Der Menschenjäger und sein Schnüffler

Von Thomas Böhm

In Deutschland laufen ein paar Journalisten herum, die eigentlich wunderbar ins Dritte Reich oder in die sozialistische DDR passen würden, so sehr strengen sie sich an, den politischen Widerstand niederzuschreiben.

Ob Matthias Meisner, vom „Tagesspiegel“ dazu gehört, ist eher unwahrscheinlich. Der Typ arbeitet offiziell als politischer Korrespondent und gehört eher zu den Journalisten, die engagiert und investigativ arbeiten, ja, sich in eine Sache so richtig rein beißen können, ohne  dabei das bequeme und lukrative linke Ufer der Republik zu verlassen. Ein Balanceakt, den muss man erst mal hinkriegen.

Matthias Meisner ist also einer von diesen hoch begabten Journalisten, die ihr Handwerk mit Leidenschaft betreiben und tagein tagaus unterwegs sind, um im Auftrag der Chefredaktion des „Tagesspiegels“ spannende Geschichten ins Blatt zu heben.

Eine diese spannenden Geschichten heißt Collin McMahon, der als Redakteur für JouWatch arbeitet und einen gewissen Sören Kohlhuber als linksfaschistischen Menschenjäger entlarvt hat.

Man muss dazu wissen, dass Collin McMahon hauptberuflich als Übersetzer arbeitet, um sich und seine Familie zu ernähren.

Nun mag das reiner Zufall sein, dass die Enthüllungsgeschichte von McMahon diesen Vollblutjournalisten Matthias Meisner auf den Plan gerufen hat. Und nur böse Zungen würden behaupten, es könnte sich auch um einen Rachefeldzug handeln, da Meisner und Kohlhuber sich kennen, wie folgendes vermuten lassen könnte.

Hier ein Artikel von Meisner im „Tagesspiegel“,

…Der Vorgang erinnert an die zuweilen merkwürdige Praxis bei Facebook. Dort war kürzlich der Account des Journalisten Sören Kohlhuber gesperrt worden. Er hatte den Tagesspiegel-Bericht über einen Mann gepostet, der beim EM-Spiel Deutschland-Ukraine den Hitlergruß zeigte. Im Februar sperrte Facebook die Seite der „Perlen aus Freital“, auf der Hetze gegen Flüchtlinge dokumentiert wird. Erst nach einer Intervention von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wurde die Sperre wieder aufgehoben.

Und dieser Tweet mag nervöse Zeitgenossen ebenfalls irritieren:

Aber egal, ob die beiden sich nun kennen, politisch befreundet sind oder es sich einfach um einen „dummen“ Zufall handelte, Meisner tat das, was jeder „anständige“ Journalist ebenfalls getan hätte. Er schnüffelte in Collins Berufsleben herum – ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Hier seine Mail, die er, investigativ wie er nun mal ist, an einen von McMahons Auftraggebern geschickt hatte:

Liebe Frau…

vielen Dank für das Telefonat. Hier der Link, am Schluss der Hinweis auf die Rolle von Collin McMahon als Übersetzer von Gregs Tagebuch.

https://philosophia-perennis.com/2017/04/04/identitaere-bewegung-buhmaenner-nazis-oder-patrioten/

Mich interessiert:

Wie lange besteht die Zusammenarbeit mit Collin McMahon als Übersetzer von Gregs Tagebuch? Ist er freier Übersetzer? Sind weitere Übersetzungen dieser Buchreihe oder anderer Titel geplant? Wie bewerten Sie, dass Collin McMahon im Zusammenarbeit mit seinen Aktivitäten für die Identitäre Bewegung auf seine Rolle als Übersetzer von Gregs Tagebuch hinweist?

Beste Grüße, Matthias Meisner

Möglich, dass Herr Meisner vergessen hatte, dass Collin McMahon als investigativer Journalist lediglich über die Identitäre Bewegung geschrieben hatte und sich beileibe nicht für diese engagiert. So etwas kann man natürlich im Eifer des politisch korrekten Gefechts schon aus den Augen verlieren.

Sicherlich wollte Herr Meisner hier wohl einfach nur ein wenig vom „Tagesspiegel“ bezahlte Recherche betreiben und ist dabei etwas über das Ziel hinausgeschossen. So etwas liegt jemanden wie ihm einfach in den roten Blutkörperchen.

Unvorstellbar ist natürlich, dass es für einen wie Meisner ein Ansporn gewesen sein könnte, den Denunzianten zu spielen, weil Collin Ausländer und Familienvater ist und die Existenzvernichtung Andersdenkender ganz oben auf der politischen Agenda für Journalisten aus der linken Ecke steht.

Doch einige Fragen bleiben offen: Warum war es  für Herrn Meisner so wichtig, zu wissen, ob Collin McMahon auch weiter als Übersetzer tätig ist? Was hat das mit welcher Geschichte zu tun? Und wie viel Tagesspiegelchefredaktion steckt hinter dieser Anfrage?

Wir wissen es nicht. Aber wir freuen uns schon auf den geplanten und angekündigten Beitrag über unseren Autoren Collin McMahon von Matthias Meisner. Und auch unsere Anwälte sind schon ganz zappelig.


Quelle und Kommentare hier:
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