekanntlich etwas ist, das plötzlich passiert, unerwartet, häufig heimtückisch. Für den Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen am 01. September 1939 trifft das aber keineswegs zu.

Und auch in diesem Jahr – am 16. 08. 2010 – mussten wir Vertriebenen uns diesen unzutreffenden Begriff erneut anhören, als Phoenix um 20:15 Uhr die Sendung „Der Überfall – Deutschlands Krieg gegen Polen“ ausstrahlte. Die Ausreden und Verteidigungsversuche von Phoenix und des die Produktion durchführenden NDR waren kläglich – keinerlei Fakten konnten zur Begründung dieses irreführenden Begriffes angeführt werden.

Wenn nun noch Frau Steinbach – der historischen Wahrheit entsprechend – behauptet, dass Polen schon im März 1939 teilmobil gemacht hat, dann setzt in Politik und Medien eine Polemik ein, die nicht nur ihre Karriere beendet, sondern beschämend aufzeigt, dass die Wahrheit in unserem Lande offenbar nicht mehr gefragt ist und nichts mehr zu gelten scheint.

In welchem Land leben wir eigentlich? Wie erfolgt die Meinungsbildung in der heutigen Bundesrepublik? Ist das Aussprechen von Tatsachen inzwischen strafbar?

Vor diesem Hintergrund habe ich mir die Mühe gemacht und geschichtliche Wahrheiten aus dem bilateralen Verhältnis Deutschland-Polen aufgelistet, in denen die polnische Teilmobilmachung am 23. März 1939 nur ein kleines Mosaiksteinchen ist.

Den an diese Mail angehängten Bericht habe ich heute an die Presse gegeben und darum gebeten, die von mir aufgelisteten Fakten zu überprüfen und zur geschichtlichen Wahrheit der Ereignisse zu stehen. Dazu fordere ich auch Sie, die Sie in der Politik Verantwortung für unseren Staat tragen, unmissverständlich auf.

Ich möchte, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Staat ist und bleibt, in dem Fakten die Haupt-Grundlage für die zu treffenden Entscheidungen bilden und nicht die von der Wahrheit losgelöste hysterische Meinungsmache irgendwelcher politischen Gruppierungen oder Medien!

Für ergänzende Auskünfte stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Zimmermann

E-Mail: info(A)AVIADOC.de
(Vertrieben von polnischen Milizen aus Morrn, Kreis Landsberg an der Warthe am 26. 06. 1945.)

* * *

Wo die Lüge ist, kann Gott nicht sein.

Das Geschwätz vom „Überfall“.

– Ein Beitrag zur Richtigstellung einer
besorgniserregenden Geschichtsdarstellung. –

Von Karin Zimmermann

Stand: 12. 09. 2010.

Nun haben wir es uns zum 1. September erneut anhören müssen: Das Geschwätz vom „Überfall der deutschen Wehrmacht“ auf das „arme, unschuldige, friedliebende Polen“.

1
Frau Merkel verkündet am 01. 09. 2009 von der Danziger Westerplatte aus dem staunenden, aber durchaus dankbaren Ausland ihre (von Ahnungslosigkeit gekennzeichnete) Version vom Beginn des 2. Weltkrieges als „Überfall“.

2
Ein Jahr später: Zur besten Sendezeit am 16. 08. 2010, 20:15 Uhr, bringt „Phoenix“ die Sendung: „Der Überfall – Deutschlands Krieg gegen Polen“. Zur Rede gestellt, verweist „Phoenix“ auf den „NDR“ als verantwortlichen Produzenten des Beitrages.

3
Dieser wiederum verweist auf „ernstzunehmende Historiker“, „seriöse Publikationen“ und die „Bundeszentrale für politische Bildung“, die ihn zu diesem Titel inspiriert hätten, ohne auch nur einen einzigen „ernstzunehmenden Historiker“ bzw. „seriöse Publikation“ anführen zu können. Und was die dem Innenminister unterstehende „Bundeszentrale für politische Bildung“ angeht, so gibt es von Konrad Löw eine unwidersprochene Aussage wie folgt:

„…Man hat uns nach dem Krieg vorgehalten, wir seien in Deutschland manipuliert worden von einem Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Es ist aber nie gesagt worden, dass alle kriegführenden Staaten ein solches Institut hatten, nur anders genannt: In England hieß es Informationsministerium, in der Sowjetunion waren (es) die Stellen für Agitation und Propaganda. Ich meine, wir haben (heute) genau dasselbe in der Bundesrepublik. Es ist nur dezentralisiert: Es sind die Institute für politische Bildung in Bund und Ländern.

Dazu kommen die parteinahen Stiftungen, wie Adenauer-, Ollenhauer-, Heinemann-Stiftung und andere. In sie fließen Millionen und Abermillionen von Steuergeldern. Sie haben nicht die Aufgabe, politisch zu bilden, das hieße ja, umfassend zu bilden, sondern politisch zu beeinflussen. Wir sollten endlich begreifen, dass diese politischen Institutionen nichts tun, um uns politisch zu bilden, sondern dass sie Partei sind, und sie verfolgen in meinen Augen die Linie der Umerziehung, sie setzen sie fort. Wir haben den Feind im eigenen Land „

Nur so viel zur „Bundeszentrale für politische Bildung“.

Und wenn Frau Steinbach oder die in den Stiftungsrat berufenen Herren Tölg und Sänger etwa zum Thema „polnische Teilmobilmachung“ historische Wahrheiten aussprechen, kommt es unionsintern zu einem Eklat, und zum Vorwurf „revanchistischer Positionen“ wie die Welt-Online vom 09. 09. 2010 berichtet.

Deswegen ist zu klären, was historisch wirklich abgelaufen ist?

Das aufgeteilte Polen.

Mehr als 120 Jahre lang existierte kein polnischer Staat. Sein Staatsgebiet war – ebenso wie seine Bevölkerung – zwischen Russland, Deutschland und Österreich aufgeteilt.

Bei den damaligen „polnischen Teilungen“ (1772, 1793 und 1795) war nicht Preußen, sondern Russland treibende Kraft und Meistbegünstigter. Die entsprechenden Verträge wurden sämtlich in St. Petersburg abgeschlossen. Man sollte sie daher Petersburger Verträge nennen, formuliert Dr. jur. Botho Spruth und erteilt den deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen eine vernichtende Absage.

Die Ereignisse, die zu den polnischen Teilungen führten, wurden damals keineswegs als das große Unrecht angesehen, wie das nachträglich heute geschieht. Sie waren vielmehr das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung, für die Polen selbst verantwortlich war.

Als – während des 2. Weltkrieges – Russland Verbündeter der Westmächte war und Polen gegen Deutschland aufgebracht werden sollte, wurde die Geschichte zu Lasten Preußen-Deutschlands umgeschrieben, wie unter anderen der amerikanische Historiker Louis L. Gerson dargelegt hat.

Die Polen stellten die Verträge von 1772 – 1795 als großes Unrecht heraus, das in erster Linie – wie könnte es anders sein – Friedrich der Große gefördert habe und das „die Konsequenz zielbewusster Hohenzollernscher Machtpolitik“ gewesen sei.

So steht es in Punkt neun der berüchtigten deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen, und so sollen es deutsche Kinder lernen, damit sie den Landraub der Polen von 1919 und 1945 als gerecht empfinden und sich damit abfinden. Der Friede zwischen den Völkern, den wir alle wollen, kann jedoch nicht auf eine Verfälschung der geschichtlichen Wahrheit aufgebaut werden. „Wer Frieden will,“ stellt Spruth demgegenüber fest, „muss bereit sein, sich zur geschichtlichen Wahrheit zu bekennen.“

Bis zum Ersten Weltkrieg lebten – als Folge der Aufteilung Polens zwischen Russland, Deutschland und Österreich – über drei Millionen Menschen polnischer Muttersprache in Deutschland, meist in den preußischen Ostprovinzen Posen und Westpreußen sowie Oberschlesien. Ihre politische Vertretung in den Berliner Parlamenten bildete die 1849 gegründete Fraktion im Preußischen Landtag und die seit 1871 bestehende Fraktion (Kolo Polskie) im Deutschen Reichstag. Die Zahl der Reichstagsmandate der Polen betrug zwischen 13 (1887) und 20 (1907).

Anders als in der heutigen Bundesrepublik Deutschland, in der jeglicher, auf einem gesunden Nationalbewusstsein fußende Gedanke als „rechtsradikal“ oder „nationalistisch“ gebrandmarkt wird, haben die Polen nie aufgehört, die „nationale Karte“ zu spielen und die Wiederherstellung ihres Landes zu fordern.

So haben zwölf polnische Abgeordnete aus Posen und Westpreußen die ‚Verfassungsberathung‘ im Reichstag des Norddeutschen Bundes dazu benutzt, um wieder einmal ihre Forderung einer nationalen Selbstständigkeit der ehemals polnischen ‚Landestheile‘ zu erneuern. Sie haben unter Berufung auf die ihnen vermeintlich zugesicherte Erhaltung einer selbstständigen nationalen Stellung ausdrücklich Verwahrung dagegen eingelegt, dass die polnischen ‚Landestheile‘ Preußens dem Norddeutschen Bunde mit einverleibt werden.

