Die Maske fällt, der Euro auch?

von CarlosSchneider

Am 01.10.2011 war in der BILD nachstehender Artikel zu lesen, den sich jeder Euro-Befürworter zu Gemüte führen sollte. Was wurde uns doch noch vor wenigen Tagen alles regelrecht eingehämmert, wir brauchen den Euro wie das Wasser zum Leben, ohne den Euro sind wir nichts, unser Export würde total zusammenbrechen, wir müssen Griechenland retten, koste es, was es wolle, notfalls am Bürger vorbei (denn der ist doch doof und hat sowieso von Politik keine Ahnung – Äintschie in der Sendung von Günter Jauch, frei interpretiert von mir) usw. usf., und nun das:

Quelle: www.bild.de/politik/ausland/euro-krise/us-geheim-bericht-griechenland-pleite-kostet-2-billionen-euro-20234220.bild.html

US-Geheimdienst-Akte

Griechen-Pleite kostet 2 Billionen Euro

Horror-Szenario: „Kernschmelze der europäischen Banken” droht

Foto: dpa

Von JULIAN REICHELT

Es ist eine schonungslose Analyse der Euro-Krise und der deutschen Politik. Ein Katastrophen-Szenario, das in den höchsten Kreisen der US-Politik kursiert – der Bericht des amerikanischen Instituts „Strategic Forecast” (STRATFOR).

Die Stratfor-Analysten sind in den USA bekannt für ihre Nähe zur CIA und zu anderen Geheimdiensten. Sie haben Zugriff auf streng geheime Regierungsdokumente, beliefern unter anderem enge Berater von US-Präsident Barack Obama mit ihren Einschätzungen.

Für die Euro-Krise sagen sie eine Griechen-Pleite, einen Ausstieg aus dem Euro und Kosten in BILLIONEN-Höhe voraus!

DAS SCHOCK-SZENARIO

BILD dokumentiert das brisante Papier! So sehen die USA Deutschland und die Euro-Krise!

Deutschland sei auf Partnerschaft mit seinen Nachbarländern angewiesen, so die US-Analysten, weil es nur so „in einer Arena spielen kann, in der es wettbewerbsfähig ist. Die Deutschen wollen den europäischen Wettbewerb auf die Wirtschaft beschränken, weil sie sich auf dem Schlachtfeld kaum gegen eine Koalition ihrer Nachbarländer durchsetzen könnten.“

„Deutschland nutzt seine finanzielle Kraft, um innerhalb Europas Kontrolle auszuüben. Im Austausch für finanzielle Leistungen fordert Berlin von anderen europäischen Staaten, seine Wirtschaften nach deutschen Interessen zu reformieren.“ So verwandle Deutschland andere Staaten in „deutsche Wirtschaftskolonien“, schreiben die US-Analysten.

Für die Euro-Krise beschreiben die US-Analysten ein detailliertes Szenario, in dem Griechenland aus der Euro-Zone ausgeschlossen wird und pleite geht.

„Griechenlands Schulden sind deutlich höher, als der griechische Staat oder die Gesellschaft bewältigen könnte. Damit die Euro-Zone überleben kann, muss Griechenland fallen gelassen werden“, heißt es in dem Papier.

Die Analysten beschreiben ein genaues Szenario für den Tag X. Den Tag, an dem Griechenland aus dem Euro austritt.

„280 der 350 Milliarden Euro griechischer Schulden werden hauptsächlich von Banken in Portugal, Irland, Spanien und Italien gehalten. Griechenland muss also abgeschirmt werden, um den Kollaps des europäischen Finanzsystems zu verhindern.“

BANKEN-KERNSCHMELZE

So könnte der „Tag X“ nach Ansicht der US-Experten aussehen:

„Am Tag, an dem Griechenland aus dem Euro aussteigt, bräuchte man einen Fonds, der drei Dinge gleichzeitig bewältigen kann. Erstens braucht Europa rund 400 Milliarden Euro, um andere Staaten vor einer Ansteckung zu schützen.“

Damit sind Staaten gemeint, bei denen Griechenland sich verschuldet hat. Schulden, die in diesem Fall nichts mehr wert wären.

