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Die Mission des deutschen Erziehers

Bild oben: Die feierliche Einweihung der Reichsschule des NSLB. Donndorf-Bayreuth im Schloß Fantaisie am 27. Oktober 1938 durch Reichsleiter Rosenberg wurde zu einem Ereignis von besonderer Bedeutung. In einer kritischen Wertung zog der Reichsleiter einen Trennungsstrich zwischen dem Lehrer von gestern mit der Aufgebe einer seelenlosen Übermittlung erlernten Wissens und dem Erzieher im nationalsozialistischen Staat, der die Jugend in einer lebendigen Schau zu unterrichten weiß, und den die Jugend als berufene Autorität verehrt. Rosenberg wandte sich gegen jede Verunglimpfung des Lehrertums und forderte Achtung vor den Männern, deren einzigartige Aufgabe darin besteht, die besten Kräfte der Jugend zu wecken, ihren Willen zur Selbstdisziplin und Selbsterziehung zu fördern, um mit ihr gemeinsam die Bildung eines neuen Geschlechts durchzuführen.


von Alfred Rosenberg

Wir wissen, daß, wie manche anderen Berufe, auch der Lehrer in das Blickfeld einer neuen öffentlichen Kritik getreten ist. Um diese Tatsache richtig würdigen zu können, müssen wir uns dessen bewußt sein, daß wir in einem kämpferischen Zeitalter leben, dessen Intensität wohl in der Geschichte ohnegleichen dasteht. Eine einzige Generation umspannt das wirtschaftliche Blühen des Zweiten Reiches, den größten Krieg der Welt­geschichte, die furchtbarste Erniedrigung der deutschen Nation, den opferreichen Kampf der nationalsozialistischen Bewegung, den Sieg eines neuen Gedankens, und nun bereits einen unerhörten Wiederaufstieg des Deutschen Reiches und die Wieder­her­stel­lung des äußeren Respektes und der inneren Achtung der ganzen Welt vor diesem Reiche.

Dies bedingt, daß jene Gruppe von Menschen, die diesen Riesen­kampf durch­gehalten hat, in den Vordergrund des Lebens getreten ist, d. h. der politische Kämpfer und der Soldat. Es ist geschichtlich und psychologisch betrachtet deshalb selbstverständlich, ja notwendig, daß der aktivste Teil der deutschen Nation sich hingezogen fühlt zu jenen Institutionen, die in vorderster Linie das kämpferische Vermächtnis bewahren oder unmittelbar weiterführen. Die Partei und ihre Gliederungen, die Wehrmacht, das jeden Tag zu neuen unmittelbaren Forschungen anreizende Fliegertum und technische, Wagemut erfordernde Probleme: das alles zieht unsere Jugend wie ein Magnet an, und so fühlen sich vielleicht manche Berufe zurückgesetzt, bei denen eine unbändige Tätigkeit nicht so unmittelbar in Erscheinung zu treten vermag. Zu ihnen gehören zweifellos die Forscher, Lehrer und Erzieher.

Dem Gelehrten wurde und wird der Vorwurf gemacht, vom Leben zurückgezogen, sich mit den entferntesten Dingen beschäftigt zu haben, ohne innteren Anteil an den großen Kämpfen des deutschen Volkstums zu nehmen. Dem Lehrertum wird vorgeworfen, nur in nüchterner Wissensvermittlung oder in sehr überwiegend marxistischer Weise seiner Pflicht nachgegangen zu sein. Niemand wird bei Bewertung der Vergangenheit diese Vorwürfe heute zurücknehmen wollen, weil sie zweifellos einen großen Kern Richtiges enthalten; wobei hier untersucht die Tatsache bleiben mag, daß Ergebnisse stillster Forschung oft ganze Epochen revolutionierten. Wir müssen aber auch den Blick auf das Übrige des Lebens lenken und feststellen, daß auch andere Stände und Berufe in genau der gleichen Weise kritisiert wurden.

