G20 – Eine komische Operette

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Erst mal: Es war zu lang für einen Titel hier, aber eigentlich wollte ich titeln „G20 – Eine komische Operette mit 2 Bären, einem todkranken Gockel mit Adler-Wahn und 17 Terrier“.

Die hiesigen Medien versuchen den Eindruck zu erwecken, China buhle um die Nähe zum merkel und Putin sei gerade eben noch formal höflich geduldet.

Die Realität allerdings sieht anders aus. Putin verfügt über die mit Abstand stärksten Streitkräfte dieses Planeten und, ähnlich wichtig, Putin war der Partner(!), den Chinas Präsident im Vorfeld des Gipfels zuerst besuchte, mit dem er – vereinbarungsgemäß – Schulter an Schulter steht und den er, sehr bemerkenswert, da die Chinesen nicht mit Zucker um sich zu werfen pflegen, ausdrücklich als „Freund“ ansprach. Das wiederum war dicht gefolgt von einigen Sätzen, von denen keiner ohne die Erwähnung des Begriffs „Freundschaft“ gesagt wurde.

Soviel zu westlich medialem Kaffeesatz-Deuten um zwei Ecken, neurotischem bis schlicht abstrusem, irrem Geschwätz und größenwahnsinnigen Mutmaßungen zu Chinas Bestreben, vorrangig eine enge Beziehung mit [je nach Vorliebe Terrier einsetzen] zu erstreben.

Und dann noch die Amis … Natürlich laut, natürlich dumm, natürlich selbstgefällig und egomanisch und natürlich akut weltfremd. Dies müsse und werde man Putin abtrotzen und jenes müsse und werde man Putin aufzwingen tönt es aus allen Ami Kanälen (die zu verfolgen ja ein besonders unappetitlicher Teil meiner Aufgaben ist).

Aha.

Also, ich sah im wesentlichen zwei Dinge, die anzumerken sind.

1) Trump trat nicht herrisch sondern höflich, ja aufgeschlossen und interessiert gegenüber Putin auf. Manche meinen fast Wertschätzung und ein geplantes oder stilles „wir“ entdeckt zu haben, aber das halte ich für blauäugig und verfrüht.

2) Obwohl zweifellos viele Journalisten und „journalisten“ aus etlichen Ländern zugegen waren, hörte man, kaum waren die beiden Präsidenten mit ihrem Teil fertig, nur eine (1) Gruppe, die allerdings sehr laut, plärrend, aufdringlich und dreist – die Amis. Sie benahmen sich deutlich schlimmer als Säue, denen der Trog geöffnet wird.

Gegenüber Xi wirkte das Merkel geradezu buckelnd und sabbernd; Putin gegenüber immerhin neutral mit leicht positiver Tendenz; und Trump gegenüber gerade mal notdürftig höflich.

Randanmerkung: Sie plazierte Trump fürs Gruppenphoto ganz am Rand. Allerdings, und das wird sie noch kapieren und vermutlich schmerzhaft, ist die Position des Ami Päsidenten gewiss nicht durch eine so drittrangige wie bösartige ferner-liefen Figur wie Merkel definiert. Man fühlt sich an Kohls „Die konnte nicht mal mit Messer und Gabel essen“ erinnert.

Der Kontext dazu, jedenfalls was die USPPA angeht, war am Tag zuvor in Polen gezeichnet worden. Trump sprach von einem Überlebenskampf, von fundamentaler Gefahr für westliche Werte – und er beschrieb auch den Gegner unmissverständlich, nämlich jenes vom Merkel angeführte Europa, das zur zionistisch satanistischen Hochburg gemacht wird und in das man mit aller Macht Terroristen und Verbrecher einschleust.

Spätestens jetzt wundert man sich, warum ausgerechnet die EU-terrier nicht wissen, was Terrier nunmal machen: Sich um die Knochen streiten und sie zerbeissen, aus denen sie eine glänzende Burg bauen wollen/sollen. Da kann Macron, dessen Konzept im wesentlichen vorsieht, aus seinem ehemals großen Land endgültig einen Parasiten zu machen, noch so viele Küsschen verteilen (aufdrängen?).

