Globalismus: Zerstörung regionaler Infrastrukturen

von Lotar Martin Kamm

Das ganze Leben ist Politik, untrennbar miteinander verwoben, sich niemand diesem entziehen vermag, in sofern eine Auseinandersetzung der daraus entstehenden Probleme folgen muß. Die Früchte des allseits hoch gepriesenen Globalismus bedeuten Zerstörung regionaler Infrastrukturen, Huxleys „Brave New World“, für „Schöne neue Welt“, sich bewahrheitet, wir am Tropf einer menschenfeindlichen NWO hängen.

Hat die Menschheit gegen Ende seines bevorstehenden Daseins seinem Machtstreben entsprechend sich selbst eine Falle erschaffen, aus der kein Entrinnen in Aussicht gestellt? Weil besonders einfache kosmische Naturgesetze außer Kraft gesetzt, sie isoliert wird, keinerlei Überlebenschancen verbleiben? Es läuft darauf hinaus.

Gesunder Patriotismus bewahrt letztlich den regionalen Raum

Globalplayer sollten stets als unsere „eigentlichen Feinde“ betrachtet werden, die im Sinne des Globalismus nur eines anstreben: Ihre eigene Macht weltweit auszubauen, jedwede Konkurrenz verdrängen, gar die Politik weitgehendst beeinflussen.

Das mehrfach vorbelastete Wort Patriotismus hierzulande für genügend politischen Zündstoff sorgt, eine willkommene Gelegenheit der Weltpolitik einen roten Teppich auszurollen? Und zwar im Zusammenhang mit der Verwirklichung einer globalen Abhängigkeit untereinander bzw. zu Großkonzernen, die in Wirklichkeit das wirtschaftspolitische Geschehen steuern? Solange in Deutschland Fremdenhaß mitschwingt, wird ganz simpel der gesunde Patriotismus mißbraucht, hat in sofern dieser kaum eine Chance zu bestehen. Beste Gelegenheit für perfide Politik, Keile zu setzen, eine regionale Infrastruktur stückweise auseinander zu dividieren.

Was aber ergibt den Zusammenhalt regionaler Räume? Eine gut funktionierende Infrastruktur, in der Platz sein muß für zwischenmenschliche Bedürfnisse, in dessen Räumen sich alle wohl fühlen, Familien Chancen erhalten, die Kommunikation untereinander gefördet wird. Werfen Sie mal einen Blick in ihre nächste Umgebung. Fällt Ihnen was auf? Um den nächsten Arbeitsplatz erreichen zu können, bedarf es des Autos, außer ein öffentlicher Nahverkehr ist tatsächlich obendrein kostengünstig vorhanden. In manchen regionalen Räumen wurde eine solche Struktur abgebaut.

Um die Ecke keine kleinen Geschäfte mehr vorhanden sind, immer weniger regionale Schulen, weil sich alles einer Zentralisierung zu Einkaufs- und Schulzentren eingelassen hat. Die Folge: Der zwischenmenschliche Kontakt geht verloren, wir sind damit beschäftigt, von Punkt A zu Punkt B zu gelangen, kaufen gehetzt ein, die Schüler kennen sich untereinander kaum noch, weil große Zentren das kleine Überschaubare verdrängen, welches in jeweiligen Gemeinden wie Dörfern oder Stadtteilen vorhanden war.

Wenn der Postbote nur einmal klingelt

Und nicht zweimal, um sich auf die alleingelassene Hausfrau einzulassen, sondern als neues Aufgabengebiet gar als Bindeglied fungiert, den Sozialarbeiter und Altenpfleger entlastet? Welch tolles Pilotprojekt die Post neu erdacht hat, nachdem schon zuvor gerade hierzulande ohnehin etliche Filialen geschlossen wurden, um kleinste Räume gar in Supermärkten zu erschaffen oder als Nebenjob für die neueröffneten Postagenturen. Briefe neben Fisch, Blumen, anderen Dienstleistern oder Gewerbetreibenden, kein menschenwürdiger Service mehr vorhanden, sondern eine schnelle, oftmals kaltschnäuzige Abfertigung.

Einerseits beklagen wir völlig zu Recht den Umgang mit unseren Alten und Schwachen, das gesamte Ausmaß der Pflege ohnehin sich dramatisch zugespitzt entwickelt, auf der anderen Seite die Zwischenräume letzten humanen Zusammenhalts sowieso wegrationalisiert werden. Keine Verlagerung der Probleme auf andere, teilweise dürftig Geschulte verbessern die Zustände: Ganz im Gegenteil, dadurch schleicht man sich sehr simpel aus der Verantwortung. Zumal die Zuständigkeit verschleiert wird, der hilflos Alleingelassene keinen Ansprechpartner mehr vorfindet, denken wir an die inzwischen längst bekannten Service-Callcenter, die zwischengeschaltet den persönlichen Kontakt zu behördlichen Sacharbeitern mehr und mehr unterbinden, eine Abfertigung in Warteschleifen bedeuten.

Learn-how-to-see

Humanismus weicht dem Selbstzweck einer profitgeilen Elite

Die Völker stehen fast schon ohnmächtig daneben, schauen zu, wie ihre erkämpften Rechte scheibchenweise genommen, die Globalplayer sich alles unter den Nagel reißen, was widerstandslos möglich. Erneute revolutionäre Zeiten im Anmarsch? Wieder das Spiel von Gewalt und Gegengewalt aufgreifen, wenn am Ende doch die eigentlichen Urheber, bestimmte Eliten, sich wegducken und anschließend weiter agieren als sei nichts geschehen?

Solange berechtigter Humanismus dem Selbstzweck einer profitgeilen Elite weicht, ändert Menschheit nichts. Es gilt tatsächlich, einen Bewußtseinswandel konsequent verinnerlicht umzusetzen, nur dann besteht die Chance, dieses perfide, bösartige Spiel nicht mehr zu dulden.

Repost vom 28. Jun 2014


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: