Eingeschränkte Freiheit – die Neue Weltordnung ist ganz nah!

von Michael Morris

„Freiheit“ ist ein heikles Thema. Bis heute ist umstritten, ob sie überhaupt existiert, und wenn ja, in welchem Umfang. Dennoch heißt es in der Europäischen Menschenrechtskonvention, dass „jede Person das Recht auf Freiheit und Sicherheit“ habe und dies nur durch ein ordentliches Gericht im Falle kriminellen Handelns eingeschränkt werden dürfe.

In Deutschland heißt es zudem im Grundgesetz:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten… eine Zensur findet nicht statt.“

Wie kann es dann sein, dass der deutsche Innenminister Soziale Medien zur Zensur zwingt, das Volk aber nicht gegen diese totalitären Tendenzen aufbegehrt? Offenbar nehmen sich einige Menschen Freiheiten heraus, die sie anderen nicht zugestehen – alles unter dem Deckmantel der öffentlichen Sicherheit. Ich bin so frei darauf hinzuweisen, dass das nicht akzeptabel ist.

Die Frage nach dem „freien Willen“ ist ein zentrales Thema in den meisten spirituellen Lehren und philosophischen Richtungen. Entscheiden wir „eigenständig“, oder sind wir alle nur Statisten in einem großen Drama, das von einer höheren Autorität zu einem Zweck aufgeführt wird, der uns nicht bekannt ist?

Ich persönlich bin der Meinung, dass es gewisse unumstößliche Rahmenbedingungen gibt (wie den Lauf der Gestirne), innerhalb derer wir einen gewissen Gestaltungsspielraum haben. Ansonsten würde es keinen Sinn ergeben, morgens überhaupt noch aufzustehen.

Wir haben die Möglichkeit, eigenständige Entscheidungen zu treffen – sofern wir nicht von anderen beeinflusst werden, etwa durch die Kontrolle unserer Gedanken und Handlungen.

Schwierig wird es, wenn wir nicht merken, dass man uns die Freiheit genommen hat, wenn wir Marionetten sind, die nicht mitbekommen, dass sie an Schnüren hängen. Noch schwieriger wird es, wenn diejenigen, die uns steuern, selbst Marionetten sind. Wir leben in Zeiten, in denen alle nach einfachen Antworten suchen, nach schnellen Lösungen.

Wenn wir aber als Menschheit weiter kommen möchten, dann müssen wir uns wieder ein wenig mehr anstrengen, tiefer graben, über uns hinauswachsen. Diejenigen, die etwas verändert haben, gaben sich nie mit einfachen Antworten zufrieden. Sie waren gewillt, unbequem und angefeindet zu sein, so wie Albert Einstein, der sagte:

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“

Ich weiß, dass viele (vor allem junge) Menschen heutzutage Bargeld für veraltet und überflüssig halten. Was sie jedoch vermutlich nicht wissen ist, dass es zumindest in Deutschland und Österreich immer noch das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist. „Sch… egal“ werden jetzt viele sagen,

„bei Amazon kann ich auch ohne Bargeld einkaufen, und die Deutsche Bahn schafft nächstes Jahr ohnehin die Fahrkarten und das analoge Bezahlen ab.“

Ja, ja, das ist richtig, aber wie sieht es mit der Freiheit des Individuums aus, wenn jeder ein Smartphone besitzen „muss“, ob er das will oder nicht? Ich weiß, dass die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die keines haben wollen oder es nicht ertragen können, in die meisten jungen Köpfe nicht hineingeht, aber so ist es! Freiheit sollte übrigens da enden, wo sie die Rechte anderer beschneidet.

Was habe ich von Reisefreiheit, wenn ich dafür ein bestimmtes Smartphone besitzen und dass ich ständig auf dem neuesten Stand sein muss und für all das auch noch unentwegt bezahlen soll?

Die Vorschläge zur Abschaffung des Bargeldes kommen immer von denen, die davon am meisten profitieren. Das sind vorwiegend Firmen, die virtuelle Bezahlsysteme anbieten. Das sind Kreditkartenunternehmen, Onlinebezahlsysteme wie PayPal, aber auch Handyhersteller wie Apple, die auf ihren iPhones „Apple Pay“ anbieten.

Was wird nicht alles für Blödsinn darüber erzählt, was ohne Bargeld alles besser wäre, dabei gibt es tausend Gründe, die gegen eine Abschaffung sprechen. Doch dafür müsste man erst einmal das monetäre System verstehen, was uns freilich weder in den Schulen, noch an den Universitäten erklärt wird.

Wenn sich nicht rasch Wissen und Vernunft durchsetzen, dann wird die totale Kontrolle spätestens 2020 Realität sein. Australien will die 100-Dollar-Note abschaffen, die Euro-Zone bis 2018 den 500er, und in Indien fand im November 2016 das bislang größte und brutalste Experiment in der Geschichte zur Bargeldabschaffung statt, bei dem hunderte Millionen Menschen über Nacht enteignet wurden.

In der EU wurde eben ganz still und heimlich „PSD2“ erlassen.

Nein, das ist nicht der Nachfolger des Star-Wars-Androiden „R2D2“, sondern eine neue „Payment Service Direktive“, also ein Gesetz, das den Zahlungsverkehr neu regelt. Damit soll Bezahlen ab 2018 angeblich „sicherer, bequemer und billiger“ werden, indem digitale Bezahlsysteme direkten Zugriff auf das Konto des Kunden haben – inklusive aller Informationen.