Kurz, wir können uns gratulieren. Das Merkel und ihre Komplizen haben es geschafft, uns nicht nur äusserst feindlich gegenüber das mächtige Russland zu stellen, sondern uns auch die Besatzungsmacht USPPA zum Feind und unser Land zum Plündertrog zu machen.

Und ich rate eindringlich, das ernst zu nehmen. Man mag von Trump halten, was man will, aber ein Ami Präsident spricht nicht grundlos, hohl und aus Laune von „fundamentaler Bedrohung“ und von „Überlebenskampf“. Solche Begriffe haben eine viel zu hohe und klare Bedeutung in der Politik; üblicherweise sind sie Vorboten kriegerischen Handelns, nicht immer gleich militärisch aber allemal mit der dräuenden Option.

Aber es gab noch ein anderes und wie ich meine auf seine Weise sogar noch wichtigeres Ereignis: Der Einsatz der russischen Kh-101 (von denen es auch die atomar bestückte Variante Kh-102 gibt).

Es ging dabei ganz offensichtlich um ein Signal.
Das Ergebnis hätte sich auch anders erreichen lassen und, wichtig, es gab Ungereimtheiten einer Art, die ziemlich zuverlässig auf den Signalcharakter hindeuten. Die vielleicht wichtigste Ungereimtheit war der Abschuss aus einem Tupolew 95 Bomber ausserhalb Russlands (und gesichert durch Sukhoi Kampfjets). Das wirft erst mal die Frage auf, warum.

Die Reichweite der Kh-101 liegt in etwa beim Doppelten der Kalibr, also im Bereich um die 5.000 km (Ziel-Präzision ca 5 – 10m). Man hätte die Raketen also auch bequem aus Russland abfeuern können. Wollte man die Tu-95 also Gassi fliegen? Wohl kaum; dieser Bomber gehört zum Zuverlässigsten und Bewährtesten, das es in dem Bereich gibt; da muss nichts mehr getestet werden. Anmerkung: Anders als Kalibr ist die Kh-10x ausdrücklich für Flugzeuge konstruiert.

Betrachtet man alle Daten und Gegebenheiten, so wird das Signal erkennbar. Einsatz-Radius Tu-95 (ohne Luftbetankung): ca. 7.500 km. Plus ca. 5.000 km Reichweite der Kh-10x – ergibt

„Wie gut Kalibr funktioniert, weiss mittlerweile wohl jeder. Wir können das aber auch problemlos bis zu 12.500 km weit. Übrigens bei Bedarf auch nuklear“. Plus „Sollte es nötig werden, können wir 7.500 km rund um Russland problemlos *reichlich* Bomben abwerfen“. „Problemlos“ bedeutet in diesem Zusammenhang „ohne Luftbetankung“; mit dieser könnte die Reichweite fast beliebig gesteigert werden, allerdings bringt dies logistische und Eigenschutz Probleme mit sich.

Beides, ca. 5.000 km (Kh-10x) und ca. 7.500 km (Tu-95) bedeutet de fakto gesamt Eurasien. Dazu passt sehr gut der aktuelle Plan der SCO Staaten, das militärische Element der SCO erheblich auszubauen. Ebenfalls sehr gut passen dazu die Erklärungen sowohl Russlands wie auch Chinas zu den ausgesprochen guten und klar auch strategischen Beziehungen.

Kurz: Die Tu-95/Kh-101 Kombi über Syrien war die klare Ansage, dass gesamt Eurasien – einschließlich dem Nahen Osten sowie Nord-Korea! – als russisch-chinesische Sphäre zu betrachten ist und dass man gewillt und in der Lage ist, diese Sphäre komplett zu übernehmen und zu schützen.

Der Zweitpunkt war ebenfalls nicht zufällig, sondern als Rahmen-setzende Ouvertüre für die Hamburger „welcher Terrier kläfft am dreistesten und welcher ist sogar so hirnzerfressen irre zu meinen, er könne irgendetwas diktieren?“ Veranstaltung.

