Den Lügnern über die Schulter geschaut

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Es ist einfach einen Lügner zu überführen – meint man. Man stelle ihn vor die Fakten, und schwuppdiwupp ist er entlarvt. Wenn es doch nur so einfach wäre! Unser Land wird derzeit von halb- bis vollpigmentierten Bereichern überflutet und unsereiner soll “Willkommenskultourist” spielen, ja – weil wir in der Schuld sind. Stimmts? So wird es doch allerorts heute von den Dächern gepfiffen. Doch frage ich mich ernsthaft, in welcher Schuld wir sein sollten? Und dann liest man folgende Artikel, bei denen die Lüge beim ersten Wort beginnt und beim letzten noch nicht mal aufhört!

Es geht um das leidige Thema Kriegsverbrechen. Klar, viele denken: Laßt doch die Vergangenheit ruhen, wir leben im hier und heute. Wir müssen noch vorne schauen.  –  Doch so einfach kann man sich das Leben nicht machen. Das Leben baut sich auf Ereignisse auf, aus denen wir lernen und damit unsere “Weisheit” über die Dauer erhalten. Zumindest ist das bei dem größten Teil des Menschen der Fall. Wir geben unsere Erfahrung weiter, können die Jüngeren beraten, geben ihnen Tips. So oder so ähnlich funktioniert es. Was aber kann man aus der Lüge weitergeben? Heute ist es doch eine gängige Methode, wenn man einem Menschen schaden will, die sogenannte “Nazikeule” zu schwingen. Schon hat man im großen Stile ausgedient. Nun, und diese “Weisheiten” der herangezogenen, auf Schuldgefühlen basierende Gesellschaft, deren man nur Lügen auftischt, dieser Gesellschaft kann man nichts weitergeben – außer: Wir denke ich politisch korrekt! Meinungen und Fragen über die Vergangenheit sind absolute Tabus. Wenn man es dann doch tut, ist der Weg in den Umerziehungsknast kürzer als man es sich vorstellen kann. Man kann demzufolge als alter, erfahrener Mensch nur weitergeben: Halt die Klappe, rede denen nach dem Munde, kratze an der richtigen Stelle und schon kann du dein erbärmliches Leben irgendwie und auch noch erbärmlich leben. Jede Woche Party und das Geld dafür kannst du bei deiner unterbezahlten Arbeit verdienen. In der letzten Woche wird geschnorrt.

Sollte das unsere “Weisheit” sein, die wir weitergeben wollen? Oder sollten wir nicht mit vereinten Kräften um die Wahrheit kämpfen? Sie objektiv beurteilen und zumindest etwas daraus lernen, um unseren Nachfolgern das richtige Quentchen “Weisheit” an Stolz und Ehre, Kultur und Wissen mitgeben zu können? Und nicht nur irgendwelche Lügen?

Den folgenden Beitrag fand ich auf der Webseite “Contra Magazin”. Dem Schmierer dieses sagenhaft dummen Textes, einem Herrn Peter Heinz Trykar sind die Augen ganz feucht geworden, als er das schrieb und auch Bilder dazu machte. Mir werden auch die Augen ganz feucht, wenn ich seine Lügen lese – aber nicht weil ich hier mitleidig werde, sondern zornig! Zornig über soviel Lüge und Unsinn, die schon nicht mehr auf eine Kuhhaut paßt.

Es geht um Oradour-sur-Glane. So beginnt sein Artikel:

Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten in der Normandie. Unmittelbar darauf erhielt die 2. SS-Panzer-Division “Das Reich” den Marschbefehl Richtung Invasionsfront. Zur gleichen Zeit erhoben sich die Partisanen im Limousin. Es gelang ihnen ein großer Erfolg, als sie es schafften, Tulle, den Hauptort des Departments Correze von den deutschen Besatzern zurückzuerobern. Dabei verloren die deutschen Truppen angeblich 122 Soldaten.

Selbst der erste Absatz des von Peter Heinz Trykar hingeschmierten Artikels, bewegt er sich abseits der bereits in die Öffentlichkeit eingehämmerte Lüge. Möchte er hier noch einen drauf setzen? Aber natürlich! Es wäre schon fast ein Unding, wenn es noch Augenzeugen von damals geben würde. Also kann man so richtig dicke auftragen und den Leser vollständig die Rübe mit Schmalz zuschmieren. Dieser Trykar drückt dabei noch heftig auf die Tränendrüse, damit auch alle sentimental werden sollen. Wie drückt er sich aus: “Nazischergen”.