Der Begriff des Soldaten, der heute in höchsten Ehren steht, ist im Laufe der Jahr­hun­der­te den verschiedensten Schwankungen ausgesetzt gewesen. Zu Ende des Dreißig­jährigen Krieges war dieser Begriff und sein Träger der Schrecken aller Bürger eines Landes geworden. Erst das friderizianische Preußen erkämpfte für den Begriff eines Heeres wieder eine hohe sittliche Norm; zum Kriege von 1813 zog die beste deutsche Jugend ins Feld, und diese hohe Wertigkeit behielt das deutsche Soldatentum erst recht 1914, um jedoch nach 1918 den gemeinsten Beschimpfungen seitens der herrschenden Novemberrepublik ausgesetzt zu sein.

Die nationalsozialistische Bewegung kämpfte nunmehr vom ersten Tage erneut für die Wiederherstellung der Ehre des deutschen Soldatentums und hat das im höchsten Maße durch ihren politischen Sieg erreicht.

Der Begriff eines Staatsmannes ist in den letzten Jahrzehnten herabgesunken zur Be­zeich­nung eines „Politikers“, welche der Staatsidee gegenüber einen etwas verächtlichen Beigeschmack bekommen hat. Eine weitere Senkung der Beurteilung der politischen Betätigung wurde durch die Prägung eines „Parlamentariers“ herbeigeführt, mit dem schließlich, zum mindesten im Novemberdeutschland, eine enge Verflechtung mit jüdischer und marxistischer Korruption als wesentlich empfunden wurde. Politische Betätigung wieder mit dem Sinn eines Opfers und eines Kampfes für eine vom Per­sön­li­chen unabhängige Sicherheit des Reiches und als Schirm und Schutz einer Welt­an­schau­ung zu betrachten, ist der nationalsozialistischen Bewegung vorbehalten geblie­ben, und somit ist auch aus dem Parlamentarier nach und nach ein wirklich politisch, d. h. gemeinschaftlich denkender Mensch und nunmehr wieder im höchsten Sinne die Idee des Staatsmannes herrschend geworden, wenn man von der Politik des Deutschen Reiches spricht.

Die Auffassung von Berufen schwankt also und ist abhängig vor allen Dingen von der Wertigkeit der Träger eines Berufes und zweitens von dem Einsatzwillen großer Be­we­gun­gen für diese Träger und für diesen Beruf.

Mit diesen Betrachtungen ist das vorliegende Problem an sich umrissen. Tatsache ist, daß der Lehrer in der Vergangenheit des Zweiten Reiches und in der Novemberrepublik zum großen Teil Abschied genommen hatte vom Mittelalter, und das ist sein Ver­dienst! Tatsache aber ist auch, daß diese – vom weltanschaulichen Standpunkt aus betrachtet – unsichere Übergangszeit zwar viele große empirische Forscher, aber sehr wenige tiefere Denker und Erkenntniskritiker aufzuweisen hatte. In dieser Zeit wurden die Welträtsel in kleinen Broschüren gelöst — und Menschen, die auf dem Gebiete der Chemie vielleicht Außerordentliches leistete, erbauten weltanschauliche Lehrsysteme ohne jede Hem­mung durch erkenntniskritische Überlegungen.

Auf diese riesige, halb biologisch, halb philosophisch verbrämte Pseudo-Wissenschaft haben sich große Teile der früheren sogenannten Gesellschaft geworfen, und auch das vom Mittelalter sich abkehrende Lehrertum ist zu einem großen Teil ein Opfer dieser Lehren geworden. Hinzu kam, daß diese Vergangenheit ein Motto prägte, das scheinbar dem Lehrer ent­gegenkam, und doch gerade vergiftend auch auf ihn wirken mußte; das Motto nämlich: „Wissen ist Macht!“ Dieses Wort verlockte viele, sich das sogenannte neue Wissen anzueignen und überheblich nach allen Seiten anzuwenden. Viele Lehrer kamen dadurch in eine verführerische Stellung, als Lehrer der Jugend diese Haltung auch den übrigen Volksgenossen gegenüber ständig anwenden zu wollen. Daß hier allmählich eine Kluft aufzutreten begann zwischen den wirklich vorwärtsdrängenden schöpfe­ri­schen Köpfen und einer alten Welt, ist natürlich und führte auch dazu, daß später eine erwachende nationalsozialistische Jugend sich gegen die Überbleibsel dieser rein intellektuell bedingten Vergangenheit innerlich zur Wehr zu setzen begann.

