Dresdner helfen sich selbst! – Eine wahre Weihnachtsgeschichte und ein Fall für Knecht Ruprecht

von Marc Dassen / Danny Ulbrich

Ein privater Wohlfahrtsverein wird von der Dresdner Tafel gemobbt, weil er sich nicht genug von Pegida distanziere. Den Schaden haben die Bedürftigen…

Der Winter kommt. Es wird wieder kalt da draußen. Während in den guten Stuben der Weihnachtsbaum geschmückt und Lebkuchen vertilgt werden, kämpfen in Deutschland viele Arme und Obdachlose mit Eis, Wind und Hunger. Besonders zur Weihnachtszeit schmerzt manchen Bedürftigen die Einsamkeit noch mehr als der leere Magen.

Doch wer die Ostdeutschen kennt, der weiß: Hier wird nicht lange geredet, sondern angepackt, wo Hilfe nötig ist. Der neu gegründete Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen e.V.“ hat mit seinen hunderten Mitgliedern bereits einen festen Stand in der Dresdner Bürgergemeinschaft und engagiert sich mit viel Herz und Hand für die schwächsten in unserer Gesellschaft.

Organisator und Schirmherr des Vereins ist Ingolf Knajder, ein Mann, der die Initiative ergriff, als er bemerkte, dass bei aller Hilfe für Geflüchtete so mancher Einheimische notgedrungen hinten runterfällt. Die Sozialsysteme sind durch die starke Zuwanderung derzeit zweifellos zusätzlich belastet, Geld fehlt an allen Ecken und Enden.

Damit sich dieser Zustand nicht zu einer Katastrophe für die eigenen Armen und Abgehängten entwickelt, haben er und seine Mitstreiter das Wohlfahrtsprojekt aus der Taufe gehoben. Das mittelfristige Ziel der Helfer-Truppe: Sie wollen eine Immobilie in Dresden erwerben, selbstständig sanieren und zum Begegnungshaus für Obdachlose und Bedürftige mit Schlafräumen und Gemeinschaftsräumen umbauen. In kürzester Zeit ist es Knajder gelungen, Dresdner aller sozialen Schichten und politische Richtungen für ein gemeinsames Ziel zu begeistern – heute arbeiten Sie Hand in Hand.

COMPACT sagt:

Große Klasse!

Die erste großangelegte Spendengala im Ballhaus Watzke zu Dresden wird am 13. Dezember 2016 das Engagement der ehrenamtlichen Helfer erneut bündeln (rege Teilnahme erwünscht!) und nicht nur sinnvolle Spenden wie warme Kleidung und Decken für den Winter sammeln, sondern auch ein großes Weihnachtsessen für Bedürftige organisieren. Niemand soll in dieser besonderen Zeit der Besinnlichkeit und Stille einsam sein, und niemand zu arm, um ein weihnachtliches Festmahl im Kreis seiner Mitmenschen zu genießen.

Als Unterstützer wirken hier auch eine ganze Reihe mittelständischer Unternehmen mit. So etwa das Team des Ballhaus Watzke, die Großbäckerei Emil Reimann und die Spedition Jörg Baumann sowie die Firma Bau Riedel und das Hyundai Autohaus Heike Hanisch GmbH. Besonderer Dank gilt auch Barbara Lässig sowie der Harley-Davidson Filiale Dresden und dem Chef des Weihnachtscirkus Dresden Mario Müller-Milano, die allesamt nach Kräften mitgewirkt haben.

Das Motto lautet: Dresdner helfen Dresdnern!

Wo der Verein aufschlägt, haben soziale Kälte und Gleichgültigkeit keinen Platz. Auch COMPACT freut sich besonders darüber, in schwierigen Zeiten über solch positive Erscheinungen berichten zu können. Allerdings gibt es – wie immer – auch hier einen kleinen Wehrmutstropfen, der einen nachdenklich macht. Da der private Verein sich hauptsächlich aus privaten Geld- und Sachspenden alimentiert, kommt es nämlich auch vor, dass mehr Spenden eingehen, als unmittelbar benötigt werden.

„Alles was an Spendengeldern und Sachspenden übrig bleibt, wird von uns an die Dresdner Tafel, die Heilsarmee Dresden und das Kinderhilfswerk Arche verteilt“, so Ingolf Knajder.

Genau an diesem Punkt gab es kürzlich allerdings einige Verstimmung. Die Dresdner Tafel e.V. weigerte sich nämlich, Spenden, die den Armen und Bedürftigen zu Gute kommen sollten, von Knajders Verein anzunehmen. So konnten dringend benötigte Hilfsgüter nicht an Bedürftige weitergereiht werden.

Was steckte dahinter? Im Gespräch mit David Berger erklärte Knajder, dass sich die Geschichte um den Tafel-Chef Andreas Schönherr zu einem echten Skandal ausgeweitet hat. Der neue Tafel-Chef ist laut Schuldenregister ein bekannter Pleitier und wurde von einigen seiner Tafel-Kollegen nicht gerade abgefeiert. Im Gegenteil: Manche Kollegen wie Ute Neubert demonstrierten gar gegen ihn und erklärten dazu:

„Jeder, der seine schlimme Misswirtschaft kritisiert, kriegt Hausverbot“.

