Frankreich: Macron – Lohengrin oder mandschurischer Kandidat?

von Niki Vogt

Noch vor etwa drei Wochen zeichnete sich Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Kandidaten der Linken (parti gauche), Jean-Luc Mélenchon, und der Kandidatin des patriotischen Front National ab, Marine le Pen. Der konservative Kandidat, François Fillon, war durch Skandälchen desavouiert und lag abgeschlagen in den hinteren Rängen.

Das Problem, das die Systemparteien hatten, hieß schlicht und einfach: Beide Spitzenkandidaten, Le Pen und Mélenchon, propagierten in ihren Wahlkämpfen das Verlassen des Euro und eine Abstimmung über einen Austritt Frankreich aus der EU. Das wäre also in jedem Fall das Ende der EU geworden. Das durfte auf keinen Fall passieren.

Fillon war verbrannt, das sozialistische Lager um Hollande litt unter Hollandes massiver Unbeliebtheit im Volk – und das Erbe des ebenso ungeliebten Sarkozys wollte und konnte auch niemand antreten. Es mußte etwas passieren.

Insofern und aus diesem Grunde überraschte es überhaupt nicht, daß ein neuer Kandidat, Emmanuel Macron, eine neue Partei mit dem Slogan „en Marche!“, der wie ein Zitat aus der Nationalhymne klingt, plötzlich aus dem Nebel auftauchte.

Und – ebensowenig erstaunlich – auch gleich mit Finanzmitteln von 400.000 Euro und Empfehlungen von höchster Stelle ausgestattet, ein jugendschöner Elitesproß aus der Umgebung des Rothschild-Bankhauses, auf einem Schwanenboot, Lohengrin gleich, in schimmernder Rüstung den Fluß heraufgefahren kam.

Die Panik in den hohen Häusern in- und außerhalb Frankreichs muß groß gewesen sein. Das Jahrhundertprojekt EU in Gefahr, der ganze, seit vielen Jahrzehnten zäh durchgesetzte Plan in Gefahr, die Herde der Schäflein kurz vor dem kollektiven Ausscheren. Und doch auch wiederum der beste Zeitpunkt. Denn die Zeit reichte nicht, um den hübschen Lohengrin zu hinterfragen.

Der Retter kam so gut getimed, daß noch alles für ihn möglich war, aber niemand so recht wußte, wer Lohengrin eigentlich ist. Nur des jugendlichen Helden dramatische Liebesgeschichte zu seiner deutlich älteren Ehefrau Brigitte, die seine Lehrerin gewesen war, wurde medienwirksam als „amour fou“ inszeniert. Das kommt bei den Franzosen immer gut.

Und nie sollst Du ihn befragen. Das tat aber im allerletzten Moment doch noch jemand.

Ein Hackerangriff am Freitagabend auf das Wahlkampfteam Lohengrins förderte Erschreckendes zutage. Von illegalem Waffenhandel, Steuervermeidung, Drogen bis zu Offshore-Konten in Millionenhöhe und Aufrufe zu Gewalt gegen Le Pen war so ziemlich alles dabei. Die sehr umfangreichen Dokumente (die ab dem Jahr 2000 datieren) dazu wurden anonym als „Torrent-Datei“ ins Netz gestellt.

Im Wahlkampflager des des Ex-Rothschild-Bankers Macron, in den Systemparteien und den Medienzentren Frankreichs brach sofort Panik aus. Diese hoch belastenden Dokumente (Emails, Fotobeweise, Verträge, Rechnungen usw.) wurden sofort als Fälschungen dementiert. Sollte nämlich auch nur ein Teil davon echt sein, würde das reichen, Emmanuel Macron hinter Gitter zu bringen.

Die französische Wahlkommission griff in höchster Not zur knallharten Zensur. Das sei alles nichts als Lüge, hieß es, und daher mache sich auch jeder strafbar, der diese bösartigen „Enthüllungen“ veröffentliche. Es heißt, Journalisten, die dennoch recherchieren und veröffentlichen wollten, sollen bedroht worden sein. Gleichzeitig setzte eine überfallartige Zensur des Internets ein.

Verschiedene Internetplattformen, auf denen die beim Hackerangriff erbeuteten Dokumente gespeichert und einsehbar waren, haben diese sofort gelöscht. Auch die sonst sturmfeste Seite „archive.org“. Die Seite 4Chan, auf der man anonym Fotos und Texte einstellen kann, wurde von der französischen Regierung sogar gesperrt. Auf Twitter wurde alles getan, um die Veröffentlichung des Belastungsmaterials zu verhindern. Mittlerweile sind die Dokumente auf diesen Seiten zum Teil wieder online.

Auf Archive.org ist die Diskussion Interessierter, die sich der Dokumente angenommen haben, einzusehen. „anon“ (anonymous) kommentierte das Konvolut mit „holy christ!“.