Für den nationalsozialistischen Lehrer gilt es also genau so wie für den national­so­zia­li­sti­schen politischen Führer und Soldaten, das vorliegende geschichtliche Problem der früheren deutschen Stände und Berufe zu begreifen, den Ursachen nachzugehen, die zu einer bestimmten Beurteilung geführt haben, und nunmehr aus einer neuen Schau der Welt heraus auch eine Neuformung seines Berufes zu gestalten. Dieselben Sorgen, wie etwa der Lehrer, hat schließlich auch der Jurist in vielleicht noch höherem Maße, und somit erwächst über die Pflicht des Einzelnen hinaus dem nationalsozialistischen Rechts­wahrerbund die gleiche Mission wie dem Nationalsozialistischen Lehrerbund.

Wir müssen alle einsehen, daß das nackte Wissen immer überheblich sein wird, wenn es sich nicht mit einem starken, innerlich reichen Menschentum zu verbinden vermag. Das reine Wissen ist deshalb, tiefer gesehen, unklug, weil es niemals die gesamte Persön­lich­keit eines Menschen zu formen und deshalb auch kein inneres Verständnis für ein heranwachsendes Geschlecht aufzubringen vermag. Der Lehrer hat heute genau so eine revolutionäre Mission wie der nationalsozialistische Staatsmann und Soldat. Von dem Lehrer wird es zum großen Teil auch abhängen, wie vorgebildet in Zukunft unser junges Geschlecht in die politischen Formationen der Bewegung eintritt, wie es in der Schule in die deutsche Geschichte, in die Kunde der Sprache, in die Kunde der Natur und ihrer Lebensgesetze eingeführt worden ist. Es ist vom deutschen Lehrer abhängig, und in entscheidender Weise von ihm allein abhängig, ob nach und nach anstatt trockener Wissensvermittlung eine lebendige plastische Schau und ein tiefes inneres Erlebnis sich einstellen wird oder nicht. Er wird also – und das ist das erste, was wir von einem natio­nal­sozialistischen Lehrer erwarten – einen inneren Stolz auf seinen Beruf mitbringen müssen, einen inneren Willen, wirklich Lehrer und Erzieher zu sein, nicht nur ein Vermittler des erlernten Wissens.

Das mag an sich selbstverständlich und natürlich klingen; wir wissen aber zu genau, wie schwer es ist, eine alte Tradition nicht nur theoretisch zu verwerfen, sondern sie darzustellen an Zehntausenden von wirklich umgeformten lebendigen Menschen. Deshalb erwächst neben den Aufgaben für den Lehrer selbst auch für die national­so­zialistische Bewegung und die deutsche Nation die Pflicht, diesen Stolz des deutschen Lehrers und Erziehers zu unterstützen und nicht etwa ihn durch eine Kritik aus der Vergangenheit her in der Gegenwart zu kränken.

Ich möchte hier deshalb mit aller Deutlichkeit erklären, daß eine Verunglimpfung des heutigen Lehrertums in uns einen entschiedenen Gegner finden wird. Die national­so­zia­li­stische Bewegung wird für den Lehrerstand in seiner Selbstachtung und für seine Achtung im Volk genau so eintreten, wie sie es in fortschreitendem Maße für alle Stände getan hat.

