Gedenktag: Albert Leo Schlageter

von 3. Weg

„Wir sollen das Ende dieses Märtyrers des deutschen Nationalismus nicht totschweigen, wir sollen auch nicht nur mit einer Phrase darüber hinweggehen[…]Wir sollen alles tun, damit Männer wie Schlageter, die bereit waren, im Interesse der Gemeinschaft in den Tod zu gehen, nicht umsonst gestorben sind, sondern einer besseren Zukunft der ganzen Menschheit erhalten bleiben!“

Diese Lobworte über den deutschen Freiheitskämpfer Albert Leo Schlageter wurden am 20.06.1923 von dem jüdisch-sowjetischen Politiker Karl Radek vor der Kommunistischen Internationalen geäußert.

Radek war nicht nur einfacher Kommunist, sondern mit an der Planung der verbrecherischen kommunistischen Revolution von 1918 beteiligt. Bezeichnend das sogar erbitterte Feinde dem heute nahezu vergessenen „Helden des Ruhrkampfes“ ihren Respekt und Hochachtung zollten.

Heute erinnert nichts mehr an den Märtyrertod Schlageters, der einst das ganze deutsche Volk, über alle Klassen und politischen Grenzen hinweg, in Aufruhr brachte. Anstelle eines Gedenksteins steht am Ort seiner Hinrichtung heute ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.

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Geboren wurde Albert Leo Schlageter am 12.08.1894 im badischen Schönau als siebtes Kind einer Bauernfamilie. Dank der Förderung des Dorfpfarrers war es dem talentierten Jungen möglich das Gymnasium in Freiburg zu besuchen. Schlageter absolvierte im Dezember 1914 ein Notabitur um bereits am 07.03.1915 an die Westfront zu gelangen. Wegen seiner vorbildlichen Tapferkeit wurde ihm das Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse verliehen und seine Vorgesetzten beurteilten ihn als

hart, zuverlässig und für besonders schwierige Aufgaben geeignet“.

Wie viele andere Millionen Frontsoldaten erwarteten ihn bei Kriegsende zuhause Chaos und Elend. Schlageter schrieb sich zuerst für das Fach Nationalökonomie an der Universität Freiburg ein, doch als die Regierung die Aufstellung von Freiwilligenverbände zum Schutz des deutsch-baltischen Ordensland vor der Roten Armee befahl, meldete er sich freiwillig und trat bei seiner ehemaligen Batterie dem Freikorps „Wodem“ bei, in dessen Rahmen er an zahlreichen Kampfhandlungen und an der Befreiung Rigas beteiligt war.

 

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Doch die Freiwilligenverbände wurden von der deutschen Regierung schamlos verraten. Von ursprünglich 10.000 Freikorpssoldaten mussten die 5.800 übrig gebliebenen einen schmachvollen und gefährlichen Rückweg antreten. In dieser dunklen Stunde erschallte sein Waffenspruch:

Wenn wir zunächst nur wenige sind, Ihr vielleicht, wir, noch ein paar. Der Weg ist weit – das Ziel ist klar, vorwärts geht es, Schritt für Schritt! Habt Ihr Mut, kommt mit! Wenn wir zunächst auch nur wenige sind; Aber wir werden es schaffen!

Bereits kurze Zeit später trat Schlageter wieder den Waffengang an. Im Februar 1921 brach polnischer Terror in Oberschlesien aus. Die deutsche Regierung verriet erneut ihr eigenes Volk und untersagte ein Einschreiten der Freikorpsverbände. Doch getarnt als Arbeitsgruppen und Reisende drangen die Freiwilligen in das Gebiet ein, bestrebt, ihren deutschen Landsleuten beizustehen. Auch Schlageter war dabei. Nach der erbitterten Entscheidungsschlacht am Annaberg gegen polnische Banden konnte auf der Michaleskirche die Fahne Schwarz-weiß-rot gehisst werden, das Zeichen des deutschen Sieges.

Schlageter blieb zunächst in den Ostgebieten und arbeitete als deutscher Agent in Danzig. Doch im Januar 1923 tat sich eine neue Front auf. Kriegsmäßig ausgerüstete französische Truppen besetzten das Ruhrgebiet, um die Forderungen des Versailler Schanddiktats einzutreiben. Die Regierung rief zum passiven Widerstand auf.

Nationalgesinnte Deutsche schritten zur Tat und verübten Sabotageakte, um den Franzosen die Ausbeutung des widderrechtlich besetzten Gebietes unmöglich zu machen. Auch hier war Schlageter mit dabei. Als nunmaliges Mitglied der NSDAP übernahm er die Führung eines Stoßtrupps in Essen. Ihr Ziel: Die Sprengung der Eisenbahnbrücke bei Calcum, welche für die französischen Besatzer unerlässlich für die weitere Ausbeutung des Ruhrgebiets war.

Die Besatzer reagierten bereits zu dieser Zeit mit Hinrichtungen und Hausdurchsuchungen, um den ständigen Anschlägen Herr zu werden. Die geplante Sprengung des „Stoßtrupp Schlageters“ glückte, doch knapp zwei Monate später kam es durch den schändlichen Verrat eines gewissen Wilhelm Schneiders zu der Verhaftung von Schlageter und sechs weiteren Kameraden –  für den Judaslohn von 1,6 Millionen Papiermark.

 

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Das Todesurteil – von einer fremden Besatzungsmacht auf deutschem Boden über deutsche Männer gefällt! – erregte nicht nur das deutsche Volk, auch das internationale rote Kreuz, die schwedische Königin und viele andere setzten sich für Schlageter und seine Kameraden ein.

Doch die Franzosen wollten ein Exempel statuieren. Sein letzter Wunsch vor der Vollstreckung des Todesurteils war es noch einen Brief an seine Eltern schreiben zu dürfen.

Ich habe gehandelt aus Liebe zu Euch, aus Liebe zu meinem Vaterlande. Ich weiß dafür zu büßen. Die Größe meiner Strafe kann mich nicht schrecken noch traurig machen. Wäre ich allein auf der Welt, wüsste ich überhaupt nicht, was es Schöneres geben könnte, als für sein Vaterland zu sterben. Aber um euch habe ich gebangt Tag und Nacht. Hätte ich Euch das ersparen können, ich wäre gern zwei- oder dreimal vor die Kugeln getreten. Bleibt weiter so tapfer. Denkt, ich bin an einer Krankheit oder sonst plötzlich gestorben, zwar ein paar Jahre früher, als zu erwarten. Aber das kommt ja öfters vor.

Diese Zeilen sind Zeugnis eines personifizierten Heldentums eines jungen Idealisten. Die letzten Worte an einen Geistlichen waren von ähnlichem Tenor:

Grüßen Sie meine Eltern, meine Geschwister und mein Deutschland!

Nach seinem Tod entlud sich eine Welle von franzosenfeindlichen Protestreden, Hassliedern und ähnlichem, aber genauso Gedichte und Aufsätze, die nur einen Zweck hatten: Die Erinnerung an diesen großen Sohn des deutschen Volkes zu bewahren. Den Willen des Märtyrers Albert Leo Schlageters soll einmal Wirklichkeit werden. Ihn und diesen Leitsatz können wir der deutschen Jugend nur als Auftrag geben und Schlageter als Beispiel für einen flammenden Idealismus, für eine soldatische Haltung und ein übernehmen von Verantwortung voranstellen.

Albert Leo Schlageter

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