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Das Merkel’sche Luftschloss brennt an allen Ecken und Enden

von Michael Winkler

Angela, die Selbstherrliche und Unbelehrbare Merkel, stellt sich auf die neuen Zeiten in Washington ein: es gebe keine Ewigkeitsgarantie für die transatlantische Partnerschaft.

„Wir werden lernen müssen, mehr Verantwortung zu übernehmen“, empfiehlt sie Europa.

Da ist es wieder, das „wir“, mit dem sie anderen Menschen Lasten aufbürdet, wie im „Wir schaffen das!“ Das „wir“ betrifft Europa, das sich nach Merkels Ansicht auf mehr Eigenständigkeit einstellen müsse, auf mehr Selbständigkeit, weil der geliebte Große Bruder in Amerika sich mehr auf sich selbst besinnt. Sie bildet sich offenbar ein Europa ein, das ihr die Handlungen vorgibt.

Ich weiß nicht, auf welchem Planeten diese Frau lebt. Es gibt kein vereintes Europa, es gibt nicht einmal ein einiges Europa. Das alte Europa war einmal die Zone, die Deutschland finanzieren konnte. Doch diese Finanzierung wird immer teurer, die enorme Verschuldung des Merkelstaates erlaubt es nicht mehr, Europa offiziell zu bezahlen.

Der Euro ist eine Klammer, die sich tief ins Fleisch vieler Nationen gebohrt hat und diese ausbluten läßt. Die Finanzierung der Eurozone erfolgt über die Target-2-Salden, über Schulden, die andere Länder bei der Bundesbank anhäufen. Die Schulden sind uneinbringbar, sie entstehen, indem deutsche Produkte gegen hohle Zahlungsversprechen geliefert werden. Die hochgelobten Exporte sind Tribute, die Deutschland ausbluten lassen. Was Merkel vorschwebt, ist ein Luftschloß, das bereits an allen Ecken und Enden zu brennen angefangen hat.

Die niedrigen Zinsen, die unsere Ersparnisse aufzehren, haben dem Merkelstaat seit 2008 satte 240 Milliarden an Zinsen erspart. Dieser Betrag zögert den Staatsbankrott hinaus. Es ist nicht die Kunst der Finanzminister, die für diese Minderausgaben verantwortlich ist, sondern es sind die Zufälle des Wirtschaftslebens, die ihnen das beschert haben. 2016 hat Schäuble einen Überschuß in Höhe von 6,4 Milliarden Euro beschert. Auch dieses Geld ist ihm in den Schoß gefallen. Immerhin, Schäuble hat vor, damit Schulden zu tilgen. Das finde ich durchaus löblich. Andere Volldemokraten tragen Pläne vor, dieses Geld auszuschütten – wir haben schließlich Wahlen in diesem Jahr.

Die türkische Lira fällt immer weiter. Der großprächtige Sultan bekommt damit ein Problem, weil dies den türkischen Wohlstand reduziert. Solange der Laden gebrummt hat, konnte Erdogan sich hinstellen und die Lorbeeren einstreichen. Es wird dauern, bis die Türken begreifen, daß es Erdogan ist, der diesen Wertverfall verschuldet hat.

Die Türkei wird immer wieder von Attentaten erschüttert, außerdem droht sie, im Islam zu versinken. Das schreckt ausländisches Kapital und ausländische Investitionen ab. Einheimisches Kapital zu generieren schafft Erdogan nicht, da hilft kein Allahu akbar. Wachsende Verarmung bei gleichzeitiger Vergrößerung der Staatsmacht ist ein explosives Gemisch. Die Türkei dürfte ihre besten Tage hinter sich haben.

Europa importiert wegen Überfischung der eigenen Bestände ein Viertel des weltweiten Fischfangs. Der Zustand der Fischbestände sei allerdings „besorgniserregend“. Von den wissenschaftlich erfaßten Beständen gelten 31 Prozent als überfischt und weitere 58 Prozent als maximal befischt. Europa kann es sich leisten, anderen Ländern die Grundnahrungsmittel abzukaufen, doch alles Geld der Welt wird nicht ausreichen, um ausgerottete Fischarten wieder auferstehen zu lassen. Man kann es auch prägnanter ausdrücken: Wir, die noch Reichen, fressen den Armen die Nahrung weg. Jene Armen werden schließlich mit leergefischten Meeren leben und hungern müssen.

Quelle: Michael Winkler