Die Hölle vor Norwegens Küste

Von Tjurild Sandvig

Die größte Katastrophe, die unser Land, Norwegen, in den letzten tausend Jahren getroffen hat, beginnt mit den Ereignissen des 9. April 1940. Die sogenannte Vollmacht von Elverum bewirkte, daß das norwegische Königshaus und die gesamte Regierung Nygårdsvoll nach England flohen.

Von dort aus kamen dann viele Norweger unter britischer Flagge zurück und operierten in norwegischen Gewässern, wo sie mit Bomben und Torpedos norwegische Handels- und Passagierschiffe versenkten. Sie nahmen dabei in Kauf, daß unzählige ihrer Landsleute, unschuldige Zivilisten, zu Tode kamen.

Hier folgen nun einige Fälle von wenig bekannten tragischen Kriegsereignissen, die von den norwegischen Behörden verfälscht oder verschwiegen werden.

Die Norweger halfen den Briten im Zweiten Weltkrieg.

Die Antwort der Briten war – der Tod vieler Norweger!

Es ist nicht ungewöhnlich, daß der Sieger die Kriegsgeschichte schreibt und diese dann in seine eigenen, heroischen Vorstellungen verpackt. Unbehagliches Kriegsgeschehen wird einfach unter den Teppich gekehrt oder verfälscht. Der Verlierer – diesmal Deutschland – wird überall als Kriegsverbrecher vorgeführt und dementsprechend verurteilt.