Putin machte sich übrigens die (ehrlich gesagt auch operettenhaft anmutende, aber, nun ja, im Westen versteht man ja nur Comics in grellen Farben) Mühe, dem Sicherheitsrat vor laufenden Kameras zu berichten, wie zuverlässig und gut die Kh-101 in Syrien funktionierten.

Kurz, die Russen bereiteten es hilfsbereit – und realistisch – so auf, dass auch die iPhone Assistenten („siri“) es verstehen und ihren regierenden Besitzern begreiflich machen konnten.

Ein Blick auf den Globus zeigt, dass sowohl Riad wie auch weite Teile des Iran durch Kalibr erreichbar sind. Mit Kh-10x ist (von russischem Territorium aus) nicht nur gesamt Eurasien abzudecken sondern auch z.B. Indonesien. Und, schau an, Venezuela ist sowohl über die West-Route (Atlantik) wie auch über die Ost-Route (Pazifik) etwa 11.500 km entfernt und also für das Gespann Tu-95 + Kh-10x gut zu erreichen (alternativ mit Tu-160 noch deutlich schneller).

Das alles scheint momentan, wo alle Welt auf den Nahen Osten fokussiert, recht belanglos. Allerdings findet ja zugleich eine Entwicklung in Idiotistan statt, die um nichts weniger bedeutsam und eher noch wichtiger ist. Und dabei gibt es einen sehr hässlichen Punkt, der auch, falls Trump sich durchsetzt (was ich vermute), relevant bleibt, denn beide, „Patrioten“ wie Zio-Globalisten, werden Südamerika fast zwangsläufig (aus ami Sicht) als Hinterhof und Plünder-Gebiet betrachten.

Weder die staatsbedrohenden Unruhen mit Tendenz zum Bürgerkrieg noch die hässlichen Geschehnisse in Brasilien sind zufällig entstanden; das jeweilige Hauptquartier ist in beiden Fällen das „Botschafts“-Gebäude der USPPA.

Allerdings ist Brasilien BRICS Mitglied und Venezuela und insbesondere Kuba sind Russland eng verbunden. Zugleich gibt es in Südamerika auch sehr wesentliches Engagement und Interessen der Chinesen (und der jeweiligen Bevölkerung), die den bereits aktuell betriebenen Machenschaften der usppa konträr gegenüber stehen. Da ist es gut, Einsatzmittel zu haben, die im Fall des Falles sehr präzise und nachhaltig zur Wirkung gebracht werden können.

Und dann ist da natürlich noch das Thema Naher Osten, auf das ich hier aber wohl, zumindest momentan, nicht näher eingehen muss. Ich erwähne es aber, weil es der aktuelle Auslöser für etwas ist, das ich als Schlussbemerkung kurz ausführen möchte.

Es geht um die Frage der großen Überschrift des praktischen russischen (und häufig auch, wenn auch noch deutlich weniger ausgeprägt und erkennbar, chinesischen) Handelns. Ich kann sie nun benennen:

„Die Welt *wird* den Weg ins Zeitalter der multipolaren Ordnung beschreiten, komme was da wolle und egal, ob es dem Ex Hegemon passt oder nicht. Wir würden es natürlich sehr bevorzugen, wenn dies aus Erkenntnis und Einsicht friedlich, im Idealfall sogar konstruktiv und gemeinschaftlich geschieht und unternehmen auch viele Anstrengungen in dieser Hinsicht, aber wir sind bereit, es mit allen Mitteln, auch militärischen umzusetzen. Sie *wird* weiter vorangetrieben und umgesetzt, die neue multipolare Weltordnung (notfalls mit einer komplett zerschlagenen USPPA)“.

In dieser Situation fühle ich mich, was Merkel und ihre Komplizen und Mittäter im Staatsapparat angeht, an die Leitlinie bei Geiselnahmen erinnert: Es kann unter Umständen notwendig sein, einige wenige Geiselnehmer zu terminieren, um das Überleben von einer großen Anzahl von Geiseln zu besichern.

(So und gleich nachher kommt der versprochene Artur Artikel. Ich wollte nur a) ein Dies und Das drin haben, um die anderen threads „sauber“ zu halten und b) wenigstens einige wesentliche Grundlinien im Kontext des Hamburger Kasperle-Theaters aufzeigen).


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