Der Präsident der Bundes-Kommissarien, Graf Bismarck, hat diese Verwahrung als völlig rechtswidrig zurückgewiesen und dabei die Verhältnisse der polnischen ‚Landestheile‘ selbst eingehend beleuchtet. Er äußerte sich im Wesentlichen wie folgt:

„Wir alle sind gewählt, darüber ist kein Zweifel, um den Norddeutschen Bund zu Stande zu bringen; auch die Abgeordneten der Provinz Posen sind aus keinem anderen Rechtsgrund gewählt; auf dieser Grundlage sind die Bewohner zur Wahl aufgefordert, und wie die ‚Thatsachen‘ ergeben, haben
sie sich daran mit einem ungewöhnlichen Eifer ‚betheiligt‘. Wenn dennoch ein Protest gegen das Zustandekommen dieses Bundes gerichtet ist, so glaube ich, ist deutlich genug zu erkennen, dass dieser Protest sich gegen die Einheit der preußischen Monarchie selber richtet. Denn dagegen zu ‚protestieren‘, dass der Staat, zu dem man gehört, berechtigt sei, seine staatlichen Zwecke auch im Verein mit anderen Nachbarstaaten zu verfolgen, mit denen er glaubt sie besser erreichen zu können, kann in der ‚That‘ sonst niemandem einfallen.

Der Protest richtet sich also gegen die Einheit der preußischen Monarchie. Es ist nicht meine Aufgabe, mich in eine Beleuchtung der Unrichtigkeit der dargestellten Verhältnisse einzulassen, sondern nur den allgemeinen Standpunkt der preußischen Regierung gegen diese Bestrebungen hervorzuheben. Hauptsächlich aber kommt es mir darauf an, die Täuschung zu bekämpfen, als ob eine erhebliche Anzahl von Wählern der Abgeordneten polnischer Nationalität mit diesen Bestrebungen überhaupt einverstanden wäre, als ob die Herren irgend ein Mandat hätten, Namens ihrer Wähler diese Ansichten hier auszusprechen „

Diese Art der parlamentarischen Diskussion zeigt, dass der polnischen Bevölkerung und ihren frei gewählten Abgeordneten im Reichstag volle demokratische Rechte eingeräumt worden sind.

Nationalistische Bestrebungen Polens nach dem 1. Weltkrieg.

Obwohl der Deutsche und der Österreichische Kaiser bereits im Jahre 1916 erklärt hatten, für ein selbständiges, unabhängiges Polen einzutreten, hielten es die Polen für angezeigt, die Ende 1918 eingetretene Niederlage Deutschlands auszunutzen, um sich durch Gewaltakte große deutsche Gebiete Schlesiens mit reichen Kohlengruben, ferner das Gebiet von Posen/Westpreußen mit insgesamt über 2 Millionen Deutschen einzuverleiben. Das Gebiet von Posen/Westpreußen schließt den „Korridor“ ein.

Seine Wegnahme zerriss das Deutsche Reich gegen alle politische und wirtschaftliche Vernunft in zwei Teile. Anstatt sich friedlich mit dem damals am Boden liegenden Deutschen Reich zu verständigen, und vor allem, ohne eine Abstimmung der Bevölkerung zuzulassen, riss Polen die von ihm begehrten Gebiete an sich. Es kümmerte sich bei seinem Vorgehen auch nicht darum, dass das vom USA-Präsidenten Wilson zur Grundlage einer Friedensregelung gemachte Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Menschen gröblich missachtet wurde. Wilson ließ die Polen gewähren; diese hatten ihm gefälschte Unterlagen und Karten über die betroffenen Ostgebiete vorgelegt. Wilson gab sich mit diesen Unterlagen ohne jede Nachprüfung zufrieden, weil er, wie der nordamerikanische Historiker Louis L. Gerson in seinem Werk „Woodrow Wilson und die Wiedergeburt Polens“ (deutsch Würzburg 1956) festgestellt hat, die Stimmen der polnischen Bevölkerung in den USA für seine Wiederwahl zum Präsidenten benötigte. Dabei wurde die politische Grundrichtung, die sich in dem Zitat: „Polen soll so rein, wie ein Glas Wasser sein“ äußert, von allen Parteien und allen Politikern Polens vertreten.

Verhängnisvolle Entwicklungen hin zum 2. Weltkrieg.

1. Sichtbares Zeichen für die schon früh erkannte Angriffslust unserer östlichen Nachbarn ist die 100 km lange Festungsfront „Oder-Warthe-Bogen“, die Deutschland vor Angriffen aus dem Osten schützen sollte.

Eigentlich müsste jedem einleuchten, dass nur derjenige, der glaubt, sich vor Angriffen schützen zu müssen, ein solches Bauwerk anlegt und nicht einer, der selbst anzugreifen beabsichtigt. Gleiches gilt für die vom Deutschen Reich angelegten Autobahnen, die bevorzugt in Nord-Südrichtung verlaufen. Hätte das Deutsche Reich Angriffspläne in Richtung Osten gehabt, hätte es wohl auch seine Autobahnen entsprechend anlegen müssen.

2. Polen führte nach seiner Wiedergründung nach dem 1. Weltkrieg infolge der nationalistisch-überbordenden Gefühle Krieg gegen fast alle seiner Nachbarn. Die im Land selbst wohnenden „Ausländer“ (Juden, Ukrainer, Deutsche, Weißrussen) wurden drangsaliert, enteignet und insgesamt Lebensbedingungen ausgesetzt, so dass zwischen 1921 und 1931 allein rund 800.000 Deutsche das Land verlassen mussten. Das war die Hälfte! In 10 Jahren! Die imperialistischen Bestrebungen des wiedergegründeten polnischen Staates ergeben sich schematisch aus der Grafik weiter unten nach Punkt 9.

3. Max von Ponçet schreibt in der Märkischen Zeitung vom März 2006 (S. 3 u. 4):

„…Ostern 1922 erhielten wir das erste Mal die Benachrichtigung, dass unser Gut Altomischel laut Versailler Vertrag zur Liquidation durch den polnischen Staat bestimmt sei. Das Grundbuch wurde gesperrt und der polnische Staat ließ im Grundbuch sofort die Eintragung vornehmen, dass das Gut nach Durchführung der Liquidationsbestimmungen für den Staat vorgemerkt sei…“

4. Am 10. April 1923 stellte der polnische Ministerpräsident Sikorski fest, dass „die deutsche Gefahr“ nicht eher beseitigt sei, als bis alles deutsche Land in polnische Hände übergegangen sei.

5. Am 9. Oktober 1925 war in der Gazeta Gdansk zu lesen:

„Polen muss darauf bestehen, dass es ohne Königsberg, ohne ganz Ostpreußen nicht existieren kann. Wir müssen jetzt in Locarno fordern, dass ganz Ostpreußen liquidiert wird. Sollte dieses nicht auf friedlichem Wege geschehen, dann gibt es ein zweites Tannenberg. …“

6. Die dem polnischen Staatspräsidenten Pilsudski nahestehende Zeitschrift
Mocarstwowiec schrieb schon 1930:

„…Wir sind uns bewusst, dass ein Krieg zwischen Deutschland und Polen nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch auf diesen Krieg vorbereiten. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg überraschen.“

7. Die polnische Zeitung Liga der Großmacht verlautbarte im Jahre 1930 (!):

„Der Kampf zwischen Polen und Deutschland ist unausbleiblich. Wie müssen uns dazu systematisch vorbereiten. Unser Ziel ist ein neues Grunewald, aber diesmal ein Grunewald in den Vororten Berlins, das heißt, die Niederlage Deutschlands muss von polnischen Truppen in das Zentrum des Territoriums getragen werden, um Deutschland im Herzen zu treffen. Unser Ideal ist ein Polen im Westen mit der Oder und Neiße als Grenze. Preußen muss für Polen zurückerobert werden, und zwar das Preußen an der Spree.
– In einem Krieg mit Deutschland wird es keine Gefangenen geben, und es wird weder für menschliche Gefühle noch kulturelle Gefühle Raum sein. Die Welt wird zittern vor dem deutsch-polnischen Krieg. In den Reihen unserer Soldaten müssen wir übermenschlichen Opfermut und den Geist unbarmherziger Rache und Grausamkeit tragen“.

8. Am 14. Dezember 1931 schrieb der englische Manchester Guardian:

„Die Minderheiten in Polen sollen verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorangetrieben, ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung in der Welt, der internationalen Verträge und des Völkerbundes. Die Ukraine ist unter polnischer Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrussland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der
nationalen Minderheiten auf dem Papier und in der Wirklichkeit.“

9. Polens Imperialismus nach seiner Wiedergründung ergibt sich aus der folgenden Grafik:

10. Seitens Polen wurden mehrfach Präventivkriegspläne gegen Deutschland entwickelt. So z.B. auch 1933, als sich Pilsudski mit solchen Überlegungen befasste, weil er der Auffassung war, dass Deutschland so schwach war, so dass er einen Waffengang mit Deutschland notfalls auch ohne französische Unterstützung wagen konnte.

