George Carlin: „Die Besitzer!“


George Carlin (* 12. Mai 1937 in New York; † 22. Juni 2008 in Santa Monica war in den Vereinigten Staaten als Tabubrecher bekannt. Themen seiner Comedy-Programme waren Sprache, Psychologie, Politik und insbesondere Religion.

1973 sorgte er mit einem Radiobeitrag über die „sieben schmutzigen Wörter“ (Filthy Words) für Entrüstung, der aufgrund seines als obszön und jugendgefährdend geltenden Inhalts einen Rechtsstreit nach sich zog. 1978 entschied der Oberste Gerichtshof der USA mit einer knappen Mehrheit von 5:4, dass die Federal Communications Commission das Recht dazu habe, die Ausstrahlung von Beiträgen solchen Inhalts zu verbieten, wenn die Gefahr bestehe, dass Kinder und Jugendliche zuhören könnten.

Carlins spätere Auftritte konzentrierten sich darauf, die Fehler des modernen Amerika aufs Korn zu nehmen. Er griff oft aktuelle Themen der amerikanischen Politik und die Exzesse der amerikanischen Kultur auf. Er nahm mit besonderer Vorliebe die Religion aufs Korn, die er als einfältigen Aberglauben charakterisierte. Er kritisierte auch die Konsumgesellschaft, in der allzu oft Bürgerrechte gegen „Spielzeuge“ wie Computer, Geländewagen, Videospiele und Häuser eingetauscht würden. Politische Korrektheit betrachtete er als eine verbreitete, verlogene Strategie der Realitätsvermeidung.

Carlin wurde von Comedy Central als der zweitgrößte Stand-up-Comedian aller Zeiten nach Richard Pryor ausgezeichnet und erhielt den Lifetime Achievement Award der American Comedy Awards. Seine Programme wurden regelmäßig auch auf Alben und auf Video/DVD veröffentlicht und mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnet.


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