Geldhahn zu! – Nr.3

Für anständige Kaufleute….die wir alle wieder werden wollen.
Wir zahlen für Zahlungsversprechen !

Rundbrief Nr. 3 vom 21. Dezember 2014

Lord Turner: Banks do not lend money – Banks create money

Jetzt ist es offiziell: Banken verleihen kein Geld, Banken kreieren Geld.

Das war die Kernaussage von Lord Turner in der Symposiumsveranstaltung von Bündnis90/Die Grünen am 12.12.2014 im Haus am Dom, Frankfurt: „Der Weg zu einem besseren Finanzsystem“ http://www.gruene-bundestag.de/no_cache/news/termin_ID_2000125/veranstaltung/833.html .

Adair Lord Turner war Vorsitzender der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde von 2008 bis 2013. Er ist Direktoriumsmitglied der Bank of England.

In seiner Key Note hob er ausdrücklich hervor, dass der Weg zu einem besseren Finanzsystem nur beschritten werden kann, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass private Banken Geld schöpfen und nicht Geld verleihen.

Besonders wichtig:

Auch die in der Veranstaltung anwesenden Chef-Volkswirte der KfW und der Helaba wussten es jetzt. Vielleicht hatte insoweit auch „Prof. Thomas Mayer“ http://www.spiegel.de/wirtschaft/thomas-mayer-und-sein-buch-die-neue-ordnung-des-geldes-a-996475.html, ehemaliger Chefvolkswirt der Deutschen Bank, den Boden für diesen entscheidenden Erkenntnisfortschritt mit seinem neuen Buch „Die neue Ordnung des Geldes“ bereitet.

Lord Turner hat in seiner denkwürdigen Key Note auch erklärt, wie in dem jetzigen Fiat Money-System die russischen Oligarchen entstanden sind (die hatten alle eine Bank und haben sich selbst und untereinander fiat-money Kredite gegeben; dazu braucht es ja nur Buchungen und das Schild „Bank“ und schon konnten sie auf Beutezug gehen).

Was bedeutet das für den normalen Kreditkunden?

Er kann jetzt unter Berufung auf Lord Turner und eine Reihe von Chef-Volkswirten deutscher Banken seiner Bank mitteilen, dass sie bislang zu Unrecht Zinsen kassiert hat. Denn Zinsen darf die Bank nur kassieren, wenn sie einen Geldbetrag ausgezahlt hat,  §§ 488, 91 BGB. Nahezu ungedeckte Zahlungsversprechen, also selbst kreiertes Geld, ist das jedenfalls nicht http://www.monetative.de/monetative-tagungen-vortrge-1/ .

Fordern Sie also Ihre Bank zur Vertragsanpassung auf, § 313 I,II BGB, z.B. zur Rückzahlung von Zinsen oder zumindest zur Verrechnung mit Tilgungsverpflichtungen sowie zum Verzicht auf die Vollstreckung aus Sicherheiten. Kehren Sie die Umverteilung von unten nach oben um. Fordern Sie die Unterstützung der Politik für einen Schuldenschnitt auch für den gerupften Bankkunden.

Was Sie dabei fordern, ist die Einhaltung geltenden Rechts von einer Branche, die bislang per Lobbytum und fiat-money sich vor der Anwendung geltenden Rechts drücken konnte.

Getreu unserem Motto: WENIGER SCHULDEN – MEHR DEMOKRATIE.

Geht die Staatsgewalt wieder vom Volke aus, hat das Volk, hat der Bürger auch weniger Schulden. Das gilt auch für die öffentliche Hand, die dann die Steuern nicht mehr zur Bankenrettung verschleudern muss.

Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand und verlassen Sie den Schuldenturm. Je mehr Menschen dies tun, desto eher entkommen Sie der Schuldenfalle.

Eine europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA

Mit mehr als 1 Million Unterschriften von Bürgern aus ganz Europa hat es das Bürgernetzwerk „Campact“ in sehr kurzer Zeit erreicht, eine selbstorganisierte europäische Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Die erforderlichen Unterschriften wurden im kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten gesammelt.

Das Bürgernetzwerk will die jetzt entstandene Initiative zur bisher größten Bürgerinitiative ausbauen. Dazu werden noch einmal mehr als 900.000 Unterschriften benötigt. Die Bürgerinitiative wird inzwischen von mehr als 320 Organisationen unterstützt.

Ziel im Kampf gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA ist es, den in ganz Europa bestehenden Bürgerprotest gegen diese Abkommen und ihre Folgen auf die Straße zu tragen und wirkungsvoll bekannt zu machen. Alle Mitstreiter werden dazu aufgerufen, am 17. Januar 2015 zu einer Großdemonstration nach Berlin zu kommen.

Das GHZ-Team hat seine Ablehnung dieser Abkommen auch in zwei GHZ-Papieren ausgedrückt. Darin werden die Konsequenzen beschrieben, welche sich aus den geplanten Abkommen für die Bürger, für die Staaten und für die Umwelt in Europa ergeben können. In diesen GHZ-Papieren werden außerdem auch Vorschläge gemacht, wie die denkbaren Belastungen, die aus solchen Verträgen resultieren können, nicht allein von den Menschen einer Gemeinschaft getragen werden müssen. Diese Aufsätze können über folgende Links von der GHZ-Internetseite heruntergeladen werden:

GHZ-Papier zum Thema: „Investitionsschutz als Werkzeug zum Umverteilen von Geld und Schulden“ – http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/ghz-dp_die-unbekannten-begleiter

GHZ-Papier zum Thema: „TTIP: Standards sollen die Grenzen der Freiheit beschreiben“ – http://geldhahn-zu.de/wissen-ist-macht/download-pdf/ghz-dp_fuer-freihandel-ist-demokratie-ein-hindernis

Pecunia olet – über den strengen Geruch des Geldes

Hans Scharpf in „Café Sonntag“, dem Kulturmagazin beim Österreichischen Radio Ö1. http://geldhahn-zu.de/div/cafe-sonntag

Geldhahn zu! Rundbrief 

Unser Rundbrief informiert Sie über aktuelle Ereignisse und neue Themen der Initiative Geldhahn zu! Möchten sie den Rundbrief nicht mehr erhalten, schreiben sie eine kurze Mail an info@geldhahn-zu.com . Bisherige Ausgaben des Rundbriefs finden sie hier: http://geldhahn-zu.de/rundbrief/

Sonnige Grüße

Daniel Graze

Architektur • Geo-Baubiologie • Kinesiologie
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Dipl.-Ing. Daniel Graze
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