Der Größenwahn geht um

von Tom Schiller

Viele Politiker in Deutschland sind doppelt gestraft. Bereits befallen von der Seuche der Realitätsverweigerung werden sie auch noch von einer weiteren, schweren Erkrankung heimgesucht: dem Größenwahn!

Anstatt in heimischen Gefilden dem Volk zu dienen, welches ihr Dasein finanziert, erlauben sie sich, dem frisch gebackenen Präsidenten der USA Ratschläge zu erteilen. Bei manch einem dieser Politdarsteller hört sich dies sogar wie eine Drohung an.

Ganz vorne dabei in den Reihen dieser größenwahnsinnigen Spezies steht Claudia Roth. Sie legt Trump nahe, dass er bald verstehen müsse, dass er eines der mächtigsten Ämter der Erde bekleide! Frau Roth, was glauben Sie denn, was Trump glaubt, für welches Amt er sich da wohl beworben hat? Manager einer grünen Veggi-Burger-Bude? Leiter eines Pflegeheimes voller Alzheimer-Patienten?

Wahrheits- und Denunzationsminister Heiko Maas warnt den Präsidenten gar heftig:

„Be careful Mr. President“,

twitterte er selbstbewusst an Trumps Twitter-Account. Das muss die Schweißperlen auf Trumps Stirn getrieben haben vor Angst …

Steinmeier, der designierte Bundespräsident (den Sie nicht wählen dürfen), nannte Trump einst einen Hassprediger, vermied es, dem Wahlsieger zu gratulieren und belehrte ihn stattdessen, dass er die in den USA entstandenen Gräben zuschütten müsse. So baut man todsicher eine gute Beziehung auf!

Sein Wunschnachfolger im Amte, Sigmar „das Pack“ Gabriel teilte noch heftiger aus: Trump sei der „Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationale“ geiferte er, der möglicherweise zukünftig als Außenminister für ein gutes Klima zu anderen Ländern und vor allem zu den Bündnispartnern zu sorgen hat!

Der Doktortitel-Hochstapler zu Guttenberg möchte Trumps „krude Vorstellungen“ klar, konstruktiv und gegebenenfalls von der Bundesregierung hart beantwortet wissen.

Den Vogel schoss jedoch Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der CDU ab. Nicht nur, dass er tönte, Trump würde als Präsident scheitern. Nein, wie man neulich in einem Interview beim ZDF Heute Journal vernehmen konnte, will er gar höchstselbst in die USA reisen, um im Kongress und Senat Allianzen gegen Trump zu schmieden.

Was er von den USA weiß und versteht, hat er im Interview bei Deutschlandradio bewiesen, als er auf die Frage, was denn von Obama’s Politik bliebe, unter anderem antwortete:

„Er hat die Krankenversicherung eingeführt und damit für zig Millionen von nicht versicherten Menschen, die außerhalb des sozialen Sicherheitsnetzes waren, ein Sicherheitsnetz geschaffen.“

Alleine diese Aussage zeigt, dass er eine Labertasche allererster Güte ist, der nur Parolen von sich gibt, ohne jeden wirklichen Sachverstand! Ich sage das, denn wenn er sich mit dem Thema beschäftigt hätte, dann wüsste er, das Obamacare die Leute nicht abgesichert hat, sondern unversichert in die Armut trieb.

1 Million mehr Unversicherte als vor Obama lautet das Resultat eines Gesetzes, welches er hier lobt. Warum das so ist, kann man hier nochmal nachlesen. Aber (auf Steuerzahlers Kosten) in den USA Allianzen schmieden wollen. Bei dem Hintergrundwissen wird das ganz sicher was, Herr Röttgen!

Die Aufzählung ließe sich noch um einige Vertreter dieser Spezies erweitern, aber ich will es dabei belassen.

Offensichtlich verkennen all diese Herrschaften die Position, in der sie sich befinden. Trump hat keineswegs die Aufgabe, es diesen Leuten recht zu machen. Er hat zunächst dafür zu sorgen, dass es den Menschen in seinem Lande gut geht. Aber offensichtlich haben sich deutsche Politiker schon derart daran gewöhnt, gegen das eigene Volk zu regieren, dass sie das auch von Politikern und Staatsoberhäuptern anderer Länder erwarten.

Besonders beschämend ist der „Appell“ des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Müller, zu Trumps Plänen, die Grenzsicherung zu Mexiko mit dem Bau einer Mauer zu verstärken. In völliger Verdrehung der Tatsachen und Umstände gab er von sich:

„Wir Berlinerinnen und Berliner wissen am besten, wie viel Leid eine durch Stacheldraht und Mauer zementierte Teilung eines ganzen Kontinents verursacht hat.“

Nein Herr Müller, Trump will diese Mauer nicht bauen, um die Amerikaner an der Flucht nach Mexiko zu hindern und in den USA einzusperren, wie es Ulbricht einst mit den Menschen in der DDR tat! Es hat hier in den USA bereits mehr als 12 Millionen illegale Einwanderer, Trump will schlicht und ergreifend den weiteren Zustrom eindämmen!

Aber dass eine Eindämmung illegaler Einwanderung nicht ins Konzept deutscher Politiker passt und deshalb gerügt werden muss, wenn andere Staatsoberhäupter anders denken und handeln, verwundert einen heutzutage sicherlich nicht mehr!

Ach ja, Herr Müller, eines muss ich da noch erwähnen: Wussten Sie, dass Mexiko an seiner Grenze zu Guatemala schon seit Jahren seine Grenzanlagen massiv ausgebaut hat, um illegale Einwanderung aus Süd- und Mittelamerika einzudämmen?

Anstatt Trump zu belehren, sollten diese Herrschaften endlich mal anfangen, ihre Pflichten dem Deutschen Volk gegenüber wahrzunehmen und ihren Ämtern und erst recht ihrer Bezahlung gerecht zu werden!


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