In George Soros funkelnder neuer Weltordnung geht die Sonne unter

Von Phil Butler

Milliardeninvestor Geore Soros hatte einen ziemlich guten Lauf beim Aufbau seiner schönen neuen Welt. Auch wenn er noch immer weltweit Millionen in Proteste und Krisen investiert, so sind seine schwindenden Träume einer „offenen Gesellschaft“ oder gar eines „Kosmopolitismus“ mitsamt einer globalistischen Doktrin sicherlich nicht mehr zu erreichen in seiner Lebenszeit.

Wie man so schön sagt „Das Spiel ist aus,“ George.

Egal ob man in ihm den einsamen Wolf im Hemd des Spekulanten sieht oder den Illuminati Kapitän, der berüchtigte Milliardenbösewicht hat unser aller Leben in einer Art und Weise beeinflusst, wie wir es uns kaum vorstellen können. Hier ein kleiner Einblick in Soros und sein irreales Utopia.

Als George Soros ein kleiner Junge im Ungarn des Zweiten Weltkrieges unter deutscher Besatzung war, da kollaborierte er mit den Nazis bei der Konfiszierung von jüdischem Eigentum, deren Besitzer verhaftet werden sollten und allzu oft ums Leben kamen. Soros hat sich dafür nie in entschuldigender Weise geäußert, sondern vielmehr oftmals festgestellt, dass 1944 das beste Jahr seines Lebens war [er war damals 14, d.Ü.].

Heute sehen wir die Fusspuren von Soros an Orten wie Jugoslawien und Bosnien, in denen sich Katastrophen entfalteten, bis hin zu aktuellen Krisenherden, in denen ein sich ein destabilisierendes Chaos abspielt. Egal wie man Soros sieht, es ist klar, dass er eine integrale und schädliche und oftmals mysteriöse Rolle in der Welt spielte. In den Nachrichten wird der legendäre Milliardär als eine Art böses Genie beschrieben, das hinter dem Chaos auf der Welt steht.

Wer aber ist George Soros wirklich?

Soros wurde im August 1930 in Budapest in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Als Sohn eines jüdischen Anwalts namens Tivadar Soros (geändert von Theodor Schwarz), entkam der junge George den Todeslagern der Nazis, indem er Teil der Endlösung wurde. Später im Krieg wurde der Jugendliche Soros aus Budapest heraus und nach London geschleust, wo er irgendwie die akademische Leiter emporkletterte und später die des Bankenwesens.

Auch wenn hier keine biografische Abhandlung entstehen soll, so ist es wichtig, erst Soros Kern als amoralischer Manipulateur zu zeigen, wie er sich bei einem „Sixty Minutes“ Interview mit Steve Kroft zeigt. Zum anderen ist es meine Überzeugung, dass Soros einer von mehreren globalistischen Milliardären ist, die an die Macht „geführt“ wurden.

Es gibt einige Indizien, dass George Soros sich nicht eigenhändig an die Spitze gearbeitet hat, wie es der Mythos um ihn besagt. In der echten Welt gibt es kaum einen dieser „Self Made Men“, man muss sich dafür nur einmal die wirklichen Hintergründe von Männern wie Soros, Bill Gates, Jeff Bezos, den Google Leuten oder die Kader an Wunderknaben ansehen. Ich dachte lange, dass Soros zwar nicht zu dieser Kategorie gehört, also der neuen Welle von Weltmechanikern, die von sehr altem und sehr großem Geld eingesetzt wurden. Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr so sicher.

Schaut man sich Soros Leben an, nachdem er 1947 Bukarest verliess, dann ist der erste Punkt die London School of Economics, wo er ein Schüler des bekannten Philosophen Karl Popper wurde, von dem er seine gegenwärtigen Ansichten über die Gesellschaft übernommen hat. Es war Poppers Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (1945)“, das zum Modell wurde für Soros Open Society Stiftungen.

