GEZ-Rebellin frei: Sieglinde Baumert nach 60 Tagen im Frauenknast entlassen

von ET

Am 4. Februar, 10.30 Uhr, wurde Sieglinde Baumert verhaftet, von ihrem Arbeitsplatz als Hilfsarbeiterin in einer Metallfabrik weggeholt. Von da ab saß die gelernte Krippenerzieherin in Erzwingungshaft im Chemnitzer Frauengefängnis. Den Job hatte sie auch noch verloren. Nun, nach 60 Tagen Haft, wurde Frau Baumert freigelassen. Wie das Frauengefängnis mitteilte, sei Sieglinde Baumert seit Montagabend auf freiem Fuß.

Sieglinde BaumertÜber die Gründe der Haftentlassung wurde aus Datenschutzgründen nicht eingegangen, meldete die DPA.

Seit 2013 hatte Sieglinde Baumert keine GEZ-Gebühren mehr bezahlt, berichtete die „Welt am Sonntag„.

Sie hat Zuhause allerdings auch keinen Fernseher und kein Radio. Das System zur Rundfunkfinanzierung hält die 46-Jährige für verfassungswidrig und dem bestellten Gerichtsvollzieher verweigerte sie die Unterschrift auf einer Vermögensaufstellung. Nun sitzt sie im Frauenknast, seit 60 Tagen: spartanisch eingerichtetes Einzelzimmer mit Hofblick, Bett, Schreibtisch und eine kleine Radiouhr, beitragsbefreit.


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