Die bisher in aller Öffentlichkeit dargebotene Variante liest sich tatsächlich so:

»Das 800-Seelen-Dorf Oradour-sur-Glane, 23 Kilometer nordwestlich von Limoges, war bis zum 10. Juni 1944 ein idyllischer, vom Krieg unberührter Flecken. Doch an diesem Tag umstellten 150 Soldaten der SS-Division »Das Reich« den Ort, trieben die Einwohner zusammen, erschossen die Männer, pferchten Frauen und Kinder in die Kirche und zündeten das Gotteshaus sowie alle anderen Gebäude an. 642 Menschen starben.«

Das ist eine Kurzfassung. So wird sie zur Zeit immer noch propagiert.

Trykar: Die Kämpfer der Resistance wussten jedoch nicht von der Truppenverlegung der SS-Einheit, die Tulle am 8. Juni erreichten und die Partisanen zur Flucht aus der Stadt zwangen. Aus Rache für den französischen Erfolg erhängten die deutschen Besatzer am 9. Juni 1944 99 willkürlich aus der Einwohnerschaft von Tulle ausgewählte Geiseln, eine Tat die nach Ansicht von Miltitärhistorikern zwar noch als Kriegsrepressalie angesehen werden kann, aber trotzdem übertrieben und völkerrechtswidrig eingestuft wurde. 

Es ist rührend, wie sich dieser Trykar ausdrückt: Die Kämpfer… wußten nicht…  . Wie kommt Trykar darauf das es Kämpfer waren? Ist Terroristen nicht der bessere Ausdruck dafür? Einige Fakten:

1. Oradour-sur-Glane und Oradour-sur-Vayres, beides Ortschaften im Raum von Limoges – dienten den kommunistischen Partisanen und ihrer sowjet-bolschewistischen Führung als Depot- und Ausfallschwerpunkte.

2. Oradour-sur-Glane war nach amtlichen Unterlagen nicht nur Waffenplatz der Partisanen, sondern auch Befehlszentrale eines höheren Maquis-Stabes. Das hat der damalige Maquis-Chef in der Dordogne, Jugie alias »Gao«, 1969 in Paris offen bestätigt.

Wie könnten dann diese Terroristen nicht wissen, daß sich reichlich Feindtruppen in ihrer Nähe befinden? Sie suchten den Terrorkampf, jenseits von Moral und Ethik in der Kriegsführung. Wir brauchen uns nur anzuschauen, welche Kampftechnik an der Ostfront angewendet wurde. Außer Mord und Totschlag an Zivilisten und Verwundeten in der Zeit, als keine Gefechte geführt wurden, sind hinlänglich bekannt. Warum sollten sie also in Frankreich anderes kämpfen, als es an der Ostfront der Fall war, zumal dort die gleichen Befehlshaber zugange waren.

Trykar: Doch es sollte schlimmer kommen. Auf Befehl des Regimentskommandeurs Sylvester Stadler sollte Bataillonskommandanten Sturmbannführer Adolf Diekmann mit der 3. Kompanie der SS-Panzergrenadier-Regiments 4 “Der Führer” in dem Dorf Oradour-sur-Glane 30 Geiseln nehmen, um sie gegen den von der Resistance kurz zuvor gefangen genommenen Bataillonskommandanten Helmut Kämpfe auszutauschen. Als die deutschen Truppen am 10. Juni 1944 kurz nach 14 Uhr mit rund 150 deutschen Soldaten das Dorf umstellten, boten sich der Bürgermeister Desourteaux und seine Söhne freiwillig als Geiseln an. Diekmann ging auf diese Angebot jedoch nicht ein, sondern befahl, gegen seinen ursprünglichen Befehl, das Dorf niederzubrennen und die Bevölkerung ausnahmslos zu ermorden. Der Chef der 3. Kompanie, Otto Kahn, sagte nach dem Krieg in einem Dortmunder Gerichtsverfahren aus: “Diekmann eröffnete mir, dass als Befehl die Niederbrennung und Vernichtung des Dorfes Oradour eingegangen sei, was ich auszuführen hätte.”