„Zweitens bräuchte man rund 800 Milliarden Euro, um eine Kernschmelze der europäischen Banken zu verhindern. An dem Tag, an dem Griechenland aus dem Euro aussteigen würde, käme es zu katastrophalen Zusammenbrücken von Banken in Portugal, Italien, Spanien und Frankreich.“

Die Banken bräuchten frisches Geld in Milliardenhöhe, um die Ersparnisse ihrer Kunden zu sichern.

UNRUHEN

„Drittens“, so die Stratfor-Analysten, „wird es zu Unruhen an den Finanzmärkten kommen. Italien ist in größter Gefahr, genau so zu fallen wie Griechenland. Um Italien zu retten, bräuchte man genug Geld, um die Kosten des Landes für die nächsten drei Jahre zu decken. Diese Summe würde sich auf weitere 800 Milliarden Euro belaufen.

Der Fonds zur Rettung Europas müsste also über rund zwei Billionen Euro verfügen. Solange es einen solchen Fonds nicht gibt, kann Griechenland nicht aus dem Euro ausgeschlossen werden.“

Die US-Analysten kommen zu einem einfachen Fazit:

„Der derzeitige Rettungsschirm (EFSF) verfügt gerade mal über 440 Milliarden Euro. Ein gewaltiger Unterschied zu den zwei Billionen Euro, die man bräuchte, um den griechischen Euro-Ausstieg zu handhaben. Das bedeutet, dass die Länder der Eurozone sich schon bald zusammensetzen müssen, um die Größe des EFSF zu verfünffachen.“

* * *

Wer bisher immer noch zweifelte, dem sollte nunmehr überdeutlich verständlich sein, dass der so genannte „Rettungsschirm“ EFSF einzig und allein dem Zweck dient, der Hochfinanz ihr Geld zu sichern bzw. die sich abzeichnenden Verluste auszugleichen. Denn woher sollen diese 2 Billionen (2.000.000.000.000) Euro kommen, wenn z.B. die Bundesrepublik bereits rd. 2 Billionen Staatsschulden aufgebaut hat? Von Ihnen? Sicherlich nicht, von Ihrem Nachbarn? Der hat die Knete vermutlich auch nicht mal eben so in der Tasche. Ich denke, Äintschie und die Oligarchenclique wird sich da auch eher zurück halten wollen, also woher? Doch wohl nur aus erneuten Krediten der Hochfinanz an die EU-Staaten, die als Sicherheit ihre Wirtschaftskraft geben, sprich also die Arbeitskraft und das Geld ihrer Bürger (Rating AAA, na super, was sind wir toll), und sind die Staaten pleite, dann haften die jeweiligen Bürger mit all ihrem Hab und Gut, ggfs. auch noch für den pleite gegangenen Nachbarn, und sie haben die unermesslichen Schulden bei Benjamin, David, Lloyd und Co. abzustottern. Damit Sie das dann aber auch brav ohne murren tun, dafür haben wir unsere Politiker und unsere Medien. Haben Sie sich nicht auch gefragt, wieso ein Josef Ackermann seinen Geburtstag im Kanzleramt feiern konnte? Was bitte hat der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank an seinem höchst privaten Geburtstag im Kanzleramt zu suchen? War das nicht eher eine überdeutliche Machtdemonstration, wer hier im Land eigentlich das Sagen hat?

Als Goldman Sachs Griechenland zur Bilanzfälschung im Rahmen des griechischen EU-Beitrittes aufforderte, die hierzu notwendigen Geldmittel bereitstellte und sich dafür großzügig künftige Einnahmen des griechischen Staates aus Steuern und EU-Geldern abtreten ließ (natürlich gegen einen einträglichen Zins), waren die Würfel für den „Big Deal Euro“ gefallen. Der Ruin Griechenlands treibt die übrigen EU-Staaten immer weiter in die Zinseszins-Tretmühle hinein, ruiniert einen Staat nach dem anderen, bis auch der letzte nationale Wert in den Taschen der Hochfinanz verschwunden ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Begriff „frisches Geld“, der ständig in allen Medien auftaucht. In der Tat ist dieser Begriff wörtlich zu nehmen, frisches Geld, weil das alte Geld reicht als Kapital für die zinseszinsbedingt immer größer werdenden Schulden nicht aus, ist frisch gedrucktes Geld, vorzugsweise made by Federal Reserve Bank, wenn es nach den Wünschen gewisser Leute ginge, unser aller zukünftiger Arbeitgeber.