Die Plattform disobedientmedia.com berichtet:

„Files from the release are reported to have been sent to members at Chicago Hacking Conference THOTCON, who have verified their authenticity. Analysts who examined portions of the release say that the owners of the email accounts were practicing very poor security and appeared to have been targeted by a number of hacking methods, including spearphishing and bruteforce attacks. Staff members whose emails are contained in the leak include Quentin Lafay, Alain Torret and Pierre Person, among others. The cache of documents appears to be incredibly large and contains emails spanning back to over a decade ago in addition to financial data. The original leaker of the emails is currently unknown.“

Übersetzung: Es wird berichtet, daß Dateien dieser Veröffentlichung  an Mitglieder bei der Hacker-Konferenz THOTCON in Chicago gesendet worden sind, die die Authenzität bestätigt haben. Analysten, die Teile der veröffentlichten Daten untersucht haben sagen, daß die Eigentümer der E-Mail Accounts nur sehr schlechte Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatten und  – wie es scheint – mit mehreren Hacking-Methoden angegriffen wurden, einschließlich „Spear-phishing“ und „brute force“ (rohe Gewalt) Attacken. Unter den Angestellten, deren E-Mails in dem Leak enthalten sind, sind neben anderen auch Quentin Lafay, Alain Torret, und Pierre Person dabei. Der Umfang an Dokumenten scheint unglaublich groß zu sein und enthält E-Mails die sich auf mehr als zehn Jahre zurück erstrecken, zusätzlich zu Finanzdaten. Der ursprüngliche Leaker ist bis jetzt unbekannt.

Wikileaks beschäftigt sich zur Zeit ebenfalls mit der Prüfung der Daten und gibt auf seiner isländischen Seite bekannt, daß es sich um neun Gigabyte an Datenmaterial mit zehntausenden an Fotos, E-Mails und Anhängen handelt, das hier zur Debatte steht, und daß das letzte Dokument darin vom 24. April stammt. Nach dem Dafürhalten von Wikileaks scheint es sich um echte Dokumente zu handeln, und anscheinend nicht um – wie von der Wahlkommission behauptet – Fakes. Außerdem sei – Wikileaks zufolge – eine solche Masse an Leaks zu fälschen ökonomisch undurchführbar:

Eine Mitarbeiterin im Team Emmanuel Macrons, Corinne Erhel, starb, nachdem sie als letzte Rednerin am Freitagabend auf einer Wahlkampfveranstaltung auf der Bühne zusammenbrach. Es konnte nur noch der Tod durch Herzinfarkt festgestellt werden. Interessanterweise soll der Verdacht bestehen, daß Frau Erhel diejenige sei, die die Dokumente geleakt habe. Im Internet wird diskutiert, daß Corinne Erhels Tod Erinnerungen an den plötzlichen Tod von Seth Rich erinnert, der ebenfalls direkt nach der Enthüllung von Beweisen für Wahlbetrug bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei im Jahr 2016 vollkommen unerwartet starb.

Wovon man jedoch als sicher ausgehen darf ist, daß Macron nur eine Galgenfrist für die EU bedeutet. Der ehemalige Goldman-Sachs Investmentbanker ist ein lupenreiner Systemkandidat mit der dazugehörigen Agenda. Daher wird diese – so wie die gesamte Großplanung der globalistischen EU-Lenker – an den Realitäten der Menschen und Völker mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern. Aus Frankreich ein dynamisches, globalistisches, stramm auf Erfolg gebürstetes Land zu machen ist auf dem Hintergrund der bisherigen, jahrhundertealten Erfahrungen undenkbar. Macron wird sich mit seinen neoliberalen Plänen sehr schnell in einem Krieg mit den mächtigen Gewerkschaften wiederfinden. Den Franzosen geht es jetzt schon nicht gut. Sie werden sich entschlossen gegen weitere Einschnitte und Einbußen wehren. Macrons deutsch-französischen Superstaat-Modell baut im ersten Schritt darauf, daß der deutsche Steuerzahler für die wirtschaftliche Malaise Frankreichs aufkommt.In dieser Zeit wird er versuchen, Frankreich auf Austerität, prekäre Arbeitsverhältnisse, Abbau der Sozialleistungen und Privatisierungen zu trimmen. Frankreich ist tief gespalten. Wenn man den Wahlergebnissen vertrauen darf, hat mehr als ein Drittel der Franzosen Le Pen gewählt. Höchst erstaunlicherweise soll in dem von Migrantengewalt, wilden Flüchtlingscamps und Terror gebeutelten Paris ein besonders niedriger Wert für Le Pen gestimmt haben. Die Wut gärt bereits jetzt gewaltig. Die Einschnitte, die Macron für die Franzosen bereit hält, werden den Volkszorn nicht besänftigen.

Selbst die Mainstreammedien, die Macron hymnisch als Retter Europas feiern, geben nach den Lobliedern besorgt zu, daß Macron nicht allzuviel Zeit und Chancen hat.

Quellen und weitere Informationen:

http://www.guidograndt.de/2017/05/07/schicksalswahl-in-frankreich-macron-leaks-aufstand-gegen-den-ex-rothschild-banker-macron/

http://yournewswire.com/macron-whistleblower-dead/

http://1nselpresse.blogspot.ro/2017/05/geruchtekuche-musste-die-enthullerin.html

http://www.blick.ch/news/ausland/schwaecheanfall-politikerin-stirbt-nach-wahlkampfrede-fuer-macron-id6635135.html

https://www.unzensuriert.at/content/0023940-Vorwuerfe-von-Waffenhandel-bis-Millionenkonten-Panik-und-verzweifelte-Zensur

http://disobedientmedia.com/new-leak-reveals-emails-documents-from-macron-and-affiliated-staff-members/

http://archive.is/eQtrm

http://archive.4plebs.org/pol/thread/124234624/#124234624


Quelle und Kommentare hier:
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