Als Frau Neubert in einer Mitgliederversammlung die Neuwahl des Vorstandes anregte, wurde auch Sie entlassen. Mit ihr gingen aus Solidarität gleich sechs weitere ehrenamtliche Helfer. Knajder hat vom Tafel-Chef keine hohe Meinung:

„Für mich ist er ein durch und durch linkslastiger naiver Gutmensch.“

Doch was war geschehen?

Herr Schönherr – so Knajder – habe es abgelehnt, mit dem Dresdner Hilfsverein zu kooperieren – zum Schaden der Bedürftigen wohlgemerkt! –, da sich der Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen e.V.“ nicht ausreichend von PEGIDA distanziert habe und den Standpunkt vertrete, dass ganz besonders Deutsche und nicht Zuwanderer unterstützt werden sollten.

Knajder, dem von Schönherr „Ausländerfeindlichkeit und Rassismus“ unterstellt wurde, erklärt dazu im Interview:

„Herr Schönherr lehnt jegliche Kooperation und Zusammenarbeit mit unserem Verein und unseren Unterstützern ab, mit der Begründung, er würde niemals mit Leuten zusammen arbeiten, die andere Menschen, insbesondere Asylsuchende, Migranten und Kriegsflüchtlinge ausgrenzen und ausschließen.“

Hier ist sie wieder, die doppelte Schieflage des Sozialstaates, die vorhin bereits angesprochen wurde.

Erstens: Gemeinnützige Vereine wie die Tafel haben primär den Auftrag, die eigenen Leute, das heißt deutsche Bedürftige, zu unterstützen, da Flüchtlinge und Migranten ja bereits von staatlicher Seite vollumfänglich versorgt werden.

Zweitens: Durch die (dennoch!) stark gestiegene Inanspruchnahme der Tafel durch Migranten bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel übrig für die deutschen Bedürftigen, die langsam aber sicher zu Armen zweiter Klasse werden.

Dies zu verhindern, sieht Knajder als seine vordringliche Aufgabe. Sich explizit für die eigenen Mitbürger stark zu machen, ist für ihn keineswegs anrüchig oder gar unmoralisch. Und er ist eben auch ein Freund unzweideutiger Worte:

„Die Wohltätigkeitsvereine *Tafel e.V.* wurden gegründet, um den Bedürftigen und Obdachlosen zu helfen und nicht um Asylanten, illegale Einwanderer ohne Ausweispapiere, Asylmissbraucher und Scheinasylanten, kriminelle Migranten und islamistische Terroristen zu beköstigen.“

Manch ein Gutmensch wird sich an der Wortwahl des Organisators gestoßen haben – doch die Wahrheit ist die Wahrheit und bleibt die Wahrheit!

Herr Schönherr jedenfalls ist bei seiner ablehnenden Haltung geblieben. Er erklärte laut Dresdner Neuesten Nachrichten Ende Oktober:

„Wir sind schon vor der Anfrage auf die Gruppe aufmerksam geworden. Unser Eindruck, dass es bei dem Projekt mehr darum geht, ausländische und deutsche Bedürftige gegeneinander auszuspielen, als zu helfen, hat sich (…) bestätigt.“

Und weiter:

„Ausschließlich Deutschen zu helfen, widerspricht den Grundsätzen der Tafel.“

Dass es aber nicht Knajder, sondern Herr Schönherr selbst ist, der Deutschlands Notleidende gegen Zuwanderer ausspielt, bemerkt Letzterer in seinem Willkommens-Taumel nicht. In den Streit zwischen Schönherr und Knajder mischten sich bald auch zwei CDU-Stadträte – Angela Malberg und Peter Joachim Krüger – ein.

Malberg hatte zwischenzeitlich ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht:

„Bei der Tafel passieren unglaubliche Dinge, die man endlich juristisch prüfen muss. Denn hier geht es um das Schicksal von Dresdens Armen.“

Beide unterstützten Knajder in seiner Arbeit und diskutierten bereits eine Prüfung der staatlichen Zuschüsse für die Tafel. Ihr Status als gemeinnützige Einrichtung steht auf der Kippe.  Auch den CDU‘lern schmeckte Schönherrs Selbstgefälligkeit nicht. Beide ruderten allerdings leicht zurück, nachdem die Massenmedien sie für ihre Beiträge unter einem Facebook-Kommentar Knajders kritisiert hatten. Auch hier stürzen sich die Geier der Lügenpresse im Sturzflug auf jene, die sich für ihre Mitmenschen starkmachen.

