Europa in Gefahr (oder: Wie sich die Geschichte wiederholt)

von Quo usque tandem

Ich werde gelegentlich nach der Bedeutung meines, auf diesem Blog benutzten Pseudonyms “Quo usque tandem” gefragt. Zwar finden sich bei Google über 10 Seiten Einträge zu diesem Thema, aber ich bin natürlich trotzdem bereit, an dieser Stelle meinerseits einige erklärende Worte zu sagen.

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Die historische Vorlage

Quo-usque-3Im Jahre 63 v. Chr. verschwor sich der dem höheren römischen Adel entstammende Lucius Sergius Catilina, Mitglied des Senats, mit anderen Römern mit dem Ziel, mittels eines Staatsstreichs die bestehende republikanische Ordnung zu stürzen und sich selbst zum Diktator  des römischen Staats zu machen.

Der, ebenfalls dem Senat angehörende Marcus Tullius Cicero hatte heimlich Beweise bezüglich dieses Komplotts gesammelt und trat schließlich am 7. November 63 vor die Senats-Versammlung, um den – ebenfalls anwesenden – Catilina, in einer leidenschaftlichen Rede (die sehr bald zu einem Klassiker der lateinisch-sprachigen Literatur wurde) der Planung des Hochverrats anzuklagen und seine Bestrafung zu fordern. Der berühmt – und sprichwörtlich – gewordene Eröffnungs-Satz dieser Rede ist: “Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?” (Wie lange noch, o Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen).

Das Titelbild  dieses Artikels zeigt eines der diversen Gemälde, in welchen diese Szene in späteren Zeiten festgehalten worden ist. Da ihm, als Ergebnis dieser Rede, Verhaftung und mögliche Todesstrafe drohte, floh Catilina anschließend aus Rom, setzte die Ausführung seines Plans aber von außerhalb mit  militärischen Mitteln fort und fiel im folgenden Jahr in einer Schlacht gegen reguläre Truppen der Republik.

Der ersten Rede Ciceros zum Thema “Catilina” folgten noch drei weitere, teils an den Senat, teil an eine Versammlung römischer Bürger gerichtete zu diesem selben Thema; die Gesamtheit dieser Glanzstücke der lateinischen Redekunst ist als “Catilinarische Reden” bekannt.

Ich habe die drei Anfangsworte der ersten Rede als Pseudonym für meine gesellschafts- und politik-kritischen Beiträge auf diesem und anderen Blogs gewählt, weil ich der Ansicht bin, dass die Entwicklung, welche Deutschland (und Europa) in politischer und sozial-struktureller Hinsicht seit ca. drei Jahrzehnten (nageln Sie mich nicht auf die exakte Zeitspanne fest) durchläuft, eine frappierende Ähnlichkeit mit der oben in Bezug auf den römischen Staat und das Jahr 63 v. Chr. geschilderte aufweist:

Die Geschichte tendiert zu Wiederholungen

Das moderne Gegenstück des nach der Übernahme der alleinigen Herrschaft strebenden Catilina, ist der europäische Regierungs- und Verwaltungs-Moloch in Brüssel, dessen Endziel es ganz offensichtlich ist, die europäischen National-Identitäten durch einen zentralistischen Einheits-Staat und die demokratische Entscheidungs-Hoheit der europäischen Völker durch den alleinigen Willen einer Oligarchie zu ersetzen. Die personelle Zusammensetzung dieses Gremiums wird nicht durch die Interessen dieser Völker, sondern ausschließlich durch gnadenlosen Macht-Poker bestimmt wird und es ist, in Bezug auf seine Entscheidungen, keinem allgemeinen Wählerwillen gegenüber direkt verantwortlich ist. Die einzigen Unterschiede zu 63 v. Chr. bestehen darin, dass das Endziel nicht die Diktatur eines Einzelnen, sondern eine Gruppen-Diktatur ist und dass der Vorgang nicht in abrupter Form, sondern schleichend, per Salami-Taktik, umgesetzt wird.

Die grundsätzlichen Situationen, damals wie heute, sind somit weitgehend identisch – doch es existieren auch Unterschiede:

Das Monster hinter dem Horizont

Zum Einen: Die Machtübernahme-Pläne des Catilina befanden sich noch weitgehend im Vorbereitungs-Stadium, während die Brüssel-Diktatur ihre Krallen bereits tief in die europäische Anatomie eingeschlagen hat. Ein weitaus gravierender Unterschied ist – zum Anderen – dass, wäre Catilina erfolgreich gewesen, die  hieraus resultierende Diktatur immerhin von einem Angehörigen des eigenen Volkes ausgeübt worden wäre.

In dem europäischen “remake” der Jetztzeit besteht jedoch die alptraum-reife Möglichkeit, dass dem ersten “Umsturz” mittelfristig ein zweiter – von einer externen, extrem feindlichen Macht ausgehender – folgen kann: Die Machthaber in Brüssel (mit der Komplizität ihrer Steigbügelhalter in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten), fördern mit allen Mitteln die Zuwanderung aus bildungsfernen Regionen des Nahen und Mittleren Orients sowie aus Afrika – eine Zuwanderung, die vorwiegend Anhänger des Islam nach Europa bringt.

