Die Deutschen – ein verlorenes Volk? (II)

Von Max Erdinger

In Teil 1 von „Die Deutschen – ein verlorenes Volk?“ hatte ich mich gestern mit der apolitischen Bequemlichkeit des deutschen Volksdemokraten auseinandergesetzt. Ich stellte fest, daß die jahrzehntelang Umerziehung, die ihm eine sehr politische Minderheit hat angedeihen lassen, vom deutschen Volksdemokraten noch nicht einmal bemerkt worden ist, da er Veränderungen unter „der Lauf der Dinge“ oder „Fortschritt“ subsumiert, was sehr bequem ist und dem deutschen Volksdemokraten seinen gesunden Schlaf lässt.

Zur Veranschaulichung seiner planvollen Umerziehung vom deutschen Demokraten zum globalen Weltmenschen mit Demokratieillusion hatte ich das Bild eines riesengroßen Feldes gewählt, welches der jungfräulichen Demokratie und dem Grundgesetz der Bonner Republik im Jahre 1949 entspricht.

Es werden dort verschiedene Kleinbaustellen aufgemacht, die alle unterschiedliche Bezeichnungen haben (Feminismus, Ökologismus, Egalitarismus, Antirassismus, Antichauvinismus, Antipatriarchismus, Anti-Dies, Anti-Das und noch viel mehr), im kollektiven Bewußtsein als viele einzelne Baustellen wahrgenommen werden, dabei immer enger zusammenrücken und zum Schluß hin, dann, wenn sich massiver Protest regt, mit wenigen Handgriffen zu einem einzigen großen Gebäude verbunden werden können, mit welchem das riesige Demokratiefeld komplett überbaut ist. Jeder Widerstand ist dann zwecklos.

Für den zweiten Teil hatte ich einen Blick auf die einzelnen Baustellen angekündigt und ersetze als erstes gleich einmal das Bild der Baustelle durch das Bild des trojanischen Pferdes. Eigentlich handelt es sich um ein Schafspferd, weil der deutsche Volksdemokrat ein Schlafschaf ist, welches sich noch jedes trojanisch-globalistisch-internationalsozialistische Schafspferd in seine Demokratie hinein schieben läßt, solange er nur glauben kann, daß es sich dabei um „Fortschritt“ handelt. Das wichtigste dieser trojanischen Schafsgeschenke ist der Feminismus gewesen. Kein anderes trojanisches Schafspferd hat den deutschen Volksdemokraten samt seiner eigenartigen Demokratie derartig zerebral und physisch entklötet wie der Feminismus.

Der Schafsfeminismus

Jeder Schafzüchter kennt die gefährlichste Schafskrankheit, den Schafsfeminismus. Einzelne Schafe blöken, daß es die Schafsböcke allesamt besser hätten als sie selbst und daß es deshalb nur gerecht wäre, wenn sie selbst wie die Schafsböcke werden würden. Die müssen nämlich keine Lämmer bekommen, welche sie davon abhalten, Schafsbock zu werden. Sie sind schon Schafsböcke.

Deutschland ist inzwischen eine vergreiste Nation. Für bald ein halbes Jahrhundert fehlt es an eigenem Nachwuchs, der die Sterblichkeitsrate ausgleichen würde. Die Deutschen sterben aus. Wer Volk und Nation abschaffen möchte, begrüßt das natürlich. Ein Volk aussterben zu lassen, ist wesentlich eleganter, als es einfach umzubringen, zumal einem das ermöglicht, hinterher zu behaupten, das Volk hätte aus sich heraus nicht mehr weiter existieren wollen, da schließlich die Entscheidung für oder gegen Nachwuchs eine persönliche Angelegenheit sei.

Persönliche Angelegenheiten werden entlang privater Überzeugungen geregelt. Wer von der Berechtigung eines institutionalisierten Staatsfeminismus´ überzeugt ist, wird sich privat entsprechend verhalten. Die „Frauenfeindichkeit“ – wer auch immer definiert, wann eine solche genau vorliegt – als herausgehobene Unterfeindlichkeit der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ im Ganzen, landet hierzulande vor Gericht.

Wer beobachtet hat, wie sich über die letzten Jahrzehnte eine Frauengeneration breit gemacht hat, die lediglich von der Bewunderung für Boris Becker übertroffen worden ist; wer beobachtet hat, wie scheidungswillige Ehefrauen per Gesetzgebung ihren Männern vorgezogen wurden, um sie anschließend zu Staatsmündeln umzufunktionieren; die Pamperung, Förderung, Quoten und Sonderrechte brauchen, um als wahlberechtigte und patriarchatsbefreite Menschen durchzugehen, – ja, was sollte der machen?

