„In Auschwitz geboren, schon als Fötus gequält“

von Frank Kretzschmar

Der Lüge geschworen, der Hetze vermählt

Friedens-Nobelpreisträger Elie WIESEL, der nie in Auschwitz war, wie sich herausgestellt hat, weiß von dort wie folgt zu berichten:

„Nicht weit von uns entfernt loderten Flammen aus einem Graben empor, riesige Flammen. Dort wurde etwas verbrannt. Ein Lastwagen näherte sich dem Erdloch und schüttete seine Ladung aus: es waren kleine Kinder. Säuglinge! Ich hatte sie mit eigenen Augen gesehen.“

Ob eine Lager-Kapelle dazu aufspielte ist nicht überliefert, sollte aber über den Auschwitzer Klopapier-Komponisten Francesco LOTORO in Erfahrung zu bringen sein. Schließlich rieb sich der, SPIEGEL 6/13, verwundert die entzündeten Äugelein:

„Warum gab es allein hier sechs Orchester, eine Zigeuner-Combo, ein Jazz-Ensemble, ja sogar einen Frauenchor unter der Leitung einer Nichte von Gustav Mahler?“

Weil das in deutschen Vernichtungslagern so üblich war, Du Dämlack! Was denn sonst?!

Hautnah am Geschehen auch Eugen KOGON – zu Darmstadt ist eine Straße nach ihm benannt – in seinem 1946 erschienenen, allein in Deutschland eine halbe Million mal verhökerten „Der SS-Staat“:

„Das fünfte Krematorium hatte keinen Ofen, sondern eine riesige Glühplatte. Die Opfer wurden nackt davor aufgestellt und von der SS abgeknallt, so dass die Kadaver oder Verwundeten gleich in die Glut fielen…

Gern stellte SS-Oberscharführer Moll, der die Auschwitzer Krematorien leitete, nackte Frauen an die Glühgrube, um sie nach Unterleibsschüssen in das Feuer stürzen zu sehen.“

Selbst Überlebende kommen in die Jahre. So Otto UTHGENANNT, Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, der ungezählte Schüler mit der Schilderung des Martyriums seiner fünf KZ-Buchenwald-Jahre zu Tränen rührte. Als sich herausstellte, dass er weder Jude noch Häftling war, verlautbarte er im „Anzeiger für Harlingerland“:

„Dann entschuldige ich mich. Ich bin 77 Jahre alt, ich habe es ja nur gut gemeint.“

Seine Lager-Leiden?

„Die treffen nicht ganz so zu“, denn er habe eine „gute Fantasie“, er sei ein „guter Schwindler“.

UTHGENANNT ist in bester Gesellschaft. In der Herman ROSENBLATS zum Beispiel. Auch wenn der nicht alle Äpfel am Baum hat. Die warf ihm ein 9-jähriges Mädchen über den Zaun eines Buchenwald-Außenlagers zu. 12 Jahre später traf er die Polin wieder und heiratete sie.

Mit dieser Schnulze tingelte ROSENBLAT durch amerikanische Talk-Shows und ließ sie „als größte Love-Story, die je im Fernsehen erzählt wurde“, feiern. Alles erstunken und erlogen.

Als der Schwindel aufflog, erschien zwar das euphorisch vorschuss-belorbeerte Buch „Engel am Zaun“ nicht, für einen Film aber sollte der Sudel trotzdem gut sein.

Was dem ROSENBLAT sin Äppel, sind dem Jerzy KOSINSKI sin Federn. Die wurden seinem „Der bemalte Vogel“ bereits kurz nach dem Erscheinen 1965 ausgerupft. Kein Wort wahr, an den auf niedrigstem, sexistischem Niveau verfassten KZ-Kindheitserlebnissen. Erst 1990 verbot ihm ein amerikanisches Gericht, die Schand-Schwarte als „Erinnerungen“ zu untertiteln. Bis dahin ward sie auch in Deutschland locker vom Antifa-Hocker als alternativlos authentisch unters Volk gebracht.

KOSINSKIS Vogel hat die Mauser, Misha DEFONSECAS Wolfsrudel die Räude. Kein wahres Haar im Pelz, seitdem es 1941 mit Klein-Misha auf der Suche nach ihren Gestapo-verschleppten Eltern von Belgien nach Polen schnürte. Das Rudel hatte die Achtjährige gewissermaßen adoptiert. Nachzulesen in „Überleben unter Wölfen“, das in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurde.