Nun mag man sich fragen, wie so etwas möglich ist, wie ein Wolfgang Schäuble, Finanzminister seines Zeichens, diese ruinöse Entwicklung auch noch befürworten kann. Was ist mit all den anderen hochkompetenten Persönlichkeiten in Brüssel, bei der EZB, in den Spitzen von Staaten und Wirtschaftsunternehmen? Sind denn alle EU-Strategen irre geworden, vielleicht mit dem Klammerbeutel gepudert? Oder vielleicht doch eher mit dem Geldbeutel?

Schauen Sie sich nur einmal an, wofür Politiker heutzutage Auszeichnungen erlangen. So erhielt Helmut Kohl beispielsweise 1996 einen Orden für humanitäre Dienste (Wikipedia) der weltgrößten Judenorganisation B’nai B’rith.

Barack Obama, obwohl er munter weiter Krieg führte und die Verantwortung für das Leid der libyschen Bevölkerung trägt, erhielt bereits wenige Wochen nach seinem Amtseintritt den Friedensnobelpreis!

Und Äintschie? Ja, die bekam am 7. Juni 2011 die us-amerikanische Freiheitsmedaille. Wofür? Keine Ahnung, vielleicht hielt sie dort eine flammende Rede gegen die Unterdrückung der Indianer und Neger in den USA. Oder die Medaille war gerade übrig geblieben (2010 gab es keine Verleihung) und man mußte in der deutschen Außen- oder Finanzpolitik ein paar neue Akzente setzen. Mir ist es jedenfalls bis heute verschlossen geblieben, welcher Umstand die Aufgaben einer deutschen Kanzlerin für ihr Volk mit der Freiheit der Besatzungsmacht USA verbindet – denken Sie sich Ihren Teil dazu.

Letztendlich ist das aber alles bekannt und das Spiel der internationalen Kräfte wird für Interessierte von Tag zu Tag durchsichtiger, was auch der obige Artikel deutlich macht. Ich stelle zunehmend fest, daß viele Mitbürger zwar mehr und mehr erkennen, was da eigentlich los ist und noch auf uns zukommt, aber getreu dem Motto, es kann nicht sein was nicht sein darf, den Kopf in den Sand stecken und einfach weitermachen in der Hoffnung, daß „es so schlimm vielleicht nicht werden wird“. Die Wahrheit ist so niederschmetternd, das große Teile des Bürgertums unter der Last der Erkenntnis regelrecht zusammenbrechen und aufgeben.

Streichen wir aus dem BILD-Artikel einmal das übliche Gelaber heraus, das gestern hüh und heute hott besagt, so bleiben einige wenige, aber für mich sehr prägnante Aussagen übrig. Man lasse sich einmal diesen Satz der Stratfor-Idioten auf der Zunge zergehen:

Die Deutschen wollen den europäischen Wettbewerb auf die Wirtschaft beschränken, weil sie sich auf dem Schlachtfeld kaum gegen eine Koalition ihrer Nachbarländer durchsetzen könnten.

Das ist Volksverhetzung pur. Mit dieser Aussage suggeriert die „CIA-nahe“ Stratfor-Bude allen Nationen dieser Welt, daß sie sich vor den bösen Deutschen in Acht nehmen müssen, denn wenn sie könnten, wie sie wollten, dann würden sie gleich wieder einen Krieg vom Zaun brechen. Dem deutschen Leser wiederum wird eingeflüstert, daß er zu allem ja und Amen zu sagen hat, denn er ist böse und hat schon mehrfach die ganze Welt ins Unglück gestürzt. Also, Deutscher, Schnauze halten und in den EFSF einzahlen, und zwar ohne meckern.