11. Für den Zeitraum 1933-1938 gibt es folgende Aussage:

„…Auch den anderen Minderheiten in Polen ging es zu der Zeit ähnlich. Die jüdische Minderheit wurde genauso verfolgt wie die anderen. Es ist tragisch und klingt für deutsche Ohren befremdlich: zwischen 1933 und 1938, also in der Zeit, in der hier die Juden in unserem Lande schon verfolgt wurden, verließen 557.000 Juden Polen, also über eine halbe Million Juden, und suchten in Deutschland oder auf dem Weg über Deutschland Zuflucht im Ausland; meist in Frankreich und in den USA „

12. Ab 1937 wird das Grenzzonengesetz in Kraft gesetzt:

Aufenthalt und Erwerb von Land innerhalb von 30 km zur Landesgrenze sind ab sofort genehmigungspflichtig – das ist ganz Pommerellen, außer den Kreisen Bromberg, Thorn und einige der Posener Kreise. „Missliebige Personen“ können ohne Angabe von Gründen „ausgewiesen“ und Grundstücke nur noch mit der Genehmigung des Wojewoden verkauft, verpachtet oder – und das ist das Entscheidende – vererbt werden. Ohne Genehmigung erfolgt Zwangsverkauf. Damit ist der deutsche Grundbesitz innerhalb der Grenzzone in spätestens einer Generation in polnischer Hand.

13. Heinrich Fenske, Volksdeutscher aus Lipno (nahe Thorn, Polen) – damals 15 Jahre alt – schreibt:

„Ab 1938 wurde offen über Krieg gesprochen. Nach dem Prinzip: Polen muss sauber sein wie ein Glas Wasser, sagten die Polen immer: ‚Niemcy do Berlina a Zydi do Palestina‘ (Die Deutschen nach Berlin und die Juden nach Palästina)“

und weiter berichtet Fenske:

„Wir haben nicht im Geringsten an Krieg geglaubt. Jedoch die Schikanen der Polen uns gegenüber wurden immer größer. Wenn wir z.B. durch polnische Dörfer gingen, wurden wir beschimpft und mit Steinen beworfen. Junge Deutsche sind in dieser Zeit oft nach Deutschland oder Amerika ausgewandert. Es blieben oft nur die Leute, die den Hof geerbt hatten.“

14. In einer der bedeutendsten Zeitschriften der USA (Nation) schrieb William Zuckermann (selbst Jude) am 2. April 1938:

„In den letzten Jahren haben die Juden in Polen beinahe ständige körperliche Angriffe und Pogrome erdulden müssen… Dieser Ausbruch antisemitischer Bestialität findet nicht seinesgleichen in Europa, nicht einmal in Nazideutschland „

15. Es wurden polnische Landkarten veröffentlicht, auf denen die Westgrenze Polens ostwärts von Bremen, Hannover, Kassel, Fulda und Nürnberg verlief.

16. Polen hatte schon am 23. 03. 1939 eine Teilmobilmachung seiner Streitkräfte angeordnet, die am 30. 08. 1939 durch die Generalmobilmachung „aufgestockt“ wurde, was einer Kriegserklärung an Deutschland gleichkam.

17. In einem Leserbrief an die Deutsche Wochenzeitung vom 24. 06. 1988 schreibt Walter Gabriel, Bargdeheide:

„Im April 1939 ließ ein polnischer Offizier seine Mannschaft antreten und fragte nach Freiwilligen, die bereit sind, einen deutschen Gutsbesitzer (grundlos) zu erschießen. Es meldeten sich 16 Mann. Zwar sei die Zeit noch nicht gekommen, sie sollten sich aber bereithalten.“

Im Juli 1939 sagte ein polnischer Oberst auf dem Marktplatz zu Eichenbrück folgendes:

„Wir werden demnächst mit den Köpfen der Deutschen auf diesem Platz Kegeln spielen.“

Der gleiche Offizier sagte bei dieser Gelegenheit, wenn die Zeit gekommen sei, sollten die Polen die Deutschen nicht erschießen, sondern mit dem Spaten erschlagen.

18. Die Volksdeutsche Elfriede Eichelkraut, heute wohnhaft in Wuppertal, schreibt:

„Lange Zeit vor Kriegsbeginn – wahrscheinlich war es April oder Mai – wurden von den Polen Listen von ihnen verdächtig erscheinenden Deutschen angelegt. Einige der Deutschen wurden vor Ausbruch des Krieges verhaftet und in Internierungslager geschafft oder in Gefängnisse eingesperrt.“

19. Ab Mai 1939 hat Polen die Ausschreitungen gegen Deutsche weiter forciert. Auf dem Lande wurden deutsche Höfe in großer Zahl von Polen angezündet, die Bauern weggetrieben, Menschen in den Städten verprügelt, in Einzelfällen totgeschlagen.

20. Des Weiteren wurden ab Mai 1939 systematisch
–  deutsche Gottesdienste gestört,
–  die deutschen Zeitungen immer wieder beschlagnahmt,
– der Gebrauch der deutschen Sprache auf der Straße, in Geschäften und Gaststätten unmöglich gemacht,
– Deutsche in ihren Wohnungen und Gehöften überfallen,
– Schulen, Kindergärten, Büchereien, Deutsche Häuser geschlossen und
– Genossenschaften, kulturelle Vereine, karitative Einrichtungen (trotz der der deutschen Volksgruppe verfassungsmäßig gewährleisteten Rechte) beseitigt.

21. Am 13./14. Mai 1939 jagten in Tomaschow (42.000 Einwohner) die Polen alle 3.000 Volksdeutschen aus den Fabriken, deutschen Geschäften und Handelsbetrieben und demolierten ihre Wohnungen.

22. Der polnische Kriegsminister Kasprycki erklärte in Paris am 15.05.1939:

„…Wir beabsichtigen, einen Bewegungskrieg zu führen und von Beginn der Operation an in Deutschland einzumarschieren“.

23. Der polnische Generalinspekteur und Stratege Rydz-Smigly hatte im Hochsommer 1939 in einem Vortrag vor polnischen Offizieren ausgeführt:

„Polen will den Krieg und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“

24. Der Ostpreuße Lutz Radtke, Bad König, schreibt:

„…Mich selbst bewegt das Thema Krieg sehr. Ich war 13 Jahre alt, als er begann. Wir lebten in Ostpreußen, nahe der deutsch-polnischen Grenze. Nacht für Nacht war Feuerschein am Himmel – drüben, auf der polnischen Seite.

Deutsche Bauernhöfe brannten dort, im Sommer 1939, vor Kriegsbeginn! Und es kamen Menschen über die Grenze, müde und blutend, notdürftig verbunden. Es waren Deutsche, deren deutsche Heimat (siehe den Versailler Vertrag) Jahre zuvor in polnischen Besitz übergegangen war. Gerade hatten sie wenigstens ihr Leben gerettet. Das war längst nicht allen gelungen in dieser aufregenden, bedrohlichen, brandgefährlichen Vorkriegszeit in Polen…“

25. Die deutsche Regierung musste im Sommer 1939 Auffanglager einrichten, um des Stromes deutscher Flüchtlinge aus Polen Herr zu werden.

26. Am 28. Juli 1939 zündeten Polen 15 km von der Grenze entfernt im deutschen Haldenburg Häuser an.

Polnische Kriegshandlungen zur Provokation Deutschlands.

1. Vom März bis August 1939 ereigneten sich mehr als 200 polnische militärische Grenzverletzungen mit Brandlegung, Mord und Verschleppung.

2. Ab Juli 1939 überschritt polnisches Militär in Kleingruppen bis maximal Zugstärke die deutsche Grenze, brannte grenznahe Bauernhöfe ab und brachte die Bewohner um. Damit sollte der westliche Nachbar praktisch zum Kriegsbeginn provoziert werden.

3. Oberst i G. (a. D.) Kulau, Hiddingen, schreibt in der Rothenburger Kreiszeitung vom
Donnerstag 14. September 1989:

„1939 wurde ich im Januar 18 Jahre alt. Seit 1932 war ich auf einem Internat bei Berlin. Ich hatte gerade den Führerschein bestanden, als Anfang August 1939 die großen Ferien begannen und ich nach Hause fuhr. Schon auf dem einsamen Bahnhof, (drei Kilometer vom Dorf entfernt) begrüßte mich der Bahnhofsvorsteher K.: ‚Gut, dass Du kommst! Mutter ist schon seit zehn Tagen an der Grenze mit dem Roten Kreuz und leitet dort eine Verbandsstation für Deutsche aus Polen! Dein Vater bringt deutsche Flüchtlinge aus Polen hier in den Dörfern unter!‘ Alle haben Angst, dass Polen gerade unsere Gegend angreifen würde, zumal oft polnische Flugzeuge über uns hinweg flogen. – Mehrmals fuhr ich abends mit dem Pkw an die Grenze, um meine Mutter mit ihren sieben bis zehn DRK-Schwesternhelferinnen zu besuchen. Dort sah ich die ersten deutschen zivilen Verwundeten aus den nahegelegenen Dörfern in Polen! Am Abendhimmel sah ich viele brennende Gehöfte dieser Flüchtlinge!“

4. Donnerstag, 24. August 1939: Um 13:15 Uhr wird das Lufthansa-Verkehrsflugzeug D-ABHF in 20 km Entfernung vor der Küste von Hela von polnischer Flak beschossen.

5. Freitag, 25. August 1939: Um 12:47 Uhr wird das Lufthansa-Verkehrsflugzeug D-AHIH in 20 km vor Heisternest – deutsches Hoheitsgebiet – von polnischer Flak beschossen.

6. Freitag, 25. August 1939: Um 14:18 und 15:25 Uhr wird ein Wasserflugzeug der Deutschen Marine auf deutschem Hoheitsgebiet von polnischer Flak beschossen.

