Die „Familie“ ist ein Herrschaftsmodell bestehend aus Dienern und Sklaven

von Mara

Das Wort „Familie“ klingt so kuschelig und positiv. Wer eine hat, kann sich glücklich schätzen. Wer keine hat, schafft sich in vielen Fällen sogar eine „Ersatzfamilie“, Hauptsache man hat eine.

Teile der souveränen Bewegung legen großen Wert darauf, aus der und der „Familie“ zu stammen. Da heißt es dann: max aus der Familie Mustermann.

Damit konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden, jetzt weiß ich auch warum. Erst kürzlich erfuhr ich, woher der Begriff Familie stammt und welchen Ursprung er hat. Man lese und staune…

Vorab sei gesagt, dass ich allen Souveränen, die sich so betiteln, nichts absprechen möchte. Es darf sich selbstverständlich jeder nennen, wie er möchte. Ich will hier nur aufzeigen, was hinter dem Begriff steckt und wie sie uns mal wieder hinters Licht führen, mit Begrifflichkeiten, die man übernommen und neu definiert hat, ähnlich, wie bei dem Wort „Demokratie„.

Dabei steckt die ursprüngliche Energie immer noch in diesem Wort und wir verwenden es fleißig, in der Annahme, es sei etwas Gutes. Dabei können wir prinzipiell davon ausgehen, dass sie es nicht gut mit uns meinen. Aber, lange Rede, kurzer Sinn, ich fass mal zusammen, was ich so entdeckt habe.


Latein – eine tote Sprache

Sepulcrum Familia De Haber – Das Grab der Familie De Haber

Latein gilt als eine tote Sprache, nicht, weil man sie nicht mehr verwendet, sondern weil sie keiner mehr als Muttersprache spricht.

Interessant finde ich, wo sie heute noch täglich angewandt wird:

Im Vatikanstaat gilt Latein als Amtssprache, für ein Medizinstudium benötigte man früher mindestens das kleine Latinum (heute nicht mehr nötig) und auch in der Rechtswissenschaft wird Latein sehr häufig verwendet.

So gesehen, hat die lateinische Sprache durchaus eine hohe Präsenz. Allerdings nur in gebildeten Kreisen. Im Handwerk z. B., also beim gemeinen Volk, heißt der Hammer einfach nur Hammer. Somit möchte man sich unterscheiden, trennen, aufwerten. Wer Latein beherrscht, für den ist es um ein Vielfaches einfacher andere Sprachen zu lernen und zu verstehen.

Vor langer, langer Zeit teilte man die Welt auf, in Römisch und in Griechisch, deshalb finden Worte und Begrifflichkeiten auch ganz oft ihren Ursprung in Latein und Griechisch. Wir hier, in den westlichen Ländern, werden vom Lateinischen und Griechischen dominiert. Außer unser Zahlensystem, welches, nach neuesten Erkenntnissen, aus dem Aramäischen entstanden ist und nicht, wie bisher allgemein angenommen, aus dem Arabischen.

Famulus und Famula = Diener und Sklave

Eine große Familie, die nur dem Moloch dient

Tauchen wir mal ein bisschen ein, in den Begriff „Familie“. Hier findet man auf Wikipedia mal wieder sehr interessante Eintragungen, vor allem der Beitrag aus der Antike ist sehr aufschlussreich, aber zunächst die neuzeitliche Definition:

Familie (von lateinisch famulus „Diener“) bezeichnet soziologisch eine durch Partnerschaft, Heirat, Lebenspartnerschaft, Adoption oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, im westlichen Kulturraum meist aus Eltern oder Erziehungsberechtigten sowie Kindern bestehend, gelegentlich durch weitere, mitunter auch im selben Haushalt lebende Verwandte oder Lebensgefährten erweitert.

