Der wahre Grund: „Warum Pharma-Großunternehmen die Patente für Cannabis besitzen wollen!“

von Horizont 13

Das Rennen ist eröffnet um den Besitz von Cannabis, und Firmen wie Bayer, Monsanto und Scotts Miracle-Gro arbeiten fieberhaft an der Patentierung dieser Naturheilpflanze. Wenn sie Erfolg haben, wird sich die Landschaft des legalen Krauts für immer zugunsten von Unternehmensmonopolen und Qualitätskontrollimperien verändern, was die Vielfalt in dieser florierenden Geldpflanze zerstören wird.

Was die Rasen-, Garten- und Agrochemieunternehmen anbelangt, so ist es keine Überraschung, dass sie am wachsenden Cannabismarkt teilhaben wollen, denn es ist der am schnellsten wachsende Trend, den die Branche je gesehen hat, wie der Vorsitzende von Scotts feststellte.

Jim Hagedorn, Chef von Scotts Miracle-Gro, hat sogar gesagt, dass er plane,

etwa eine halbe Milliarde in die Übernahme des Marihuanageschäfts zu investieren. Es ist das Größte, was ich je im Bereich Rasen und Garten gesehen habe.“

Er hat auch in Unternehmen wie Leaf investiert, die Cannabis in einem elektronisch geregelten Terrarium anbauen, das über Smartphone zugänglich ist.

Die Cannabisindustrie ist für die Regierung in Staaten wie Colorado bereits enorm profitabel, wo die Verkäufe im Jahr 2017 bereits im Oktober über eine Milliarde Dollar erreicht haben und während der Feiertage drastisch steigen dürften. Und das ist nur einer der 50 potenziellen US-Märkte.

Wir wissen, dass da große, große Summen im Spiel sind, die sicherlich solche großen unternehmerischen Interessen an Cannabis ausmachen, aber es gibt noch einen weiteren Grund dafür, dass Pharmaunternehmen sich drängeln, um ihre Finger an diesen Honigtopf zu bekommen.

Die zahlreich herauskommenden medizinischen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass medizinisches Marihuana drastisch das Szenario der Abhängigkeit von pharmazeutischen Pillen und Produkten verändert. Nicht nur, dass eine Menge Geld mit legalem Cannabis zu verdienen ist, sondern es gehen auch große Mengen an Geld und Marktanteilen verloren in medizinischem Cannabis, und diese Tatsache lässt die Pharmariesen sich rangeln, um diese Macht zurückzuerlangen.

Zum Beispiel fand eine groß angelegte Studie vor kurzem heraus, dass über die Hälfte aller Menschen, die Cannabidiol (CBD)-Medikamente probieren, damit aufhören, traditionelle Arzneimittel wie rezeptpflichtige Schmerzmittel, rezeptfreie Schmerzmittel und Einschlafhilfen einzunehmen.

„Die häufigsten Gründe, warum Menschen CBD nehmen, waren Schlaflosigkeit, Depressionen, Angstzustände und Gelenkschmerzen“, so Dr. Perry Solomon, der Leitende Mediziner von HelloMD. „Zweiundvierzig Prozent der CBD-Anwender gaben an, dass sie traditionelle Medikamente wie Tylenol Schmerzmittel oder verschreibungspflichtige Medikamente wie Vicodin nicht mehr nehmen und stattdessen auf Cannabis umgestellt hätten. Achtzig Prozent sagten, dass sie die Produkte für ’sehr oder extrem wirksam‘ hielten. Nur 3 % oder weniger befanden das Produkt entweder als wirkungslos oder nur geringfügig wirksam.“

Ein weiterer Bericht, der Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, bezifferte die potenziellen Verluste für die pharmazeutische Industrie, falls sie nicht in der Lage sein sollte, einen beträchtlichen Teil des Marktanteils von medizinischem Cannabis zu kapitalisieren und zu beschlagnahmen.

„Es scheint, der pharmazeutische Handel hat mehr als genug Gründe, die Legalisierung von Marihuana zu fürchten, da eine Analyse von New Frontier Data prognostiziert, dass die legale Verwendung von Cannabisprodukten gegen Beschwerden wie etwa chronischen Schmerzen bis hin zu Anfällen für die Vermarkter der modernen Medizin bedeuten könnte, dass ihnen um die 4 Milliarden Dollar pro Jahr entgehen.“

Patente für Cannabis- und Cannabisprodukte werden zunehmend beim US-Patentamt angemeldet, sowohl von großen als auch kleineren Unternehmen. In einem kürzlich erschienenen Artikel zu diesem Thema beantwortete das Forbes Magazin die Frage, ob Cannabis patentiert werden kann oder nicht:

„Ja, dies ist zur Zeit ein nur kleines Tätigkeitsfeld, kann aber auch eine Chance darstellen. Pflanzen können auf zwei Arten patentiert werden, über „Gebrauchsmuster“ (wie 95% aller Patente) oder über eine separate „Pflanzenpatent“-Kategorie. Gebrauchsmuster sind viel stärker; Pflanzenpatente konzentrieren sich hingegen eng auf eine einzige „Eltern“-Pflanze und ihre direkten Nachkommen. Nach meiner Zählung gibt es derzeit nur 5 US-Pflanzenpatent-Fälle (4 Patentanmeldungen, 1 erteiltes Patent) und 11 Pflanzengebrauchsmuster-Patentfälle (8 Patentanmeldungen, 3 erteilte Patente). Zwei Unternehmen sind derzeit die Hauptakteure bei Pflanzen: Das auf Pflanzen konzentrierte Biotechnology Institute (Los Angeles,Kalifornien) hat 3 erteilte Patente sowie 2 schwebende Anmeldungen, und GW Pharmaceuticals (Großbritannien) hat zwei pflanzenorientierte Anmeldungen. GW zeichnet sich dadurch aus, dass es das größte Portfolio (über 80 US-Fälle) sämtlicher Unternehmen auf diesem Gebiet hat und sich insbesondere auf die Behandlungsmethoden von Krankheiten konzentriert.“

Abschließende Gedanken

Pharmazeutische Drogen töten jedes Jahr mehr Menschen als illegale Drogen. Die großen Konzerne wissen das und versuchen, die Haftung für die von ihnen verursachten Schäden zu vermeiden, selbst angesichts einer so überwältigenden Krise wie der Opioidepidemie.

Wichtig ist hier vor allem, dass dies weit über den bloß wirtschaftlichen Rahmen hinausgeht.

Es ist eine Frage der persönlichen Freiheit und ein sehr wirksames Mittel, die medizinisch-pharmazeutischen Unternehmenskartelle zu umgehen, welche die Welt in Abhängigkeit von gefährlichen chemischen Drogen halten.

Wenn ein Mensch wie Tommy Chong seinen eigenen Krebs heilen kann, indem er Pflanzen auf seinem Dach züchtet und dann einen Freund hat, der diese Pflanzen zu verbrauchbaren, natürlichen Ölen verarbeitet, um sein Leben zu retten, haben wir einen Weg gefunden, die Dominanz der Pharma-Großindustrie zu überwinden.

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