Was zur ganzen Wahrheit dazugehört: Auch um den feinen Herr Schönherr ranken sich seit geraumer Zeit diverse Skandale. Die Bild-Zeitung etwa berichtete Ende November, dass bereits mehrere Großspender der Tafel wie etwa die Spezialitätenbäcker Dr. Quendt oder die zu „Galeria Kaufhof“ gehörende „Sportarena Dresden“ abgesprungen seien. Das wird seine Gründe haben. Der Verein stolpert „seit Monaten (…) von einen Skandal zum anderen“ und wie man hört sind sogar Strafanzeigen eingegangen.

Laut denen soll der Tafel-Chef Vereinsgelder veruntreut haben und lässt angeblich Tafel-Aufträge über eigene Firmen abwickeln. Auch ließ er sich laut seinen Anklägern von seiner Stellvertreterin aus Vereinsgeldern „zinslose Darlehen in Höhe von 12 200 Euro gewähren“.

Wilde Partys und private Nebenverdienste seien von Spendengeldern bezahlt worden. Mitarbeiter, die diese Praktiken kritisierten, wurden an die frische Luft gesetzt. Schönherr soll außerdem Spenden abgezweigt, die besten Kleidungs- und Sachspenden gewinnbringend verkauft oder eigene Mitarbeiter bevorzugt haben. Bild Online schreibt:

„Es gibt Vorwürfe, dass Tafel-Mitarbeiter um Schönherr hochwertige Schuhe und Jacken heimlich bei Ebay verkauft haben sollen. Schönherrs Stellvertreterin Anja Hoke (51) lehnte gestern jede Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.“

Selbst die bekannte Wohltäterin und Tafelgründerin Dr. Edith Franke ist Opfer des Tafel-Chefs Andreas Schönherr geworden. Sie – die gerne als die „Mutter der Armen“ bezeichnet wird und für ihr vielfältiges Engagement hochangesehen ist – hatte der Tafel ein Darlehen von 10.000 übergeben, dass Herr Schönherr nicht mehr kampflos hergeben wollte. Hören Sie selbst:

„Ich hatte der Tafel fast 10.000 Euro meiner Ersparnisse geliehen. Als ich um Rückgabe bat, nötigte mich Schönherr Ende März mit einem beleidigenden Brief, auf das Geld zu verzichten.“

Ihr persönliches Urteil über Andreas Schönherr ist deutlich:

„Ich bedaure sehr, auf diesen skrupellosen Kriminellen reingefallen zu sein. Indem dieser Betrüger und Pleitier für gespendete Lebensmittel Geld verlangt, quetscht er die Ärmsten der Armen aus – um sich dann ihre Gelder selbst unter den Nagel zu reißen.“

Was für eine Art Mensch der Herr Schönherr ist, zeigt sich nicht nur darin, dass Ende November mehrere Mitgliederversammlungen platzten, weil sich der Chef dort nicht blicken ließ und sich der Kritik seiner Basis nicht stellen wollte. Auch aus seinen eigenen Facebook-Beiträgen kann man entnehmen, welchen Umgang er mit seinen Mitarbeitern pflegt. Einmal schrieb er:

„Wer gegen die Nettikette verstößt, fliegt. Das ist aber kein Problem, weil ja wöchentlich neue Mitarbeiter dazukommen, um ihren Kühlschrank zu füllen. Und dann nenne ich das Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und sonne mich darin, wie toll ich bin.“

Wir von COMPACT sind stolz auf Ingolf Knajder und seine vielen hundert Unterstützer und Spender, die sich trotz des scharfen Gegenwindes nicht von ihrer guten Sache haben abbringen lassen und sich seit Langem in ihrer eigenen Facebook-Gruppe vernetzen und organisieren.

Hier könnt ihr selbst mal reinschauen: https://www.facebook.com/groups/1143322839011827/

Das Projekt zeigt, dass die deutsche Bürgergemeinschaft lebt und auch in schwersten Zeiten zusammensteht.

Ihr seid ein Vorbild für unser Land!

Wir freuen uns ganz besonders, dass immer mehr Menschen sich über die Organisation auf Facebook informieren und selbst – jeder nach seinen Möglichkeiten – einen Beitrag leisten. Es ist uns daher auch ein besonderes Anliegen, Sie alle nochmals um Unterstützung für diese wirklich einmalige und sinnvolle Sache zu bitten. Die einzig wahre Hilfe ist Selbsthilfe! Wenn die Bürger zusammenstehen, kann auch das größte Unheil aufgefangen werden.

Bitte Spenden auch Sie einen kleinen Betrag an folgende Adresse:

Spenden-Kontodaten: Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen e.V. – IBAN: DE82850400000141742700 – BIC: COBADEFFXXX – Bank: Commerzbank Dresden

Lesen Sie auch: Ingolf Knajder im Interview:

https://philosophia-perennis.com/2016/10/19/dresden-obdachlose/

http://frauenpanorama.de/tafel-e-v-lehnt-spende-fuer-obdachlose-ab-buerger-und-unternehmer-organisieren-hilfe-selbst/


Quelle und Kommentare hier:
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