Als der Schwindel ruchbar ward, der Film zum Buch war soeben angelaufen, plusterte sich am 29. Februar 2008 selbst der Shoa-hörige SPIEGEL auf:

„Gefälschte Holocaust-Memoiren: Erfolgsautorin gesteht Betrug. Die Autorin hatte behauptet, beschützt von einem Wolfsrudel, den Holocaust überlebt zu haben.“

Misha DEFONSECA entpuppte sich als Monique DE WAEL und ihr behauptetes Judentum als ein gefühltes. Gleichwohl muss man der Monique zu Gute halten, dass Durchgeknallte, die ihre Wolfs-Story für bare Münze nahmen, noch bekloppter sind als sie.

Von Etgar KERET, einem herzigen Mittvierziger-Wuschelköpfchen, sollte man allerdings erwarten, dass er mit beiden Staksbeinen in Israels Hier und Heute steht. Zu früh gefreut. SPIEGEL 45/12:

„Im Taxi erzählt der Schriftsteller, das Misstrauen gegenüber der Realität habe er von seinen Eltern, die beide den Holocaust überlebten.“

Die Mutter „sammelte“, Apokalypse des Grauens , „als Sechsjährige die Zigarettenkippen der deutscher Soldaten im Warschauer Ghetto auf.“ Klar, dass KERETS „Schreiben vom Holocaust geprägt ist“ und, jetzt kommt’s:

„von den Schuldgefühlen eines Kindes von Überlebenden.“

Dass er diese Eigenscham für Vorgeburts-Überleben an seine Kinder weitergibt, versteht sich von selbst.

Noch ’nen Davidstern-Zacken schärfer aber ist Angela OROSZ-RICHT. Die wurde, Artikelüberschrift DIE WELT vom 3. Juni 2015:

„In Auschwitz geboren, schon als Fötus gequält“.

Nachdem Angelas Mutter KZ-Arzt MENGELE auf der Selektionsrampe verklickerte, dass sie schwanger sei, nannte er sie jovial „einen dumme Gans“, und ließ sie, um ihr eine „ätzende Flüssigkeit in den Gebärmutterhals zu injizieren“, am Leben, damit er „sehen konnte, wie sich der Fötus verhält“. Der aber „dreht sich immer weg, wenn die Substanz sich nähert“.

Das ruft beim kundigen Leser Jitzak GANONS in Erinnerung, dessen „pulsierend Niere“, SPIEGEL-online 10.12.2009, MENGELE in den Händen hielt, nachdem er die dem auf einen Tisch Geschnallten, ohne Betäubung versteht sich, ritsch-ratsch rausgesäbelt hatte, was Jitzak wiederum nicht davon abhielt, gleich anschließend dem Gaskammertod geschmeidig von der Zyklon-B-Schippe zu springen.

Wie Moshe PEER, der in seinem „Unvergessliches Bergen-Belsen“, authentisch versteht sich, berichtet, wie er als Elfjähriger „mindestens sechsmal“ in die Gaskammer getrieben ward und – „vielleicht widerstehen Kinder besser“ – überlebte. Obwohl er an seinem Werk geschlagene 19 Jahre schrieb, war ihm, shit happens, glatt entgangen, dass es im Lager Bergen-Belsen nie eine Gaskammer gab.

Doch zurück zu Angela OROSZ-RICHT. Nachdem Mengele sein Interesse am sich wegduckenden Fötus verloren hatte, brachte deren Mutter, sie „ist so schwach und so dünn, dass die Schwangerschaft nicht auffällt“, am 21. Dezember 1944 Angela, Geburtsgewicht ein Kilo, zur Welt, die unentdeckt blieb und überlebte, weil ihr die Kraft zum Schreien fehlte. „Bereits zwei Stunden nach der heimlichen Geburt“, so OROSZ-RICHT kürzlich im kanadischen Fernsehen, „hat meine Mutter barfuß durch den Schnee zum Zählappell gehen müssen“. Bleibt zu hoffen, dass sie sich anschließend an KOGONS Glühplatte die Füße hat aufwärmen können.