Richtiger ist, wenn man die Hintergründe und alle Zusammenhänge sieht:

3. Auf das Konto dieser Partisanen, deren oberster Kommandant der charakterisierte Sowjet-Oberst und berüchtigte Massenmörder Guingouin war, ging eine Vielzahl aus dem Hinterhalt gemeuchelter deutscher und französischer Soldaten, ermordeter französischer Zivilisten, vergewaltigter und zu Tode gefolterter Rote-Kreuz-Schwestern und Nachrichtenhelferinnen, sadistisch umgebrachter deutscher Offiziere, nach entsetzlichen Martern getöteter deutscher Verwundeter, die in einer Blutorgie abgeschlachteten Landesschützen der Garnison in Tülle, die Massenmorde an gefangenen deutschen Eisenbahnern und Sanitätssoldaten usw.

4. Auf dem Marsch an die Invasionsfront erlitt die 2. SS-Panzerdivision »Das Reich« seitens der Partisanen beträchtliche personelle und materielle Verluste.

5. Der Kommandeur des III./SS-Panzergrenadier-Regiments 4, Sturmbannführer Helmut Kämpfe, fiel einem Partisanen-Kommando aus Oradour-sur-Vayres in die Hände und erlitt nach unmenschlicher Folterung am 10. Juni 1944 in Oradour-sur-Glane den Flammentod.

6. Auf der Suche nach Sturmbannführer Kämpfe stieß die 3. Kompanie des I./SS-Panzergrenadier-Regiments 4 kurz vor Oradour-sur-Glane auf die Leichen gefesselt ermordeter deutscher Verwundeter und kurz darauf auf den verstümmelten Körper eines deutschen Offiziers. Die Kompanie, von französischen Miliz-Soldaten begleitet, mußte erst Feindwiderstand brechen, ehe sie den Ort besetzen konnte.

Trykar: Die Bewohner wurden von der SS aus ihren Häusern auf den Marktplatz getrieben und nach einer Stunde in Männer, Frauen und Kinder aufgeteilt. Einwohner die zu krank waren um auf den Marktplatz gebracht zu werden wurden in ihren Betten erschossen. Einzig drei Kinder einer jüdischen Familie, die in dem Dorf Zuflucht vor den Nazis gefunden hatte, sowie Jaqueline, Francine und Andre Pinede und der siebenjährige Roger Godfrin konnten sich verstecken. Roger war der einzige Schüler des Ortes der das Massaker überlebte.

Richtig ist:

7. Wie sich herausstellte, enthielten fast alle Gebäude Waffen- und Munitionslager.

8. Der Kommandeur des I. Bataillons/Sturmbannführer Diekmann, ließ die unbeteiligten Frauen und Kinder in die Kirche evakuieren und die festgenommenen Männer – Einwohner und Partisanen – aus Sicherheitsgründen in Schuppen und Garagen fest setzen.

Trykar: Über 400 Frauen und Kinder wurden in die kleine Kirche gepfercht. Die Soldaten deponierten eine Kiste die eine Gasgranate enthielt, in der Kirche welche nach der Zündung das überfüllte Gebäude mit beißendem Rauch füllte. Danach eröffneten die SS-Männer von der Kirchentür aus mit einem Maschinengewehr das Feuer und warfen Handgranaten in die Menge. Nur eine einzige Frau, die 47-jährige Bäuerin Marguerite Rouffanche konnte sich nachdem die Soldaten die Kirche in Brand steckten durch ein Fenster retten. Sie wurde von 5 Kugeln in den Beinen und der Schulter verletzt, musste in der Sakristei den Tod ihrer beiden Töchter und des Enkelkindes miterleben.

Weil wir gerade beim Gas sind, können wir noch schnell eine Gasgranate deponieren und diese natürlich auch zur Explosion bringen.

9. In der Kirche führten plötzlich explodierende Munitions- und Sprengstoffkisten, die von den Partisanen sowohl im Schiff als auch im Turm deponiert waren, zur Katastrophe. Die Deckengewölbe stürzten ein, die Glocke schmolz und fiel als glühende Masse vom Turm, die Kirche brannte aus. Nur wenige Frauen und Kinder konnten von den deutschen Soldaten aus der entstandenen Feuerhölle gerettet werden.

10. Angaben aus der französischen Bevölkerung zufolge hatten kommunistische Exilspanier ohne Rücksicht auf die hier isolierten Menschen eine Sprengladung gezündet, um ihre Flucht zu verschleiern und das Depot dem Zugriff der Deutschen zu entziehen.

