Friedrich Weinberger: Der Fall Mollath und andere

Staatlicher Mißbrauch der Psychiatrie in Deutschland – Steckt dahinter System?

Dr. med. Friedrich Weinberger im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt

„Die bewußte und intelligente Manipulation der Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element demokratischer Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus steuern, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre Regierungsmacht in unserem Land darstellt. Wir werden regiert, unsere Gedanken modelliert, unsere Geschmäcker geformt, unsere Ideen weithin von Männern suggeriert, von denen wir noch nie etwas gehört haben.“

Mit diesem Zitat von Edward Bernays, des Neffen Sigmund Freuds, ist die tatsächliche Wirklichkeit des westlichen Gesellschaftssystems passend umschrieben.

Schon seit geraumer Zeit wird die deutsche Psychiatrie nicht nur von Menschenrechtsaktivisten, sondern auch auf der internationalen, politischen Bühne mißtrauisch beäugt. So erklärte der Sonderberichterstatter über Folter des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Juan E Méndez, in der 22. Sitzung des „Human Rights Council“ am 4. März 2013 Zwangsbehandlung in der Psychiatrie zu Folter bzw. grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung. Er forderte, daß alle Staaten ein absolutes Verbot aller medizinischen, nicht einvernehmlichen bzw. jeglicher Zwangsbehandlungen verhängen sollten einschließlich nichteinvernehmlicher vorgenommener Eingriffe wie Psychochirurgie, Elektroschocks oder Verabreichung bewußtseinsverändernder Drogen sowohl in lang- wie kurzfristiger Anwendung.

Als konkrete Fallbeispiele nennt Weinberger unter anderem die bundesweit bekannt gewordenen Fälle Gustl Mollath, der, nachdem er Schwarzgeldgeschäfte, in der auch seine damalige Ehefrau verwickelt war, angezeigt hatte und daraufhin über sieben Jahre in der Psychiatrie verschwand sowie die Affäre um die hessischen Steuerfahnder um Rudolf Schmenger, die offenkundig für den Geschmack einiger deutschen Machthaber etwas zu gründlich ermittelten und deswegen per psychiatrischer Begutachtung vorzeitig in Rente geschickt und damit kaltgestellt wurden.

Hierin sieht Weinberger auch den Grund für den Mißbrauch der Psychiatrie, daß Machthaber unterschiedlichster Färbung auf unterschiedlichsten Ebenen sie allzu gern ge- und mißbrauchen und weiterhin gebrauchen wollen, um Oppositionelle und ggf. ganze Gruppen, ganze Lager, die das System hinterfragen, zu erledigen, sie zu dikreditieren oder gänzlich aus dem Verkehr zu ziehen und sich ihrer so zu entledigen.

Und dabei behalten die Befehlsgeber solcher Meinungsunterdrückungsaktionen stets eine saubere Weste. Denn es sind die Ärzte, Psychologen und andere „Sachverständige“, welche die Drecksarbeit erledigen – versehen mit einem international- „wissenschaftlichen“ Gütesiegel.

Websites:
http://www.psychiatrie-und-ethik.de/w…
http://www.psychiatrie-und-ethik.de/w…

Kontakt:
Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.
Alpspitzstr. 27
D–82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel.: +49 (0)8821 – 9677990
Fax: +49 (0)8821 – 9434667
E-Mail: info@psychiatrie-und-ethik.de

INFC (De) – Internationales Netzwerk der Freud-Kritiker
http://www.psychiatrie-und-ethik.de/w…


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: