Kanzlerduell: Martin Schulz kurzfristig ausgeladen

von WiKa

Täuschland: Niemand durfte bislang offiziell darüber spekulieren, das hatte sich der Staatsrat aus gutem Grund verbeten. Doch wer sich nur ein ganz klein wenig mit der Materie befasst und der harten Realität ins Auge sehen mag, der konnte den Fortgang der Geschichte erahnen. Um das sogenannte „Kanzlerduell“ nicht zu verwässern, haben die Staats-Propagandasender zur Förderung der Merkel-Junta die Modalitäten bereits vor Jahren neu gefasst. Danach hat es sich eingebürgert, lediglich die Kanzlerkandidaten einzuladen, denen eine reale Chance nachgesagt wird, nach der Schein-Wahl auch faktisch die Kanzlerschaft antreten zu können. Nachdem das größte Geschrei dazu vorüber ist, lässt es sich noch perfektionieren.

Infolgedessen ist die konsequente Ausladung von Martin Schulz nur folgerichtig, denn er ist gegenüber der “Bundesmutti” nachweislich chancenlos. Man muss dabei einfach die guten Seiten dieser Entscheidung würdigen. Die Sendezeit ist knapp und kostbar, besonders bei vier parallelgeschalteten Sendern. Da ist der Phrasendrescher Schulz lediglich eine vermeidbare Umsatzbremse, wenngleich allerhand Außenstehende mehr Landwirtschaft in dieser Sendung gefordert haben: Kanzlerduell im TV: Verbände fordern Landwirtschaft als Thema [Agrar Heute]. Auch hartnäckige Begehrlichkeiten von anderen Politgnomen zu diesem Termin konnten bislang erfolgreich abgewehrt werden, wie man hier nachlesen kann: Linke, Grüne und FDP wollen mitmachen[FAZ]. Nein, das würde wirklich zu weit gehen, vor allem, weil dann auch die AfD eine Bühne bekäme. Es reicht wenn die undemokratischen Kräfte Deutschlands gebündelt durch die CDU-Merkel vertreten werden.

Da Angela Merkel das Kanzlerduell jetzt gänzlich alleine bestreiten kann, bleibt viel mehr Zeit für die schönen Allgemeinplätze, echte CDU-Harmonie und teure Konzern-Werbung. All die hohlen Versprechungen, die sie dem Bürger für die Zeit nach ihrer Wiederernennung zur Kanzlerin vermitteln möchte und die am Tag nach der Wahl aufgrund der aktuellen Ereignisse leider nicht mehr realisierbar sind.

Abgesehen davon steht das Fernsehprogramm für den 24. September 2017 bereits fest. Aber auf all das kommt es sowieso nicht an. Letztlich muss nur die Herde weiter an diese hängende Fratze gewöhnt werden. Mit dem Hintersinn auch zukünftig die Beleibtheitsumfragen zur Imperatorin glaubwürdig manipulieren zu können. Eben genauso gut, wie es den staatsnahen Staatsfernsendern nur gelingen kann. Selbst wenn Angela Merkel in ihrem eigenen Wahlkreis als Direktkandidatin fulminant durchfällt, wovon auszugehen ist, ändert das nichts daran, dass das Merkel wieder Kanzlerin wird. Das könnte man fast schon als Demokratie nach DDR-Vorbild bezeichnen.

Für jene Leute, die sich noch nicht so recht mit diesem monotheistischen Gedanken anfreunden mögen, sei nochmals daran erinnert, dass es bei erfolgreichen Duellen ohnehi®n nur einen Überlebenden gibt. Das ist Fakt. Denken wir nur mal an die unschönen Szenen der letzten Kanzlerwahl, als Merkel und Steinbrück Rücken an Rücken standen, bis Steinbrück unfair spielte und der Merkel seinen Dödelfinger[FAZ] präsentierte. Worauf Merkel ihn endgültig in ihrer Rauten-Mummu versenkte. Derlei unnötige wie sexistische Gemetzel darf man den unbedarften Deutschen durchaus ersparen. Und Martin Schulz ist noch viel schlabberiger als der kanzlertechnisch inzwischen total verweste Peer Steinbrück. Den Martin würde Merkel binnen weniger Minuten einfach so verdrücken … da wäre es wirklich viel zu schade um die schöne Sendezeit.

Schwergewichtiges

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Schulz bei einem ausgelassenen Kanzlerduett an der Merkel definitiv überheben dürfte. Das zeigte sich jüngst bei den Proben zur Sendung (Achtung wichtig: Merkel mit modifizierter Frisur). Nicht weil der Martin keine kräftige Gestalt wäre. Nein, weil die Merkel inzwischen ein massives politisches Schwergewicht schwarzes Loch ist. Da wird der arme Martin keinen Ansatzpunkt mehr finden. Da das alles viel zu inszeniert aussehen würde, ist es wahrlich gescheiter, die Merkel eine Soloshow hinlegen zu lassen, um den dazu versammelten BRD-Wahl-Zirkus am 3. September ungestört und allein zu unterhalten.

Abgesehen davon, wer wird den Schulz schon vermissen? Niemand! Nicht einmal die SPD, der er nach dem 24. September genauso “schnuppe” ist wie der vorherige Steigbügelhalter der Merkel, Peer Steinbrück, vor vier Jahren. Verheizt ist verheizt.


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