7. Sonnabend, 26. August 1939: Im ostpreußischen Kreis Neidenburg – 1939 deutsches Hoheitsgebiet – wird eine polnische Kavallerieeinheit bei Streifzügen durch deutsche Dörfer aufgegriffen und von den 150 voll bewaffneten polnischen Armeeangehörigen werden 47 erschossen, der Rest gefangengenommen.

8. Am 28. 08. 1939 verteidigte ein MG-Trupp der deutschen Grenzüberwachung deutsche Bauern, die auf deutschem Gebiet von polnischer Kavallerie gejagt wurden.

9. Für denselben Tag gibt es eine eidesstattliche Erklärung des Herrn Waldemar Stehr, geboren am 20. Januar 1929 in Bobrek (Kreis Beuthen/Tarnowitz, heute wohnhaft in Bastenstraße 1, 47167 Duisburg). Diese lautet:

„Mein Heimatort ‚Bobrek‘ ist bereits am 28. August 1939 aus Orzegow von polnischer Artillerie beschossen wurde. Die meisten Granaten bekam die Julienhütte ab. Nach dem Beschuss klafften am dritten und am vierten Schornstein des Stahlwerks jeweils ein Loch von 40 cm Durchmesser.“ (Quelle: „Der Schlesier“, vom 10. Juli 2009, S. 7).

10. Am 30. 08. 1939 um 16.30 Uhr ordnete Polen die Generalmobilmachung an und unterbrach den Zugverkehr nach Ostpreußen durch den Korridor (Die Generalmobilmachung war damals gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung).

11. Am 31. 08. 1939 gab der Warschauer Rundfunk um Mitternacht bekannt:

„Wir sind auf dem siegreichen Vormarsch und werden gegen Ende der Woche in Berlin sein. Die deutschen Truppen gehen an der ganzen Front in Unordnung zurück.“

12. Der Volksdeutsche Wilhelm Brückmann, geb. am 25. 04. 1921 in Lonke, Krs. Lipno, berichtet:

„…In der Nacht zum 01. September 1939 zwischen 22 und 23 Uhr wurden wir mit sehr lauten und für uns sehr unfreundlichen Rufen wie ‚Niemey‘, ‚Hitlerowle‘ und anderen hässlichen Ausdrücken aus dem Schlaf gewaltsam geweckt. Weil unser Vater nicht schnell genug öffnete, bekam er sofort an der Tür zwei Schläge mit dem Gewehrkolben auf die Brust. Fenster und Türen waren mit überwacht, so dass niemand fliehen konnte. Mein Vater und ich wurden von den Überfallenden mit Eisenstangen, Forken aber auch Schusswaffen gewaltsam in unser Dorf getrieben, wo schon viele mit verzweifelten Gesichtern und Tränen in den Augen auf das Weitere warteten. Kommunikation war verboten. Der Haufen wurde schnell groß und größer…“.

13. Erst dann wurde, nachdem am Vormittag des 31. 08. 1939 das Deutsche Auswärtige Amt die Nachricht von der Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau erhalten hatte, in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht – am 01. 09. 1939 tatsächlich zurückgeschossen.

*

Um – nach diesem Vorlauf – einmal Asher ben Nathan, s. Zt. israelischer Botschafter in Bonn, zu zitieren, der in einem Interview auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe, antwortete:

„Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

*

WORUM GEHT ES HEUTE?

HEILUNG VON INNEN HERAUS?

Die Polen sind ja – auch und gerade in ihrem eigenen Bewusstsein – ein sehr christlich-katholisch eingestelltes Volk. Daraus ableitend könnte man hoffen, dass sich irgendwann auch das 8. Gebot:

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden…“

in der Überzeugung der polnischen Intelligenz durchsetzt und die Voraussetzung zur geschichtlichen Wahrheit und damit zur wahren Völkerverständigung liefert. Die innere Überzeugung der polnischen Intelligenz von der Richtigkeit der Zitate:

„Wo die Lüge ist, kann Gott nicht sein“

und

„Wer Frieden will, muss bereit sein, sich zur geschichtlichen Wahrheit zu bekennen“,

lässt hoffen, dass es eine „innere Wandlung“ im Bewusstsein des polnischen Volkes geben könnte, die zum Ausstrecken der polnischen Hand in Richtung Westen führt.

Unmittelbar in dem gleichen Zusammenhang folgt auch das zehnte Gebot:

„Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hab und Gut.“

Ob auch die vom Teufel eingepflanzte „Raffgier der breiten Masse“ diese christlichen Grundgedanken wirksam auszubremsen vermag, wird man abwarten müssen.

RECHTSPRECHUNG IM SINNE DES GELTENDEN VÖLKERRECHTES?

Die von der Preußischen Treuhand, aber auch von privaten Beschwerdeführern erhobenen Beschwerden vor dem Europäischen Menschengerichtshof (EGMR) hatten ein katastrophales Ergebnis: Über die wahrheitswidrige, dem Sinn der „Political Correctness“ entsprechende Argumentation, Rechtsbeugungen und auch – meinem eigenen Fall – eine Verfälschung vorgebrachter Tatsachen habe ich mich in der Wochenzeitung „Der Schlesier“ ausführlich geäußert. Dass sich die Bundeskanzlerin und der polnische Ministerpräsident unmittelbar nach der Urteilsverkündung getroffen haben und ihre hohe Zufriedenheit über den Richterspruch geäußert haben, spricht dafür, dass von dieser Art der Rechtsprechung wohl auch künftig keine Lösung zu erwarten ist, dem Völkerrecht wieder zur Geltung zu verhelfen.

Weitere Beschwerden von Sudetendeutschen und anderen vor dem UN-Menschenrechtsausschuss (Genf) sind seit langem anhängig, aber derzeit noch nicht entschieden.

Dabei sind die Grundlagen klar und auch vom Bundesverfassungsgericht in der Weise bestätigt worden, dass bei einer Verletzung des „Zwingenden Völkerrechtes“ die Staatengemeinschaft zur Kooperation verpflichtet ist, um die Verletzungen mit Mitteln des Völkerrechts zu beenden. Darüber hinaus werden die Staaten verpflichtet, eine unter Verstoß gegen ius cogens geschaffene Situation nicht anzuerkennen.

VÖLKERRECHTLICHE GUTACHTEN

Prof. Dr. Dr. Alfred Maurice de Zayas:

„Nach dem Prinzip ubi jus, ibi remedium, haben Flüchtlinge und Vertriebene Anspruch auf Rehabilitierung und Wiedergutmachung. Sie haben ein Recht auf Rückkehr und Eigentumsrückgabe. Das Abkommen von Dayton, das den Krieg in Bosnien und Herzegowina 1995 beendete, hat diese Rechte anerkannt und seitdem durch die Tätigkeit der Human Rights Chamber in Sarajevo teilweise verwirklicht. Wenn Privateigentum im Zusammenhang mit einem Verbrechen gegen die Menschheit oder einem Völkermord entzogen wurde, muss sich der Staat, dessen Bürger die Opfer sind, für Wiedergutmachung durch Rückgabe oder Entschädigung einsetzen. Die Ausübung des diplomatischen Schutzes ist in diesen Fällen keine Ermessensfrage. Diese Erkenntnis hat sich bisher bei den politisch Verantwortlichen der Bundesrepublik Deutschland noch nicht durchgesetzt.“

Prof. Dr. Eckart Klein, Potsdam:
In seinem finanzpolitisch hochexplosiven Gutachten zur Rechtslage des im heutigen Polen entzogenen Privateigentums Deutscher, das er im Auftrag des Deutschen Bundestages zu erstatten hatte, formuliert Prof. Dr. Klein unter dem Datum 04. 04. 2005 am Ende seines Gutachtens:

„Die Leistungsfähigkeit des Völkerrechts zeigt sich nicht nur bei der Verhinderung, sondern mindestens so sehr bei der Wiedergutmachung von Unrecht. Eine – was allerdings nicht zu leugnen ist – um sich greifende Schlußstrichmentalität stärkt das Völkerrecht nicht, sondern ist ihm abträglich. Mit einer solchen Haltung wird Unrecht nicht wiedergutgemacht, sondern verdrängt. Es ist kurzsichtig, sich davon Befreiung und Versöhnung zu erhoffen. Die Wiedergutmachung des Vertreibungsunrechts, inbegriffen die Konfiskationen, verlangt nach einer gemeinsamen Anstrengung. Will Deutschland Polen wirksam aus seiner völkerrechtlichen Verpflichtung entlassen, wird es die polnische Wiedergutmachungspflicht durch eine eigene angemessene Entschädigungsregelung zu substituieren haben.“

Aber auch dieses Gutachten ist durch das Primat der Politik bisher „untergebügelt“ worden: Es sei die Auffassung eines einzelnen Wissenschaftlers, nicht die der Deutschen Bundesregierung, so wurde mir bedeutet.

*

B L I C K   I N  D I E   Z U K U N F T

Dennoch, machen die Sprichworte:

„Drei Dinge können nicht lange verborgen werden: die Sonne, der Mond – und die Wahrheit“

bzw.

„Wahrheit und Öl kommen immer an die Oberfläche“,

auch in dieser ausweglos erscheinenden Situation irgendwie Hoffnung.

*

Verfasserin:
Karin Zimmermann

E-Mail: info(A)AVIADOC.de

* * * * * *

Wie kam der 2. Weltkrieg wirklich zustande?

Mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Polen am 1. Sept. 1939 war noch nicht der 2. Weltkrieg besiegelt. Erst als die beiden Westmächte den Krieg erklärten, weitete sich das Geschehen zum Weltenbrand aus. Der folgende Artikel befaßt sich damit. Er erschien in der „Deutschen Staatszeitung“ in Santa Barbara/Kalifornien. Im Anschluß daran die Kriegserklärungen Englands und Frankreichs vom 3. September 1939.

*

Wie kam der 2.Weltkrieg wirklich zustande ?

Englisch-Deutche Übersetzung von Rolf Loth

William J. Scott suchte nach den Gründen für den 2. Weltkrieg und hat folgende Erkenntnisse in englischer Sprache verfasst, die am 20. März 2010 in der Deutschen Staatszeitung in Santa Barbara, Kalifornien veröffentlicht wurden:

*

Ich schreibe diesen Bericht im Hinblick auf den Brief, den Herr Carl Grassl schrieb und den Sie in Ihrer Zeitung, Ausgabe # 5 vom 30. Januar 2010 auf Seite 3 veröffentlichten. Ich konnte mir seine Bemerkungen nicht erklären, daß er es bezweifelt, England und Frankreich habe Hitler’s Angriff auf Polen dazu benützt um einen Weltkrieg zu entfachen. Er basierte seine Einstellung darauf, daß:

„Hitler Polen ja nicht angreifen musste, da ihm niemand die Pistole auf die Brust setzte.“

Diese Annahme finde ich außerordentlich naiv und inkorrekt. Ich sage dies, weil die historischen Aufzeichnungen aus dieser Zeit ein ganz anderes Urteil bekunden, als was er über diese Epoche zu sagen hat. Das steht wohl im Einklang mit dem, was von alliierter Seite geschrieben wurde, aber die Geschichtsschreibung der alliierten Sieger ist vom Ziel der Wahrheit weit entfernt. Ich will hier einmal die Gründe für meine Überzeugung aufzählen, und dazu dient zur Einleitung das Deutsch-Polnische Problem.

1934 war Marschal Josef Klemens Pilsuski an der Spitze der polnischen Regierung. Ebenso war Adolf Hitler deutscher Reichskanzler. Beide Regierungshäupter standen in guten Beziehungen miteinander – eigentlich so gut, daß sie am 26. Januar 1934 einen Deutsch-Polnischen Nicht-Angriffs-Pakt unterzeichneten.

Dieses Verhältnis erlitt plötzlich einen Todesstoß, als Marschal Pilsuski am 23. Mai 1935 starb. An seine Stelle trat 1936 Edward Rydz Smigly (siehe Edward Rydz Smigly im Internet). Er gab nichts um ein gutes nachbarliches Verhältnis mit Deutschland. Im Jahr 1930 bemerkte er:

„Ich werde dem deutschen Erzfeind die Krallen ausbrechen.“

Schon am 24. Oktober 1938 wurde dem polnischen Botschafter eine Offerte zugetragen, in der man die Spannungen zwischen Polen und Deutschland zu beseitigen versuchte. Man berief sich darauf, den deutschen Freistaat Danzig aus der polnischen Zollunion abzutrennen, in die Danzig am 1.April 1922 gezwungen worden war.

Weiterhin sollte in Westpreußen eine Volksbefragung stattfinden, die dort 1920 nicht erlaubt worden war. Sollte das Ergebnis zugunsten Polens ausfallen, dann würde eine Bahn und ein Straßendamm zwischen Burton in Pommern und Ostpreußen und Dirschau im Freistaat Danzig gebaut werden, was Ostpreußen mit dem Deutschen Reich verbinden würde. Sollte die Wahl auf Deutschland fallen, dann sollte ein ähnlicher Straßendamm von der polnischen Provinz Posen gebaut werden. Der Hafen von Gdingen (später Gdansk) würde in jedem Falle bei Polen bleiben. Ebenfalls einbegriffen in dem Angebot war der Wunsch, den Deutsch-Polnischen Nicht-Angriffs-Pakt von 1934 auf 25 Jahre zu verlängern. Hitler’s Angebot wurde kurzerhand abgelehnt.

Der Reichskanzler machte vier Versuche das Problem zwischen Polen und Deutschland zu lösen – ohne Erfolg.

Deutschland bestand darauf, eine Lösung über Danzig und dem Korridor zu erzielen. Es hielt an der Einstellung Lord Lothian’s fest, der bei einer Ansprache im Chatham House 1927 erklärte:

„Wenn die Prinzipien der Selbstbestimmung jetzt im Namen Deutschlands ebenso angewendet würden, wie sie gegen Deutschland angewendet worden sind, dann müßte wohl Österreich, das Sudetenland, Danzig und womöglich auch Memel Deutschland angegliedert werden, außerdem wäre auch noch über Schlesien und dem Korridor mit Polen zu verhandeln.“ (zitiert von Fish in seinem Buch „Die andere Seite der Münze“- s.108).

Der ehemaliger Reichsminister Gustav Streseman, dem 1926 der Nobel-Friedenspreis verliehen wurde, versuchte Danzig nach Deutschland einzugliedern, und die schlesische Grenze zu revidieren. Der ehem. Kanzler Heinrich Bruning erwähnte:

„Eine deutsche Regierung, die den Anspruch auf den Korridor aufgibt, würde keine 24 Stunden überleben.“

Man muß den geschichtlichen Zusammenhang zwischen Polen und Deutschland unter die Lupe nehmen, um die Ursache der Unstimmigkeiten zwischen den beiden Nachbarn zu verstehen. Die Polen gaben am 20. Oktober 1930 bekannt (also vor Hitler – KHH.):

„In einem Krieg mit Deutschland werden wir keine Gefangenen nehmen, und es wird keine Rücksicht auf menschliche Gefühle oder kulturelle Zurückhaltung geben. Ein deutsch-polnischer Krieg wird die Welt zum Erschaudern bringen. Wir müssen in unseren Soldaten eine übermenschliche Mißachtung für ihre eigene Sicherheit und einen Geist gnadenloser Rache und Grausamkeit erwecken lassen.“

Am 26. März 1939 kam eine herausfordernde Ablehnung der deutschen Vorschläge und einer teilweisen Mobilmachung der polnischen Streitkräfte (wer die Bedeutung einer Mobilmachung nicht kennt – nach der Genfer Convention ist das einer Kriegserklärung gleichzustellen).

Nachfolgend, am 31. März 1939, erhielt Polen eine Englisch-Französische Garantie, die vorsätzlich eine friedliche Lösung des deutsch-polnischen Problems torpedieren mußte. Dies gab den Polen erneuten Mut, ihre Kriegslust zu verstärken. Polnische Zeitungen verlangten die Besetzung von Danzig, ganz Ostpreußen, und befürworteten, daß Polen seine Grenzen bis an die Oder ausdehne.

Am 3. Mai 1939, dem polnischen Grundgesetztag, nach J.A.Kofler in seinem Buch „Die falsche Rolle mit Deutschland“ wurde die wohl einschüchternste Erklärung Polens abgegeben:

„Der deutsche Wunsch um eine Verbindung nach Ostpreußen und Danzigs Eingliederung ins Deutsche Reich muß mit einer Kriegserklärung gegen Deutschland erwidert werden. Die lächerliche deutsche Armee, zusammengestellt von einer unterernährten Generation des Versailler Vertrages, mit seinen noch lächerlicheren Spielzeugpanzern werden wir in Berlin völlig zertrümmern.“

Im Sommer 1939 sagte Marschal Edward Rydz Smigly:

„Polen will Krieg mit Deutschland, und Deutschland kann den Krieg nicht verhindern, selbst wenn es so wollte.“

Die Polen lehnten eine diplomatische Einladung nach Berlin ab, wobei auf Wunsch Adolf Hitlers Engländer und Franzosen als Vermittler eingeladen werden sollten.
Kurz danach, am 25. August 1939, ratifizierten die Briten einen Britisch-Polnischen gegenseitigen Unterstützungsvertrag. Selbentags besuchte der französische Botschafter Hitler, und es wurde ihm zu verstehen gegeben, daß:

„Die polnische Provokation Deutschland in eine Lage versetzt habe, die nicht länger hinnehmbar wäre. Die französisch-polnische Allianz ansprechend, erklärte Hitler, daß er Frankreich nicht angreifen werde, seit Deutschland jegliche Gebietsansprüche auf Frankreich aufgegeben habe, sollte Frankreich aber mit Polen gegen Deutschland in den Krieg ziehen, werde er bis zum Ende durchkämpfen; (Referenz: Encyclopedia Americana – 1953-Volume 29, s. 556 g „World War II“).

Am August 30, 1939, verfaßte Hitler ein Dokument, das 16 Punkte enthielt, die einen Krieg verhindern und das polnisch-deutsche Problem lösen sollten. Das Dokument wurde nach London, Rom und Moskau gesandt, aber Warschau verweigerte es, auch nur einen Boten zu schicken, um das Dokument in Empfang zu nehmen. Im Gegenteil, Polen rief zur totalen Mobilmachung der Streitkräfte auf, und wie ich schon erwähnte, dies kommt nach dem Protokoll der League of Nations einer Kriegserklärung gleich. Gleichzeitig, am selben Tag, wurde der deutsche Konsul Schillinger in Krakau, Polen ermordet.

