Gauland: Merkel hat Angst vor der Wut der Bevölkerung

von Sputnik

Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland sieht in der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung den Grund für die hohen Ergebnisse seiner Partei bei den Landtagswahlen. Die Alternative für Deutschland werde aus der Opposition heraus daran arbeiten, diese Politik zu verändern, sagt er.

gaulandAuch er sei überrascht von den hohen Wahlergebnissen für seine Partei, sagte Gauland in einem  Interview mit Sputnik-Korrespondentin Ilona Pfeffer. Der AfD-Politiker ist der Überzeugung, seine Partei habe hauptsächlich mit ihrer „Ablehnung der Merkelschen Flüchtlingspolitik“ die Wähler überzeugt:

„Schauen Sie sich nur an, was Frau Merkel im September mit den Flüchtlingen in Ungarn gemacht hat —  sie hat sie alle nach Deutschland geholt. Und schauen Sie sich jetzt an, es ist dasselbe: Wieder liegen Flüchtlinge vor Mazedonien in Idomeni, aber sie holt sie nicht nach Deutschland. Das heißt, sie hat Angst vor der Wut der Bevölkerung, der wir Ausdruck verleihen.“

In den Landtagen mitregieren wolle die AfD jedoch nicht und sehe ihre Rolle in der Opposition:

„Wir verändern die Republik sehr viel mehr durch eine ganz klare Opposition und wir sind als Partei längst nicht so weit, dass wir irgendwo mitregieren sollten. Das kann man mal in fernerer Zukunft überlegen. Im Moment müssen wir die Anderen zu einer Veränderung der Politik zwingen. Das ist unsere Aufgabe und die erfüllt sich nur in der Opposition.“

Zum noch nicht offiziell vorgestellten Parteiprogramm der AfD wollte sich Alexander Gauland nicht äußern. Am Mittwoch sind Auszüge des Programms an die Öffentlichkeit gelangt. Laut diesen Auszügen befürwortet die AfD unter anderem Kürzung von Hartz IV-Sätzen,  Abschaffung der Erbschaftssteuer und Ausstieg aus dem Euro.

Das Interview im Wortlaut:


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