Der sollte vielleicht eimal Mutmaßungen anstellen, was angesichts der ansonsten so sehr betonten Wichtigkeit von Soziologie in Deutschland gebacken wäre, wenn sich die durchschnittliche Lebenserwartung nach Geschlechtern seit 1920 genau anders herum entwickelt hätte, und Frauen Jahre vor ihren Männern verstürben. Vor hundert Jahren betrug die Differenz in der Lebenserwartung ein Jahr, heute sind es sechs. Und zwar zu Ungunsten der Männer. Das interessiert keinen linken Soziologen, der sich sonst für jeden Mückenschiß interessiert.

Powerfrauen allüberall. Powerkommissarinnen in der Bevölkerungsglotze, Powermütter so weit das Auge reicht, Frauenbauer sucht Frauenpower, die emotionale Intelligenz, das sanfte Geschlecht, jede Dritte und dreizehn Prozent … – es ist endlos.

Im Rundfunk das Moderatorenduo Mann-Frau beim Gute-Laune-Motivierungsvormittag: Er der lustige Kasper, der Depp vom Dienst – und sie diejenige mit den letztgültigen Sätzen bei absolut Allem. Jeden Tag. Die Bildschirme voll mit guten, warmherzigen Weibsleuten, die von hartherzigen Mannsbildern gekränkt, verletzt und hintergangen wurden und todtraurig darüber sind. Immer kämpfen sie, auch. Für mehr Menschlichkeit, mehr Gerechtigkeit und weniger Mehrwertsteuer.

Sie diktieren die Regeln, sie moralisieren. Sie sind die Gewitzten. Selbst ihre kleinen Töchter sind schlauer, als der dummlustige Papa, wenn die Fernsehwerbung wirklich stimmt. Frauen erobern eine Männerdomäne nach der anderen.

Das ganze Frauenleben ein einziger Eroberungskampf im aussichtslosen Krieg gegen die Männerdomänen. Noch nicht einmal auf dem Felde der Ehre haben sie ihren Kampf um die Gleichberechtigung unter den Gefallenen siegreich zu Ende geführt. Auch die versammelte Gleichstellungsfrauschaft hat es damit nicht eilig. Frauen seien schließlich dadurch benachteiligt, daß sie Kinder bekommen. Wir lernen: In Deutschland ist die Frau benachteiligt, weil sie eine Frau ist. Wer in dieser ganzen institutionalisierten Feministenkloake noch einigermaßen durchblicken will, der braucht eine Taucherbrille.

Wer allerdings täglichen Umgang mit den verschiedensten Frauen hat, seine Erfahrungen mit ihnen zusammen hat und trotzdem den ganzen medial verbreiteten Blödsinn über Frauen für bare Münze nimmt, der ist allein deswegen schon als Demokrat völlig unbrauchbar. Der Feminist ist ein Depp.

Deppen sind aber als Demokraten nicht zu gebrauchen, sondern allenfalls als Stimmvieh.

Es ist eigentlich ganz einfach: Wer ein Volk ausradieren möchte, ohne es direkt umzubringen, der läßt sich ein bißchen Zeit. Feminismus wirkt auch. Und zwar binnen dreier Generationen. Wenn die Sterberate die Geburtenrate dauerhaft übersteigt, ist irgendwann Ende Gelände. Damit ist dann auch Ende einer Demokratie für die Deutschen. Wer nicht existiert, ist kein Demokrat.

Auffällig ist: Seit Frauen als Ersatzproletariat neuerdings ziemlich ausgedient haben – und zwar wortwörtlich „ausgedient“ – werden sie zugunsten eines neuen Ersatzproletariats fallen gelassen wie heiße Kartoffeln. Welche Beauftragte des institutionalisierten Staatsfeminismus hätte sich je träumen lassen, daß ihren deutschen Geschlechtsgenossinnen kulturfremde Barbaren auf den Hals gehetzt werden würden, gegen die sie ihre vorher jahrzehntelang madig gemachten Männer nicht einmal mehr verteidigen – und der Staat, mit dem sie ihre Männer betrogen haben, auch nicht?

Ich behaupte: Der institutionalisierte Staatsfeminismus ist ein trojanisches Schafspferd von allem Anfang an gewesen. Es ging den Förderern dieser Ideologie nie – oder höchstens am Rande – um ein besseres Leben für Frauen.