Wenn man von Ehre spricht (im Fall von England und Frankreich), nach Aussagen von Herrn Grassl auf Polen bezogen, sollte man sich an den 17. September 1939 erinnern, als die Rote Armee den östlichen Teil Polens besetzte und von den sogenannten ‚ehrenvollen‘ Ländern und Nationen kein Ton der Empörung zu vernehmen war. In den finnischen Archiven von Mannerheim fand man einen Einkreisungsplan der Alliierten mit einem geheimen Dossier, in dem erklärt wird, dass die vordringlichste Aufgabe darin besteht, Norwegen und Dänemark am 14. & 15. Mai 1940 zu besetzen.

Da Finnland in die Hände der Sowjets gelangen sollte, würden dann britische und französische Truppen über Holland und Belgien die Rheinfront angreifen, wobei die Soviets dann vom Osten einfallen würden.

Die Tatsache, dass die Sowjet Union von der League of Nations als Aggressor von Finnland ausgeschlossen wurden, störte Herrn Winston Spencer Churchill nicht im Geringsten. (Ref.: Encyclopedia Americana 1953, Vol.11, s.2241-Finland).

Auf den Dossier zurückzukommen, Churchill baute ein Britisches Expeditions Corps auf unter dem Vorwand Finnland zur Hilfe zu kommen. Der wirkliche Grund und das Ziel war Norwegen und Dänemark zu besetzen (diese Information kam den deutschen Truppen in Paris in die Hände). Das eigentliche Ziel war, schwedische Lieferungen von Eisenerz an Deutschland und dessen Stahlindustrie zu verhindern und außerdem eine nördliche Front gegen Deutschland aufzubauen, von wo aus Deutschland angegriffen werden konnte.

Birger Dahlerus, ein schwedischer Industrieller und Schriftsteller, schreibt in seinem Buch „Der letzte Versuch“, s. 110:

„Um 11 Uhr morgens am 31. August, als ich mit dem britischen Berater Forbes den polnischen Botschafter Legation Lipski in Berlin besuchte, um ihm die 16 Punkte von Hitler zu übergeben, gab er mir zu verstehen, dass im Falle eines Krieges Deutschland in einen Volksaufstand geraten und die polnische Armee siegreich nach Berlin einmarschieren würde.“ (Eine fatale Fehleinschätzung des deutschen Volkes und der polnischen Armee – KHH.)

Der britische Colonel John C. Scott, der am 14. August 1947 eine Wahlpredigt (Wahlrede – KHH.) hielt, gab zu verstehen, was die tiefliegenden Umstaende des 2. Weltkrieges verkörperten. Scott räumte ein, dass sich nach der Beendigung der Aktion gegen Polen ein Telegrammkrieg zwischen den Alliierten und dem deutschen Außenministerium entfachte, und er sei einer der Übermittler dieser Verhandlungen gewesen.

Die Alliierten gaben dem Reich zwei Möglichkeiten, die eine sofortige Einstellung der Feindlichkeiten erbracht hätten und Deutschland eine freie Hand in Polen garantierten: Deutschland sollte den Gold-Standard wieder annehmen und dem Bund der Freimaurer freien Zugang zu und in Deutschland erlauben.

Diese geheimen Machenschaften sind erst am 6. November 1947 in „Tomorrow“ veröffentlicht worden mit der Schlußfolgerung, daß

„Etwa 55 Millionen Menschen ihr Leben lassen mußten, weil man Deutschland den Gold-Standard nicht aufzwingen konnte.“

Der am meisten Verantwortliche war kein Minderer als Herr Winston Spencer Churchill. Um dieser Annahme Nachdruck zu verleihen, will ich hier seine Worte vom November 1936 zitieren, wo Churchill bekannt gab, daß

„Deutschland ist zu stark. Wir müssen es vernichten.“

Dann wiederum erklärt er im März 1946:

„Der vergangene Krieg war nicht nur um den Faschismus in Deutschland auszurotten, sondern eher um die Deutschen aus dem Weltmarkt zu vertreiben.“

In einem vom britischen General J.F.C. Fuller 1964 veröffentlichten Buch unter dem Titel „The Art of War“ (Die Kunst der Kriegsführung) schreibt Fuller:

„Es waren nicht die politischen Ideen Hitlers, die uns in den Krieg stürzten. Es war sein erfolgreicher Versuch, ein neues Wirtschaftssystem aufzubauen. Neid und Angst lagen in den Alten Mächten verwurzelt.“

Ein Rückblick in die Zeit als die Sowjets Finnland angriffen ergibt, daß die Finnen im Grunde ein freies Land blieben, obwohl sie einen Teil ihres Gebiets verloren hatten. Es war ihrem Marschall Mannerheim zu verdanken, der mit seiner tapferen finnischen Armee, die zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen war, 100 Tage die Front hielt, um am Ende Frieden zu verhandeln.

Ich erwähnte zuvor Englands hinterlistiges Verhalten, mit der Lüge und Ausrede, ihr Expeditions Corps zur Hilfe Finnlands zu entsenden, wogegen diese Streitkräfte dazu gedacht waren, Dänemark und Norwegen zu besetzen.

England hatte schon zuvor Norwegens Neutralität verletzt, als es norwegische Gewässer vermiente. Die Königliche Flotte (Royal Navy) war schon am 8.& 9. April 1940 unter dem Decknamen „Operation Wilfred“ unterwegs um Norwegen anzugreifen, aber es kamen ihr die Deutschen um zehn Stunden zuvor.

Um Mr. Grassl’s Zitat über einen „Sitzkrieg“ zu widerlegen:

Es war nicht Hitler, der den Krieg entfachte, und ich will hier erklären, was ich damit meine: Während Hitler am 7. September 1939 in Polen tätig war, schritten französische Truppen über die deutsche Grenze und besetzten Saarbrücken unter dem Decknamen „Operation Saar“, ohne auf bedeutenden Widerstand der Deutschen zu stoßen.

Auf alle Fälle hätte diese Invasion erfolgreich verlaufen müssen, denn:

1) Die Franzosen waren im Besitz der besten Kampfeinrichtungen der Welt, nur waren die Truppen schlecht ausgebildet, um diese Waffen erfolgreich einzusetzen.

2) Das deutsche Gebiet westlich des Rheins war entmilitarisiert, also hatte keine Verteidigungswaffen. Außerdem hatte Deutschland keine Antipanzerwaffen, um den französischen Angriff abzuwehren.

Weiterhin hatten die Deutschen Mangel an Maschinengewehren, kleineren Waffen aller Art, Artillerie und Panzer, da Hitler seine ganze Kriegsausrüstung für Polen gebrauchte. Um den 17. September 1939, mit der Invasion der Roten Armee im Osten Polens und fünf Tage nachdem die französische Invasion ins Saarland ihren Höhepunkt erreicht hatte, machte man sich Gedanken darüber, daß sich die Situation in einen Weltkrieg verwandeln könne.

Diese Überlegung veranlaßte Frankreich dann, seine Truppen am 21. September 1939 aus dem Saarland bis zur Maginotlinie und ins Heimatland zurückzuziehen. (Ref: U.S. Military Magazine World War II, Sept. 1999, s. 42-48 unter Titel „Operation Saar – A Lost Opportunity“ by Kevin R.Austria; and „Invasion of Poland“ s.26-34-76 by David T. Zabecki).

Winston Spencer Churchill, damals Chef der Britischen Admiralität, schlug vor, den Rhein zu verminen, was von den Franzosen abgelehnt wurde, weil sie es nicht wagen wollten, dass Hitler durch Gegenmaßnahmen die Seine-Brücken zerstören würde. Trotzdem wurde im englischen House of Commons der Vorschlag gemacht, den Schwarzwald zu bombardieren, um so einen unkontrollierbaren Waldbrand auszulösen. Der britische Staatssekretär für Luft, Sir Arthur Kingsley Wood, wandte sich gegen solches Vorhaben mit der Begründung, es würde dadurch Privateigentum zerstört werden. Ebenso wandte sich der französische Premier Eduard Daladier gegen den britischen Wunsch, Deutschland zu bombardieren.

Man könnte diesen Abschnitt als den „Gentlemen’s Krieg“ bezeichnen, da die Deutschen ja nur unternahmen, was strategisch notwendig war. Leider schlug die Geschichte einen anderen Weg ein, als Herr Winston Spencer Churchill am 10. Mai 1940 zum britischen Prime-Minister ernannt wurde. Sofort befahl er die Bombardierung der deutschen Bevölkerung in Aachen (12. Mai), Düsseldorf (13.Mai), Eschweiler (15. Mai), Hamburg (16.Mai & 24.Juni) – alle 1940.