Ein unbekanntes Kapitel der Seekriegsgeschichte

Hier eine chronologische Übersicht über britische Kriegsverbrechen gegen norwegische Zivilisten und die Ermordung von Norwegern in Norwegen während des 2. Weltkrieges – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Am 23. September 1940 versenkten die Briten das Schiff der Hurtigroute „DS Prinsesse Ragnhild“ außerhalb von Bodø. Dabei kamen 79 Norweger und etwa 200 deutsche Soldaten ums Leben.
  • Am 12. September 1941 versenkten die Briten das Schiff der Hurtigroute „Barøy“ im Westfjord. Dabei wurden 77 Norweger getötet, darunter viele Frauen und Kinder.
  • 13. September 1941. Das Hurtigroutenschiff „DS Richard With” wurde vor der Finnmarksküste von dem britischen U-Boot „Tigris“ torpediert. 100 Norweger kamen hierbei ums Leben.
  • 17. Oktober 1941. Das Hurtigroutenschiff „DS Vesterålen“ wurde von den Briten torpediert – außerhalb des Øksfjord. 90 Norweger verloren das Leben.
  • 28. November 1941. Britische Raketen und MG-Feuer trafen das kleine Routenschiff „M/S Vindafjord“ außerhalb Karmøy. Das Schiff versank in wenigen Minuten. Dabei kamen 33 Norweger ums Leben. Überlebende des britischen Flugzeugangriffs berichten, daß die britischen Flugzeuge in niedriger Höhe anflogen und dabei mit Maschinengewehren auf die Menschen schossen. Danach feuerten sie noch zwei Raketen ab. Beide Raketen waren Volltreffer.
  • 13. Februar 1944. Das Hurtigroutenschiff „Irma“ wurde von den eigenen Landsleuten versenkt – von Norwegern auf einem britischen MTB (Motortorpedoboot). Beim Untergang der „Irma“ wurden 63 Norweger getötet. „Irma“ war ausschließlich im Zivildienst unterwegs. Fast zur gleichen Zeit wurde das kleine Frachtschiff „Henry“, mit einer Ladung Steine an Bord, gleichfalls von Norwegern auf einem britischen MTB torpediert. Auch hierbei starben norwegische Menschen.
  • 24. März 1944. Das Linienschiff „Nordnorge“ (340 BRT) wurde vor Stattland von einem britischen U-Boot torpediert. Nur zwei Mann der 13-köpfigen norwegischen Besatzung konnten gerettet werden.
  • 21. Februar 1945. Das Nacht-Linienschiff „DS Austri“ fuhr am Tage in nördlicher Richtung nach Stord. Das Schiff war voller Menschen: 43 norwegische Zivilisten, 21 Angehörige der Mannschaft, 50 Deutsche, 16 russische und polnische Gefangene. Als das Schiff sich Lervik auf Stord näherte, wurde es von britischen Mosquito-Bombern der 235. Squadron der RAF angegriffen. Durch eine phantastische Rettungsaktion von deutscher Seite konnten 100 Menschen lebend an Land gebracht werden. Es war bei den britischen Fliegern während ihrer Patrouillenflüge vor der norwegischen Küste absolut üblich, das sie alles ins Visier nahmen und angriffen, was sich ihnen als Ziel anbot.
  • 19. Februar 1944. Die britischen Gentlemen zeigten ihr wahres Gesicht – 14 norwegische Zivilisten getötet – von norwegischen Agenten im Dienste der Briten. Diese versenkten die Eisenbahnfähre auf Tinnsjøen bei Rjukan. Die norwegischen Saboteure und ihre britischen Auftraggeber waren sich im Klaren darüber, daß viele norwegische Zivilisten an Bord der Fähre waren.
  • Am 4. Oktober 1944 zerbombten die Briten eine Schule in Laksevåg bei Bergen. Hier wurden 193 Norweger getötet, allein 74 davon waren Schulkinder.
  • Am 29. Oktober 1944 töteten die britischen Bomben 40 norwegische Zivilisten im Zentrum von Bergen. Die Briten flogen dann noch einen zweiten Angriff mit 244 Bombern, aber durch die dichte Wolkendecke wurden die Bomben blind abgeworfen und töteten weitere 52 Norweger, aber keinen Deutschen.
  • Am 27. November 1944 wurde das Gefangenenschiff „Rigel“, vollbeladen mit russischen Kriegsgefangenen, von den Briten bei Tjøtta in Brand geschossen. Es handelte sich dabei um Flugzeuge von einem britischen Flugzeugträger. Dies ist eine der größten Katastrophen in norwegischen Fahrwassern. Die „Rigel“ war ein von den Deutschen beschlagnahmtes norwegisches Schiff mit deutscher Mannschaft und 2351 Gefangenen auf dem Weg nach Trondheim. 2248 der Gefangenen waren Russen und Serben, 8 Gefangene waren Norweger und 95 deutsche Deserteure. Laut Bericht des deutschen Kapitäns verloren hier 2456 Menschen ihr Leben. Andere Quellen sprechen sogar von 2570 Toten.
  • Am 31.12.1944 starben 77 norwegische Zivilisten, als britische Bomber eine Straßenbahn (!) in Oslo (Drammensvei) beschossen.
  • Am 10.1.1945 gab es einen alliierten Luftangriff gegen Leirvik auf Stord, eine kleine Ortschaft in der Nähe von Haugesund. Es gab viele schwerverwundete Norweger und viele ihrer Holzhäuser wurden dem Erdboden gleich gemacht. Es waren wieder einmal britische Mosquitobomber, die diesen Angriff durchführten. Sie kamen in niedriger Höhe angeflogen, warfen ihre Bomben ab und mähten die Menschen mit MG-Feuer nieder. Viele der Verwundeten sind später ihren schweren Verletzungen erlegen.
  • Am 10. Januar 1945 griffen britische Flugzeuge im Korsfjord bei Bergen das kleine Dampfschiff „Fusa“ an, welches ausschließlich im zivilen norwegischen Dienst unterwegs war. Hierbei wurden nochmals 10 Norweger getötet.

Sowohl in Norwegen, wie auch im Deutschland nach 1945, bekommen die Schüler immer noch von der damaligen alliierten Propaganda geprägte Falschinformationen über die Geschehnisse im 2. Weltkrieg. Es entsteht der Eindruck, daß man unbedingt das Vorgehen der Kriegsgewinnler als heroische Taten preisen muß – oder sie als Schurkenstreiche dem Verlierer Deutschland anlasten muß. Opfer und Augenzeugen alliierter Angriffe und Ereignisse reagieren aufgrund der nun schon jahrzehntelang andauernden Propaganda der Alliierten mit Wahrnehmungsverschiebungen, indem sie, selbst Opfer britischer Angriffe, diese, wie kann es anders sein, den Deutschen anlasten.

Zweimal Opfer

So trifft man in Norwegen z.B. Menschen, die behaupten, der Angriff auf z.B. Leirvik sei von den Deutschen ausgeführt worden – aber aus welchem Grund sollten die Deutschen eine Gegend, die sie besetzt hatten und hielten, danach mit Bombern angreifen? Die Hirnrissigkeit eines solchen Vorwurfs wird den Betroffenen nicht einmal klar. Sie sind nicht nur Opfer der britischen Angriffe geworden, sondern sie sind immer noch Opfer alliierter Lügenpropaganda.

Übersetzt von Anna Duus.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(4) (2005), S. 413f.


Kampf um Norwegen – Feldzug 1940


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