Das Syrien-Komplott: Beeinflussung der Menschheit durch die Medien

von Thomas Stoll

In dem vorherigen Artikel ging es darum, über was man reden kann, wenn man nichts Genaues weiß. Es ging um schwammige Aussagen in der Berichterstattung, nach dem Motto, „was könnte“, „wäre wenn“, „eventuell“, und wie man sonst ein Thema umschreiben kann, das Thema aber selber nicht genau beim Namen nennen kann, weil das Wissen fehlt.

Es gibt Medien, die sich allerdings klar von solchen Vermutungen abgrenzen und, anstatt zu berichten, wie es sich gehört, eine reine Meinungsmache an den Tag legen. Die in ihrer Allmächtigkeit, die sie meinen, zu haben, erlauben, das Wissen gepachtet zu haben.

Eine der größten „wissenden“ Medien ist die Bild-Zeitung. Eine nach dem Krieg von der CIA erschaffene Volkszeitung, die schon in den Anfängen dazu diente, die Bevölkerung des Landes medial zu steuern, eben nach den Vorgaben der Besatzer. Und das funktioniert bis heute, denn diese Zeitung ist gut in ihrer Aufmachung und ihren Sprüchen, die man in Überschriften findet sowie in den Texten. Dass ein derartiger Hetz-Journalismus in Deutschland noch gekauft wird, liegt daran, dass die Menschen in diesem Land genau diese Hetze lesen wollen. Diese ist einfach zu verarbeiten und kann dann am Stammtisch mit markigen Worten umgesetzt werden, ohne überhaupt zu wissen, um was es geht. Nach dem Motto: „was die Bild schreibt, muss stimmen“.

Jeder klar denkende Mensch, in dem noch ein wenig Anstand steckt, weiß, was Respekt gegenüber anderen Mitmenschen bedeutet, und müsste eigentlich die Hetze gegen den Präsidenten Syriens verurteilen – und es geht hier um Hetze. Und jeder, der in diesem Lande noch etwas auf sich hält, sollte ein solches Blatt einfach verachten und nicht mehr kaufen. Das aber wird nicht geschehen, denn dazu lassen sich die Hetz-Schlagzeilen zu gut und schnell aufnehmen in der Pause auf der Arbeit und sonstwo – und man braucht auch nicht viel lesen, und vor allem nicht nachdenken.

Jedes Land hat einen Präsidenten oder einen sogenannten Führer, der das Land und die darin lebenden Menschen regiert. Diese sogenannten Führer haben sich entweder selbst in die Position des Herrschenden gebracht, oder aber sie wurden vom Volk des Landes gewählt.

Wer also hat das Recht, oder nimmt sich ein solches heraus, über diese Strukturen und Formen eines Regierenden zu hetzen? Wer hat das Recht, zu diffamieren und zu hetzen? Niemand.

Ob Assad, Gaddafi, Hussein, Putin oder Trump: Es sind Repräsentanten souveräner Länder, Länder, dessen Führer und Regierende gerade in Deutschland mit einer Hetze der widerwärtigsten Art dargestellt und überzogen wurden und heute noch werden, die kaum zu überbieten ist. Einige dieser ehemaligen Regierenden sind bekanntlich heute nicht mehr am Leben…

Hier einige Beispiele der übelsten Hetze

SYRER ÜBER US-LUFTSCHLAG GEGEN ASSAD / „Trump soll uns von diesem Verbrecher befreien“ (Bild.de vom 09.04.2017)

SCHLIMMER ALS SEIN VATER / Der Tyrann und seine blutige Familientradition (Bild.de vom 08.04.2017)

AKTIVISTEN BERICHTEN  / Assad setzt erneut Gas ein (Bild.de vom 06.04.2017)

VERGAST VON ASSAD SCHERGEN / Jetzt spricht der Vater der toten Zwillinge (Bild.de vom 06.04.2017)

Schreckensgestalt Assad (Bild.de vom 05.04.2017)

GIFTGAS-ASSAD / Der schlimmste Vater der Welt (Bild.de vom 05.04.2017)

HIER TRÄGT EIN VATER SEINE ZWILLINGE ZU GRABE / Vergast von Assads Schergen (Bild.de vom 05.04.2017)

GIFTGAS-ANGRIFF IN SYRIEN / Assad ist ein Verbrecher gegen die Menschlichkeit (Bild.de vom 04.04.2017)

SECHS JAHRE KRIEG IN SYRIEN / Assad bombt weiter, die Welt schaut weg (Bild.de vom 15.03.2017)

Bei dieser Auflistung handelt es sich nur um die Schlagzeilen, welche die „Volkszeitung“ von sich gibt. Und wie bereits erwähnt, reichen diese Schlagzeilen aus, um die Menschen zu erreichen, und eines zu erzielen: nämlich Negativbilder zu schaffen. Es reicht aus, die in diesem Land bereits „vernebelten“ Menschen mit neuem Stoff zu versorgen, der dann an den Stammtischen in den Kneipen abgearbeitet werden kann, oder was man in der Arbeitspause diskutieren kann.

In diesem Fall wird eine Persönlichkeit, ohne dass etwas geprüft wurde, an den Pranger gestellt. Schlimmer noch ist, dass, schaut man sich die Bilder zu den Schlagzeilen an, der Präsident Syriens mit seinen eigenen Kindern als „Teufel“ dargestellt wird. Man benutzt einerseits Kinderbilder, die Opfer sind, und dann Kinderbilder, die zu dem „Teufel“ gehören, also dessen Familie ist.