Jeder hatte in der Vergangenheit einst seinen Tribut zu zahlen gehabt. Von jedem wird aber gefordert, nunmehr die große Gegenwart und Zukunft zu begreifen. Und jedem muß dabei geholfen werden, die notwendige Pflicht mit der notwendigen Achtung vor seinen Aufgaben erfüllen zu können. Wir müssen diese Achtung von allen fordern, denn sonst würde sich notwendigerweise die Entwicklung so vollziehen, daß sich wirklich schöpferische Köpfe vom deutschen Lehrerberuf als von einem nicht voll geachteten zurückziehen würden; das hätte notwendigerweise die weitere Folge, daß zurück­ge­blie­bene Menschen diesen Beruf auffüllen würden und daß unser heran­wach­sen­des Geschlecht schließlich nicht von möglichst hochwertigen, sondern von einer großen Zahl nicht voll zulänglicher Kräfte in seinen entscheidenden Jugend­jahren beeinflußt würde. Eine Auffüllung des Lehrerstandes mit zufällig herangeholten Aushilfs­kräften hätte dann noch das Ergebnis, daß eine gesunde Jugend in Opposition zu diesen Kräften kommen müßte und damit nicht eine Zusammenarbeit im Dienst des Nationalsozialismus erfolgen würde, sondern eine dauernde Entzweiung, wobei dann die Kritik der Jugend scheinbar mit Recht noch vertieft erschiene.

Gegen eine derartige Entwicklung, auch wenn sie sich nur als für die Zukunft möglich abzuzeichnen beginnen sollte, müssen wir mit allen Kräften kämpfen, und ich für meine Person und für meine Mitarbeiter möchte versichern, das in meinen Kräften Liegende zu tun, um eine solche, für alle verhängnisvolle Möglichkeit von vornherein unmöglich zu machen.

Überblickt man aber diese Tendenzen, so ergibt sich dann auch die Beantwortung eines weiteren Problems. Stellenweise fordert man, daß der Lehrer zwar gewissenhaft das er­lernte Wissen der neuen Jugend vermittle, daß aber die gesamte Erziehung der Jugend nur von ihr selber durchgeführt würde.

Mit derartigen Forderungen ist nach meiner Ansicht eine prinzipielle Gegnerschaft in einer Sache postuliert, die eine solche Gegnerschaft durchaus nicht notwendig macht, im Gegenteil. Es ist vollkommen klar, daß man einem sich selbst achtenden Lehrer nicht zumuten kann, gleichsam nur eine Wissensmaschine zu sein. Das wäre nämlich die grundsätzliche Verewigung des kritisierten Zustandes einer liberalistisch-marxistischen Zeit, die zu überwinden wir ja gekommen sind. Es wäre die Einschränkung des Lehrers auf eine nahezu mechanisierte Vermittlung des einmal Erlernten und eine unerträgliche Minderung seiner menschlichen Autorität.

Gegen eine solche Doktrin würden sich die starken Persönlichkeiten zwar vereinzelt durchsetzen, doch würde der größte Teil der Lehrer zu einer unfruchtbaren Tätigkeit verurteilt und gerade das Vergehen einer libe­ra­li­sti­schen Zeit gleichsam zur ewigen Abstempelung der „Wissenspauker“ führen.

Das aber kann weder im Interesse des Lehrers noch im Interesse der Jugend liegen. Stets hat die Jugend, und auch die akademische Jugend, zu großen Lehrern aufgeblickt und hat sich gern von ihrer Persönlichkeit gefangen nehmen lassen. Und was an der Spitze Geltung hat und zu fruchtbarsten Entfaltungen der heranwachsenden menschlichen Persönlichkeit führt, muß auch auf anderen Stufen des Lehrens, Forschens und Erzie­hens durchgesetzt werden. Ein Lehrer, der die ihm anvertrauten jungen Menschen nicht auch innerlich bilden und damit erziehen will, auch wenn nötig, mit Autorität erziehen will, ist eben kein Lehrer mehr und vermag für die nationalsozialistische Bewegung und das deutsche Volk nicht das zu leisten, was er leisten müßte.