Es war zu dieser Zeit, als Hitler den Briten klar zu verstehen gab, daß weitere Bombenangriffe auf deutsche Städte mit einer Gegenaktion auf englische Städte beantwortet würden. Der englische Militärhistoriker, Liddell Hart erklärt Hitlers Warnung an England folgendermaßen:

„Die Deutschen waren durchaus im Recht diese Angriffe als Gegenmaßnahmen zu bezeichnen, insbesondere weil sie uns vor unserem sechsten Angriff auf Berlin klar machten, daß sie ebenso unsere Städte bombardieren würden, sollten die Nachtbombardements auf Berlin nicht abgebrochen werden. Jedoch England setzte diese Bombenangriffe auf deutsche Städte fort.“

Anbetracht auf Herrn Grassls Verstehen über den Kriegsverlauf im Westen, möchte ich die Worte eines weiteren Engländers, Generalstaatsanwalt Sir Hartley Shawcross, vom 16. März 1984 aufführen:

„Ich bin fest überzeugt, das Hitler und die Deutschen keinen Krieg wollten. Wir waren es, die Deutschland den Krieg erklärten um es zu zerstören. Und das unter dem Vorwand und der Übereinstimmung mit unserem Prinzip des politischen Gleichgewichts, gestärkt und ermutigt von ‚einflußreichen Amerikanern (Zionisten) um Roosevelt.‘ Wir ignorierten Hitlers Bestreben, den Krieg zu vermeiden. Heute sind wir dazu gezwungen einzugestehen, daß Hitler recht hatte.“

Ich möchte zum Schluß dieses Berichtes noch demonstrieren mit welcher Einstellung Winston Churchill gegen das deutsche Volk vorging. Im Rückblick auf den 1. Weltkrieg (1914-1918) schrieb er in seinem Buch 1932 mit dem Titel ‚Thoughts and Adventures‘ (Gedanken und Abenteuer):

„Was immer geschah während der vier Kriegsjahre (des 1. Weltkrieges – KHH.) war nur ein Vorspiel von dem, was das fünfte Jahr gebracht hätte. Wir mußten den Krieg von 1919 nicht kämpfen, aber die Idee darüber lebt weiter. Der Tod steht bereit, er wartet nur auf das Kommando. Das nächste Mal vielleicht, kann es um die Vernichtung von Frauen und Kindern, oder gar eines ganzen Volkes gehen.“ (Gemeint war das Deutsche Volk – KHH.)

Ich habe genug gesagt und schließe mit der Überzeugung:

„Die Wahrheit wird uns befreien.“

Randulf Johan Hansen
ePost: randulf.johan.hansen(A)c2i.net

* * *

Anmerkung Seitenbetreiber: Die Übersetzung ist wohl etwas holprig geraten, auch was die Chronologie der Geschehnisse betrifft. Aber ich denke, daß der Text trotzdem aufhellend wirken kann und die folgenden Texte aus „Der freie Mensch“ Ausgleich schaffen:

* * * * * *

England erklärt den Kriegszustand.

Die Britische Regierung fordert in einer Note (1) an die Reichsregierung die Zurückziehung der auf polnisches Gebiet eingedrungenen deutschen Truppen in ihre Ausgangsstellungen. England betrachte sich als im Kriegszustand mit Deutschland befmdlich, wenn nicht bis 11 Uhr britischer Sommerzeit in London eine befriedigende Antwort von der Deutschen Regierung erteilt werde. Darauf ist dem Britischen Botschafter folgendes Memorandum (2) übermittelt worden:

Die Deutsche Reichsregierung hat das Ultimatum der Britischen Regierung vom 3. September 1939 erhalten. Sie beehrt sich, darauffolgendes zu erwidern:

1. Die Deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk lehnen es ab, von der Britischen Regierung ultimative Forderungen entgegenzunehmen, anzunehmen oder gar zu erfüllen.

2. Seit vielen Monaten herrscht an unserer Ostgrenze der tatsächliche Zustand des Krieges. Nachdem der Versailler Vertrag Deutschland erst zerrissen hat, wurde allen deutschen Regierungen seitdem jede friedliche Regelung verweigert. Auch die nationalsozialistische Regierung hat nach dem Jahre 1933 immer wieder versucht, auf dem Wege friedlicher Aushandlungen die schlimmsten Vergewaltigungen und Rechtsbrüche dieses Vertrages zu beseitigen.

Es ist mit in erster Linie die Britische Regierung gewesen, die durch ihr intransigentes Herhalten jede praktische Revision vereitelte. Ohne das Dazwischentreten der Britischen Regierung wäre – dessen sind sich die Deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk bewußt – zwischen Deutschland und Polen sicher eine vernünftige und beiden Seiten gerecht werdende Lösung gefunden worden. Denn Deutschland hatte nicht die Absicht oder die Forderung gestellt, Polen zu vernichten.

Das Reich forderte nur die Revision jener Artikel des Versailler Vertrages, die von einsichtsvollen Staatsmännern aller Völker schon zur Zeit der Abfassung dieses Diktates als für eine große Nation sowohl als für die gesamten politischen und wirtschaftlichen Interessen Osteuropas auf die Dauer als untragbar und damit unmöglich bezeichnet worden waren. Auch britische Staatsmänner erklärten gerade die damals Deutschland aufgezwungene Lösung im Osten als den Keim späterer Kriege. Diese Gefahr zu beseitigen, war der Wunsch aller deutschen Reichsregierungen und besonders die Absicht der neuen nationalsozialistischen Volksregierung. Diese friedliche Revision verhindert zu haben, ist die Schuld der britischen Kabinettspolitik.

3. Die Britische Regierung hat – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte – dem polnischen Staat eine Generalvollmacht erteilt für alle Handlungen gegen Deutschland, die dieser Staat etwa vorzunehmen beabsichtigen würde. Die Britische Regierung sicherte der polnischen Regierung unter allen Umständen für den Fall, daß sich Deutschland gegen irgendeine Provokation oder einen Angriff zur Wehr setzen würde, ihre militärische Unterstützung zu. Daraufhin hat der polnische Terror gegen die in den einst von Deutschland weggerissenen Gebieten lebenden Deutschen sofort unerträgliche Formen angenommen. Die freie Stadt Danzig wurde gegen alle gesetzlichen Bestimmungen rechtswidrig behandelt, erst wirtschaftlich und zollpolitisch mit der Vernichtung bedroht und endlich militärisch zerniert und verkehrstechnisch abgedrosselt. Alle diese der Britischen Regierung genau bekannten Verstöße gegen das Gesetz des Danziger Statuts wurden gebilligt und durch die ausgestellte Blankovollmacht an Polen gedeckt. Die Deutsche Regierung hat, ergriffen von dem Leid der von Polen gequälten und unmenschlich mißhandelten deutschen Bevölkerung, dennoch funf Monate lang geduldig zugesehen, ohne auch nur einmal gegen Polen eine ähnlich aggressive Handlung zu betätigen.

Sie hat nur Polen gewarnt, daß diese Vorgänge auf die Dauer unerträglich sein würden, und daß sie entschlossen sei, für den Fall, daß dieser Bevölkerung sonst keine Hilfe würde, zur Selbsthilfe zu schreiten. Alle diese Vorgänge waren der Britischen Regierung auf das genaueste bekannt. Es wäre ihr ein leichtes gewesen, ihren großen Einfluß in Warschau aufzubieten, um die dortigen Machthaber zu ermahnen, Gerechtigkeit und Menschlichkeit walten zu lassen und die bestehenden Verpflichtungen einzuhalten. Die Britische Regierung hat dies nicht getan. Sie hat im Gegenteil unter steter Betonung ihrer Pflicht, Polen unter allen Umständen beizustehen, die Polnische Regierung geradezu ermuntert, in ihrem verbrecherischen, den Frieden Europas gefährdenden Verhalten fortzufahren. Die Britische Regierung hat aus diesem Geiste heraus den den Frieden Europas immer noch retten könnenden Vorschlag Mussolinis zurückgewiesen, obwohl die Deutsche Reichsregierung ihre Bereitwilligkeit erklärt hatte, darauf einzugehen. Die Britische Regierung trägt daher die Verantwortung für all das Unglück und das Leid, das jetzt über viele Völker gekommen ist und kommen wird.

4. Nachdem alle Versuche, eine friedliche Lösung zu finden und abzuschließen, durch die Intransigenz der von England gedeckten polnischen Regierung unmöglich gemacht worden waren, nachdem die schon seit Monaten bestehenden bürgerkriegsähnlichen Zustände an der Ostgrenze des Reiches, ohne daß die Britische Regierung etwas dagegen einzuwenden hätte, sich allmählich zu offenen Angriffen auf das Reichsgebiet verstärkten, hat sich die Deutsche Reichsregierung entschlossen, dieser fortdauernden und für eine Großmacht unerträglichen Bedrohung des erst äußeren und dann endlich auch inneren Friedens des Deutschen Volkes ein Ende zu bereiten, mit jenen Mitteln, die, nachdem die Regierungen der Demokratien alle anderen Revisionsmöglichkeiten praktisch sabotiert hatten, allein noch übrig bleiben, um die Ruhe, die Sicherheit und die Ehre des Deutschen Reiches zu verteidigen. Sie hat auf die letzten, das Reichsgebiet bedrohenden Angriffe der Polen mit gleichen Maßnahmen geantwortet. Die Deutsche Reichsregierung ist nicht gewillt, infolge irgendwelcher britischen Absichten oder Verpflichtungen im Osten des Reiches Zustände zu dulden, die jenen gleichen, wie wir sie in dem unter britischem Protektorat stehenden Palästina vorfinden. Das deutsche Volk aber ist vor allem nicht gewillt, sich von Polen mißhandeln zu lassen.