Trotz ihrer Unterernährung und Entkräftung durch medizinische Experimente in Auschwitz“, so FOCUS ebenfalls am 3. Juni zum Thema, „habe ihre Mutter ihr die Brust gegeben, und zusätzlich auch dem zweiten überlebenden Baby des Lagers, einem Jungen namens George, der heute in Ungarn lebe“.

So jedenfalls OROSZ-RICHT als Nebenklägerin im Lüneburger Auschwitz-Prozess gegen den 93-jährigen Oskar GRÖNING, dem wegen seiner Buchhaltertätigkeit, zur falschen Zeit am falschen Ort, Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen wird.

Oskar Gröning 1942 als Auschwitz-Buchhalter und 2015 als Holocaust-Angeklagter vor Gericht.

Zwar ward GRÖNING zwei Monate vor Angelas Geburt zur Westfront abkommandiert, nachdem die aber als Fötus Mengeles Spritze austrickste, ist ihr auch die vorgeburtliche Tatüberführung GRÖNINGS zuzutrauen. Dem jedenfalls schmetterte sie während ihrer Aussage ein beherztes „Ich verzeihe Ihnen nicht, Herr Gröning!“ entgegen.

Gemach, gemach, ANGELA! Darüber, wer wem was zu verzeihen hat, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nichts ist so fein gesponnen, kommt´s doch ans Licht der Sonnen.

Wie in Robert SOMMERS „Das KZ-Bordell“ die Geschicke Izabela MICHALEKS – eine von zwei schwangeren Liebesdienerinnen in Auschwitz. Wie jetzt?! Tragend? Trächtig? Zu nichts mehr zu gebrauchen?

Kurzer Prozess, sollte man meinen: Ab an den Glühplattenrand, Peng, zwei Fliegen mit einer Klappe, Schuss in den Unterleib und MOLL schlägt sich wiehernd auf die feisten Schenkel.

Tatsächlich aber kam es, auf Izabelas Wunsch, zu einem fachärztlichen Abbruch, der eigens beim Chef des Amtes D III, dem Berliner Amt für Sanitätswesen und Lagerhygiene, schriftlich beantragt werden musste, da auch in Auschwitz, wo man lässig Lastwagenladungen von Säuglingen in lodernde Erdlöcher kippte, das prinzipielle Abtreibungsverbot nach § 218 StGB galt.

Auf Seite 185 des „KZ-Bordells“ – Mietmaul SOMMER ist nichts weniger als Revisionist – angekommen, traut der geneigte Leser seinen Augen nicht:

„Da Konzentrationslager staatliche Einrichtungen waren und nicht im rechtsfreien Raum existierten, ist es plausibel, dass auch hier die gesetzlichen Verordnungen bezüglich Hygiene, Seuchenbekämpfung und Prostitutionskontrolle galten.“

Plausibel? War im inneren Kreis der Lager-Hölle ein Menschenleben nicht bestenfalls einen Lampenschirm aus abgezogener Haut oder ein Stück Seife aus Eigenfett wert? Schossen dort nicht Blutgeysire, die Flammen in Wassergraben Kremierter, hui, nur so in den Himmel? Hygiene, Seuchenbekämpfung und Puff-Kontrolle zur Gesunderhaltung industriell zu Vernichtender?

Selig, die nichts zu sagen haben und trotzdem schweigen.

So betrachtet, ist es um Angela OROSZ-RICHTS Seelenheil nicht zum Besten bestellt, was sie jedoch nicht am Nebenkläger-Tourismus auf Steuerzahler-Kosten hindern wird, wenn demnächst Exhumierte vorm Gericht aufgebahrt und post mortem allein wegen ihrer beruflichen KZ-Präsenz, als Milchmann zum Beispiel, abgeurteilt werden.

Für die Lagerdirnen aber war Auschwitz, um die jüdische Holocaustexpertin Gitta SERENY zu zitieren, kein Vernichtungslager, sondern ein furchtbarer Ort. Jedoch keiner, wo sie vögel- … äh… vogelfrei waren, möchte man hinzufügen.

Dr. jur. Frank Kretzschmar
dottorefrank@hotmail.com

Repost vom 26. Jun 2015


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