Viele Gutgläubige und Wohlmeinende dürften der feministischen Ideologie auf den Leim gegangen sein. Feministen sind sozusagen nur die nützlichen Idioten der Generalideologen gewesen. Übergeordnetes Ziel war die Zerstörung einer Gesellschaft, in welcher sich der Demokrat während seiner für die Entwicklung der Persönlichkeit besonders wichtigen Jahre individuell in seiner je einzigartigen Familie sozialisiert. Der so Sozialisierte wäre dann der Demokrat geworden, dem sich der Staat gegenübergestellt gesehen hätte: Ein Mensch mit einer eigenen Meinung zu den öffentlichen Dingen.

Mit der Schleifung der traditionellen Familie, explodierenden Scheidungszahlen und einer ebenso explodierenden Zahl dysfunktionaler Familien, mit der völligen Demontage des Familienpatriarchen samt seiner schützenden und sozialisierenden Funktion, wurden inzwischen zwei bis drei Generationen großgezogen, von denen ein größerer Teil als je zuvor bereits in seiner Kindheit traumatisiert worden ist. Wenn eine Familie zerbricht, ist das für ein Kind das Schlimmste. Die so Traumatisierten sind die Demokraten von heute.

Unermüdlich arbeitet aber des deutschen Volksdemokraten Stellvertreter daran, die „Lufthoheit über den Kinderbetten (zu) erringen.“ (Olaf Scholz, SPD). Daß Mütter heutzutage mehr als je zuvor gezwungen sind, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, um die Familienkasse mitzufüllen in einem Staat, der über eine expropriatorische Steuerquote de facto die Sklavenarbeit wieder eingeführt hat (Steuersklaverei), wird dem deutschen Volksdemokraten und Schlafschaf angedient als die „Selbstverwirklichung“ der Frau oder gleich als ihre „Befreiung von den Zwängen des Patriarchats“.

Die „Zwänge des Sozial- und Fiskalstaates“, mit denen sie sich stattdessen konfrontiert sieht, werden elegant unter den Tisch fallen gelassen. Lieschen Müller sitzt heute mitunter voll befreit und selbstverwirklicht bei ALDI an der Kasse, obwohl sie – als Frau und Mutter – viel lieber bei ihrem Kind wäre, das nach einem Tag in der sozialistisch geprägten Gesamtschule seinem Drogenkonsum frönt, vermittels welchem es über die menschliche Kälte seiner Gegenwart hinwegzukommen sucht.

Man fragt sich, warum das widerstandslos funktioniert. Die Etymologie hilft weiter: Alle westlichen Gesellschaften sind stark auf das Materielle fixiert. Ausgerechnet das haben sie, die mehr oder weniger kapitalistischen Gesellschaften, mit dem Marxismus gemein. Oft ist die Rede von einem „besseren Leben“, das es zu schaffen gelte. Übersetzt wird „besseres Leben“ hauptsächlich mit „mehr Wohlstand“. Es sei hier nur am Rande erwähnt, daß der deutsche Volksdemokrat im europäischen Vergleich inzwischen einer der Ärmsten ist. Vor fünfzig Jahre war er neben den Schweizern noch der Champion.

Aber zurück zur Etymologie: Die Materie und der Materialismus haben einen gemeinsamen Wortstamm, nämlich das lateinische „mater“ für Mutter. Das ist auch völlig logisch. Schließlich ist die Mutter diejenige, die das neue Leben mit Nahrung, mit „Materie“ versorgt. Es entspricht völlig und absolut wertungsfrei dem natürlichen Wesen von Frauen, auf das Materielle einen wesentlich größeren Augenmerk zu legen als Männer. Die zivilisatorische Entwicklung einer Gesellschaft hin zu einer Wohlstandsgesellschaft gelingt umso besser, je mehr das Weibliche Priorität genießt.

Frauen sind zugleich auch die Gewährenden. Ihre Kriterien sind ausschlaggebend bei der Partnerwahl. Der Mann, der in der Vergangenheit Frau und Kinder haben wollte, mußte um ihre Hand anhalten, nicht sie um die seine. Es galt, sicherzustellen, daß der Mann seine zukünftige Frau mit allem versorgen kann, was sie braucht, um ihrer Funktion als „mater“ gerecht werden zu können.

Der unvergleichliche zivilisatorische Vorsprung, den europäisch geprägte Nationen bis ins zwanzigste Jahrhundert vor fast allen anderen Kulturräumen hatten, ist wesentlich der Koppelung von weiblichem Erwerbssinn und männlicher Triebhaftigkeit zu verdanken.

Männer, die eine Familie haben wollten, mußten sich anstrengen, um die Voraussetzungen zu schaffen, die notwendig gewesen waren, um fortpflanzungstechnisch zum Zuge zu kommen. Dieses „Wohlstandsjunktim“ ist inzwischen abgeschafft worden – und der deutsche Volksdemokrat begreift es als einen „Fortschritt“.

