Historisches Hotel, in dem der Chef die SA-Führer verhaftet lies wird abgerissen

Der Besitzer eines berühmten Hotels, in dem Hitler fast ermordet wurde, nahm am Samstag in Bad Wiessee einen Abstecher in die Geschichte des Hauses und führte in einer Tour, die wohl die letzte sein wird, durch das Haus, das abgerissen werden soll.

Ernst Roehm und einige seiner Gefährten hielten sich im Jahre 1934 in Bad Wiessee in Hotel Hanselbauer (heute Hotel Lederer) auf. Am 28. Juni rief Hitler Roehm an und bat ihn, alle leitenden Figuren der SA in Bad Wiessee zu einer Konferenz am 30. Juni zu versammeln. Roehm stimmte dem offensichtlich ahnungslos zu.

Die Nacht der langen Messer begann zwei Tage später. In der Morgendämmerung des 30. Juni flog Hitler nach München und fuhr anschließend nach Bad Wiessee, wo er Roehm und andere SA-Mitglieder persönlich verhaftete und ins Münchner Stadelheime Gefängnis in München verfrachten ließ. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 wurde die gesamte Führung der SA, zusammen mit vielen anderen politischen Gegnern der Nazis, liquidiert.

Lederer jedoch sagt, dass die Ereignisse eine andere Wendung hätten nehmen können: „Eine Waffe war dort [im Hotel] von einem Offizier namens Uhl versteckt worden,“ erläutert er. „Er versteckte aber die Waffe im Frauen-Salon und hatte sie somit nicht griffbereit. Heute können wir sagen, dass dies eine Chance gewesen wäre, Hitler zu töten, aber das Schicksal wollte es anders.“

Heute gehört das Gebäude nicht mehr dem 75-jährigen Lederer. Er verkaufte es für 6,2 Millionen Euro an Thomas Strungmann, der beabsichtigt, an der selben Stelle ein neues Luxushotel zu bauen.


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