Hier kann man schon gut erkennen, dass es bei der Familie nicht allein um die Blutlinie geht, sondern es sich hierbei um eine „Lebensgemeinschaft“ handelt. Der Ursprung liegt in der Antike, genauer gesagt im alten Rom. Und hier wird es erst richtig interessant, vor allem deshalb, weil immer noch das kanonische Recht gilt, welches in den Rechtswissenschaften bis heute Anwendung findet.

Lest Euch diesen Abschnitt mal bitte genau durch und Ihr werdet verstehen, warum sich z. B. die Queen oder der Papst oder andere elitäre Persönlichkeiten immer nur kurze Namen geben und sich niemals soundso aus der Familie soundso nennen würden. Auch die Mafia verwendet diese alte Struktur. Dort gibt es den „Paten“ als höchstes Familienoberhaupt. Alle der Mafiafamilie Zugehörigen sind dem Paten unterworfen, bis zum Tod.

Antike (Römisches Reich)

Die lateinischen Begriffe famulus und famula heißen „Diener“ bzw. „Sklave“ und „Dienerin“ bzw. „Sklavin“. Der davon abgeleitete lateinische Begriff familia ist in der lateinischen Sprache „vielschichtig“. Für den heutigen Familienbegriff gab es im Lateinischen – genau wie Griechischen – kein Wort:

„In keiner ihrer Bedeutungen war familia also die Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter, Kindern.“

Die Begriffe familia und die zugehörige soziale Zentralposition des pater familias (diesen Link unbedingt durchlesen) waren Herrschaftsbezeichnungen, die Machtverhältnisse bzw. unterschiedliche Aspekte von Machtverhältnissen anzeigten. Der biologische Erzeuger (Vater) hieß genitor, nicht Pater. Bereits in den indogermanischen Sprachen stand Pater nicht für leibliche und materielle Aspekte einer Vaterschaft, sondern für „Schöpfungskraft“ und „übernatürliche Kräfte“ jenseits der reinen Fruchtbarkeit eines Mannes.

In der römischen Antike wurde erstmals die Verwandtschaft als zentrale beziehungsstiftende Institution relativiert, indem die familia sich um die Zentralposition des pater familias konstituierte und durch diesen quasi als soziale Einheit ins Leben gerufen wurde. Nicht die Vereinigung von männlichem Samen mit weiblicher Fruchtbarkeit, sondern die charismatisch überhöhte Stellung des Hausherrn verschaffte ihm das unbeschränkte Verfügungsrecht über die gesamte Hausgemeinschaft, d. h. Sachen und Personen wie Ehefrau, Kinder, Sklaven, Freigelassene und Vieh.

Die höchst unterschiedlichen Kontexte in denen der lateinische Begriff familia verwendet wurde, bezeichnen jeweils bestimmte Aspekte des komplexen Herrschaftsbegriffs:

  • Sklavengesinde, d. h. die Sklaven und abhängigen Freigelassenen einer Hausgemeinschaft (häufigste alltägliche Begriffsverwendung)
  • Geschlecht der Vorfahren in männlicher Linie
  • Sämtliche Personen, die unter der Gewalt des pater familias standen (Ehefrau, Kinder, ggfs. Enkel, Sklaven, Freigelassene)
  • Sämtliche Sachen und Personen, die unter der Gewalt des pater familias (Patria Potestas) standen, also auch Vieh, Geld, Güter, Lebensmittel, Metalle etc.

Und wie nennt sich die BRiD so fürsorglich? Vater Staat. Wobei hier auch wieder nur von „Personen“ gesprochen wird. Und die wissen ganz genau, was damit gemeint ist. Deswegen sind sie auch so erpicht darauf, dass wir uns nicht als Menschen bezeichnen. Über Menschen haben sie keine Macht.

Wenn wir auf Wiktionary, dem freien Wörterbuch, nachschauen, finden wir unter Herkunft des Wortes „Familie“ eine Verlinkung zu dem Begriff „Gesinde„. Die Bedeutung von Gesinde:

veraltet: die Gesamtheit der Knechte und Mägde eines Gutshofs eines Grundherrn

Auch hier begegnen wir wieder einem Herrschaftsmodell. In dem Zusammenhang finde ich die Auswirkungen des Familienlebens interessant:

Der pater familias (lat. wörtlich ‚Familienvater‘) war das Familienoberhaupt bzw. der „Hausherr“ – meist der älteste oder „ranghöchste“ Mann im (römischen) Haushalt. Nur römische Bürger konnten den Status des pater familias haben.

Auswirkungen

Die Auswirkungen der patria potestas waren vielfältig. Erwachsene männliche Kinder blieben unter der Autorität ihrer Väter und konnten daher auch nicht die Rechte eines pater familias erwerben, solange dieser noch lebte. Zumindest nach der Theorie des Gesetzes wurde ihr gesamter Besitz nach dem Interesse ihres Vaters angeschafft, und dieser, nicht die Söhne, hatte das alleinige Recht, darüber zu bestimmen. Mit dem Tod des Vaters erhielten seine Söhne die Rechtsstellung eines pater familias und übten nun die patria potestas über ihre eigene familia aus.

Auch das Privatleben der Söhne und Töchter wurde vom pater familias gelenkt. Eheschließungen waren nur mit seiner Zustimmung gültig. Andererseits konnte sein alleiniger Beschluss dazu führen, dass eine bereits geschlossene Ehe geschieden wurde. Allerdings wurde diese Regelung im Prinzipat abgeschwächt, sodass Eheschließungen und Scheidungen nun auch der Zustimmung des Sohnes oder der Tochter bedurften.

Wem kommt das bekannt vor?

Die BRiD ist immer noch dem Vatikan unterworfen, also gilt hier immer noch römisches Recht. Dazu könnt Ihr Euch gerne mal dieses hochinteressante Mammutvideo (über 3 Stunden) anschauen:

Auch heute noch gilt das Reichskonkordat von 1933. Versuche, sich aus diesen Verträgen rauszunehmen und diese aufzukündigen, scheiterten bisher kläglich. Im Gegenteil, neue Bischöfe werden stets auf dieses Konkordat eingeschworen.

Wir können also feststellen, dass der Begriff Familie durchaus noch einen Bezug zum römischen Reich hat und die ganz genau wissen, was für eine Energie da dranhängt. Deswegen beschweren sie sich auch nicht, dass inzwischen viele diesen Begriff mit ihrem Namen verbinden. Doch was gibt es für Alternativen?

Sippe, Clan, Stamm

In Schottland gibt es keine Familien, nur Clans

Die Allgemeinheit hält die „Familie“ für einen Zusammenschluß von Blutsverwandten. Zur klassischen Familie zählen Mutter, Vater, Kinder, Großeltern, Enkel, Urenkel, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen.

Hin und wieder entscheiden wir dann, ob jemand „zur Familie gehört“. Meistens dann, wenn derjenige mit einer Familie zusammen in einem Haushalt lebt oder oft präsent ist. Dann gehört er/sie automatisch zur Familie. Aber er/sie würde niemals zum selben Clan gehören oder zur selben Sippe, außer durch Heirat.

In Schottland gibt es keine Familien, sondern ausschließlich Clans. Hier wird penibel auf die Herkunft geachtet. Wer nicht blutsverwandt bzw. eingeheiratet ist, wird niemals in einem Clan aufgenommen. Dieser Begriff kommt aus dem Schottisch-gälischen – clann – und bedeutet nichts anderes als Kinder. Dieses System ist keltischen Ursprungs und steht mit den Urahnen in Verbindung. Genau so verhält es sich bei indigenen Völkern. Dort gibt es KEINE Familien, nur Stämme oder Clans. Die leben ja auch in keinem Sklavensystem.