5. Die Deutsche Reichsregierung lehnt daher die Versuche, durch eine ultimative Forderung Deutschland zu zwingen, seine zum Schutz des Reiches angetretene Wehrmacht wieder zurückzurufen und damit die alte Unruhe und das alte Unrecht erneut hinzunehmen, ab. Die Drohung, Deutschland ansonsten im Kriege zu bekämpfen, entspricht der seit Jahren proklamierten Absicht zahlreicher britischer Politiker. Die Deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk haben dem englischen Volk unzählige Male versichert, wie sehr sie eine Verständigung, ja, eine engste Freundschaft mit ihm wünschen. Wenn die Britische Regierung diese Angebote bisher immer ablehnte und nunmehr mit einer offenen Kriegsdrohung beantwortet, ist dies nicht Schuld des Deutschen Volkes und seiner Regierung, sondern ausschließlich Schuld des britischen Kabinetts bzw. jener Männer, die seit Jahren die Vernichtung und Ausrottung des Deutschen Volkes predigen. Das deutsche Volk und seine Regierung haben nicht wie Großbritannien die Absicht, die Welt zu beherrschen, aber sie sind entschlossen, ihre eigene Freiheit, ihre Unabhängigkeit und vor allem ihr Leben zu verteidigen. Die im Auftrag der Britischen Regierung von Herrn King Hall uns mitgeteilte Absicht, das deutsche Volk noch mehr zu vernichten als durch den Versailler Vertrag, nehmen wir zur Kenntnis und werden daher jede Angriffshandlung Englands mit den gleichen Waffen und in der gleichen Form beantworten.

Berlin, den 3. September 1939. Jahrbuch für auswärtige Politik 1940.

(1) Amtliches deutsches Weißbuch Nr. 477
(2) ebd. Nr. 479

*

FRANKREICH ERKLÄRT DEN KRIEGSZUSTAND

Am 3. September gegen 13 Uhr macht der französische Botschafter in Berlin, Coulondre, dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop Mitteilung davon, daß sich Frankreich, falls Deutschland nicht gewillt sei, seine Truppen aus Polen zurückzuziehen, ab 17 Uhr „verpflichtet“ sehe, Polen Beistand zu leisten.

Nach einer Meldung aus Paris vom 4. September hat die französische Regierung den in Paris beglaubigten Diplomatischen Vertretungen am Abend des 3. September mitgeteilt, daß sich Frankreich mit Deutschland im Kriegszustand befinde.

*

DIE POLNISCHEN GRAUSAMKEITEN

Das Deutsche Rote Kreuz hat am 12. September 1939 an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf das folgende Telegramm gerichtet:

Entgegen der strengen Beachtung aller völkerrechtlichen Bestimmungen und Gesetze der Menschlichkeit bei deutschen Kampfhandlungen verüben Polen im Rückzug vor deutscher Besatzung auf Volksdeutsche grausamste Unmenschlichkeiten. Deutsches Rotes Kreuz hat dringenden Wunsch, daß das Internationale Komitee Vertreter entsenden möchte zu eigener Bezeugung bei völliger Freiheit der Feststellung. Zustimmendenfalls Benachrichtigung und unverzögerte Abreise von größter Dringlichkeit.

Quelle: Der freie Mensch, Schrift für idealistische Ordnung, Pf. 450322, D-50878 Köln.

* * * * * *

Der letzte Mythos

Der „unmotivierte Überfall Hitlers auf die friedliebende Sowjetunion“ eine Mär?

Wer entfesselte den Zweiten Weltkrieg?

Verlagswerbung www.streck.info:

Ein spannender 18-teiliger Dokumentarfilm, der die gängige Vorstellung über die Umstände des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges grundlegend korrigiert.

Einer der bekanntesten russischen Regisseure Wladimir Sinelnikow und sein Kollege Igor Schewzow gingen dieser Frage unvoreingenommen nach und mußten schließlich feststellen, daß sie gar nicht so einfach zu beantworten ist. Die Dreharbeiten an diesem aufwendigen Film zogen sich über viele Jahre hin. Allein zu diesem Zweck richtete man in Moskau eine große Drehhalle mit Originalgegenständen aus den Arbeitszimmern von Stalin und Hitler ein. Dort organisierte man eine Gesprächsrunde mit den wichtigsten russischen Wissenschaftlern.
Der Präsident der russischen Akademie für Militärwissenschaften M. Gareew, Akademiemitglieder A. Jakowlew und A. Orlow, sowie einer der bedeutendsten russischen Militärhistoriker, Prof. Waleri Danilow, teilen ihre Ansichten über die Umstände des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges mit.

Aber nicht nur Historiker äußern sich zu diesem schwierigen Themenkomplex. Unter den Gesprächspartnern von Herrn Sinelnikow auch solche wie die Schriftsteller Wladimir Bukowski, Boris Wassiljew, Lev Kopelew, der israelische Publizist und Bürgerrechtler Eduard Kuznetsov, Persönlichkeiten wie Egon Bahr und Carl von Weizsäcker…

Der Film wurde mehrmals im russischen Fernsehen gezeigt und löste eine heftige Diskussion aus. Dann folgten Ausstrahlungen in anderen Ländern der ehemaligen UdSSR, etwas später auch in den USA und in Israel. Und überall erregte er ein großes öffentliches Interesse, nicht zuletzt, weil in diesem Film auch der ehemalige Major des berüchtigten sowjetischen Militärgeheimdienstes GRU, Viktor Suworow persönlich zu Wort kommt.

Die Frage nach der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges beschäftigte Viktor Suworow (eigentlich Wladimir Resun) seit der frühesten Jugendzeit. Seine bedeutendsten Bücher „Der Eisbrecher“ und „Der Tag M“ wurden in 18 Sprachen übersetzt und erlebten fast hundert Auflagen. Wobei allein die erste russische Auflage 3 Mio. zählte.
Es wurden Hunderte Artikel veröffentlicht, Doktorarbeiten geschrieben; über dreißig Bücher beschäftigen sich nunmehr mit seinen Argumenten…

Und doch gelang es bis heute keinem, seine These wissenschaftlich zu widerlegen.

Warum aber erweckte dieses Buch ein solches Interesse?

Viktor Suworow spricht darin eine klare Sprache und behauptet, daß der Zweite Weltkrieg im wesentlichen von Stalin und dem kommunistischen Regime in der Sowjetunion entfesselt wurde. Und zwar mit einem klaren Ziel, Deutschland und den Westen auf dem Schlachtfeld ausbluten zu lassen, um später, zu einem für Stalin geeigneten Zeitpunkt, der deutschen Wehrmacht in den Rücken zu fallen und Europa zu sowjetisieren.

Viktor Suworow behauptet auch, daß Hitler Stalins Pläne erst im Sommer 1940 durchschaute und mit seinem Überfall auf die Sowjetunion dem Angriff der Roten Armee um zwei Wochen zuvor kam…

Wladimir Sinelnikow und Igor Schewzow berichten in diesem spannenden 18-teiligen Film über den ehemaligen sowjetischen Geheimdienstagenten Wladimir Resun (Viktor Suworow) und lassen zusammen mit ihm ein authentisches Panorama der damaligen Ereignisse vor unseren Augen erstehen. Unzählige historische Aufnahmen aus den russischen Archiven zerstören den Mythos über die angebliche Ahnungslosigkeit der sowjetischen Führung und belegen auf eindrucksvolle Art und Weise die gewaltigen Vorbereitungsmaßnahmen der Sowjetunion zu einem heimtückischen Angriffskrieg.

Aus einem Brief des Herausgebers der deutschen Fassung, Viktor Streck: „Nicht alles gelang in diesem Film. Einige Themenbereiche (die außenpolitische Handlungsweise und die Ziele der Westmächte, Polens Haltung vor dem Krieg usw.) wurden fast gänzlich ausgeblendet. Doch allein der Umstand, daß er nicht von den Deutschen, sondern von den einstigen Gegnern gedreht wurde, bewog mich, die Vertonung ins Deutsche vorzunehmen, in der frommen Hoffuung, dadurch die Deutschen zumindest zum Nachdenken zu bewegen.“

*

Das hier zusammengestellte Material ist bestens geeignet, den Glauben an den „unmotivierten Überfall Hitlers auf die friedliebende Sowjetunion“ zu zerstören. Und Bilder wirken im Fernsehzeitalter immer nachhaltiger als Bücher. Der Film ist – abgesehen vom letzten Kapitel- für jeden Geschichtsinteressierten absolut empfehlenswert und auch hochaktuell, wie der Artikel in der WELT vom 14.3.08 zu diesem Thema beweist! Beatrix Ullrich.

*

Dokumentarfilm auf 3 DVDs, Gesamtlaufzeit über 8 Stunden/490 Minuten, ISBN 978-3-00-019402-3, Bezug bei Viktor Streck Verlag, Parkstr. 1, 31812 Bad Pyrmont, Fernsprecher 05281-606823, Fax -606818 oder ePost: kontakt(A)streck.info

Quelle: Der freie Mensch, Schrift für idealistische Ordnung, Pf. 450322, D-50878 Köln.

*

Das in der DVD-Beschreibung erwähnte Buch „Der Eisbrecher“ von Viktor Suworow (Wladimir Bogdanowitsch Resun) ist als deutsche Ausgabe 2008 im Verlag Pour le Mérite, Postfach 52, D-24236 Selent unter ISBN 978-3-932381-45-4 mit 470 Seiten erschienen. Erhältlich über jede Buchhandlung. Bis zum Jahr 2007 sind die deutschen Auflagen beim Verlag Klett-Cotta herausgegeben worden. Suworow behauptet, daß Hitler nur um zwei Wochen dem sowjetischen Angriff auf den Westen zuvor gekommen ist.

Karl-Heinz Heubaum.
==============================================
Abgeschlossen am 1. Oktober 2010.
==============================================

Repost vom 10. Mrz 2011


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: