Die Bekämpfung der Auslandsdeutschen

Die Deutschen in der Bundesrepublik erfahren in der Regel kaum etwas über die bis zu 160 Millionen Deutschen oder zumindest teilweise deutschstämmigen Menschen in anderen Staaten rund um die Erde.

Zumeist nur selten und oberflächlich wird z.B. über die Deutschen in Russland, Nord- und Südamerika, Rumänien oder den von Polen verwalteten ostdeutschen Gebieten wie Schlesien berichtet. Kritische Betrachtungen zur Geschichte der Auslandsdeutschen finden schlicht nicht statt.

Das Interesse an den eigenen Landsleuten unter fremder Flagge fehlt den gegenwärtigen Eliten in der Bundesrepublik zumeist, so wie ihnen ohnehin ein Bewusstsein für die eigene Nation und Identität fehlt.

Eine bittere Tatsache, die durch das Gebälk einer unterschwelligen nationalen Selbstverachtung gestützt wird.

Das Land der ,,unbegrenzten Möglichkeiten“ hat stark durch seine deutschen Einwanderer profitiert. So stark wie durch keine zweite Einwanderergruppe. Trotzdem behandelte Washington die Deutschamerikaner stets stiefmütterlich, als Melkkühe der ,,Nation“ und oftmals auch offen als Sündenböcke.

In den ersten 100 Jahre ihres Bestehens waren die USA ein überwiegend englisch-britisch geprägtes Land. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschoben sich durch starke deutsche Einwanderung die Zahlenverhältnisse.

Alleine zwischen 1881 und 1890 kamen 1,5 Millionen Deutsche in die USA. Ihr Fleiß und ihre Selbstlosigkeit wurde den Deutschen in den USA letztlich niemals politisch gedankt.

Deutschamerikaner stellen bis heute die größte ethnische Bevölkerungsgruppe in den USA dar, hatten aber politisch trotz ihrer Masse stets weit weniger Einfluss auf die Politik, als viele weit kleinere Volksgruppen in den USA.

Das Potential des Hasses und der Gewalt gegen die Deutschamerikaner tauchte spätestens 1917 im Ersten Weltkrieg großangelegt auf. Dieser Hass wurde sowohl von der politischen Elite, als auch von weiten Teilen der amerikanischen Öffentlichkeit getragen.

Während es Ersten Weltkriegs wurden 480.000 Einwohner deutscher Herkunft auf geheimen Listen erfasst und über 4.000 Deutschamerikaner ab 1917 verhaftet. In regelrechten Pogromen wurden im ganzen Land Deutsche von aufgehetzten Gruppen gewaltsam angegriffen und auch zahlreiche Deutsche vielerorts getötet.

Auch gegen die deutsche Kultur wurde nun offen ein Krieg im Land geführt. Die deutsche Sprache wurde verboten und aus der Öffentlichkeit verbannt, das Werk deutscher Komponisten wie Richard Wagner wurde blindwütig getilgt und durch Musikwerke anderer Ethnien ersetzt. Auch deutsche Bücher wurden vielerorts öffentlich verbrannt!


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