In einem Artikel, den Soros für den Atlantic schrieb, zeigt er offen auf, wie er plant, die Welt umzuwandeln in eine Art amoralisches Utopia, in dem es keine echte Wahrheit gibt. Beim erneuten Lesen von Soros Worten bin ich sowohl fasziniert, als auch erstaunt über den chirurgischen und sterilen Kern seiner Vorstellungen. Soros gibt offen die „subversive“ Natur seiner Operationen im Europa nach dem Fall des Kommunismus zu.

Je mehr ich über Soros Arbeit lese, desto mehr wird mir seine Art seines Wahns klar. Vorstellungen, wie die „kommunistische Plage“ durchziehen alle seine Vorstellungen, wie auch seine faschistischen Bezüge. Das sichtbarste an seiner verdrehten Gedankenwelt aber ist die Art und Weise, wie sich Soros eigene Dogmen gegenseitig ausschliessen.

Nicht nur sind Kommunismus und Faschismus der Feind, es ist auch der exzessive Individualismus – oder in anderen Worten, seine eigene Utopie der „offenen Gesellschaft“. Soros ist ein Mann mit immenser Macht, dessen einzige Triebkraft aus einem zirkulären Chaos besteht. Das einzige, an das er offenbar wirklich zu glauben scheint, ist das, was er die „Magie des Marktplatzes“ nennt – vielleicht eine Art unverarbeitetes Kindheitstrauma aus der Nazizeit?

Womit auch immer Soros Wahn zusammengehalten wird, er scheint tatsächlich zu glauben, dass es eine Art höhere Form von Ökonomie gibt, die unser Gott ist. So verrückt das klingen mag, das ist der Ort, an dem dieser brilliante und verdrehte Geist lebt.

Je mehr ich Soros verstehe, desto weniger weis ich, ob ich ihn verehren oder Mitleid empfinden soll. Ich versuche mir vorzustellen wie es ist, ein Athesist zu sein oder amoralisch und am Rande des Ablebens zu stehen, wie es bei Soros mit seinen 86 Jahren der Fall ist. Was mich aber weit mehr interessiert ist, ob Soros eher der Einzelkämpfer und Titan für den gesellschaftlichen Wandel ist, oder doch eher ein immens mächtiger Henker einer unbekannten Macht im Hintergrund?

In der Vergangenheit sah ich in George Soros ein Teil eines ultramächtigen Kartells oder einer Geheimgesellschaft wie den Illuminati. Je mehr ich über ihn las, desto weniger war ich überzeugt davon, da ich einige derartig mächtige Personen persönlich kennenlernte und einge davon waren völlig unabhängig in ihrem Denken und Tun.

Soros als Investor ist eine simple Angelegenheit, der vermeindliche Idealist dahinter aber ist nach wie vor eine Enigma. Soros und sein Quantum Fund machen Geld wie sonst nur Las Vegas, sie spielen die Klaviatur des Finanzgeschäfts, wann immer es möglich ist. In dieser Beziehung könnte Soros kein größerer Archetyp des Tyrannen vor Ort sein, der alle Spareinlagen besitzt und damit alle Schulden kontrolliert.

Falls Soros von irgendeiner Gruppe rekrutiert und gefördert worden ist, dann hätte es irgedwann sein müssen, als er in London für Julius Singer und Ernst Friedlander arbeitete, oder irgendwann danach, vielleicht als er zu F.M. Mayer nach New York wechselte. Ich habe zu den Namen rechercheriert, die Menschen, Orte und Details rund um diese Finanzunternehmen. Um es klar zu machen, es gibt nicht wirklich viel, das man über Soros frühen Jahre erfahren kann.

Interessant ist, dass auch Julius Singer ein Ungar war. Ernst Friedlander war der Gründer der ersten Handelsbank in Südafrika, was interessant ist, da Soros in den 1970ern versuchte, die Volkswirtschaft des Landes zu destabilisieren. Andere wahrscheinliche Kontakte beinhalten Van Gogh, der Berlin Banker besaß und der in den 1920ern zu Singer & Friedlander kam, sowie heute schattige Figuren im Londoner Bankengeschäft wie Max Ullman. Einige der Geschäftsabschlüsse dieser Banker während des Krieges waren interessant, wie etwa dieses Überweisungsformular mit schweizerischen Banken.