Der Mann und Familienvater ist bestenfalls noch der geduldete Dödel, solange er sich weiblicher Prioritätensetzung fügt. Daß er die Seinen mit Geist und Haltung zu verantwortlichen, individuellen Demokraten erzieht, kommt nicht mehr in die Tüte. Seine Triebhaftigkeit ist allerdings noch immer dieselbe wie eh und je – und nachdem die Sexualität von ihrer reproduktiven Funktion „befreit“ worden ist, um sie mit einem individuellen „Lustprinzip“ zu erklären, macht der deutsche Volksdemokrat, das Schlafschaf, eben das, wovon es sich am ehesten ein Nümmerchen verspricht.

Geld anschaffen kann er auch ohne daß er Patriarch ist. Aus dem ehemaligen „Volk der Dichter und Denker“, welches mangels Alternativen in der politischen Machtlosigkeit der deutschen Kleinstaaterei seinen Ursprung hatte, wurde inzwischen das Volk der materialistisch tickenden Geilistinnen und Geilisten. Und genau damit hat es der umerzieherische Staat im Wortsinne „an seinen Eiern.“ Alles gehorcht in diesem Land inzwischen dem Gedanken an das Materielle. Aus dem vormaligen deutschen Mann wurden Markus Lanz, J.B. Kerner und der Juror bei „Let´s Dance“.

Jeder Widerstand, jeder Protest und jeder Renitenzgedanke der politischen Klasse und ihrer volkspädagogischen Attitüde gegenüber kann heute erstickt werden mit der finsteren Drohung, den Rentinzler über den Verlust seines Arbeitsplatzes oder die Schädigung seines Geschäfts materiell zu degradieren oder ihn sogar ins Unglück zu stürzen, etwa dadurch, daß man es ihm verwehrt, seine Schulden noch bedienen zu können. Das ist sein Albtraum.

Diskutiert wurde schon, ob man ihm nicht das Umgangsrecht mit seinen eigenen Kindern verwehren soll, wenn er im Internet wenig staatstragende Gedanken äußert. Da hält er lieber sein gekauftes Maul, der deutsche Volksdemokrat und schluckt jede Kröte, die ihm seine „Volksvertreter“ vorsetzen.

Der deutsche Volksdemokrat, das Schlafschaf, hält das alles für gesellschaftlichen Fortschritt und ignoriert geflissentlich die Konsequenzen. Eine sehr wesentliche ist, daß er äußerst jugendlichen, sehr virilen Kulturfremden in seinem eigenen Land nichts mehr entgegenzusetzen hat. Er hat gelernt, daß Konflikte verbal zu lösen sind, Gewalt männlich und daher verpönt ist. Er ist der Verlierer. Und Demokrat, der er ist, hält er das alles für irre fortschrittlich und zivilisiert. Er wähnt sich noch immer als Angehörigen einer Kulturnation.

Der Feminismus als eines der trojanischen Schafspferde auf der kulturmarxistischen Großbaustelle „deutsche Demokratie“ hatte die verhehrendste Wirkung von allen. Freilich gäbe es noch andere.

Ökologismus wäre beispielsweise der Trick zur Generierung nie endender Konsumentennachfrage an sämtlichen persönlichen Bedürfnissen vorbei. Oder der generelle Egalitarismus. Oder der absichtsvoll inszenierte Jugendwahn, bei dem die Alten mitsamt ihrer Lebensweisheit schon sprachlich – und in der Folge dann auch begrifflich – zugunsten von Älteren oder Senioren abgeschafft worden sind.

Das alles und noch viel mehr kommentiert der deutsche Volksdemokrat lakonisch mit „Lauf der Dinge“ und lebt weiterhin in dem Wahn, er sei der Demokrat, der anderen Kulturen und anderen Regierungsformen so haushoch überlegen sei, daß sie allesamt ausgerechnet von ihm noch etwas lernen könnten.

Der deutsche Volksdemokrat ist in Wahrheit ein materialistischer, völlig entklöteter Gartenzwerg. Mit einer Population von Gartenzwergen hat allerdings noch kein Volk überlebt.

Aber sei´s drum. Ich lasse es hier mit dem Ende des zweiten Teils von „Die Deutschen – ein verlorenes Volk?“ gut sein. Ich hatte nicht vor, ein Buch zu veröffentlichen.

Die Deutschen werden als Volk aussterben und mit ihnen die fixe Idee von der deutschen Demokratie. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

 


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