Stamm

Interessant ist hier die Verbindung zum 2. Buch Mose. Aber nicht nur die Juden bezeichnen sich als Stämme, auch die Mehrzahl aller Indianer-Stämme verwenden diese Struktur.

Der Begriff „Stamm“ als ein organisierter Verband innerhalb eines Volkes taucht an prominenter Stelle bei den Zwölf Stämmen Israels im 2. Buch Mose auf. Die übergeordnete Einheit des „Volkes“ wird hier eingeschränkt im Sinne des Geschichtsmythos als ein Stammesverband mit einer für alle Mitglieder gemeinsamen Abstammung verwendet. Indem die israelitischen Stämme eine gemeinsame Sprache und Kultur innerhalb eines geschlossenen Siedlungsgebietes herausbildeten, entwickelten sie ein eigenes, sich nach außen abgrenzendes Zusammengehörigkeitsgefühl. Hier macht sich die Vorstellung vom Stammvater fest. Ethnogenese bezeichnet den späteren historischen Prozess, mit dem sich eine Gruppe von Menschen von anderen abgrenzt und zu einem Volk zusammenfindet.

Sprachlich und bildhaft ist die „Abstammung“ mit dem Baumstamm verbunden, der von einem bestimmten Ursprung bis zu seinen Ästen gewachsen ist. Die zweifache Bedeutung beinhaltet auch das lateinische stirps, das sowohl botanisch „Wurzel“ oder „Stamm“ als auch „Nachkomme einer Familie“ bezeichnet. „Stamm“ bildete sich in der entsprechenden Bedeutung über das Mittelhochdeutsche stam aus dem Althochdeutschen liutstam. Englisch tribe und französisch tribu beinhalten die Silbe tri, „drei“, des lateinischen Begriffs tribus, mit dem eine Einteilung der römischen Bevölkerung in drei Abteilungen gemeint war.

Jetzt kommen wir zu einem ganz bösen Wort:

Die Sippe

Die Sippe wird heutzutage eigentlich nur noch als Schimpfwort benutzt. „Ich will mit der ganzen Sippschaft nichts mehr zu tun haben!“, heißt es, wenn man mit jemandem und seiner ganzen „Familie“ nichts mehr zu tun haben will.

Der Begriff Sippe ist auch deshalb in Verruf geraten, weil Adolf Hitler ganz genau wusste, was sich hinter dem Begriff verbirgt: Die Herkunft der Blutlinie. Und da er auf Grund seiner Arierforschung sogar eine „Reichsstelle für Sippenforschung„, später „Reichssippenamt“, einführte, kann man das Wort Sippe getrost mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen, obwohl es schon seit dem 16 Jh. ungebräuchlich und seit dem 18 Jh. oft geringschätzig angewandt wurde. Dass dies aber ein uralter germanischer Begriff ist und Hitler sich diesen nur zu eigen machte, wird auch hier geflissentlich unter den Tisch gekehrt.

Wenn wir das Dritte Reich einmal ausblenden und uns die Herkunft des Begriffes „Sippe“ einmal näher betrachten, dann hört sich das alles gar nicht mehr so schlimm an:

Herkunft:

Vom mittelhochdeutschen sippe und dem althochdeutschen sippa (eigene Art), germanisch *sebjō „Verwandtschaft“, belegt seit dem 8. Jahrhundert

[Wiktionary]

Auch in der Etymologie kann ich nichts Negatives darüber lesen. Auch finde ich hier nichts über Sklaven oder Diener. Dabei geht es rein um die Abstammung und das kann doch nichts Verwerfliches sein – oder??? Sich mit seinen Urahnen zu beschäftigen und zu verbinden darf doch nicht als unmoralisch oder rassistisch gelten. Das tun die Urvölker schon immer.