Aber auch die nächste Aussage hat es in sich:

„Deutschland nutzt seine finanzielle Kraft, um innerhalb Europas Kontrolle auszuüben. Im Austausch für finanzielle Leistungen fordert Berlin von anderen europäischen Staaten, seine Wirtschaften nach deutschen Interessen zu reformieren.“ So verwandle Deutschland andere Staaten in „deutsche Wirtschaftskolonien“

Schön wär’s, wenn es denn so einfach wäre. Aber wir lesen hier schwarz auf weiß, wir bösen Deutschen sind die eigentlichen Imperialisten, nicht die feinen Herren in London und New York. Wir knechten die armen Froschfresser und Inselaffen, der EU geht es nur so schlecht wegen unserer, den Deutschen ureigenen Gier nach der Welt. Mit diesem Futter wird jeder durch Sparmaßnahmen bedrohte Grieche dem Kriegsgott Ares gleich, der Wunsch, die deutschen Imperialisten für sein vermeintliches Elend gerade stehen zu lassen, wird geradezu übermächtig. Reparationen müssen her. Wie jetzt, die Deutschen arbeiten nur bis 67? Ich will weiterhin mit 58 oder so in Rente, die Nazis können auch bis 69 arbeiten, warum eigentlich nicht gleich bis 70? Schließlich haben die mal vor 70 Jahren unser Gold geklaut!

Das diese dezenten Herrschaften in London und New York bereits mit Hilfe ihrer Marionetten in der bundesdeutschen Parteiendiktatur den Löwenanteil unserer Wirtschaft übernommen haben und damit bereits das Tafelsilber besitzen, ist dabei eher nebensächlich und muß dem griechischen Nachbarn auch nicht zwingend mitgeteilt werden. Aber Bunzelmichel wird auf ein Neues vor Augen geführt, daß er einem bösen Volk angehört, welches aus gierigen Charakterschweinen besteht (was leider auf gewisse Leute sogar zutrifft). Deshalb, liebste Bunzelmichel, müssen wir Besatzer leider an der alles erklärenden Doktrin festhalten, schon mal gehört?

KEEP THE GERMANS DOWN.

Das nun plötzlich derart verblödende Artikel in der Systempresse erscheinen ist nur logisch. Die Kasper von Stratfor schreiben jetzt als hoch gepriesene Superspezialisten das, was ein kompetenter Professor Dr. Wilhelm Hankel bereits zur Einführung des Euro befürchtet hatte und sogar erneut jüngst als Bedenken im Rahmen einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht kund tat. Aber Stratfor, hoch lebe Stratfor, hat nun der Weisheit letzen Schluß gefunden, und aufgrund dieser völlig neuen Erkenntnis müssen wir nun einsehen, das Phillip Rösler von der FDP doch Recht hatte: Griechenland muß fallen gelassen werden. Die angeknacksten EU-Staaten werden zusammenbrechen, es muß also zur Rettung aller gehorsamen Medaillenfreaks der Weg bereitet werden für einen geordneten Rückzug der Politik, weg von der Unfähigkeit zur Selbstverwaltung der einzelnen Staaten, hin zu unserem europäischen Haus, mit einem neuen Führer für Europa, den Ex-Maoisten Barroso. Und du, deutscher Imperialist, hältst die Schnauze und zahlst, und zwar ohne zu meckern, denn du bist der Einzige, der noch arbeitet, wenn die anderen keine Lust mehr haben.

Somit schließt sich der Kreis in dem Fazit der glorreichen Stratfor-Experten:

„Das bedeutet, dass die Länder der Eurozone sich schon bald zusammensetzen müssen, um die Größe des EFSF zu verfünffachen.“

Ich bin mir da absolut sicher, daß Josef Ackermann und Lloyd C. Blankfein neben David Rockefeller, Benjamin de Rothschild u.a. das ebenso sehen und es daher auch eintreten wird. Äintschie wird sich sicherlich wieder etwas zieren, bis ihr dunkelpigmentierter Freund  und der Froschkönig von der Seine sie voller Wertschätzung überreden. Aber dann, dann geht es richtig los, das europäische Haus wird in einer neuen Weltordnung erblühen und goldene Zeiten werden über uns hereinbrechen. Und bevor ich es vergesse, deutscher Bunzelmichel, Schnauze halten, fünffach arbeiten, nicht meckern und zahlen. Denk an die 6 Millionen…

Carlos Schneider


Quelle und Kommentare hier:
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