Auf der anderen Seite hat eine neue Jugend nicht nur theoretisch, sondern in der Tat bewiesen, daß sie ihre früher in Schablonen eingespannten Kräfte zu rühren gewillt ist. Die nationalsozialistische Bewegung hat diese große Selbsterziehung der deutschen Jugend mit größter Freude gefördert und ist stolz auf alle sich regenden schöpferischen Persönlichkeiten, die sich in der Hitler-Jugend in so erfreulichem Maße gezeigt haben. Daß eine junge Mannschaft in Selbstdisziplin heranwächst und nun ihre Kräfte rührt, sollte von einem nationalsozialistischen Lehrer nicht als Einbruch in das Gebiet, das er mit Recht zu fordern hat, begriffen werden, sondern von innen heraus mit Freude bejaht werden. Ich bin auch der Überzeugung, daß, wenn die deutsche Jugend diese innere Zustimmung zu ihrer gerechtfertigten Tätigkeit und Schöpferlust spürt, sie auch mit dem nationalsozialistischen Lehrertum bald den Gleichklang wird finden können.

Sieht man das Problem also tiefer und nimmt man Abstand von allen vielleicht noch auftretenden Mißverständnissen und Einzelerscheinungen, so wird man finden, daß die Forderungen, soweit sie berechtigt sind, auf beiden Seiten gar nicht gegen­ein­an­der­ste­hen, sondern sich gegenseitig fördern, ja steigern könnten. Der Beruf des Lehrers geht nicht unmittelbar auf die Einwirkungen auf Millionen, sondern – und das ist ja das Schönste an ihm – auf den unmittelbar vor ihm stehenden einzelnen Menschen. Diese Einzelpersönlichkeit im Laufe der Jahre zu klären, sie mit pflegender Hand zu bilden und mit Hilfe von Wissen und Gemüt einen gemeinsamen starken Willen im Dienst an Deutschland und zu seiner festen Haltung dem Schicksal gegenüber vorzubereiten, das gehört zur Voraussetzung eines starken deutschen Menschentums, gehört mit zur Grundlage der Verteidigung der nationalsozialistischen Weltanschauung überhaupt, und ich wüßte nicht, welche Aufgabe hier für einen Menschen schöner sein könnte – der vielleicht nicht unmittelbar mit Politik, Waffe und Technik zu tun hat – als die eines Lehrers und Erziehers.

Ich bin auch der Überzeugung, daß, wenn es dem National­sozia­listischen Lehrerbund gelingt, Menschen, die Natur, Leben und Geschichte groß sehen und bedingt in ihrer Haltung sind, im Laufe der kommenden Jahrzehnte heranzubilden, er mit das seinige Große für die Gesundung der deutschen Nation getan haben wird.

Ich bin der Überzeugung, daß der NS.-Lehrerbund ein Bollwerk gegen alle Inter­na­tio­na­len werden wird, die mit sentimentalen Appellen an überlebte Begriffe der Vergangen­heit glauben, sich wieder maßgebend in das deutsche Leben einschleichen zu können. Der kämpferische Nationalsozialismus hat begriffen, daß seine Mission mit der Errin­gung der Macht und mit der Sicherung des Deutschen Reiches nach außen noch lange nicht zu Ende gebracht, sondern daß sich die Lösung seiner Aufgaben auf viele, viele Geschlechter erstreckt. Und diese Geschlechter mit zu erziehen, und zu begreifen, daß eine Geschichtsspanne der deutschen Nation nicht mit der Lebensdauer eines einzelnen Menschen gemessen werden kann, das gehört mit zu der kompromiß­losen Durch­set­zung der nationalsozialistischen Weltanschauung.

Die Einheit von Leben und Lehre und die gemeinsame innere Entschlossenheit, dieses deutsche Leben von innen zu bilden und sich nicht nach Schablonen der Vergangenheit zu richten, das sei auch eine Aufgabe des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Ich wünsche ihm und seiner Führung eine kritische Wertung der Vergangenheit, einen ent­schlossenen Willen, den Typus des nationalsozialistischen Lehrers heranzubilden, einen inneren Antrieb, die Jugend in ihren besten Kräften zu begreifen, um mit ihr ge­mein­sam die Bildung eines neuen Geschlechts durchzuführen und auf diese Weise mit Fundamente für den kommenden geistigen Dom der deutschen Nation zu errichten.

Quelle: Blut und Ehre IV, S. 165-173