Die Crash-Party

von N8Waechter

Leserzuschrift bei Hartgeld.com vom 26.08.2015, die die derzeitige Situation sehr treffend auf den Punkt bringt:

Es bleibt in diesen Zeiten nicht mehr so richtig viel zu sagen.

Wie Hillary Clinton ihre größte Schwäche beschrieb „dass ich so ungeduldig bin“, so ist es eben, wenn man weiß, dass das Ritual sich dem Finale und der Abschluss-Show entgegen neigt und man es eben kaum abwarten kann.

Hier auf der Webseite hat sich WE hervor gewagt, den Beginn der großen Show auf ein paar Tage/Monate genau festzulegen, z.B. zu lesen bei:

Der letzte Zahlungseingang

Andere wiederum, die wissen, dass unsere Freunde Zahlenmystiker sind, nehmen sich diverse Äusserungen, auch der IWF-Chefin LaGarde etc. vor, um ein kohärentes Bild zusammen zu puzzeln:

Etwas großes kommt auf uns zu: 27 Ereignisse, die im September und Oktober 2015 passieren

Und es ist ganz klar, dass nichts, in diesen Zeiten die wir haben und die wir sehen werden, zufällig geschehen ist, oder zufällig geschehen wird. Klar ist auch, dass unsere Freunde eine große Party machen werden, einfach, weil es an der Zeit ist und – so jedenfalls meine Meinung – sie das Jubeljahr nicht einfach auslassen werden, denn die Mehrzahl von ihnen dürfte das nächste Jubeljahr nicht mehr erleben.

Wenn also nur einmal im Leben Weihnachten ist, dann wird man es im Normalfall auch ausgiebig feiern. Und dieser Party – so auch meine Meinung – sehen wir jetzt entgegen. Wie am Abschluss einer jeden großen Zeremonie, oder Zeitabschnittes, oder Festes, weiß natürlich keiner (außer die Feuerwerksmeister), wie viele Raketen abgeschossen werden, wie das Feuerwerk im einzelnen aussieht, wie lange es dauert, an welchen Orten es stattfindet und wie vielen Menschen es den Atem verschlägt, sie im Bann, oder auch… in der Starre der jeweiligen Be- oder auch Entgeisterung hält.

Wem gar nicht bewusst ist, dass dieses große Fest, die Party, jetzt dem großen Abschluss entgegen gehen soll, der wird natürlich überrascht sein. Wobei zugegebenermaßen einiges an kognitiver Dissonanz von Nöten ist, eben dieses nicht wahrzunehmen, denn die Plakate stehen ja gleichsam vor jeder Haustüre.

Was wir definitiv sehen werden, ist die große Weichenstellung für die nächsten 50 Jahre. Es ist also klar, dass der Zug jetzt nicht mehr im bisherigen Gleis laufen wird, sondern eine Wendung erfährt. Welchen Winkel die neue Strecke einschlägt (oder einschlagen soll), also wie merklich oder unmerklich und überraschend es für die Passagiere wird, ist für viele noch nicht zu sehen – eben abhängig von der Blickrichtung, eben abhängig davon, wie sehr man in Fahrtrichtung, also voraus schaut.

Allerdings geht jede Weichenstellung nur bis zu einem gewissen Winkel, welche „Gängigkeit“ wiederum abhängig ist von der Masse des Zuges und der Geschwindigkeit, welches dann in der Summe seine Trägheit ausmacht. Natürlich kann man so den Zug auch vor-die-Wand fahren, indem bedingt durch die Trägheit und zu scharfe Weichenstellung dem Hindernis, zu welchem zu umgehen oder umschiffen die Weiche gedacht war, gar nicht ausgewichen wird können.

Menschen, die oft Zug fahren und nach vorne schauen, oder einfach Gesetzmäßigkeiten spüren, dürften sich mit einem „oh nee, ich glaub das geht nicht gut“ und anschließendem gar nicht soo gewagten Sprung aus demselben verabschieden. Wie Tiere eben schnell die Höhe suchen, noch lange, bevor der Tsunami anrollt.

Wie schon geschrieben, die Plakate für die Party stehen schon sehr lange vor jeder Haustüre, und wer mal hinschaut, oder hingeschaut hat, hat Zeit genug bekommen, um sich zu entscheiden, ob er an dieser teilnehmen will… oder eben nicht.


Quelle und Kommentare hier:
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