Die Täuscher!

Von Thomas Böhm

Damit hätten die Blockparteien wohl nicht gerechnet. Mit ihrem klaren und überlebenswichtigen Statement, dass der Islam nun doch nicht zu Deutschland gehört (obwohl er sich hier bereits bestens „etabliert hat“), bleibt die AfD auch nach ihrem Programmparteitag, der von den Medien logischerweise niedergeschrieben worden ist, weiterhin auf Erfolgskurs.

polit-bandit-1024x658Und der wird sich weiter fortsetzen, da keiner der etablierten Parteien den Willen oder die Möglichkeit hat, Fehler einzugestehen und einen glaubwürdigen politischen Kurswechsel einzuschlagen.

All das, was man in den letzten Tagen zu diesem Thema lesen durfte, kann man ruhig als billiges Täuschungsmanöver abhaken.

Zum Beispiel soll Angela Merkel in ihrer ganzen verlinkten Scheinheiligkeit bei einer Präsidiumssitzung ihrer Partei angekündigt haben, dass man nun bitte schön wieder verstärkt auf konservative Wähler zugehen müsse. Alles Humbug, denn das wäre so, als wenn ein Grottenolm ankündigen würde, ein Sonnenstudio zu eröffnen.

Natürlich gab es gleich ein Dementi – warum, erklären wir später.

Noch lächerlicher aber hat der Club der Arbeiterverräter, die SPD, die sich gerade auf dem Sprung ins politische Abseits befindet, auf den Erfolg der AfD reagiert. Deren Generalsekretärin Katarina Barley will nun unbedingt Wähler von der Konkurrenz am anderen Rand der Republik zurückgewinnen.

Vollmundig behauptete sie, dass auch ihre Partei die Menschen im Blick hätte und dass sich die SPD nicht verstecken müsse und auf gar keinen Fall die AfD-Sympathisanten abschreiben dürfe.

Wenn die SPD aber jemand im Blick hat, ist das als Drohung zu verstehen. Da denken wir doch nur an Heiko Maas, der sogar ehemalige Stasi-Offiziere rekrutiert hat, um Bürger im Blick zu behalten.

Außerdem würde sich wohl niemand, der von dieser linksradikalen Partei übelst als Pack beschimpft wurde, mit einem Kreuzgang dafür bedanken wollen.

Wie durcheinander einige Politiker ob dieser äußert agilen Konkurrenz, die aus dem fruchtbaren Boden des politischen Widerstands emporgeschossen ist, reagieren, beweist uns Unions-Fraktionschef Volker Kauder.

Die neue Osnabrücker Zeitung zitierte ihn jüngst mit den Worten, dass die rund vier Millionen Muslime zu Deutschland gehören würden, der Islam aber nicht. Gleichzeitig aber verurteilt dieser Narr am Hofe Kaiserin Angelas die AfD, weil diese beschlossen hatte, dass die rund vier Millionen Muslime zu Deutschland gehören, der Islam aber nicht!

Bei dieser Art der Schizophrenie sollte er lieber seinen Arzt oder Apotheker fragen!

Den billigsten Trick aber lieferte gerade Merkels Bettvorleger Horst Seehofer ab, der die Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen wollte, dass die CSU bei der nächsten Bundestagswahl eventuell gegen die große, böse Schwester CDU antreten würde, wenn die weiterhin ihren Kurs in der Flüchtlingskrise fortsetzen wolle (was sie mit ihrem Dementi – siehe oben – auch bestätigt hat).

Jeder klar denkende Bürger aber weiß, dass hinter diesem Freischwimmer-Kurs der CSU nur Angela Merkel selber stecken kann. Während sie weiterhin konsequent am linken Flusslauf der Republik ihr Treibnetz ausspannen will, damit sie ihre „Koalitionspartner“ SPD, Linke, und die Grünen weiter unter Kontrolle halten kann, soll Seehofer das Ufer auf der anderen Seite abgrasen – in der Gewissheit, dass nach der Wahl, wenn es gelungen ist, der AfD den einen oder anderen Wähler abzuluchsen, der Horst wieder ans Fußende ihres Bettes kriecht.

Dieses ganze Buhlen um die Wähler zeigt uns noch mal in aller Deutlichkeit, wie die Blockparteien  unsere Demokratie pervertiert haben. Es geht überhaupt nicht mehr um politische Inhalte und den Wählerwillen – das beweisen ja auch die Farbpalletten-Koalitionen – es geht nur noch darum, das Stimmvieh von einem systemimmanenten Stall in den anderen zu treiben, es mit geschmacksverstärkten Futter zu mästen und dann genüsslich abzuschlachten, am besten ohne Betäubung.

Und der Wähler muss sich mittlerweile vorkommen wie in einem Spielcasino, in dem er seine Stimme in einen Geldschlitz steckt, am Hebel zieht und sich die Regierungs-Kombination meistens zugunsten des Betreibers zusammensetzt.


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