Deutschland raus aus dem Euro

von Rainer Hill

Na, endlich sagt mal jemand von diesen sogenannten Experten etwas, was vielen Deutschen seit Einführung des Euros immer wieder über die Lippen kommt. Deutschland braucht keinen Euro, Deutschland braucht seine D-Mark wieder! Jawoll! Viele haben sowieso nie verstanden, warum Deutschland den Euro hätte brauchen sollen, da die D-Mark ein stabiles anerkanntes Zahlungsmittel war.

deutschemark-620x264Aber zum Wohle der EU und natürlich zum Wohle aller, womit aber nur die Banken und anteilhabende Verbrecher gemeint gewesen sein konnten. Das Volk hatte nichts von der Euro-Einführung. Halt doch, über eher kurz als lang Preisteuerungen, die mit der D-Mark nicht so profitabel gewesen wären.

Jetzt hat ein Ex-Direktor des IWFs endlich mal ausgedrückt, daß die Rückkehr zur D-Mark nicht nur eine emotionale Angelegenheit vieler Deutscher ist (wie viele „Politiker meinen), sondern echte finanzwirtschaftliche Vorteile hätte. Dieser Ex-Direktor mit Namen Ashoka Mody meint nun nach Wochen (eigentlich Monaten) des Hin und Her in der Griechenlandfrage, daß die Griechen im Grunde keine Chance haben, je wieder aus dem Schuldental herauszukommen.

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde sich am Ende eher nachteilig für alle Beteiligten auswirken. Ein Austritt Deutschlands und dessen Rückkehr zur D-Mark hingegen würde zwar den Wert des Euros senken, andererseits die Krisenländer, neben Griechenland auch Portugal und Italien, schlagartig wettbewerbsfähiger machen. Die D-Mark wäre im Vergleich zum Euro wesentlich mehr wert, was bedeutet, daß es für dieselbe Menge an Geld mehr Produkte und Dienstleistungen kaufen könnte. Und Deutschland wäre mit einem Schlag reicher.

Also, wenn sich das nicht schon beinahe wie ein Lottogewinn anhört? Folglich könnte sich das auch positiv auf die Staatsverschuldung auswirken. Und der Deutsche hätte endlich seine geliebte D-Mark wieder.

So gut es der Ex-Direktor mit Deutschland meint, es wird wohl bei der Idee alleine verbleiben. Die Blechdosenkanzlerin wird den Euro ums Verrecken nicht aufgeben, kann sie daher gar nicht. Der Euro ist eine Idee von den „Kameraden“ jenseits des Atlantiks und gehört mit zu deren geopolitischen Zielen wie auch die Vereinten Vasallenstaaten von Europa.

Da hat es wenig Sinn, wenn dieser Ex-Direktor meint, ein Austritt Deutschlands würde politisch einen Gewinn darstellen. Angesichts des Auseinanderbrechens des Zusammenhalts sollten die Fesseln eher gelockert, anstatt fester gezurrt werden. Wenn Merkel und Konsorten den Mitgliedsländern also mehr Freiheiten ließen, würde sich das Ganze positiv auf die Zusammenarbeit der Länder auswirken und Deutschland wäre nicht wieder der Buhmann. Da der Ex-Direktor aber sowieso kein Freund der deutschen Sparzwangspoltik ist, werden seine Gebete wohl eher nicht erhört werden.

Schade eigentlich. So gibt es nun also das nächste Hilfspaket, und dann noch eins und wieder eins.


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