Die Bedeutung des Begriffs: Revisionismus … und warum dieser in der BRD verboten ist

von UBasser

Seit geraumer Zeit bemerkt der aufmerksame Leser, daß viele Menschen um ihn herum und auch in der Öffentlichkeit des Internets zum Aufwachen gekommen sind. Viele Menschen interessieren sich im starken Maße neuerdings wieder für die deutsche Historie.

Das ist großartig, aber birgt auch in sich viele Gefahren, wenn abermals ein verzerrtes Geschichtsbild vermittelt wird. Es gibt viele Historiker der Gegenwart und der Vergangenheit, die die deutsche Geschichte objektiv und ohne Zweideutigkeit vermittelt haben. Diese Historiker nennt man auch Revisionisten.

Selbstverständlich wäre es nicht von Vorteil, Menschen, welche gerade „aufgewacht“ sind, weil sie spüren, daß etwas nicht stimmen kann, umgehend mit schwerer revisionistischer Literatur zu bombardieren. Es wäre nicht zum Vorteil, solchen Menschen Bücher wie „Teufel jagen, Wahrheit sagen“ von Gerard Menuhin zu empfehlen. Es würden Welten zusammen stürzen und eine Abwehr oder gar Abkehr von der Revision erfolgen.

Bei der immer beliebter werdenden Revision der Geschichte ist es notwendig, behutsam den aufmerksamen und lernbereiten Menschen an die revisionistische Literatur heranzuführen. Zuerst einmal muß geklärt werden, was Revisionismus überhaupt ist, wozu er dient, und warum er durchgeführt wird – und, warum der Revisionismus eine dauernde und nie abgeschlossene Arbeit darstellt.


Von Ernst Anrich

Um den Inhalt eines Begriffes zu verdeutlichen, ist es stets das Einfachste und Gebotene, von der Grundbedeutung seines Wortes auszugehen. (HEIDEGGER: »Die Sprache spricht.«)

Das Wort „Revisionismus“ kommt von „re-videre“. Dies heißt „wieder-ansehen“. Ein betriebswirtschaftlicher Revisor sieht sich die vorgelegte Bilanz wieder an. Er muß dabei nach dem eigentlichen Wortsinn der Vorsilbe „re“, die nicht nur „wieder“, sondern eigentlich „zurück“ bedeutet, auf den dieser Bilanz tatsächlich zu Grunde liegenden Vorgang zurückgehen, um die Buchungen in der Zeit, die die Bilanz erfaßt, mit dieser Bilanz zu vergleichen.

Der Revisor will also nicht einen derzeitigen Zustand – den derzeitigen Stand der Finanzen – umwerfen und auf einen vorhergehenden Bestand zurückführen. Sondern er will die Erfassung des seinerzeitigen Zustandes durch die vorgelegte Bilanz auf ihre Richtigkeit prüfen und, falls diese nicht besteht, die Richtigkeit herstellen. Er will nicht einen Zustand wieder herbeiführen, sondern nur dessen Beschreibung überprüfen und gegebenenfalls berichtigen.

Der Geschichtsschreiber ist verpflichtet, den gewesenen Vorgang, den er erfassen will, sich genauestens wieder anzusehen. Denn die Aufgabe der Geschichtsschreibung ist nicht, Geschichte zu schaffen durch Herstellung eines neuen Zustandes oder Wiederherbeiholung eines alten Zustands, sondern eben diesen genauestens im Rückblick zu erfassen. Es gehört auch zu seiner wissenschaftlichen Pflicht, schon vorgelegte Beschreibungen, unter Umständen auch seine eigenen, immer wieder zu revidieren darauf hin, ob diese Beschreibung das Gewesene wirklich genau erfaßt hat.

Der Geschichtsschreiber und alle, die sich dafür ausgeben, sind geborene und verpflichtete Revisionisten. Nur dadurch ist er Wissenschaftler und sein Ergebnis Wissenschaft.

Der Reaktionär will nicht einen alten Zustand als solchen richtig beschreiben. Er ist kein Zurückblickender in diesem Sinn, kein Revisionist, sondern einer, der durch Handeln (actio) einen alten Zustand wiederherstellen = zurückholen (reactio) will, um dadurch den gegenwärtigen Zustand zu stürzen. Der Revisionist und der Reaktionär sind also grundverschieden.

Der Restaurateur sieht ein schon geschaffenes Kunstwerk als beschädigt an. Er will den alten Status wiederherstellen = restaurieren. Wenn er diesen alten Status zugleich wieder an die Stelle des gegenwärtigen setzen will, ist er zugleich ein Reaktionär. Im Begriff und Wortsinn der Restauration an sich liegt diese Bedeutung nicht.

Revisionismus hat also nichts zu tun mit reaktionärem und restaurativem Wollen, sondern ausschließlich mit Richtigkeit der Beschreibung eines Gewesenen.

Konservativ: „Servare“ heißt „bewahren“, „con“ (eigentlich com) gibt dem den Sinn, alles zu bewahren, bei sich zu behalten, was zu der lebendigen Ganzheit von Grund auf gehört.

Der Konservative sucht also das zu Bewahrende zu erhalten. Das für das Ganze Notwendige sind die Grundwerte und die gemeinsame Zuordnung dieser Grundwerte.
Erkennt der Konservative in der jeweils gegenwärtigen Ordnung diese Grundwerte als erfaßt, so wirkt er daran, diese Ordnung zu erhalten. Erkennt der Konservative in den gegenwärtigen Zuständen diese Grundwerte und ihre Zuordnung als verloren und in der vorangegangenen Ordnung bewahrt, so wird er zum konservativen Reaktionär.

Er veredelt dadurch das reaktionäre Tun, indem er das Vorangegangene nicht aus geistiger Erstarrung oder Nostalgie oder gar der Wiederherstellung alter Interessenbefriedigung wieder zurückholen will, sondern weil es die Werte in seiner Ordnung besser erfaßt und gesichert hat.

Sieht er aber diese Werte und ihre Zuordnung auch in der alten Ordnung nicht mehr für jetzt lebendig gestaltet, so wird er – eine Zusammenfassung, die vielen als unmöglich erscheint – zum konservativen Revolutionär.

Das heißt, die konservative Revolution ergreift die Aufgabe, die bestehenden Zustände zurückzuwälzen („re-volvere“) bis zu den Grundlagen der zu bewahrenden Werte und ihres Zusammenhangs, um sie dann in einer neuen Gestalt zu erfassen.

MOELLER VAN DEN BRUCK:

„Der konservative Mensch sucht heute wieder die Stelle, die der Anfang ist. Er ist jetzt notwendig Erhalter und Empörer zugleich.“

Wie beschreibt die Bundesregierung den heutigen Revisionismus?

Bundesminister des Inneren, Verfassungsschutzbericht 2004, Berlin 2005, S. 108:

„Ein bei unterschiedlichen Organisationen und Aktivisten auftretendes Ideologieelement ist der rechtsextremistische Revisionismus. Darunter fallen sämtliche Versuche, das Geschichtsbild aus politischen Gründen umzudeuten. Die rechtsextremistische Szene konzentriert sich dabei auf die öffentliche Meinung zum „Dritten Reich“, da die Erinnerung an dessen Verbrechen Menschen davon abschreckt, sich auf aktuelle Vorstellungen des rechtsextremistischen Lagers einzulassen.

Um diese Barriere zu beseitigen, zeichnen verschiedene Autoren ein positives Bild des untergegangenen nationalsozialistischen Staates.

Dabei leugnen sie ihre tatsächliche Motivation und versuchen den Eindruck eines wissenschaftlichen Hintergrundes ihrer Aktivitäten zu erwecken.

Sie behaupten, im Rahmen einer neutralen Untersuchung der Vergangenheit zu neuen Forschungsergebnissen gelangt zu sein, die eine neue Sicht der Ereignisse notwendig machten.“

Das ist natürlich starker Tobak! Die Bundesregierung/Verfassungsschutz weist nicht daraufhin, wodurch die Revision bestimmter historischer Ereignisse prinzipiell erfolgen muß, da bei heutiger Geschichtsvermittlung starke Differenzen vorhanden sind.

Differenzen in der Geschichtsvermittlung ergeben sich zumeist aus der falschen Gewichtung, aus dem Zusammenhang gerissener Ereignisse (die sogenannte Einzelbetrachtung hat fast immer keinen Wert!), verdrehter Ereignisabläufe, Erfindung von Zeugen, Erfindung von Abläufen historischer Ereignisse, Nichtinbetrachtziehung der zeitlichen und den Umständen entsprechender Entscheidungen, sowie komplette Erfindungen von Ereignissen – sprich: Lügen.

Die Bundesregierung/Verfassungsschutz suggeriert mit den obenstehenden Aussagen, daß der Revisionismus in der Geschichte der BRD prinzipiell ein feindliches, also rechtsextremes Agieren gegenüber der BRD-Geschichtsschreibung bedeute. So wird die Darstellung der BRD-Geschichtsschreibung grundsätzlich gegen einen gewissen Teil der zugrunde liegenden tatsächlichen historischen Ereignisse verstoßen, da eine Revision der deutschen Geschichte nicht im Einklang mit der BRD-Geschichtsschreibung steht.

Hinzu kommt die Einführung des §130 im Strafgesetzbuch im Jahre 1994, der eine objektive Geschichtsrevision unter Strafe stellt. Damit blockiert die BRD-Gesetzgebung eine ungehinderte Forschung, die laut Grundgesetz Artikel 5 Abs. 3 maßgeblich gewährt wird.

Daraus sollte dem neu erwachten Menschen ein Frage entstehen:

Wer oder was ist die Bundesrepublik in Deutschland?

Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es keiner revisionistischen Arbeit, sondern schlichtes juristisches Verständnis.

Eine Staatsgründung der BRD hat es nie gegeben.

Die BRD wurde als Verwaltungskonstrukt, Verwaltungsapparat, geschaffen. Der Parlamentarische Rat mit dem Vorsitzenden Carlo Schmid (SPD) beschloß das von den alliierten Streitkräften im besetzen Deutschen Reich, vorgelegte Grundgesetz. Carlo Schmid äußerte:

„….wir haben keinen Staat zu errichten…“

und

„…Die Bundesrepublik Deutschland ist die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft…..“

Im Jahre 1990 schloß sich die DDR an die Bundesrepublik aus beiderseitigen wirtschaftlichen Interessen an. Eine vollständige Erreichung der Souveränität des deutschen Volkes war weder gedacht noch vorgesehen, was auch niemals mit dem alliierten Grundgesetz geschehen kann, denn das Grundgesetz räumt die Besatzung des deutschen Landes rechtlich ein (siehe GG Art.120).

Übrigens wurde das Grundgesetz in Anlehnung an die Haager Landkriegsordnung durch die alliierten Sieger des 2. Weltkrieges erarbeitet und zum Beschluß dem Parlamentarischen Rates vorgelegt.

Zum Zeitpunkt der sogenannten „Wiedervereinigung“, was juristisch eigentlich ein Anschluß der DDR an die BRD war, wurden komplett die Beschlüsse der Potsdamer Verträge ignoriert die heute nach wie vor vollumfänglich gültig sind. In den Potsdamer Verträgen wird das Territorium des Deutschen Reiches auf die Grenzen von 31.12.1937 festgelegt.

Weiterhin enthalten diese Beschlüsse Klauseln, wann und wodurch das deutsche Volk seine Souveränität und sein Land „Deutsche Reich“ wieder erhält, nämlich exakt nach der Unterzeichnung von Friedensverträgen mit den Ländern, mit welchem das Deutsche Reich Krieg führte.

Jedoch würden Friedensverträge mit dem Deutschen Reich die UNO ad absurdum führen, weil in dessen Charta die Feindstaatenklauseln gegen das Deutsche Reich enthalten sind. Auch müßte die USA und andere NATO-Länder jedem Land den Krieg erklären, in die sie militärisch einfallen.

Offizielle Friedensverträge des Deutschen Reiches würde also die gesamtpolitisch-militärische Lage auf der Welt verändern.

Nun versteht vielleicht so manch neu aufgewachte Mensch, daß es nicht so einfach ist, die politischen Umstände und Intrigen zu durchschauen. Für eine Veränderung im Lande müssen wir nur wieder unsere Geschichte, unser Wesen, unsere Liebe zu Land und Volk, unsere Werte wiedererwecken.

Ein gesunder Patriotismus ist der Grundstock zur Heilung des Landes.


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