Das Konzept hinter dieser Politik ist, ganz offensichtlich, das gegenwärtige durchschnittlich hohe europäische Bildungs-Niveau (welches unangenehmes Zweifeln und störendes Fragen begünstigt) durch kräftige Beimischung eines halb- bis gar nicht gebildeten Elements “auszudünnen”, um im Laufe weniger Generationen einen grauen, einheitliche Bevölkerungsbrei zu schaffen, der einerseits keine nationalen Bindungen mehr kennt und andererseits – so hofft man – mühelos zu lenken und zu instrumentalisieren sein wird.

Der “Webfehler” dieses Konzeptes ist, dass die angestrebte “Modellier-Masse” sich in absehbarer Zeit spröder und spröder – und schließlich un-modellierbar – zeigen wird. Dank anhaltender, weder zahlen- noch qualitäts-mäßig kontrollierter Zuwanderung sowie dank der spektakulären Fruchtbarkeit der Zuwanderer dieser spezifischen Art, wird diese “Masse” (ebenfalls innerhalb weniger Generationen) mehrheitlich aus Anhängern des Islam bestehen – einer Glaubensrichtung also, innerhalb derer jeder einzelne Gläubige, einem Mandat des Religionsstifters folgend, verpflichtet ist, nach Kräften auf die Unterwerfung der gesamten Erde unter die Herrschaft dieser Religions-Ideologie hinzuwirken.

Wer in den Korridoren der Macht in Brüssel (und anderswo in Europa) sich also der Illusion hingibt, auf Dauer den “islamischen Tiger” reiten und lenken zu können, wird in nicht allzu ferner Zukunft ein böses Erwachen erleben. (Leider wird es dann vermutlich nur noch wenige der ursprünglichen Hauptschuldigen treffen.)

Als Folge dieser unterschiedlichen Voraussetzungen könnte sich die (durch das opportune Eingreifen Ciceros verhinderte) potentielle Entwicklung des Jahres 63 v. Chr. von der – ebenfalls potentiellen – weiteren Entwicklung im heutigen Europa  dahingehend unterscheiden, dass die Brüssel-Diktatur ihrerseits hinweggefegt wird, sobald der muslimische Anteil an der europäischen Bevölkerung die “kritische Masse” der wirksamen Beeinflussung parlamentarischer Entscheidungen erreicht hat. An die Stelle Brüssels würde (denkbarer Weise) in diesem Falle eine (noch um ein Vielfaches zerstörerische) Diktatur-Variante – die des islamischen Gottes-Staates – treten. (Diese Zukunfts-Prognose wird übrigens in muslimischen Zuwanderer-Kreisen bereits völlig offen als Gewissheit gehandelt.)

Ob diese Variante ggf. die Form eines europa-weiten Neo-osmanischen Reichs oder die eines, noch weiter gespannten, Eurabischen Kalifats (beide unter strenger theokratischer Kontrolle – s. Iran) annehmen  würde, bliebe noch abzuwarten. In beiden Fällen wäre eine solche Entwicklung das Ende der Rolle Europas als der bedeutendste Sitz von Kultur weltweit, wie auch das Ende einer auch nur halbwegs signifikanten wirtschaftlichen Stellung. Um dies zu erkennen, genügt ein Blick auf diejenigen Länder der Erde, in denen der Islam die herrschende Religionsform ist. (Ich bitte darum, mir Hinweise auf die Zwergstaaten am persischen Golf zu ersparen, in denen milliardenschwere Öl-Einkünfte Mini-Bevölkerungen gegenüberstehen.)

Ein Hoffnungs-Schimmer

Ich habe im vorhergehenden Absatz mit Absicht durchweg die Möglichkeits-Form gewählt, da ich das Vertrauen sowohl in die menschliche Intelligenz wie auch in das Stehvermögen des Europäers noch nicht ganz verloren habe; auch haben gewisse ermutigende Anzeichen der jüngsten Zeit in mir ein bescheidenes Maß an Optimismus wiedererweckt.

Um auf den Anfang dieses Artikels zurückzukommen – Sie können die Bemerkung, die Sie bereits auf der Zunge haben (“der alte Quo hat jetzt definitiv ein Rad ab – er vergleicht sich schon mit Cicero” – o. Ä.) wieder schlucken: Ich habe keinerlei Ambitionen in dieser Richtung – ich bin lediglich bemüht (wenn immer ich dazu Gelegenheit habe), mein kleines Körnchen zu den Bemühungen beizusteuern, welche darauf abzielen, a) die Befugnisse Brüssels auf einen Umfang zurück zu stutzen, welcher die Wahrung der nationalen Souveränitäten garantiert und b) zu verhindern, dass die Alptraum-Vision vom “europäischen Gottesstaat” je Wirklichkeit wird.

In diesem Sinne darf ich mit einem weiteren Griff in die Truhen der Geschichte schließen: Im Juli 1792 erließ die (revolutionäre) französische Nationalversammlung einen offiziellen Aufruf zur Solidarität gegen äußere und innere Feinde an alle Bürger der französischen Republik; dieser begann mit den Worten: “Citoyens, la patrie est en danger” (Bürger, das Vaterland ist in Gefahr).


Quelle und Kommentare hier:
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