Immigration als Waffe

von Norman Hanert

Krude Strategie: Jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der Dritten Welt sollen Europas Intelligenz senken

Rassismus ist das Standardargument schlechthin, wenn Kritiker einer unkontrollierten Zuwanderungspolitik mundtot gemacht werden sollen. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass erstaunlicherweise gerade einflussreiche Befürworter einer multikulturellen Gesellschaft oftmals mit einem kruden Biologismus argumentiert haben.

Auf dem Weg zu einer „hellbraunen Rasse“? Straßenbild in Deutschlands Hauptstadt Berlin Bild: pa
Auf dem Weg zu einer „hellbraunen Rasse“? Straßenbild in Deutschlands Hauptstadt Berlin Bild: pa

Mit Blick auf den europäischen Kontinent hatte Richard Nicolaus Graf von Coudenhove-Kalergi etwa im Jahr 1925 in seiner Programmschrift „Praktischer Idealismus“ die Entstehung einer „eurasisch-negroiden Zukunftsrasse“ vorausgesagt. Äußerlich der altägyptischen ähnlich, sollte diese Mischrasse nach Meinung des Gründers der   Paneuropa-Union, die „Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten“ ersetzen. Bis heute eine Fundgrube für antisemitische Verschwörungstheoretiker sind die Ansichten Coudenhove-Kalergis zu den Juden, die er als die „geistige Führerrasse Europas“ bezeichnete.

Rund 20 Jahre später tauchten im Zuge des Zweiten Weltkriegs dann Ideen für eine biologische Lösung des „deutschen Problems“ auf. Für Aufsehen sorgte etwa ein 1943 im Selbstverlag erschienenes Traktat von Theodore Newman Kaufman. Unter dem Titel „Germany must perish!“ plädierte Kaufman für eine Massensterilisation der Deutschen.

Im Jahr 1944 war es der US-Finanzminister Henry Morgenthau, der vorschlug, Deutschland in einen Agrarstaat zu verwandeln. Zitate, die Morgenthau zugeschrieben werden, sprechen dafür, dass ihm durchaus bewusst war, dass die Umsetzung seiner Pläne Millionen Menschenleben gefordert hätten.

In der Öffentlichkeit weit weniger bekannt sind die Gedanken des US-amerikanischen Anthropologen Ernest Hooton, der die Deutschen unterschiedslos für „moralische Schwachsinnige“ hielt. In einem 1943 veröffentlichten Aufsatz hatte Hooton empfohlen, die Geburtenzahl der Deutschen zu reduzieren sowie die Einwanderung und Ansiedlung von Nicht-Deutschen, insbesondere von Männern, in Deutschland zu fördern.

Um größeren Widerstand bei den Deutschen zu vermeiden, schlug Hooton vor, diese „Umzüchtung“ langsam durchzuführen. Zur Entlastung Hootons wird angeführt, dass seine Vorschläge außerhalb des Artikels nie wieder öffentlich erwähnt worden seien und auch sonst niemand die dahinterstehenden Ideen propagiert habe.

Der Bedeutung Hootons wird dies allerdings kaum gerecht. Der Lehrstuhl des Wissenschaftlers war in den Vereinigten Staaten das Hauptzentrum zur Forschung und Ausbildung im Fachbereich der biologischen Anthropologie. Dazu galt Hooton seinerzeit als prägend für eine ganze Generation von Anthropologen.

Dass Ideen einer gezielten Völkervermischung bis heute ihre Anhänger haben, macht das Beispiel des 1962 in Chilton, Wisconsin, geborenen US-amerikanischen Forschers auf dem Gebiet der Militärstrategie Thomas Barnett deutlich. In Büchern wie „The Pentagon’s New Map“ und „Blueprint for Action“ nennt der als „Vordenker der Globalisierung“ bezeichnete Barnett als Endziel der US-Politik die „Gleichschaltung aller Länder der Erde“. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Immigrationswelle interessant sind Barnetts Gedanken zu Europa. Der Kontinent soll nach Ansicht des Geostrategen jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der Dritten Welt aufnehmen. Ähnlich wie bei Coudenhove-Kalergi taucht der Gedanke auf, dass in Europa die Entstehung einer „hellbraunen Rasse“ gezielt herbeigeführt werden müsste. Ergebnis wäre laut Bernett eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen Intelligenzquotienten von 90,

„zu dumm zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten“.

Ein anderer geopolitischer Vordenker aus den USA, Zbigniew Brzezinski, prognostiziert in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ noch eine andere Folgewirkung, die eine multikulturelle Gesellschaft nach sich ziehe. Speziell mit Blick auf die USA gerichtet äußerte Brzezinski die Befürchtung, dass der Niedergang der Dominanz des weißen, angelsächsisch geprägten Amerika zugunsten einer multikulturellen Gesellschaft langfristig eine Schwächung der USA darstellt. Eine stark fragmentierte Gesellschaft würde es zunehmend verhindern, dass sich die USA künftig noch militärisch im Ausland engagieren würden, so die Argumentation Brzezinskis.


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