Die Quelle, der Ursprung

In der Quelle sind die ursprünglichen Informationen gespeichert

Natürlich könnte man jetzt sagen, der Begriff wird ja seit Jahrhunderten nicht mehr im Zusammenhang mit Diener und Sklaven verwendet. Richtig. Aber zuvor wurde er über ein Jahrtausend eben mit diesem Herrschaftsmodell in Verbindung gebracht und sein Ursprung ist bis heute klar definiert. Dass das kaum einer weiß, ändert nichts daran, dass die Information immer noch inhärent ist.

Würdet Ihr aus einem Bach trinken, wenn Ihr genau wüsstet, die Quelle ist verseucht? Wahrscheinlich nicht. Mit Worten ist das genau gleich. Hier ist der Ursprung ebenso wichtig. Denn Worte sind Schwingungen, Informationsträger.

Schwefelhaltiges Wasser z. B. ist sehr beliebt, dabei spielt es keine Rolle, wie weit entfernt die Quelle ist, das Wasser ist und bleibt schwefelhaltig. Erst ein aufwendiges Filterverfahren könnte den Schwefel herausfiltern, aber die Information bleibt trotzdem.

Es gibt viele Wörter, deren Quelle/Ursprung ein anderer ist, als wir heute damit in Verbindung bringen. Und das Tolle daran ist, dass wir die Worte und deren Quelle nicht hinterfragen, wir nutzen sie, weil wir es nicht anders kennen.

Die Etymologie befasst sich mit der Herkunft und Geschichte der Wörter:

Die Etymologie (von altgriechisch ἐτυμολογία etymología „Ableitung eines Wortes aus seiner Wurzel u. Nachweisung seiner eigentlichen, wahren Bedeutung“; dieses von ἔτυμος étymos „wahr, echt, wirklich“ sowie λόγος lógos „Wort“) befasst sich mit der Herkunft und Geschichte der Wörter. Im Verständnis der Sprachwissenschaft ist die Wortherkunft die Erklärung der Entstehung eines Worts oder Morphems in einer gegebenen Gestalt und Bedeutung. Als sprachgeschichtlich (diachron) ausgerichtete Erklärungsweise ist sie Bestandteil der historischen Sprachwissenschaft, ihre Ergebnisse werden gesammelt in etymologischen Wörterbüchern und werden als Zusatzinformation auch in Wörterbüchern und Lexika anderer Art aufgenommen.

Älteren Epochen diente die Etymologie als Erklärung einer im Wort angelegten „Wahrheit“ (το ἔτυμον), die mithilfe von Ähnlichkeiten der Wortgestalt zu anderen Wörtern erschlossen und als Aussage über die vom Wort bezeichnete Sache und/oder als eigentliche, ursprüngliche Wortbedeutung verstanden wurde. Als rhetorisches Argument (argumentum a nomine) dient die Etymologie in Form eines Hinweises oder einer Berufung auf die angenommene Herkunft und ursprüngliche Bedeutung eines Worts traditionell dem Zweck, die eigene Argumentation durch einen objektiven sprachlichen Sachverhalt zu stützen und ihr so besondere Überzeugungskraft zu verleihen.

Ein weiteres, hervorragendes Beispiel ist die Verwendung von „Amen“, dessen Ursprung schon Jahrtausende zurückliegt, an Bedeutung aber nichts verloren hat. Hans Werding hat die Geschichte dieses Wortes einmal zusammengetragen. Interessant, wenn man bedenkt, wie viele Menschen dieses Wort regelmäßig verwenden.

2006_werding_amen.pdf
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Servus

In bayrischen Raum grüßt man häufig mit Servus, entweder zur Begrüßung oder zum Abschied. Servus kommt auch aus dem Lateinischen und heißt ebenso „Sklave“ bzw. „Diener“. Mit diesem Wort soll der Respekt dem Gegenüber gezollt werden, in dem man aussagt: „ich bin dein Diener“ oder „zu Diensten“.

Herr

Was „Herr“ für eine Bedeutung hat, müssten eigentlich alle wissen: Höfliche Bezeichnung für einen Mann. Es heißt aber auch: Jemand, der eine fast vollständige Kontrolle über Dinge oder Personen hat (früher insbesondere ein Adliger).

Diese Liste ließe sich noch ewig fortführen. Wir wurden über Jahrzehnte in unserem Sprachgebrauch konditioniert. Die Eltern, die Schule und die Allgemeinheit sorgen dafür, dass wir die Worte einfach so übernehmen, ohne sie zu hinterfragen.

Und was für die Sprache gilt, gilt auch für die Schrift. Immer wieder neue Reformen sorgen dafür, dass auch noch die letzten Verbindungen zu den alten Zeichen gekappt werden und der Ursprung in Vergessenheit gerät. Sowie die Einführung von Anglizismen, das nennt man dann „Eindeutschung„. Unsere Schrift hat somit einen großen Teil seiner „Magie“ verloren, denn Schriften sind auch Symbole.

Namensgebung

Der Name Mercury hatte für Freddie eine tiefe Bedeutung

Wozu dienen Namen? Rein zur Identifikation. Nur, damit wir uns unterscheiden können und jeder weiß „wer wir sind“. Dabei sind wir nicht unser Name. Wir sind auch nicht unser Beruf. Wir sind weitaus mehr als das.

Die Indianer wechseln ihre Namen im Laufe des Lebens. Dabei achten sie immer darauf, dass der Name einen Bezug zu ihren Erfahrungen, Fähigkeiten oder zu ihrem Totem hat.

Berühmte Persönlichkeiten handhaben das genauso. Bei der Queen weiß jeder wer gemeint ist, aber auch Künstler vergeben sich die kuriosesten Namen. Und alle haben sie einen Bezug dazu. Ein Beispiel ist Freddie Mercury:

Im Frühjahr 1970 löste sich die Band Smile auf, da Tim Staffell die Gruppe verließ. Daraufhin gründeten im April 1970 Brian May, Roger Taylor und Freddie Mercury eine gemeinsame Band, der Mercury den Namen Queen gab. Bassist John Deacon kam 1971 hinzu. Einige Zeit nach der Gründung von Queen legte sich Freddie Bulsara den Künstlernamen „Mercury“ zu.

Das englische Wort Mercury hat verschiedene Bedeutungen wie Merkur, der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems, das chemische Element Quecksilber und der Gott Merkur der römischen Mythologie, der die besondere Position des Götterboten innehatte. Laut Brian May gibt es einen Bezug zu Mercurys Song My Fairy King vom ersten Album Queen.

In diesem heißt es in einer Textzeile: „Mother Mercury, look what they’ve done to me, I cannot run I cannot hide.“ („Mutter Merkur, sieh nur, was sie mir angetan haben, ich kann nicht weglaufen, ich kann mich nicht verstecken.“). Nachdem dieser Song aufgenommen war, wurde Freddie Bulsara gefragt, ob es sich bei „Mother Mercury“ um seine eigene Mutter handele, und dieser antwortete: „Yes, and from now on I’ll be Freddie Mercury.“ („Ja, und von jetzt an werde ich Freddie Mercury sein.“)

Freddie Mercury sagt hier nicht: „Ich werde mich jetzt Freddie Mercury nennen„, sondern „…von jetzt an werde ich Freddie Mercury SEIN.“

Das können wir auch. Im Übrigen hilft das ungemein, sich von dem Namen der juristischen Person zu trennen, dem Namen, den man uns ohne unser Einverständnis verpasst hat.

Ich werde mir noch Gedanken über meinen Namen machen. Bisher habe ich noch keinen passenden gefunden. Aber jetzt, da ich mich dafür entschieden habe, ist das nur noch eine Frage der Zeit.

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einen passenden Namen gegeben. Schreibt sie mir doch in die Kommentare, ich bin gespannt, wie kreativ Ihr seid.


Quelle und Kommentare hier:
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