11. Nach den in der Kirche erfolgten Detonationen kam es bei den Scheunen zu einer Schießerei, der die Mehrzahl der Maquisards zum Opfer fiel.

12. Sturmbannführer Diekmann ordnete die Niederbrennung der Häuser an. Diese Maßnahme war durch einschlägige Befehle des Oberbefehlshabers West vom 3. Februar und vom 8. Juni 1944 sowie des zuständigen LXVI. Reserve-Armeekorps vom 8. Juni 1944 gedeckt.

13. Sturmbannführer Diekmann meldete persönlich die Ereignisse in Oradour. Sein Regimentskommandeur, der damalige Standartenführer Silvester Stadler, reichte hierauf einen Tatbericht beim Divisionsgericht ein und veranlaßte damit eine kriegsgerichtliche Untersuchung.

Trykar: Die Männer wurden in Gruppen aufgeteilt, in Scheunen gebracht und die SS-Truppen eröffneten das Feuer. Nicht alle starben durch den Kugelhagel, viele verbrannten erst später, als die Soldaten die Körper auf Haufen warfen mit Stroh und Reisig bedeckten und anzündeten. Aus einer Scheune konnten 6 Männer fliehen, wovon jedoch einer an der Friedhofsmauer erschossen wurde. 642 Menschen, darunter 240 Frauen und 213 Kinder wurden an diesem Samstagnachmittag ermordet. Das jüngste Opfer war 6 Tage alt, Yves Texier, das älteste Opfer war die Witwe Marguerte Foussat mit 90 Jahren. 20 Kinder waren noch nicht einmal 1 Jahr alt.

14. Die erwähnten Tatsachenvorgänge fanden Berücksichtigung:

Der Schauprozeß in Bordeaux (1953) folgte ausschließlich innenpolitischen Beweggründen, nachdem General Charles de Gaulle bereits 1944 den Verschluß aller wesentlichen Oradour-Akten für die Dauer von 50 Jahren angeordnet hatte. Todesurteile wurden nicht vollstreckt. Alle Verurteilten wurden bald amnestiert und in die Freiheit entlassen.

Die Sperrfrist für die in den Archiven befindlichen Akten allerdings wurde bis zum Jahr 2039 verlängert.

So gefährlich scheint in Frankreich die Wahrheit zu sein!

Es ist nur abgefeimtesten Volksverderbern in deutschen Landen vorbehalten, ohne Rücksicht auf bereits historisch gewordene Geschehnisse fortgesetzt infame Lügen zu verbreiten und einst pflichtgetreue Soldaten betrügerisch mit »Blutbädern« zu belasten, die nie stattgefunden haben.

Trykar: Während ich diese Zeilen schreibe, verschwimmt die Schrift immer wieder vor meinen Augen, genauso wie während der Aufnahmen die ich machte, da ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte. Das zerstörte Dorf wurde als Mahnmal für einen unmenschlichen Krieg in dem Zustand belassen, wie es einige Tage später vorgefunden wurde. Einzig die menschlichen Überreste der Bewohner wurden bestattet, es konnten nur mehr 52 Leichen identifiziert werden, der Rest war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und verkohlt. Als ich durch das Dorf ging, fühlte ich eine unglaubliche Beklemmung, man glaubt in der Kirche die Schreie der Kinder und Frauen zuhören, fühlt den entmenschlichten Hass der Nazischergen, sieht das Schild der Volksschule, des Cafes, der Bäckerei, des Friseursalons und ist unendlich traurig.

Peter Heinz Trykar

Ja, Herr Trykar, mir könnte auch die Schrift verschwimmen, weil sich Tränen der Ohnmacht, des Zornes bilden, über solch einen geschichtlichen Blödsinn, den Sie von sich lassen. Ich kann mich aber beruhigen, denn die Wahrheit bahnt sich sich nämlich ihren Weg. Dank der vielen Mitkämpfer werden immer mehr Menschen aus ihrem “Umerziehungsschlaf” gerissen. Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, es ist aber ein Verbrechen, welches bestraft gehört, wenn man Lügen über ein Volk erzählt! Das Lesen der Kommentare unter dem Artikel dieses Herrn ist dann doch eher erfrischend – es richtet wieder auf!

Diesen Blödsinn fand ich hier: Contra Magazin


Quelle und Kommentare hier:
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