EASAC hat der Homöopathie den Krieg erklärt

von Freeman

Die European Academies Science Advisory Council (EASAC) oder der Zusammenschluss der Nationalen Wissenschafts-Akademien der Länder der Europäischen Union, hat in seinem am 20. September veröffentlichten Bericht die Homöopathie frontal angegriffen.

Sie behauptet, die alternativmedizinische Behandlungsmethode sei völliger Unsinn und

die Werbung für und die Anwendung von homöopathischen Produkten verursacht signifikanten Schaden.

Ziel dieses Berichtes ist es, die Gesundheitspolitik in der ganzen Europäischen Union und die Gesetzgebung gegen die Homöopathie zu beeinflussen, um das wachsenden Interesse an der alternativen Heilmethode in der Bevölkerung zu bekämpfen.

So wurden im Jahr 2015 zum Beispiel in Deutschland Homöopathika für 595 Mio. Euro umgesetzt, was ein Wachstum von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Offensichtlich handelt es sich bei der EASAC um eine Lobby-Organisation für die Pharmaindustrie, denn sie behauptet, es gebe keine alternative Medizin, sondern nur eine einzige Medizin, dessen Wirksamkeit bewiesen wurde.

Es ist interessant wie sich diese Organisation von angeblichen Wissenschaftlern im selben Bericht völlig widerspricht, denn einerseits wird darin behauptet, Homöopathie wäre schädlich, andererseits „haben die Produkte nicht mehr als einen Plazeboeffekt an den Patienten.

Der totale Widerspruch liegt darin, wenn Homöopathie nichts bewirkt oder nur eine Scheinheilung ist, wie kann sie schädlich sein?

Dafür bringt die EASAC die Erklärung, Homöopathie würde Patienten davon abbringen sich von der „echten Medizin“ behandeln zu lassen, was dann aber bedeutet, eine teure, möglicherweise gefährliche und oft nie endende Behandlung durch das medizinischen Establishment.

Ein Patient muss ein Dauerkunde sein und bleiben, denn nur so gibt es ständig Umsatz. Ein geheilter Patient bringt nichts, deshalb soll nur behandelt werden. Jede Woche einen Arztbesuch und Pillen verschreiben. Die Anreize für die Mediziner sind völlig falschrum.

Dazu kommt noch, man ist als Patient ein Versuchskaninchen, denn wenn eine Arznei nichts bringt, dann wird eine andere ausprobiert. Die Medizin hat sehr wenig mit exakter Wissenschaft zu tun sondern eher mit einem Ratespiel. Ausserdem werden ständig neue Krankheiten erfunden, die einer Behandlung bedürfen.

Die EASAC macht sich keine wirklichen Sorgen um die Gesundheit der EU-Bürger, sondern sorgt sich um den Umsatz der Pharmaindustrie. Deshalb müssen die Regierungen der EU-Mitgliedsländer dazu gebracht werden, die „Konkurrenz“ der alternativen Heilmethoden einzuschränken oder sogar ganz zu eliminieren.

Wie macht man das? In dem die homöopathischen Behandlungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden oder in dem man sehr teure und aufwendige Tests der Wirksamkeit den Herstellern der homöopathischen Mittel auferlegt.

In den Augen der EASAC dürfen die Menschen nicht selber entscheiden, was für Heilmethode für sie am besten ist. Nein, es muss ihnen durch Besserwisser mit Titeln diktiert werden. Nur die sogenannte „Schulmedizin“ ist der richtige Weg. Dabei, wie oft hat die sich schon geirrt?

Wie zum Beispiel,

Cholesterin muss immer gesenkt werden!

In den 80er Jahren war Cholesterin der liebste Feind der Hausärzte. Millionenfach verschrieben sie Cholesterinsenker – die so genannten Statine, verboten Eier und Butter. Heute weiss man: Die Ernährung beeinflusst den Cholesterinspiegel nur geringfügig und hohe Werte müssen nicht um jeden Preis gesenkt werden.

Oder

Entzündete Mandeln müssen raus!

Bis in die Siebziger Jahre hinein wurden Mandeln bei Kindern fast routinemässig entfernt. Doch bei den Operationen traten immer wieder schwere Blutungen auf, einige Patienten starben sogar. Schliesslich setzte in den späten siebziger Jahren ein Umdenken ein. Heute werden Mandelentzündungen zunächst mit Antibiotika behandelt. Nur bei schweren, wiederkehrenden Entzündungen wird noch operiert.

Oder

Hormonersatztherapie hilft Frauen in den Wechseljahren!

Bis Anfang des Jahrtausends verordneten Ärzte fast jeder Frau in den Wechseljahren Hormontabletten, um Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu bekämpfen. Doch im Jahr 2002 leitete die „Women’s Health Initiative“-Studie eine Kehrtwende ein. Die Studie zeigte, dass längst nicht alle Frauen von den Hormonen profitieren. Zudem steigern die Medikamente die Gefahr, eine Thrombose, einen Schlaganfall oder sogar Brustkrebs zu bekommen. Heute wägen Ärzte sehr genau ab, bevor sie einer Frau tatsächlich Hormontabletten verschreiben.

Oder

Ernährung und Lebensstil spielen eine Rolle bei der Entstehung eines Magenkarzinoms!

Dabei hat der australische Arzt Barry Marshall entdekt, die meisten Magenkrankheiten werden durch Helicobacter-pylori-Bakterien verursacht. Seine Theorie wurde zunächst von vielen Wissenschaftlern abgelehnt, die der Meinung waren, dass Bakterien im sauren Milieu der Magensäure nicht überleben könnten. Er bewies aber durch einen Selbstversuch das Gegenteil und bekämpfte die Bakterien durch simple Antibiotika. Im Dezember 2005 erhielt er zusammen mit John Robin Warren den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des Helicobacter pylori, denn seit seiner Entdeckung und danach der Bekämpfung der Bakterien im Magen sind die Magenerkrankungen, wie Magengeschwüre und Magenkrebs, um 90 Prozent weltweit zurückgegangen.

Wir sehen, es gibt „feste Überzeugungen“ und „eingefahrene Therapien“ in der Medizin, die immer wieder revidiert werden müssen.

Ich persönlich kann berichten, die Homöopathie hat bei der Gesundheit meiner drei Kinder sehr geholfen und auch bei mir. Selbstverständlich muss alles mit Vernunft betrachtet werden. Jedes Extrem in die eine oder andere Richtung ist falsch. Ganz falsch ist aber ein Gesundheitssystem, das nur auf Umsatzsteigerung und Profitmaximierung ausgelegt ist.

Das Problem mit vielen Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Organisationen ist, sie Vertreten nur noch Dogmen und sind völlig intolerant gegenüber Andersdenkenden. Alles was ausserhalb ihrer engen Sich der Welt liegt sehen sie als Bedrohung an, die bekämpft werden muss. Dabei gibt es nicht nur eine Antwort auf Probleme und nicht nur eine These als Erklärung, sondern immer mehrere Alternativen.

In Abwandlung des 1. Gebot lautet das der EASAC:

Du sollst keine andere Medizin haben neben mir!

Ja, die „Götter in Weiss“ dulden oft keine Konkurrenz und man muss an sie bedingungslos glauben.


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