Egal welche Kontakte er während dieser Jahre knüpfte, wir werden es wohl nie herausfinden. Es gibt eine Geschichte, wonach der Sohn von F.M. Mayer, Robert Mayer Soros für eine Stelle bei der New Yorker Firma empfahl. Soros wurde in etwa zur selben Zeit zum Spezialisten für europäische Aktien, als der europäische Einheitsmarkt aus der Taufe gehoben wurde. Die Montanunion (aus dem der gemeinsame Markt entstand) war die Keimzelle der heutigen Europäischen Union.

Bei meinen Recherchen wirken Soros Wechsel von einer Firma zur nächsten und das Wachsen seiner Erfahrung jeweils „organisch“. Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber der „einsame Wolf“ Soros macht auf mich heute viel mehr Sinn, als eine orwellsche Verschwörung. Die nachfolgenden Stellen brachten George Soros in die Mitte der weltweiten Entwicklungen und das noch vor 1963, als die Regierung des damaligen Präsidenten Kennedy Soros Arbeitsbereich mit einer Steuer belegte.

Egal, ob wir George Soros bewundern oder hassen, eines ist sicher, sein Leben und seine Taten haben die Zeit bewegt. Diese Zuschreibung sollte man aber nicht mit Konzilianz verwechseln, ich verabscheue Menschen wie Soros mit seinem sperrigen und unmenschlichen Charakter – dieses alles rationalisierende. Ganz besonders verabscheue ich, wie meine Landsleute von Soros vorgeführt wurden, als der Präsidentschaftswahlkampf von 2016 begann.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass Menschen leiden werden oder gar sterben, weil Soros ziviele Unruhen finanziert – und wozu? Es bleibt unbekannt, wie viele Millarden Soros in die Hand nahm für philantropische Tätigkeiten, die auf seiner Sicherheit der Unsicherheit basieren. Völlig ohne Angst hat dieser eine Mann die Macht für wirklichen Wandel in die Hand genommen und diese Macht in eine ausschliessliche Waffe für Aufstände verwandelt.

Europa liegt in Scherben, Amerika ist in der Mitte gespalten, Kriege wüten und in George Soros 86 Jahren hat sich die Menschheit kein einziges Stück verbessert. Es erinnert mich an eine Passage über die Neuformung der menschlichen Wahrnehmung von den wunderbaren Nikos Kazantzakis und Zorba dem Griechen:

„Lasst das Volk Chef sein: Öffnet nicht ihre Augen. Wenn ihr das macht, was würden sie sehen? Ihr Elend! Lasst ihre Augen geschlossen und lasst sie weiterträumen. Es sei denn. Es sei denn sie öffnen ihre Augen und ihr könnt ihnen eine bessere Welt zeigen, als die Dunkelheit, von der sie gegenwärig umgeben sind. Könnt ihr das?“

Zorba zeigt damit das Dilemma auf, in dem die Menschheit gefangen ist. Kazantzakis sprach von linkem und rechtem Idealismus und von der utopischen Mitte dazwischen. Aus dem Grund ist George Soros eine tragische Figur. Mein Kollege, der niederländische Analyst Holger Eekof tadelt mich immer, wenn ich mich über Soros Machenschaften aufrege;

„Soros ist nicht böse, Phil, er macht nur das, was er am besten kann.“

Ich habe immer widersprochen, bis heute. Soros Art des Idealismus ist biblisch. Soros aber ist nicht der Antichrist, oder? Das verlorene Potenzial und die völlige Verschwendung eines derartig brillianten Kopfes, man muss sich nur einmal vorstellen, was ein zurechnungsfähiger George Soros für die Welt hätte leisten können – dabei handelt es sich um die wahre Dunkelheit.

Es sind die verlorenen Opportunitäten, die den großen Satan über dieser Art Mann schweben lassen. Was für eine Schande.

Im Original: Sunset Over George Soros‘ Sparkling New World


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