Ist das nicht toll? Wenn sie künftig bei der Bahn einsteigen oder im Supermarkt einkaufen, dann müssen Sie kein Geld und keine Karte mehr aus der Jacke ziehen, es reicht, dass Sie ein Smartphone besitzen – genauer gesagt ist es Voraussetzung!

Der Anbieter erkennt es, hat vollen Zugriff darauf und bucht die jeweiligen Leistungen direkt von Ihrem Konto ab. Er hat dann direkten Zugang darauf. Er weiß dann alles über Sie, was bislang nur Ihre Bank wusste, wofür Sie welchen Geldbetrag ausgeben, welche Kredite Sie laufen haben und vieles mehr. Damit kann er dann alle Angebote für Sie künftig noch individueller und besser gestalten, also „personalisieren“. Mit diesen und weiteren ähnlichen Daten hat die englische Firma Cambridge Analytica im Jahr 2016 Donald Trump zum Wahlsieg verholfen. Je mehr man über uns weiß, desto leichter sind wir zu manipulieren.

In Schweden, Norwegen und Dänemark gibt es mittlerweile kaum noch Geldautomaten, viele Banken geben kein Bargeld mehr aus und nehmen es auch nicht mehr an. In Spanien darf man Einkäufe nur noch bis zu einer Summe von 2.500 Euro in bar tätigen, in Griechenland bis zu 1.500 Euro und in Italien gar nur noch bis 1.000 Euro.

Egal, wie viel Geld Sie sich also erspart haben, Sie dürfen es nicht benutzen!

Der frühere Präsident des deutschen Verfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält solche Bargeld-Einschränkungen für verfassungswidrig, da sie „nicht gerechtfertigte Eingriffe in Freiheitsrechte, in die Vertragsfreiheit und Privatautonomie“ bedeuten. Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark befürchtet, dass die Abschaffung des Bargeldes uns ins Chaos führen wird. Doch die Abschaffung des Bargeldes ist längst Realität.

In Deutschland wurde zudem gerade ohne großes Aufsehen ein Gesetz erlassen, das es ermöglicht, allen straffällig gewordenen Bürgern den Führerschein zu entziehen – also nicht nur jenen, die Verkehrsdelikte begangen haben.

Jeder, der auf Facebook versucht, eine Meinung zu äußern, die dem Regime gegen den Strich läuft, kann künftig dafür verurteilt werden und kann auch gleich seinen Führerschein abgeben. Kombiniert wurde das Ganze mit dem Maas’schen Überwachungsgesetz, umständlich auch als „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ bezeichnet. Als Sahnehäubchen oben drauf ist jetzt auch noch der „Staatstrojaner“ legal, also eine staatliche Spionagesoftware, die auf Rechner und Smartphones der Bürger installiert wird.

Er gibt staatlichen Behörden die „Freiheit“, all unsere Kommunikationen mitzuhören und mitzulesen. Wenn die Geheimdienste und Überwachungsorgane mehr Freiheit bekommen, dann büßt der Bürger sie freilich ein. Dem Staat scheint daran gelegen zu sein, dass jeder Bürger ein Smartphone besitzt, weil er kontrollierbar und steuerbar ist. In den öffentlich-rechtlichen Anstalten wird nach wie vor unentwegt gerne über den Horror der NS-Zeit und über die staatliche Überwachung in der DDR berichtet, aber gleichzeitig feiert man die neuen Formen der Zensur!

Und um nicht alles so negativ zu sehen und mit einigen versöhnlichen und positiven Worten zu schließen, möchte ich daran erinnern, dass Freiheit schließlich nicht alles ist. Im Grunde ist sie augenscheinlich überbewertet. Immer mehr Frauen tragen schließlich angeblich gerne und freiwillig Burka und Niqab. Immer wieder hört man davon, dass Menschen im Gefängnis ihren Weg zu Gott oder ihre große Liebe fanden.

Ich habe vermutlich rein persönlich nur ein solch sentimentales Verhältnis zu „Freiheit“, weil ich eine Kindheit verlebt habe, in der man noch von Bäumen und Fahrrädern fallen durfte, anstatt in Watte gepackt zur kindlichen Früherziehung kutschiert zu werden.

Ich kann mich noch an lange und angeregte Diskussionen mit leibhaftigen Menschen erinnern, ohne dass dabei jemals jemand als „Faschist“ oder „Nazi“ bezeichnet wurde, nur weil er anderer Meinung war.

Die Zeiten ändern sich, und nun wird eben die Sklaverei wieder modern, auch wenn sie nicht so genannt wird. Nun haben wir die totale Kontrolle, vor der ich jahrelang gewarnt hatte. Auch diese Phase wird vorübergehen.

Immer mehr Menschen durchschauen die Propaganda der dunklen Mächte und ihrer Handlanger. Immer mehr Menschen finden die Wahrheit, während eine wachsende Zahl sich gleichzeitig mittels Fake News weiter emotionalisieren und verwirren lässt. Die Spreu trennt sich langsam vom Weizen.

Die unterschiedlichen Zeitlinien oder Realitäten klaffen immer weiter auseinander. Jeder muss sich für eine der parallelen Welten entscheiden. Freiheit wird einem nicht geschenkt, wie wir gerade erkennen dürfen. Man muss sie sich erkämpfen. Sind wir dazu im Stande?


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