Deutschland 2010: Rüttgers bleibt, Inflation kommt, Piraten gehen mit vollem Säckel

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So, jetzt ist es ´raus. Obwohl Eigenlob ja stinkt, möchte ich jetzt ein wenig herummüffeln: Rüttgers bleibt. Gemäß alter Traditionen wird der Führer der stärksten Partei zukünftiger Häuptling von Nordrhein-Westfalen werden … es fragt sich nur, welche der Hartz-Parteien sich dazu herabläßt. So jedenfalls … ist momentan die Stimmung bei der CDU in Nordrhein-Westfalen.

Abgewählt … ist momentan nur die Biene-Maya-Koalition, vor allem der Westerwilli. Der Rüttgers guckte gestern ein wenig säuerlich, ist aber heute schon wieder ganz der Boss. Als ob das jemanden interessieren würde.

Gewonnen haben vor allem wieder die Nichtwähler, mit über vierzig Prozent die größte Gruppe in NRW. Sollten die mal über fünfzig Prozent haben, wird das Kaiserreich per Dekret wieder eingeführt, weil Demokratie offensichtlich ganz schlecht ankommt.

Besonders schön ist, wenn Parteien ganz offen sagen, was sie wollen:

http://www.piratenpartei.de/

Nach einem spannenden Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen liegt nun das Ergebnis vor. Auch wenn die Piratenpartei mit 1,5 % hinter den Resultaten der letzten Bundestagswahl liegt, ist es als Erfolg zu werten. Die PIRATEN sind erneut die stärkste der außerparlamentarischen Parteien und die Hürde für die Erstattung der Wahlkampfkosten wurde erfolgreich genommen. Die Piratenpartei dankt allen Wahlkämpfern und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz und den Wählern für ihr Vertrauen.

Zwar ist das Ergebnis eine Schlappe, aber man hat bekommen, was man wollte: Wahlkampfkostenzuschuß … wie ich schon in meinem allerersten Artikel über diese Partei als zentrales Wahlkampfziel erwähnt habe.

Damit dürfte der Piraten-Hype wohl der Vergangenheit angehören … erst recht, seitdem die Grünen es geschafft haben, in großem Umfang Nichtwählerpotential anzugraben. Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung ist im Übrigen das Ergebnis aller Parteien prozentual deutlich schwächer zu werten als es jetzt mit stolzgeschwellter Brust überall gefeiert wird.

Für die Demokratie … war die Wahl eine Katastrophe. Wie gut, das wir in Zukunft ganz andere Probleme haben werden.

Man kann es kaum deutlicher ausdrücken als die WELT:

http://www.welt.de/finanzen/article7562075/EZB-knickt-ein-und-druckt-Geld-gegen-die-Krise.html

Es ist ein Tabu, das die Europäische Zentralbank (EZB) bricht: Die Währungshüter kaufen Staatsanleihen, um Druck von kriselnden Ländern wie Portugal und Griechenland zu nehmen. Eine höchst umstrittene Maßnahme. Denn de facto druckt der Staat nun Geld – und das dürfte bald die Inflation befeuern.

Wir drucken jetzt Geld in großem Maße. Gleichzeitig wurde ja schon gesagt, das die Gürtel jetzt enger geschnallt werden müssen … mit dem Anwurf der Notendruckmaschine versteht sich das wie von selbst: Geld wird jetzt recht schnell immer weniger Wert werden, allerdings kann das dem Euro an sich nützen – nur wir selbst werden mit dem Dingen nicht mehr viel anfangen können. Sicher, Klopapier, Taschentuch, Zigarettendrehpapier … dafür taugt er dann noch, aber um damit was zu bezwahlen wird man mit der Schubkarre oder dem Anhänger zur Tankstelle fahren müssen. Geht aber auch bargeldlos, sind ja nur Zahlen.

Natürlich findet die Börse das gut … will sagen: wer noch Geld hat, steckt es schnell in Aktien, bevor es gar nichts mehr Wert ist. Und weil es nichts mehr Wert ist, können sich auch Griechenland und Portugal ganz viel davon leisten.

Hat sich schon mal einer Gedanken darüber gemacht, wofür wir jetzt dieses Geld eigentlich wirklich ausgeben … und wo das letztlich landet?

Ich meine … 750 Milliarden sind doch kein Pappenstil – oder mitlerweile doch?

Es heißt vor allem, das für Spekulanten ganz viel Spielgeld da ist … sie müssen nur noch schauen, wie sie da ´ran kommen. Aber dafür gibt es ja Heerscharen von Anlage- und Unternehmensberatern, die werden da schon Mittel und Wege finden – für die Leute mit Hotel.

Die Leute ohne Hotel werden eine hohe Rechnung bezahlen. Erst hat man viel bezahlt, das man ihn bekommt, dann noch mehr, das er da war, jetzt noch viel mehr, das er bleibt … damit er am Ende überhaupt nichts mehr Wert ist.

Doch, das macht Sinn.

Wenn man ein Hotel hat.

Hat man keins, merkt man nur eins … man ist im Nutzviehland. Man sollte darauf mit Schildern an der Grenze aufmerksam machen:

BUNDESDEUTSCHE NUTZVIEHZUCHT. BNZ. Vielleicht gibt´s dann wieder Care-Pakete von menschenfreundlichen Seelen im Ausland.

Und da ist eigentlich auch egal, ob der Hirtenhund nun ein schwarzes oder ein rotes Halsband hat … es sei denn, man wettet gern bei Hundekämpfen.


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