Gefälschte Emails vom Verfassungsschutz? – Jürgen Elsässer, der Migrantenschreck und Anonymousnews

von O24

Über die Emailadresse von Compact-Chefredakteur Jürgen Elässer wurden gestern massenhaft gefälschte Emails mit dem Betreff: „Ihre Familie ist in Gefahr“ versendet.

In den Mails wurde Werbung für die Produkte des Webshops „Migrantenschreck“ gemacht. Jürgen Elsässer ist am Schreibtisch mit einer Waffe abgebildet zu sehen, darunter der Schriftzug „Mut zum Widerstand: Auch COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer vertraut auf Qualitätsprodukte aus dem Hause Migrantenschreck® “

Das „ultimative Elsässer Foto“ stammt allerdings aus einem alten Beitrag von 2013.

Auf seinem Blog behauptet Elsässer, der Geheimdienst versuche, ihn zu diskreditieren:

„Vorsicht, liebe Freunde: Heute Abend wurden mit meiner Emailadresse wohl einige Tausend Emails verschickt, die für illegale Waffenbeschaffung werben – für den Einkauf bei einer Webseite namens „Migrantenschreck“.

Diese Emails stammen natürlich NICHT von mir! Ich würde NIE für gewalttätige und strafbare Widerstandsformen werben, schon gar nicht für Bewaffnung! Der Widerstand muss immer gewaltfrei und bürgerlich bleiben!

Offensichtlich eine Aktion aus dem Geheimdienstsumpf, um COMPACT und Elsässer zu diskreditieren. Bitte fallt nicht drauf rein. Ich habe die Angelegenheit unseren Anwälten übergeben.“

Die als „Migrantenschreck“ beworbenen Waffen zur Selbstverteidigung sind zwar Luftdruck bzw. CO2 Pistolen und Gewehre, aber nach dem deutschen Waffengesetz nicht erlaubt, da sie, falls die „Herstellerangaben“ stimmen, Hartgummigeschosse mit bis zu 120 Joule verschießen. Waffenscheinfreie Luftdruckwaffen dürfen nicht mehr als 7,5 Joule Schussenergie haben, meistens liegen sie bei 3,5 Joule.

Auf der Seite „Anonymousnews.ru“ wird Werbung für „Migrantenschreck“ gemacht. Am 12. August erschien dort ein Artikel mit dem Titel:

„COMPACT – Mut zur Denunziation statt Mut zur Wahrheit“

Es wird behauptet, Elsässer sei ein Informant des LKA und würde Oppositionelle bei den Behörden denunzieren. Ein Informant aus der Compact Redaktion habe eindeutige Listen mit Emails an Anonymousnews übermittelt. Der Betroffene habe angegeben, mit seiner Familie ins Ausland vor dem Zugriff der Behörden geflohen zu sein. Bevor die „Anonymous“ – Seite bei Facebook gesperrt worden sei, habe man mit Compact zusammengearbeitet, sich dann aber mit Elsässer überworfen.

Hier ein Auszug:

„Die Informationen, Dokumente und Unterlagen unseres Informanten – darunter Kontoauszüge, interne Fotos Elsässers mit Geschäftspartnern und politischen Mitstreitern, der vollständige E-Mail-Verkehr der COMPACT-Redaktion seit Januar 2015 und mehrere Gigabyte Daten – liefern jedenfalls erste Anhaltspunkte, dass auf COMPACT seit geraumer Zeit, sowohl von Innen heraus als auch von Außen, massiver Druck ausgeübt wird. Hat man sich diesem Druck jetzt gegenüber dem LKA Berlin gebeugt? Agiert Chefredakteur Jürgen Elsässer und sein publizistischer Wurmfortsatz sogar als verlängerter Arm des Systems? Vieles spricht dafür.“

Sollten die Angaben stimmen, dürfte der „Informant“ auch Zugriffsmöglichkeiten auf das Emailkonto von Elsässer erlangt haben können, ohne es aufwändig „hacken“ zu müssen.

Die Seiten „Migrantenschreck“ und „Anonymousnews“ werden von russischen Servern betrieben. Im Focus und in der Zeit wurde darüber gemutmaßt, ob der Betreiber beider Seiten identisch sei. Der genannte Verdächtige ist untergetaucht und wird von der Polizei gesucht.

Gestern veröffentlichte „Anonymousnews“ eine Liste mit 25000 Namen und Adressen, bei denen es sich um Daten bekennender Antifa Mitglieder handeln soll. Begründet wurde das Leak so:

„Linksextreme und Antifanten sind bekanntlich stets um Transparenz bemüht, wenn es um Anschriften und E-Mail-Adressen von Oppositionellen geht. Umso wichtiger erscheint es uns, die persönlichen Daten derjenigen zu veröffentlichen, die mit größter Sorgfalt Andersdenkende denunzieren. Unter folgendem Link könnt ihr Namen, E-Mail-Adressen und Anschriften bekennender linksfaschisten und Antideutscher herunterladen und die subversiven, demokratiefeindlichen Elemente zur Räson bringen.“

Die Ausdrucksweise „zur Räson bringen“ ist relativ eindeutig, woher die Daten stammen, wird nicht gesagt. Da bei vielen Adressen auch „Packstationen“ angegeben werden, stammt ein Teil der Daten offenbar von Online-Versendern.

Mit der Veröffentlichung soll augenscheinlich dazu angehalten werden, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Natürlich können auch hier Geheimdienste ihre Finger im Spiel haben, verdeckte Ermittler werden auf allen Seiten eingesetzt, um die Stimmung anzuheizen. Im linksextremen Milieu ist diese Praxis hinlänglich bekannt und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass dort immer wieder brisante Daten in die Hände der „Aktivisten“ geraten.

Auf der „Linksunten“-Seite des Indymedia Netzwerkes werden regelmäßig Personen als Nazis und Rechtsextremisten „geoutet“. Zuletzt sorgte die Veröffentlichung von AfD Mitgliedern für Aufsehen.

Manchmal geraten auch völlig Unbeteiligte durch solche Aktionen in das Visier von Extremisten.

Linksextreme Hetze auf Indymedia verursacht Angriff auf Unschuldigen


Quelle und Kommentare hier:
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