Ein Mensch muss schon ein sehr „dickes Fell“ haben, wenn er sich derartige Hetze gefallen lässt, oder es schafft, über diese hinwegzusehen. Vielleicht ist dem Präsidenten Syriens auch bekannt, was in Deutschland eine „Bild-Zeitung“ ist, der man gar keine Beachtung schenken sollte.

Alles in allem ist es einfach nur erbärmlich, was sich eine solche Zeitung herausnimmt und herausnehmen darf, wie es scheint. Noch erbärmlicher ist, dass die Bevölkerung in diesem Land noch nicht bereit zu sein scheint, etwas zu verändern, denn sonst wäre dieses Blatt sicherlich schon nicht mehr auf dem Markt.

Gabriel fordert Untersuchung nach Giftgas-Angriff in Syrien (Bild.de vom 09.04.2017)

BAMS-INTERVIEW MIT AUSSENMINISTER SIGMAR GABRIEL / „Assad hat seine Zukunft bereits hinter sich“  (Bild.de vom 08.04.2017)

NACH LUFTSCHLAG GEGEN SYRISCHE MILITÄRBASIS / Merkel: Assad trägt alleinige Verantwortung (Bild.de vom 07.04.2017)

Deutschland stellt sich hinter US-Angriff (Bild.de vom 07.04.2017)

BUNDESREGIERUNG: „Menschenverachtendes Verbrechen“ in Syrien (Bild.de vom 05.04.2017)

GABRIEL: Verantwortung für Giftgasangriff noch unklar (Bild.de vom 05.04.2017)

GABRIEL: Assad muss zur Rechenschaft gezogen werden (Bild.de vom 03.04.2017)

Neben den Hetzkampagnen kommen dann, wie üblich, schnell unsere deutschen Politiker auf den Plan und meinen, sie müssten mitreden – und vor allem verurteilen. Dabei hängt man auch gerne die Fahne so in den Wind, wie es gerade passt.

Man beachte dabei nur die Schlagzeilen eines Herrn Gabriel vom 03. und 05.04.2017. Obwohl der Angriff unklar ist, wird zuerst einmal ein Negativbild von den Politikern geschaffen.

Die Krönung ist, die Verwendung des Begriffs „menschenverachtendes Verbrechen“ in den Mund zu nehmen. Wahrscheinlich sind sich die Menschen, die meinen, uns regieren zu können, nicht einmal darüber im Klaren, was „menschenverachtend“ ist. Bevor man über andere Menschen, Länder, Sitten und Gebräuche herzieht, sollte man vor seiner eigenen Haustüre kehren.

Bei einem Politiker, der die Menschen in diesem Land als „Pack“ bezeichnet, auch wenn es sich um eine kleine Gruppe handelt, kann man davon ausgehen, dass alle kritischen Menschen in diesem Land „Pack“ sind für diesen „aufrechten“ Herrn; diese Person meint noch, in irgendeiner Weise von den kritischen Menschen in diesem Land Respekt zu bekommen.

Die Bundesregierung, wer immer sich dazu zählt, sollte, bevor diese über andere herzieht, einmal anschauen, wie „menschenverachtend“ es mittlerweile in diesem Land zugeht. Die „menschenverachtende“ Politik hat in diesem Land dafür gesorgt, dass der Einheimische nicht nur ausgebeutet wird, sondern die Armut dieses Land beherrscht.

Diese Politik hat dafür gesorgt, dass es in diesem Lande gegen die eigene Bevölkerung „menschenverachtend“ zugeht, Gesetze haben keine Gültigkeit mehr, und auf Grund- und Menschenrechte legt man in diesem Lande schon lange keinen Wert mehr.

In einer weiteren Schlagzeile fordert Gabriel eine Untersuchung des Giftgasangriffs in Syrien. Unsere Politiker „fordern“… sie haben nichts zu fordern. Sie können über die Verblödungsmedien den benebelten Deutschen, die nicht mehr aufwachen wollen, versuchen,  vorzutäuschen, etwas „fordern“ zu wollen; ihre Forderungen werden aber in keiner Weise beachtet werden.

Grund dafür ist, dass die Deutschen nichts zu fordern haben. Und wenn man schon eine Aufklärung „fordert“: dann bitte auch eine solche, die zeigt, wie die deutsche Waffenindustrie an diesen Konflikten verdient. Dann möge dieser nette Herr einmal „fordern“, dass die Einsätze gegen Syrien auch vom deutschen Boden aus erst möglich gemacht werden.

Alles in allem sind die Deutschen ganz gut im Hetzen, wenn es um andere geht. Hetzen die Bürger in diesem Land gegen die Regierenden, oder die Regierenden gegen die Bürger, dann scheint das Ganze normal zu sein – oder aber auch nicht. Diese Sichtweise muss sich jeder für sich selbst beantworten.

Solange aber eine derartige mediale Hetze hier in Deutschland gegen Andersdenkende, gegen Kritiker, gegen Oppositionen betrieben wird, solange muss sich die Politik mit allen ihren Abgeordneten ganz still verhalten, denn sie sind nichts anderes, als die Machthaber, die sie verteufeln.

Diese Menschen, die meinen, uns regieren zu können, sind bereits „Diktatoren“ –  nur sehr wenige haben es bisher bemerkt. Denn dieses Land ist mittlerweile umzingelt von „Reichsbürgern“, und jeden Tag kommen mehr dazu. Mediale Hetze nicht nur gegenüber dem Ausland, sondern gegen die eigenen Landsleute.


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